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Vorrichtung zur Herstellung vom destilliertem Wasser.
Gegenstand der Erfindung sind Ausgestaltungen der Vorrichtung zur Herstellung von destilliertem Wasser nach dem Stammpatent Nr. 91245, bei welchen dem Verdampfer Wasser von einer höheren Temperatur als seiner Verdampfungstemperatur entspricht, ununterbrochen zugeführt wird. Bei dieser Vorrichtung ist der Verdampfer zur Erhaltung seines Wasserspiegels auf bestimmter Höhe mit einer, unterhalb eines freien Wasserspiegels frei ausmündenden Leitung für den Abfluss der Lauge versehen.
Eine solche Anordnung bedingt jedoch die Anordnung des Verdampfers in bestimmter Höhe. Lässt sich diese nicht inne halten, so kann die Speiseleitung zum Verdampfer in bekannter Weise mit einem vom Wasserspiegel im Verdampfer beeinflussten Abschlussmittel versehen werden, welches bei fallendem Wasserspiegel geöffnet, bei steigendem Wasserspiegel geschlossen wird. Nach der Erfindung ist nun der
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einen Wasserüberhitzer zum Verdampfer führt, mit dem Wasserraum des Verdampfers durch die Leitung zur Abführung eines Teiles des nicht verdampften Wassers verbunden. Hiedurch wird der Vorteil erzielt, dass bei steigendem Wasserspiegel im Verdampfer das Speisewasser für den Verdampfer wieder dem Wasservorrat des Verdampfers entnommen wird, wogegen beim Fallen des Wasserspiegels im Verdampfer mit diesem Verdampferwasser und mit Zusatzwasser gespeist wird.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen die erste Ausführungsform im senkrechten Schnitt bzw. in einem wagerechten Schnitt nach Linie A-A der Fig. 1.
Die Fig. 3 und 4 lassen die zweite Ausführungsform erkennen. Vi lg. 3 ist ein senkrechter Schnitt,
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dargestellt.
Bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 nimmt der zur Aufnahme des nicht verdampften Wassers bestimmte untere Teil des Verdampfers 20 einen Schwimmer 23 auf, dessen Stange 24 mit einer
Gabel 29 von den beiden, die Stirnwände des Gehäuses 22 durchragenden Zapfen 28 des Drehschiebers 27 getragen wird. Letzterer ist als zylindrischer Hohlkörper mit zwei Schlitzen 30, 31 ausgebildet, welche die Zusatzwasserleitung 10 mit der Leitung 101 je nach ihrer Stellung miteinander verbinden oder ab- schliessen.
Die Leitung ', welche an eine (nicht gezeichnete) Pumpe angeschlossen ist, mündet in den
Wasserraum eines ebenfalls nicht gezeichneten Wasserüberhitzers (entsprechend dem #Nebenkondensator" des Stammpatentes Nr. 91245), welcher mit dem Dampfraum des Verdampfers 20 in Verbindung steht, und besitzt eine in den Wasserraum des Verdampfers 20 einmündende Abzweigung 37. Das Ventil- gehäuse 22 ist durch Stutzen 10', 26'mit der Leitung 10 bzw. 10"verbunden.
Die Vorrichtung hat folgende Wirkungsweise. Wenn die Leitungen 10 und 10" durch den Dreh- schieber 27 miteinander in Verbindung gesetzt sind, wird durch sie, wie bei der Vorrichtung nach dem
Stammpatent, zweckmässig vorgewärmtes Wasser von einer Pumpe in den Wasserüberhitzer und von da in den Verdampfer gefördert. Hier verdampft, wie bei der Vorrichtung des Stammpatentes, nur ein
Teil des überhitzten Wassers, wogegen der den grössten Teil des eingespeisten Wassers betragende Rest
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in den Wasserraum 20 des Verdampfers fliesst.
Ein Teil dieses überschüssigen Wassers gelangt dann aus 'dem Verdampfer durch die Leitung 37 wieder in die Leitung M, aus welcher es zusammen mit dem
Zusatzwasser in der vorbeschriebenen Weise in den Wasserüberhitzer und von hier in den Verdampfer gefördert wird.
Sammelt sich nun durch zu erhebliche Einspeisung oder mangelhafte Verdampfung im Wasser-
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Wie aus Fig. 3 hervorgeht, unterscheidet sich die zweite Ausführungsform der vorliegenden Vorrichtung von der Vorrichtung des Stammpatentes im wesentlichen durch die Anordnung der Hilfsleitungen 48, 48' und das in dem Wasserraum des Verdampfers 20 untergebrachte zweite Abschlussmittel27' (Fig. 4), welches im Gehäuse 47 untergebracht ist und durch die Hilfsleitungen 48'die Leitung 37 mit der Leitung 48 verbindet, sowie durch die mit letzterer in Verbindung stehenden Hilfspumpe 49. Zur Erreichung dieses Zweckes sind die mit den Zapfen 28 bzw. 28'der beiden Schieber 27, 271 verbundenen Hebel 29 an das Gelenkparallelogramm 24 angelenkt, welches mit dem Schwimmer 2. 3 in gelenkiger Verbindung steht.
Wenn der Wasserspiegel im Verdampfer steigt, wobei nicht nur, wie bei der Vorrichtung nach dem Stammpatent, die Verbindung zwischen den Leitungen 10 und 10", sondern auch zwischen den Leitungen 37 und 48 unterbrochen ist, so entnimmt die Pumpe 45, an welche die Speiseleitung 10" angeschlossen ist, das im Wasseriiberhitzer 11 zu überhitzende Wasser lediglich aus dem Wasserraum des Verdampfers und die Hilfspumpe 49 läuft leer.
Sobald jedoch der Wasserspiegel im Verdampfer fällt und die Verbindung zwischen den Leitungen 10 und 10" sowie zwischen den Leitungen 37 und 48 hergestellt ist, wird das Wasser hauptsächlich aus dem Vorerhitzer 1 durch die Leitungen 10 und 10" entnommen und zugleich ein Teil des im Verdampfer befindlichen Wassers durch die Hilfspumpe 49 auf dem Wege 37, 48' und 48 in die Abflussleitung 50 entfernt, wodurch die Anreicherung des Salzgehaltes im Verdampfer verhindert wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 sind die Gehäuse 22 und 47 der beiden Schieber im Wasserraum des Verdampfers nebeneinander gelegt und die Schieber selbst zu einem einzigen Hahnkörper 27 vereinigt, der mit seinen beiden Zapfen 28 in den Aussenwänden der Gehäuseteile 22, 47 gelagert ist. Mit den Zapfen 28 ist die Gabel des Hebels 24 fest verbunden, welch letzterer den Schwimmer 2. 3 trägt.
Bei der Offenstellung des Hahnkörpers 27 (Fig. 5) steht die Leitung 48 durch die Leitung 48'mit der Leitung 37 in Verbindung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von destilliertem Wasser nach Stammpatent Nr. 91245, mit einem in die zum Verdampfer führende Speiseleitung eingeschalteten, von dem Wasserspiegel im Verdampfer beeinflussten Abschlussmittel, welches bei fallendem Wasserspiegel geöffnet, bei steigendem Wasserspiegel
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führt, mit dem Wasserraum des Verdampfers durch die Wasserableitung 37 verbunden ist.
2. Vorrichtung zur Herstellung von destilliertem Wasser nach Stammpatent Nr. 91245, dadurch gekennzeichnet, dass in die zur Hilfspumpe 49 führende Leitung 48', 48, durch welche das mit Salz angereicherte Wasser aus dem Kreislauf der Destillieranlage entfernt wird, ein von dem Wasserspiegel im Verdampfer gesteuertes Abschlussmittel eingeschaltet ist.