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Schmiereinrichtung für Scheibenkugellager.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schmiereinrichtung für-Scheibenkugellager, u. zw. auf eine
Schmierung des Lagers in einem Kreislauf, wobei in stillstehenden Teilen Kanäle vorgesehen sind, die den ausserhalb des Kugelkranzes befindlichen Raum mit dem innerhalb des Kugelkranzes die Welle umgebenden Raum verbinden, so dass das durch die Fliehkraft zwischen den Kugeln hindurch nach aussen bewegte Schmieröl immer wieder auf die innere Seite des Kugelkranzes zurückgelangen kann. Gemäss der Erfindung ist im äusseren Raum ein mit stillstehenden Teilen in Verbindung stehender, eine Zwischen- wand bildender Schirm vorgesehen, der das Kugellager gegen den in der unteren Hälfte des Lagergehäuses vorgesehenen Ölbehälter abschliesst.
Das zwischen den Kugeln hindurch beförderte Öl wird infolgedessen in tangentialer Richtung fortgeschleudert und kann sich daher nicht in grösserer Menge zwischen den
Lagerscheiben ansammeln.
Auf der Zeichnung ist die Schmiereinrichtung für Scheibenkugellager in einer Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein doppeltes Scheibel1kugellager und Fig. 2 veranschau- licht einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1.
Zwischen der auf der Welle 5 befestigten Lagerscheibe 6 und den äusseren Lagerseheiben 9 und 10, die sich an Ringen 13 und 14 stützen, laufen die beiden Kugelkränze 7 und 8 um. Die beiden im Lager- gehäuse 20 fest angeordneten Widerlagerringe- ? J und JM haben radiale Kanäle 12, die entweder ringsum verteilt oder auch nur auf einem Teil des Umfanges je nach Bedarf vorgesehen sein können. Die
Bohrungen j ! 8 bilden Verbindungskanäle zwischen dem ausserhalb des Kugelkranzes liegenden und dem die Welle umgebenden Raum. Gegen den Umfang der Ringe 13 und 14 wird eine entsprechend kreisbogenförmig gekrümmte Platte 15 durch eine Feder 16 gedruckt, während die Unverschiebbarkeit der Platte durch einen mit ihr fest verbundenen, am Gehäuse 20 geführten Stift 17 gesichert wird.
Die Platte 15 bildet eine Zwischenwand zur Trennung des Ölraums in einen das Kugellager umgebenden Raum 19 und einen in der unteren Hälfte des Gehäuses 20 vorgesehenen Sammelraum 18. Die Platte 15 schliesst letzteren gegen den unteren Teil des Kugellagers dicht ab, lässt aber die Kanäle 12 frei.
Auf der Zeichnung ist ein doppeltes Scheibenkugellager dargestellt ; selbstverständlich kann die Anordnung auch bei einem einfachen Seheibenkugellager und auch bei Zusammenstellungen von ERing-undScheibenkugellagernangewendetwerden.
Die Wirkungsweise und die Gebrauchsvorteile der Schmiereinrichtung sind folgende : Das 01 gelangt aus dem Ölraum 18 durch die Kanäle 12 auf die innere Seite der Kugelkränze und wird beim Umlauf der Welle 5 durch die Fliehkraft zwischen den Kugeln hindurch nach aussen befördert. Es wird hiebei aus dem von der Platte j ! 5 umschlossenen Raum 19 an die Wand des Lagergehäuses 20 geschleudert und fliesst dann in den Ölraum 18 herab, wie ih Fig. 2 durch Pfeile angedeutet ist, wobei angenommen wird, dass das Lager in der Richtung der Bewegung des Uhrzeigers umläuft. Da das Öl aus dem Raum 18 ständig auf die innere Seite des Lagers zurückgeführt wird, findet ein dauernder Kreislauf durch das Kugellager statt.
Die Anordnung der Scheidewand 15 hat nicht nur den Vorteil, dass der in dem Ölraum befindliche Schmierölvorrat von den umlaufenden Lagerteilen getrennt ist und daher Verunreinigungen des Öls sich absetzen können und nicht wieder aufgerührt werden, sondern es wird allch in dem Raum 19 oberhalb des Schirms, ein stärkerer Umlauf durch das Herausschleudern des Öls und daher ein ständiger
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Wechsel des Schmieröls an dieser Stelle erzielt. Das in der Ruhe sich im Raume 19 sammelnde Öl wird von den umlaufenden Teilen über die obere Kante des Schirms hinweggeschleudert und fliesst am Gehäuse in den Raum 18 herab. Aus diesem Grunde kann während des Wellenumlaufes das Steigen des Ölspiegels im Gehäuse beobachtet werden.
Die Tiennung des Ölvorrats von den umlaufenden Teilen vermeidet neben anderen Nachteilen die Wirbelbildung und damit Arbeitsverlust durch Erwärmen des Öls.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.1