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dass da, wo Farben in Betracht kommen, volle Harmonie erzielt werde.
Bei entsprechender Ausbildung können wohl Menschen, die normales Farbengefühl besitzen, au, sich selbst harmonisch wirkende Farben zusammenstellen. Den meisten fehlt aber diese Fähigkeit
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Anzahl harmonisch wirkende Farben bzw. Farbentöne festzustellen, die nicht allein dem normalen Farben- gefühl, sondern dem Gesetz der Farbenharmonie entsprechen.
Gemäss der Erfindung besteht die Vorrichtung aus einer auf irgendeiner Farbentheorie aufgebauten
Farbenskala, der gegenüber ein Zeigersystem verschiebbar angeordnet ist, dessen Marken unter sich in bezug auf Anzahl und gegenseitige Abstände der gleichen Gesetzmässigkeit gehorchen, die den harmonischen Zusammenklang der Farben in der Skala bestimmt, so dass bei Einstellung einer der Masken auf irgend- eine Ausgangsfarbe die übrigen Marken an Farben der Farbenskala stehen, die mit der Ausgangsfarbe im Zwei-oder Mehrklang harmonieren.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine Ausführungsform mit kreisförmiger Anordnung der Farbenskala.
Fig. 2 zeigt eine Farbenskala für sich, bei welcher neben den reinen Farben eine Reihe von weiss-, schwarz- 1 und graugetrübten Abwandlungen mit aufgenommen sind. Die Fig. 3 und 4 zeigen Anordnungen von
Abwandlungen bunter und unbunter Farbtöne, um in diesen Abwandlungsreihen Harmonien zusammen- stellen zu können. In Fig. 5 ist ein Farbdreieek wiedergegeben zur Identifizierung der in den Fig. 3 und 4 gebrauchten Farbkennzeichen. Die Fig. 6 und 7 zeigen stabförmige Ausführungen der Vorrichtung, die ähnlich der Form nach Fig. 2 neben den reinen Farben verdunkelte und aufgeliehtete Abwandlungen derselben enthalten.
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Wir unterscheiden bekanntlich zwischen unbunten und bunten Farben. Unbunt sind weiss, grau und schwarz.
Alle übrigen Farben sind bunte. Reinweiss sehen wir nicht ; in jedem uns zum Bewusstsein kommenden weiss ist etwas ul1bunte oder bunte Farbe vorhanden. Desgleichen bei schwär.
Die bunten Farben sind nach der 3-Farbentlleorie : 1. Reine Farben : fl) Die drei Erst-oder Grundfarben : Rot, Gelb, Blau : die dazwischen liegenden Zweitfarben : Orange, Grün. Violett : e) die übrigen unendlich aufteilbaren Zwischenfarben : d) die verdünnten reinen Farben.
2. Getrübt Farben : Die weissgetrübten Nebenfarben ; die schwarzgetrübten Nebenfarben ; e) die graugetrübten Nebenfarben : d) die verdünnten getrübten nebenfarben.
Harmonisch sind Farbenzusammenstellungen : Zu zweien, im Zweiklang, als Gegenfarben oder als benachbarte. mit gesetzmässig bestimmten
Intervallen : b) zu dreien bzw. mehreren. im Drei-, Vier-, Fiinf-, Sechs- und mehrklang, wenn sie eine Totalität ergeben oder wenn Teile dieser Totalität nach bestimmten Gesetzen vorhanden sird : e) wenn einer vorhandenen Farbe tongleiehe Farben beigeordnet sind bzw. das Helligkeitsverhältnis
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die Winkel des sechszackigen Sterns halbieren. Die Spitze C des Sechsecks liegt in einer Unie mit der Funfzaelspitze K und der Quadratspitze Q.
Sobald nun eine Spitze der Zeigereinrichtung auf einen
Farbton der Farbenskala eingestellt ist, zeigt eine zweite bzw. zweite und dritte bzw. zweite, dritte und vierte usw. Spitze, die zu dem gewählten Farbton harmonisch wirkenden Farben im Zwei-, Drei-, Vier- klang usw, an, Da jede Farbe ihren genauen Platz in der Farbenskala oder im Farbenkreis hat-gleich-
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Man ermittelt : a) Die drei Erstfarben (Dreiklang), indem man die C-Spitze des Sternes B auf 96 (Rot) einstellt ; es steht dann die D-Spitze auf 32 (Gelb), die E-Spitze aut 64 (Blau). Die drei Wegstrecken sind 1/3 Kreisumfang = 32 Ziffern lang : b) die drei Zweit-, Ergänzungs-, Komplementär-oder Gegenfarben der drei Erstfarben (Dreiklang), indem man die C-Spitze auf 96 belässt.
Es steht dann die F-Spitze diametral gegenüber 96 (Rot)
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auf 16 (Orange). Die drei Wegstrecken sind wieder A/3 Kreisumfang = 32 Ziffern lang ; e) die sechs Drittfarben werden ermittelt, indem man die C-Spitze auf 96 belässt und die Farben in der Verlängerung des zentralen Strahlenbündels V abliest oder indem man die C-Spitze auf 8 (RotOrange-Rot) stellt. Im letzteren Fall stehen dann H, D, F, E und G-Spitze ebenfalls um je 8 Nummern nach rechts gerückt auf 24 (Gelb-Orange-Gelb), 40 (Gelb-Grün-Gelb), 56 (Blau-Grün-Blau), 72 (BlauViolett-Blau) und 88 (Rot-Violett-Rot). Die sechs Wegstrecken sind je V, Kreisumfang = 16 Ziffern lang.
Farbenharmonien aus Farbtönen, die gemäss der 3-Farbentheorie zwischen denjenigen der obigen drei Zusammenstellungen (Drei-und Seehsklänge) liegen, eimittelt man durch Rechtsdrehen der Zeigervorrichtung und Einstellen der Spitze C auf einen der Sektoren 1-7, 9-15 usw. Man erhält dadurch beispielsweise ;
Die Dreiklänge : 1, 33, 65; 12, 44, 76: 29, 61, 93 ;
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Die entsprechenden Wegstrecken sind stets je 1/2 bzw. 1/6 Kreisumfang - 32 bzw. 16 Ziffern lang.
Die zwölf Viertfarben stehen in der Mitte zwischen den Drittfarben.
Die 24 Fünftfarben stehen in der Mitte zwischen den Viertfarben.
Die 48 Sechstfarben stehen in der Mitte zwischen den Fünftfarben.
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In gleicher Weise weiden Zwei-, Vier-und Fünffarbenklänge unter Anwendung des Pfeiles U bzw. der Zeiger des Quadrats P und des Fünfzaeksternes J ermittelt usw.
Die benötigten Farbenharmonien bestehen aber nicht immer nur aus reinen Farben, wie die bis- herigen Erläuterungen und die Darstellung der Fig. 1 voraussetzen. Um mit der Vorrichtung auch
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wandlungen aufzubringen. Die Fig. 2 zeigt eine derartige Farbentafel. Es sind dabei in dem Kreis 1 die reinen Farben, u. zw. diesmal nur in 24 Tönen unterteilt nebeneinander liegend angeordnet. In den konzentrischen Innenkreisen II, Ill und IV seien die graugetrübten Abkömmlinge in drei Stufen an-
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aussen hin sich steigernden Verdunklungsstufen. Die 24 im Kreis nebeneinander liegenden Sektoren sind somit die Sektoren der Tongleichen.
Mit einer solchen Farbeutafel ist es möglich, sowohl im Kreis der reinen Farben, als auch in und mit den Ereilen ihrer Abkömmlinge Harmonien mit Hilie der vorerläuterten Zeigervoiriehtung zusammenzustellen. Man ermittelt durch Einstellung der Spitze C auf eine erstgewählte Farbe die dem Harmoniegrad entsprechend zusammengehörigen Sektoren der Tongleichen, worauf man noch die Abstufungen der so als harmoniereud gefundenen Sektoren beliebig verüerend kombinieren kann. Man ist also nicht darauf beschränkt. nur Farbentöne des gleichen Faibk'-eises zu wählen, sondern kann auch, je nach Zweck der Zusammenstellung (heitere, ernste, lebhafte, ruhige usw. Wirkung), Farbtöne verschiedener Stufenkreise in Harmonien vereinigen. Wenn so z.
B. festgestellt zist. dass die diametral gegenüberliegenden Sektorenreihen IT und X im Zweiklang miteinander harmonieren, so trifft dies für jede Stufe des einen
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Die Vorrichtung kann weiter dazu benützt werden, auch Harmonien in den Abwandlungsreihen jedes einzelnen Farbtones zu ermitteln, denn es sind theoretisch nicht nur, wie bisher beschrieben, Harmonien aus verschiedenen Farbtönen möglich, sondern auch solche aus verschiedenen Abwandlungen
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von dei Grauleiter parallel zu ihr verlaufen und allmählich in den reinen Farbton qa übergehen nennt man die reingleichen Schattenreihen.
Um nun innerhalb der Grauleiter oder innerhalb der hellklaren. oder der dunkelklaren, oder der reingleichen Reihen eines Farbtons auf mechanischem Wege Harmonien ermitteln zu können, sind gemäss der Erfindung als konzentrische Kreise in beliebig vielen aber zahlen-
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ausgestattet sein.
So ist in Fig. 3 im äussersten Kreis die hellklare Reihe irgendeines reinen Tones angeordnet, beginnend mit dem Weiss aa im Sektor a, im Uhrzeigersinn sich fortsetzend und endigend mit dem reinen
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zentrische Innenkreise die reingleichen Schattenreihen des Farbtones angeordnet. u. zw. in Fig. 3 immer ausgehend von dem mit dem Ton fjq der Gauleiter, wie man sagt, weissgleichen Ton, so dass in den einzelnen Sektoren die Reihen der Weissgleichen stehen, was im Sektor q die dunkelklare Reihe und in den andern Sektoren die gemäss Fig. 5 parallel dazu verlaufenden Reihen ergibt.
In Fig. 4 ist jeweils dem Weiss an der Grauleiter der sogenannte schwarzgleiche Ton der reingleichen Reihen gegenübergestellt, so dass in den einzelnen Sektoren die sehwarzgleichen Abwandlungen des Farbtones stehen, was im Sektor a die hellklare Reihe und in den übrigen Sektoren die gemäss Fig. 5 parallel dazu liegenden Reihen ergibt.
Mit
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der vierte Ton dieses Vierllangs in der betreffenden Schattenreihe eben nicht mehr vorhanden ist. 'Statt der kreisförmigen in sich geschlossenen Anordnung der Farben auf der Farbentafel, wie sie
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der Vorrichtung sind diese Zeigerhälften zusammengeschlossen zu einem endlosen Band. oder zu einem stabförmigen Schieber von doppelter Länge der Farbtonskala, oder zu zwei getrennten zwangsläufig oder für sich verschiebbaren Stäben.
Bei dem Ansführungsbeispiel der Fig. ss sind die Farben in 24 Tönen auf einer stabförmigen Tafel A' I von links nach rechts nebeneinandergereiht und jeder Ton ist in zehn übereinander liegende Stufen unter-
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marke 2 auf die Farbtonsäule D'geschoben, wie das in Fig. 6 dargestellt ist. Sämtliche Farben der über der zweiten sichtbaren Zweiermarke des Bandes stehenden Farbtonsäule E'harmonieren dann im Zweiklang mit der Ausgang, farbe. 1st ein Dreiklang zu irgendeiner Farbe dieser Tonsäule gesucht, so wird eine Dreiermarke unter sie gestellt und alle Farben jener Säulen über den übrigen sichtbaren Dreiermarken des Zeigerbandes, also der Säulen F'und G'stehen dann im Dreiklang mit der Ausgangsfarbe.
Auf diese Weise können zu jeder Farbe der Farbenskala andere im Zwei- oder Mehrklang mit ihr harmonierende Farben festgestellt werden. Bei Verschiebungen des Bandes B' kommen infolge der
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Schiebers werden innerhalb der Begrenzung der Farbenskala A' diejenigen Kolonnen entnommen, deren Farben zur Ausgangsfarbe im gesuchten Mehrklang stehen. So stehen zu den Farben der Kolonne L' diejenigen der Kolonne J7* im Zweiklang ; die der Kolonne N' und O' stehen zu ihnen im Dreiklang und die der Kolonnen P@ Q'und Jt im Vierklang usw.
Um die Einrichtung nach Fig. 7 handlicher zu machen, könnte der lange Zeigerschieber
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geschildert, ausgeführt sein, nämli.'h derart, dass die Farbenskalen gegenüber den Zeigervorrichtungen verschiebbar wären und dopp ? lt so lang wie diese aus zwei identischen Hälften beständen. Auch eine
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könnte das Zeigerband oder der Zeigerschiebar aus durchsichtigem Stoff unmittelbar auf den Farben liegen und verschiebbar sein.
Statt der in den Bespielen Fig. l, 2,6 und 7 dargestellten Unterteilung der Farben in 96 oder in
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kömmlinge der reinen Farben ganz nach Bedarf zu wählen. Weiterhin kann die FarbentaM auf jedem FarbensYite1l1 z. B. auch auf der Vierfarbenlehre aufgebaut werden. Dies ist alles für die Erfindung gleichgültig.
E, ist nicht nötig, dass die Farben selbst auf der Vorrichtung wiedergegeben sind. Sie können auf irgendwelchen Tafeln oder sonstigen Einrichtungen getrennt davon festgelegt sein und in ihrer Reihenfolge und Bezeichnung zu Zahlen oder Buchstaben der Vorrichtung in Beziehung stehen. Man liest dann auf dem Zifferblatt nur die Z@hlen oder Buchstaben der Zeigerstellung ab und findet unter der gleichen Bezeichnung auf den Farbtafeln die gesuchten Farben. Auch könnte neben einer derartigen Ziffer-bzw. Buchstabenbezeiehnung auf den Vorrichtungen auch die zugehörige Farbe zur oberflächlichen Orientierung schwach oder klein angedeutet sein, deren genaue Tönung aber erst aus einer Hilfstafel zu entnehmen wäre, auf welche eben diese Bezeichnung hinweist.
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