AT91173B - Verfahren zur Herstellung von komplexen Titanpigmenten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von komplexen Titanpigmenten.

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  Verfahren zur   Herstelinlg   von   komplexen Titanpigmellten.   



   Die Erfindung betrifft Stoffe, die als Pigmente in   Malfarben   und für andere Zwecke verwendet werden. besonders solche, die bedeutende Mengen Titanoxyd enthalten. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, wodurch solche Pigmente in einer einfachen und ökonomischen Weise dargestellt werden können. Die Pigmente haben eine schöne weisse Farbe, und das darin 
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   Deckvermögen   der neuen komplexen Pigmente scheint auf der Darstellungsweise zu beruhen, wodurch eine ausserordentlich feine Verteilung des Titanbestandteiles erreicht wird, und dieser in eigentümlicher Weise an   aufgeschlämmten   feinen Teilchen eines Sulfatträgers anhaftet oder damit zusammenwächst. 



  Der Sulfatträger ist   gewöhnlich     im Überschuss,   hat aber an und für sich in Öl kein Deckvermögen. Es ist gefunden worden, dass ähnliche Ergebnisse durch einfache mechanische Vermischung derselben Mengen Titanmaterial mit   ähnlichen   Trägern nicht erreicht werden können. 



   Das Verfahren wird, wie folgt, ausgeführt und das neue komplexe Produkt in folgender Weise erhalten :
Zunächst stellt man in beliebiger Weise eine von Verunreinigung   möglichst   freie Titansulfatlösung her. In diese Lösung wird fein verteiltes Bariumsulfat oder Kalziumsulfat eingeführt. Dies kann in ver-   schiedener   Weise geschehen. Man kann das Sulfat durch Fällung in der Titanlösung selbst darstellen, z. B. durch Zufügen von Bariumchlorid, Bariumhydroxyd oder ähnliche Verbindungen, die mit dem   S04   der   Titanlösung unlösliche   oder   schwerlösliche   Sulfate bilden, oder man kann vorher Barium-oder Kalziumsulfat darstellen, und dieses in der Titanlösung mechanisch aufschlämmen.

   In solchen Fällen kann man natürlich statt einer   Titansulfatlösung auch   eine   Titanchloridlösung   benutzen. 



   Die Titanlösung mit dem darin befindlichen Barium-oder Kalziumsulfat wird bis   zur möglichst   vollständigen Fällung des Titaninhaltes in Form von Metatitansäure oder, wie man im Falle einer Sulfat- 
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 träger an und wachsen mit diesem zusammen. Das gewünschte komplexe Produkt wird somit gebildet und wird durch Filtration oder in anderer Weise aus der Lösung entfernt, dann getrocknet und geglüht bis die Titanverbindung möglichst vollständig in   Ti02   übergegangen ist. 



   Die Beschaffenheit des Endproduktes hängt zum grossen Teil von der Art des angewandten Sulfatträgers ab. Es ist gefunden worden, dass die besten Ergebnisse dann erhalten werden, wenn der Sulfatträger für sich dargestellt wird, u. zw. durch Einwirkung von Natriumsulfat auf Bariumsulfid in alkalischer Lösung. Das Bariumsulfat fällt in diesem Falle in fein verteiltem oder kolloidalem Zustande aus und hat eine schwammartige Beschaffenheit im Gegensatz zu dem kompakteren Gefüge anderer, in sauren Lösungen ausgefällten Bariumsulfat.

   Man kann sein eigenartiges Gefüge unter dem Mikroskop sofort erkennen und auch durch seine Eigenschaft schwach zu sintern, wenn auf   600-800  C.   erhitzt und sich dann zu- sammenzuziehen und in eine   kristallinisehe   oder teilweise   kristallinische   Form   von grösserer Dichte über-   zugehen. 



   Beispiel 1. In eine Titansulfatlösung wird   eine Kalziumchloridlösung allmählich eingegossen,   wodurch Kalziumsulfat ausgefällt wird. Die Lösung wird dann so lange zum Sieden erhitzt, bis der Titan- gehalt möglichst vollständig ausgefällt ist, was sich durch Proben ermitteln lässt. Der komplexe Nieder- 

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   Beispiel 2. In eine   Titansulfatlösung   wird allmählich eine Lösung von Bariumhydrat einge-   gossen, wodurch Banumsulfat ausgefällt   wird. Man verfährt dann weiter, wie im Beispiel   l.   



   Beispiel 3. In eine alkalische Natriumsulfatlösung wird eine Bariumsulfidlösung allmählich eingegossen. Der Niedersehlag von Bariumsulfat wird abfiltriert und ausgewaschen und die erhaltene nasse Paste wird in eine Titansulfatlösung eingebracht und durch mechanische Mittel aufgeschlämmt. Die Titansulfatlösung wird dann erhitzt und, wie in den Beispielen 1 und 2 weiterbehandelt. 



   Es ist klar. dass die Zusammensetzung des Endproduktes nach Belieben geändert werden kann, da das komplexe Pigment keine bestimmte chemische Verbindung ist. Seine Zusammensetzung beruht deshalb nur auf dem Mengenverhältnis zwischen Sulfattläger und Titanverbindung in der Lösung, aus welcher die Metatitansäure oder das basische Titansulfat gefällt wird. 



   Mit 01 angerieben, bildet es eine vorzügliche Malfarbe mit hohem Deckvermögen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von komplexen Titanpigmenten, dadurch gekennzeichnet, dass man Bariumsulfat in einer Titanlösung   aufschlämmt,   die Lösung dann erhitzt, bis Titansäure ausfällt, worauf der Niederschlag entfernt und geglüht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bariumsulfat vor Einführung in die Titanlösung durch Einwirkung von Bariumsulfid auf Natriumsulfat in alkalischer Lösung hergestellt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle von Bariumsulfat Kalziumsulfat verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Barium oder Kalziumsulfat durch Fällung der Titanlösung selbst hergestellt wird.
    5. Komplexes Titanpigment, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Barium-oder Kalziumsulfat- trägem mit anhaftenden oder eingewachsenen Titandioxydteilchen besteht.
AT91173D 1920-04-23 1921-03-17 Verfahren zur Herstellung von komplexen Titanpigmenten. AT91173B (de)

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