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Zylinderdeckel fiir Verbrennungskraftmaschinen.
Es ist bekannt, Zylinderdeckel für Verbrennungskraftmaschinen aus zwei getrennten Teilen herzustellen, von denen der äussere, stärker ausgeführte Teil zur Aufnahme der Arbeitsdrücke und der Deckelschraubenkräfte dient, während der den Verdichtungsraum unmittelbar begrenzende Teil dünnwandig ausgebildet und in erster. Linie zur Wärmeabführung bestimmt ist. Die bekannten Einrichtungen besitzen den-Nachteil, dass die Wärmezu-und abführung für den inneren Teil des Deckels ausserordentlich erschwert ist. Dieser Teil dehnt sich bekanntlich viel stärker aus wie der äussere Deckelteil, wodurch besondere Dichtungen für den Durchtritt des Kühlwassers aus dem äusseren in den inneren Deekelteil erforderlich werden, die nur sehr schwer dicht zu halten sind.
Die den bisher bekannten Einrichtungen anhaftenden Nachteile sind durch die Erfindung dadurch vermieden, dass beide Deckelteile unmittelbar zusammengegossen sind, wobei gleichzeitig Sorge getroffen ist, dass sich die den Verbrennungsraum unmittelbar begrenzenden Wandungsteile des inneren Deckelteiles gegenüber dem äusseren Deckelteil ungehindert auszudehnen vermögen.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise in einigen Ausführungsformen veranschaulicht, 11. zw. zeigt Fig. 1 einen lotrechten Schnitt durch einen der Erfindung gemäss ausgebildeten wassergekühlten Zylinderdeckel, Fig. 2 einen gleichen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform, wobei aber die Schnittebene der rechten Hälfte der Figur in Wirklichkeit um 900 verdreht zu der Schnittebene der linken Hälfte liegt, Fig. 3 einen wagrechten Schnitt durch den inneren Teil des Deckels nach der Linie x-x der Fig. 2, während Fig. 4 und 5 in gleicher Darstellung wie Fig. 3 etwas andere Ausführungsformen veranschaulichen.
In den Figuren bedeutet A den oberen, wassergekühlten Teil'des Zylindermantels, B den Zylinderdeckel, dessen Teile bl und b2 aus einem Stück bestehen. C sind die Deckelschrauben, die den Zylindeideckel mit seiner Dichtungsfläche auf den Mantel des Zylinders aufpressen. Die in den Figuren vorhandenen Pfeile deuten die Bewegungsrichtung des Kühlwassers im Deckel an.
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hineinverlegt, von diesem aber durch eine eingeschnittene Randfuge b3 getrennt, . um sich beim Erwärmen frei ausdehnen, zu können. Diese Fuge kann zur Vermeidung des Verlustes von Verbrennungsluft gegebenenfalls mit einer nachgiebigen Einlage ausgefüllt werden, die den Deckelteil b2 in seiner Ausdehnung nicht behindert.
Bei'der Ausführung form nach Fig. 2 ist der Deckelteil b2 aus dem Teile herausgezogen und in den Kompressionsraum hineinverlegt, wobei zwischen dem Teile ? und der Zylinderwandung jedoch genügend Spiel gelassen ist, um auch in diesem Falle dem Teile bu-dite ungehinderte Ausdehnung zu ermöglichen. Bei dieser Anordnung ist die bei der Ausführung nach Fig.. 1 erforderliche Fuge b3 vermieden.
Von der Ausführungsform nach Fig. 1 unterscheidet sich diejenige nach Fig. 2 noch dadurch, dass
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bei dem in Fig. 1 wiedergegebenen Ausführungsbeispiele getroffen werden könnte. Der Durchtritt des Kühlwassers ist aus der Fig. 2 und dem zugehörigen Grundriss Fig. 3 ohne weiters zu ersehen. Um bei dem dünnwandigen Teile des Deckels die Möglichkeit der freien Ausdehnung noch zu erhöhen, kann dieser Teil in der aus den Grundrissfiguren 4 und 5 ersichtlichen Weise ausgebildet werden. Diese Ausführungsformen unterscheiden sich von denjenigen nach Fig. 3 dadurch, dass der dünnwandige Teil durch eine Trennungfuge in zwei Hälften , b5 unterteilt ist, die lediglich über den dickwandigen Deckelteil miteinander
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in Verbindung stehen.
Derartige Trennungsfugen werden zweckmässig, um Temperaturspannungen nach Möglichkeit zu vermeiden, durch die schwächsten Querschnitte gelegt.
Die aus den Fig. 4 und 5 ersichtliche Unterteilung des Deckelteiles b2 erfordert, wie diese Figuren
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und b5 gebildeten Räume unter sich nicht : mehr unmittelbar zusammenhängen.
Sowohl bei der Ausführungsform nach Fig. 1 als auch bei derjenigen nach Fig. 2 sind die Ventil- sitze in dem Deckelteile bl angeordnet. Infolgedessen bleibt der Deckelteil ? von Verspannungskräften, die von den Ventilbefestigungsschrauben herrühren, vollkommen frei ; ferner vermögen auch die Kräfte, die den Zylinderdeckel auf die Zylinderdichtung niederdrücken, keinerlei Einfluss auf den Deckelteil b2 auszuüben, so dass dieser Teil sehr schwach ausgeführt werden kann. Gegebenenfalls können die schwachen
Wandungen des Deckelteiles b2 durch Rippen od. dgl. versteift werden.
Es sei noch bemerkt, dass es bekannt ist, dem Zylinderdeckel nach dem Verdichtungsraume hin eine vom Zylinderdeckel unabhängige Wasserkammer vorzulegen. Derartige Kammern erfordern jedoch besondere Dichtungen für den Durchtritt des Kühlwassers aus dem eigentlichen Deckel in die Kammern und umgekehrt bzw. besondere Einrichtungen für den Wasserzu-und abfluss für den Fall, dass die
Kammern unabhängig vom Zylinderdeckel gekühlt werden. was durch die Erfindung vermieden ist.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Zylinderdeckel für Verbrennungskraftmaschinen, der aus einem äusseren, stärkeren, zur Auf- nahme der Arbeitsdriicke und Schraubenkräfte bestimmten Teile und einem schwächeren, inneren Teile besteht, der in erster Linie der Wärmeabführung dient, dadurch gekennzeichnet, dass beide Teile derart zusammengegossen sind, dass sich die dem Verbrennungsraume unmittelbar ausgesetzten Wandungsteile des inneren Dec'keIteiles (b-) gegenüber dem äusseren Deckelteile (bl) ungehindert auszudehnen vermögen.