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Kelter für stetigen Betrieb.
Die Erfindung betrifft eine Kelter, die bei einfacher Anordnung eine selbsttätige, genaue Trennung der aus Vor- und Nachdruck entsehenden Traubensaftqualitäten ermöglicht, bei der die Maische auf ihrem langen Wege, den sie unter dem Pressegewicht zurücklegt, bis zur Brottrockenheit gepresst und bei der an Zeit und Kraft gespart wird, weil die auf der Kelterbahn befindliche dünne Maischeschicht nur eines geringen, kurz dauernden Druckes zur vollständigen Auspressung bedarf.
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ist eine ebenfalls ringförmige Pressplatte 1 von besonderer Gestalt auf und ab beweglich. Sie wird von vier Armen k gehalten, deren gemeinsame Nabe auf der Säule b geführt ist.
Das Ganze hängt an einer Kurbel oder exzenterartigen Vorrichtung m, welche, in der Säule b drehbar, von einem Vorgelege in Umlauf
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Presshubes das Hinterende der Pressplatte einen stärkeren Druck auf das Pressgut aus als das Aufgabeende.
Zur Fortschaltung der Scheibe e in der Umlaufrichtung dient ein Vorgelege o, das ein Schaltwerk p irgendwelcher Art aussetzend antreibt. Das Sehaltwerk kann beispielsweise aus einer Zahnung r am Umfang der Scheibe e und einer entsprechenden Schaltklinke bestehen.
Die Wirkungsweise dieser Kelter ist folgende : Durch das Vorgelege wird abwechselnd die Scheibe e schrittweise fortgeschaltet und die Pressplatte l auf und niederbewegt, so dass stets nach Anheben der Pressplatte die Scheibe e um einen Schritt fortgeschaltet wird. Gibt man die Maische durch den Fülltrichter n auf, so wird eine verhältnismässig dünne Schicht davon durch die schrittweise Weiterschaltung der Scheibe e unter das Aufgabeende der Pressplatte 1 gebracht. Durch den darauffolgenden Presshub
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Sehaltvorrichtung p die Scheibe e um einen Schritt vorwärts, wodurch die vorgepresste dünne Schicht des Pressgutes unter einen Teil der Pressplatte gelangt, der bereits einen stärkeren Druck ausübt, während inzwischen eine neue Schicht der Maische unter die erste Stufe der Pressplatte gelangt.
Die Pressung wird in dieser Weise fortgesetzt, so dass das Pressgut von dem Aufgabeende nach dem Hinterende der Pressplatte 1 wandert und dabei einem immer wachsenden Pressdruck ausgesetzt wird. Der abgepresste Saft läuft aus den Ringen f in die schalenförmige Vertiefung c und wird dort in den einzelnen, durch die Scheidewände gebildeten Abteilungen nach seiner Güte gesondert gesammelt und kann von hier aus abgeführt werden. Der Abstand der wirksamen Fläche der Pressplatte l vom höchsten bis zum tiefsten
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Punkt kann sich beispielsweise etwa von 10 bis 2 cm von der Unterlage ändern. Die ausgepresste Maische wird am Hinterende der Pressplatte etwa durch ein schaufelartig geformtes, auf der Pressbahn schleifendes
Abstreichblech selbsttätig abgehoben und aus der Kelter entfernt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kelter für stetigen Betrieb, gekennzeichnet durch die Zusammenwirkung einer drehbaren, @ schrittweise fortgeschalteten Scheibe (s) mit ringförmiger Pressbahn und einer über dieser in ta-ktgemässen
Hüben auf und ab bewegten kreisförmigen Pressplatte , deren Druckfläche sich von dem zur Aufbringung des Keltergutes durchbrochenen Aufgabeende aus schraubenförmig der Pressbahn der Scheibe (e) nähert, um einen ansteigenden Druck auf das fortschreitende Keltergut auszuüben.