AT8958U1 - Einrichtung zum anhängen mehrerer personen und/oder tiere an ein bergetau - Google Patents

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AT8958U1 AT0038805U AT3882005U AT8958U1 AT 8958 U1 AT8958 U1 AT 8958U1 AT 0038805 U AT0038805 U AT 0038805U AT 3882005 U AT3882005 U AT 3882005U AT 8958 U1 AT8958 U1 AT 8958U1
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Schider Helicopter Service Gmb
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Abstract

Einrichtung zum Anhängen mehrerer Personen und/oder Tiere an ein Bergetau, wobei an einer Riggingplatte wenigstens zwei Verbindungselemente, insbesondere Karabiner, mittels Seilen befestigt sind, und wobei weiters der Abstand eines Verbindungselementes (11) von der Riggingplatte (9) veränderbar ist, vorzugsweise indem eine Seilklemme (14), an welcher das Verbindungselement (11) angehängt ist, an verschiedenen Stellen eines mit der Riggingplatte (9) verbundenen Seiles (10) fixierbar ist.

Description

2 AT 008 958 U1
Die Erfindung betrifft ein Bergeverfahren zum Evakuieren von Personen/Tieren auf dem Luftweg, insbesondere aus Förderbetriebsmitteln einer Seilbahn, eines Sesselliftes oder aus einem Gebäude, bei dem wenigstens ein Bergehelfer von einem Hubschrauber mittels Bergetau bei den zu bergenden Personen/Tieren abgesetzt wird, die zu rettenden Personen/Tiere vom Ber-5 geheifer zur Bergung mittels Gehänge vorbereitet werden und dann vom Hubschrauber mit Bergetau abgeholt und gemeinsam mit dem Bergehelfer am Bergetau hängend zu Boden gebracht werden.
Bergungen mittels Bergetau gehören zu den schwierigsten Einätzen eines Hubschraubers, io Flugretter und Pilot müssen dabei ein perfektes Team bilden. Diese Bergemethode wird eingesetzt, wenn eine Landung am Notfallort nicht möglich ist. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen drei Bergeverfahren.
Bei der Taubergung mit Bergesack werden in der Regel ein Flugrettungsarzt und ein Flugret-15 tungssanitäter mit dem Tau zum Notfallort gebracht. Dabei wird ein Bergetau mit fixer, jeweils angepasster Länge verwendet. Am Notfallort wird der Patient erstversorgt und in den Bergesack mit Vakuummatratze gelegt. Gemeinsam mit dem Flugrettungsarzt und dem Flugrettersanitäter wird der Patient im Bergesack am Tau hängend zu einem geeigneten Zwischenlandeplatz geflogen. 20
Bei der variablen Taubergung, die bei Schluchtgelände mit unklarer Taulänge, Steilfels oder steilem Waldgelände angewandt wird, steht die Bergung durch den Bergehelfer im Vordergrund. Die Versorgung des Verunfallten durch den Notarzt wird dann erst am Zwischenlandeplatz durchgeführt. Der Bergeretter seilt sich dabei mit Hilfe eines speziellen Abseilgerätes von 25 einem Bergetau fixer Länge bis zu 80 m weit bis zum Patienten ab und sichert diesen am Tau. Der Pilot hält dabei den Hubschrauber während der gesamten Aktion in gleicher Position.
Das dritte Verfahren, die Seilbahnbergung, stellt eine Bergemethode nach dem Stillstand von Seilbahnanlagen dar. Bei diesem Verfahren wird zunächst ein Flugretter auf einem Förderbe-30 triebsmittel einer Seilbahn oder eines Sesselliftes mittels Tau abgesetzt und bereitet die zu bergenden Personen auf die Bergung vor. Während dies geschieht, wird bereits ein weiterer Flugretter zur nächsten Gondel geflogen, damit die Bergung der Passagiere so schnell wie möglich erfolgen kann. Das verwendete Seilbahnbergeset ist dabei so konzipiert, dass aus den Förderbetriebsmitteln bis zu vier Personen gleichzeitig evakuiert werden können. Beim Abflug 35 befinden sich dann neben dem Flugretter bis zu vier Geborgene an einem speziellen Gehänge.
Dieses an sich durchaus geeignete Bergeverfahren birgt mehrer Nachteile in sich. Zum einen muss der Flugretter, nachdem er die zu bergenden Personen für den Abflug vorbereitet hat, bei der Abholung das am Hubschrauber hängende Bergetau vom Förderbetriebsmittel aus einfan-40 gen und das freie Ende des Bergetaus in die Gondel ziehen, um das Gehänge mit dem Bergetau verbinden zu können. Dadurch kommt es zu einer Überlänge des Bergetaus, d.h. beim Verlassen der Gondel müssen die am Gehänge befindlichen Personen nach unten springen, da ja das Bergetau nicht straff gespannt ist. Auch besteht dadurch, dass das Bergetau in die Gondel hineinreicht, die Gefahr, dass sich das Bergetau an der Aufhängung des Förderbetriebsmit-45 tels oder am Förderbetriebsmittel selbst verheddert. Ein weiterer sicherheitstechnischer Nachteil besteht darin, dass bei einer größeren Anzahl von zu bergenden Personen die in/auf dem Förderbetriebsmittel verbleibenden Personen während der Zeit, in der der Flugretter mit einer ersten Gruppe von zu rettenden Personen zu Boden gebracht wird, allein und ungesichert bei geöffnetem Einstieg oder hochgeschwenktem Sicherheitsbügel auf dem Förderbetriebsmittel so verbleiben.
Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, ein verbessertes Verfahren der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welches die vorbeschriebenen Nachteile vermeidet und zudem eine raschere Evakuierung der zu rettenden Personen ermöglicht. 55 3 AT 008 958 U1
Zur Lösung dieser Aufgabe ist beim erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen, dass zumindest während des Anhängens der zu rettenden Personen/Tiere an das Bergetau bereits ein weiterer Bergehelfer, vorzugsweise ein Flugretter, am Bergetau hängt, wobei es sich als vorteilhaft herausgestellt hat, wenn sich der am Bergetau hängende Bergehelfer, vorzugsweise ein 5 Flugretter, während des Anhängens der zu rettenden Personen/Tiere an das Bergetau außerhalb des Förderbetriebsmittels oder des Gebäudes befindet und eine in Bezug auf die zu rettenden Personen/Tiere vertikal höher liegende Position einnimmt.
Dadurch, dass nunmehr bereits beim Anflug zum Abholen der zu rettenden Personen ein Ber-io geheifer, vorzugsweise ein Flugretter, am Bergetau hängt, muss das Bergetau nicht mehr wie bisher üblich vom bei den zu rettenden Personen befindlichen Bergehelfer eingefangen und in die Gondel gezogen werden. Vielmehr verbleibt nun der am Bergetau hängende Bergehel-fer/Flugretter während des Anhängens der zu rettenden Personen außerhalb des Förderbetriebsmittels oder des Gebäudes und reicht dem in der Gondel befindlichen Bergehelfer ein mit 15 dem Bergetau verbundenes Verbindungsmittel, an dem der in der Gondel befindliche Bergehelfer die im Gehänge zusammengefassten zu rettenden Personen ebenfalls über ein Verbindungsmittel anhängt, oder umgekehrt. Dadurch, dass der am Bergetau hängende Bergehel-fer/Flugretter eine im Bezug auf die zu rettenden Personen vertikal höher liegende Position einnimmt, kann zum einen das Seil zwischen dem Hubschrauber und dem Gehänge mehr oder 20 weniger straff gehalten werden, sodass die zu rettenden Personen beim Verlassen des Förderbetriebsmittels oder des Gebäudes nicht mehr nach unten springen müssen. Zum anderen kann sich der außerhalb des Förderbetriebsmittels befindliche Bergehelfer/Flugretter mit seinen Füßen außen am Förderbetriebsmittel abstützen, wodurch die Gefahr, dass sich das Bergetau am Förderbetriebsmittel bzw. an der Aufhängung des Förderbetriebsmittels verheddert, ausge-25 schlossen werden kann.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der eine Bergehelfer, der die zu rettenden Personen zur Bergung vorbereitet, während der Bergung zumindest eines Teiles der zu rettenden Personen auf dem Förderbetriebsmittel oder dem Gebäude 30 verbleibt, wodurch erreicht wird, dass bei einer größeren Anzahl von zu rettenden Personen die im Förderbetriebsmittel verbleibenden Personen vom ebenfalls im Förderbetriebsmittel verbleibenden Bergehelfer ständig betreut werden können und zudem zu keinem Zeitpunkt ungesichert im Förderbetriebsmittel Zurückbleiben. 35 Im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren werden die zu rettenden Personen von einem ersten Bergehelfer zur Bergung vorbereitet und gemeinsam mit einem zweiten Bergehelfer/Flugretter gemeinsam am Bergetau hängend zu Boden gebracht. Dazu hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der am Bergetau hängende Bergehelfer, vorzugsweise ein Flugretter nach dem Anhängen der zu rettenden Personen/Tiere an das Bergetau und, nachdem diese 40 das Förderbetriebsmittel oder das Gebäude verlassen haben und frei am Bergetau hängen, seine vertikale Position in Bezug auf die zu rettenden Personen/Tiere verändert. Das heißt, der am Bergetau hängende Bergehelfer/Flugretter, der, unmittelbar nachdem die zu rettenden Personen die Gondel verlassen haben und frei am Bergetau hängen, oberhalb der zu rettenden Personen am Bergetau angehängt ist, verändert seine vertikale Position mittels geeigneter 45 Hilfsmittel derart, dass er auf gleiche Höhe wie die zu rettenden Personen kommt, d.h. er seilt sich nach unten ab. Das ist insofern von Bedeutung, als dass beim Absetzen der geretteten Personen am Landeplatz der Bergehelfer/Flugretter als erster am Boden aufsetzen sollte, um einerseits die Verletzungsgefahr zu vermindern und andererseits das die zu rettenden Personen verbindende Gehänge vom Bergetau zu lösen. 50
Dadurch, dass nun der Flugretter, mit dem die zu rettenden Personen zu Boden gebracht werden, nicht mehr im gleichen Gehänge hängt wie die zu rettenden Personen selbst, braucht sich der Flugretter beim Absetzen der zu rettenden Personen nicht vom Bergetau zu lösen, sodass nach dem Aushängen des Gehänges der Flugretter vom Hubschrauber sofort wieder zum 55 nächsten Förderbetriebsmittel gebracht werden kann, wodurch sich selbstredend ein enormer 4 AT 008 958 U1
Zeitgewinn erreichen lässt.
Dieser Zeitgewinn kann gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dann noch erhöht werden, wenn der weitere Bergehelfer, vorzugsweise ein Flugretter, schon während des Abset-5 zen des wenigstens einen Bergehelfers bei den zu rettenden Personen am Bergetau hängt und mit diesem verbunden bleibt, wobei es sich als besonders vorteilhaft erwiesen hat, wenn der weitere Bergehelfer, vorzugsweise ein Flugretter, während des gesamten Bergevorganges am Bergetau hängt und mit diesem verbunden bleibt. io Es ergibt sich also gegenüber dem Stand der Technik ein dreifacher Zeitgewinn. Zum einen beim Absetzen des Bergehelfers am Förderbetriebsmittel, zum zweiten beim Abholen der zu rettenden Personen vom Förderbetriebsmittel und drittens beim Absetzen der geretteten Personen am Boden. Zudem wird dadurch, dass das Bergetau nun nicht mehr in das Förderbetriebsmittel hineinreichen muss, ein enormer Sicherheitsgewinn gegenüber den bisher bekann-15 ten Verfahren erzielt.
Weiters soll ein Verbindungssystem zum Anhängen mehrerer Personen/Tiere an einem Bergetau, insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Bergeverfahrens angegeben werden, wobei das Verbindungssystem eine Riggingplatte und wenigstens zwei mit der Rig-20 gingplatte fest verbundene Verbindungsmittel, die jeweils ein Seil und ein Verbindungselement aufweisen, umfasst. Solche Verbindungssysteme zählen zum Stand der Technik und kommen insbesondere bei den in der Beschreibungseinleitung angeführten Taubergungen mit Bergesack zum Einsatz, bei denen in der Regel ein Notarzt und ein Notarztsanitäter über zwei in ihrer Länge fixe Verbindungsmittel, die mit der Riggingplatte verbunden sind, zur Unfallstelle beför-25 dert werden. Der Bergesack wird dann zwischen dem Notarzt und dem Notarztsanitäter direkt an der Riggingplatte eingehängt.
Diese bekannten Verfahren sind aber nicht für Bergungen, bei denen die Bergung seitlich versetzt zum Bergetau erfolgt, geeignet, weshalb die Erfindung vorsieht, dass wenigstens ein 30 Verbindungsmittel in seiner Länge einstellbar ist, wodurch erreicht wird, dass der eine am Bergetau hängende Flugretter nach dem Anhängen der zu rettenden Person(en) seine vertikale Stellung gegenüber der zu rettenden Person verändern kann, sodass die zu rettende Personen) beim Verlassen des Förderbetriebsmittels nicht mehr in die Tiefe springen muss(müssen). 35
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verbindungssystem sieht dabei vor, dass das wenigstens eine längenveränderbare Verbindungsmittel eine variable Seilklemme aufweist, die an einem mit der Riggingplatte fest verbundenen Seil verschiebbar gelagert und mit dem Verbindungselement über ein Seil/Band/Gurt fest verbunden ist, wobei die variable 40 Seilklemme auf einfache und zuverlässige Weise sicherstellt, dass der am Bergetau hängende Flugretter seine Position in Bezug auf die zu rettenden Personen verändern kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele 45 im Folgenden näher erläutert. Darin zeigt
Fig. 1a-1e Fig.2 Fig. 3 Fig. 4 50 einen schematischen Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens, ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verbindungssystems, einen Bergehelfer und einen Flugretter, die über das Verbindungssystem mit dem
Bergetau verbunden sind, und einen Flugretter und eine zu rettende Person beim Verlassen des Förderbetriebsmittels.
Fig. 1a und 1b zeigen mehrere Förderbetriebsmittel 1,1' einer stehen gebliebenen Seilbahn, 55 wobei sich in den Förderbetriebsmitteln 1,1' jeweils mehrere zu rettende Personen 6 befinden. 5 AT 008 958 U1
Mit dem Hubschrauber 4 und dem Bergetau 5 wird nun ein Bergehelfer 2 zu einem der Förderbetriebsmittel 1, 1' gebracht. Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, bei denen der Bergehelfer 2 alleine am Bergetau 5 hängend zu den Förderbetriebsmitteln 1,1' geflogen und dort abgesetzt wurde, wird beim erfindungsgemäßen Verfahren der Bergehelfer 2 von einem am Bergetau 5 hängenden Flugretter 3 zum Förderbetriebsmittel 1, 1' gebracht und dort abgesetzt. Das bringt zum einen den Vorteil mit sich, dass das Absetzen des Bergehelfers 2 am Förderbetriebsmittel 1,1' schneller vonstatten geht, d.h. der Hubschrauber 4 kann schneller zum Sammelplatz 7 zurückkehren und den nächsten Bergeretter 2 zum nächsten Förderbetriebsmittel 1, 1' bringen. Ein weiterer Vorteil des Absetzens eines Bergehelfers 2 durch einen Flugretter 3 ergibt sich in dem Umstand, dass der Bergehelfer 2 nun mehr kein ausgebildeter Flugretter mehr sein muss, wie das bei den bisher bekannten Verfahren der Fall war, da ja der Bergehelfer 2 so lange vom am Bergetau 5 hängenden Flugretter 3 gesichert wird, bis er sich im Förderbetriebsmittel 1, 1' befindet. Das heißt, das anwesende Liftpersonal kann als Bergehelfer 2 eingesetzt werden, sodass beim erfindungsgemäßen Verfahren lediglich ein Flugretter 3 pro Hubschrauber 4 benötigt wird, während bei den bisher bekannten Verfahren mehrere Flugretter nötig waren, um Personen 6 aus mehreren Förderbetriebsmitteln 1, 1' gleichzeitig zu evakuieren.
In Fig. 1c befindet sich der Bergehelfer 2 bereits im Förderbetriebsmittel 1 und bereitet die zu rettenden Personen 6 auf die Bergung vor. In der Zwischenzeit hat der Hubschrauber 4 mittels Bergetau 5 und dem daran angehängtem Flugretter 3 den nächsten Bergehelfer 2 vom Sammelplatz 7 abgeholt und bringt diesen zum nächsten Förderbetriebsmittel 1'. Nach dem Absetzen des Bergehelfers 2 am Förderbetriebsmittel 1' fliegt der Hubschrauber 4 weiter zum Förderbetriebsmittel 1, um die erste Gruppe von Personen 6, die vom im Förderbetriebsmittel 1 befindlichen Bergehelfer 2 bereits zur Bergung vorbereitet worden sind, mit dem Flugretter 3 abzuholen und zum Sammelplatz 7 zu bringen (Fig. 1d). Der Bergehelfer 2 verbleibt im Förderbetriebsmittel 1 und bereitet die übrigen Personen 6 zur Bergung vor. Es werden also wie bei den bekannten Verfahren die zu bergenden Personen 6 gemeinsam mit einem Flugretter 3 am Bergetau 5 hängend zum Sammelplatz 7 geflogen. Im Unterschied zum Stand der Technik befindet sich jedoch weiterhin ein Bergehelfer 2 im Förderbetriebsmittel 1, sodass die zu rettenden Personen 6 zum einen psychologisch betreut werden können und sich zum anderen zu keiner Zeit der Bergung ungesichert im Förderbetriebsmittel 1 befinden.
Dadurch, dass der Flugretter 3 zum Zeitpunkt des Abholens der zu rettenden Personen 6 aus dem Förderbetriebsmittel 1 bereits am Bergetau 5 hängt, kann das Anhängen der zu rettenden Personen 6 an das Bergetau 5 viel schneller als bisher erfolgen, da der im Förderbetriebsmittel 1 befindliche Bergehelfer 2 dem am Bergetau 5 hängenden Flugretter 3 lediglich das mit dem Gehänge 16 verbundene Verbindungsmittel reichen muss, sodass das Einfangen des pendelnden Bergetaus 5 durch den sich im Förderbetriebsmittel 1 befindlichen Berghelfer 2 entfällt, wodurch eine enorme Zeitersparnis und eine erhöhte Sicherheit gegenüber den bekannten Verfahren erzielt wird.
Nach dem Absetzen der zu rettenden Personen 6 fliegt der Hubschrauber 4 mit dem am Bergetau 5 hängenden Flugretter 3 zum nächsten Förderbetriebsmittel 1, T, um die nächsten von den Bergerettern 2 bereits vorbereiteten Personen 6 zu bergen (Fig. 1e).
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können also gegenüber dem Stand der Technik mehr Personen pro Stunde evakuiert und die Gefahrenmomente deutlich minimiert werden. Außerdem entfällt das Abholen von den in der Regel auf mehreren Hubschrauberstützpunkten verteilten Flugrettern. Weiters muss der Flugretter 3 nun nicht mehr in das Förderbetriebsmittel 1 steigen.
Fig. 2 zeigt das erfindungsgemäße Verbindungssystem 8, das sich insbesondere zur Verwendung beim erfindungsgemäßen Verfahren eignet. Wie dargestellt, weist das neuartige Verbindungssystem 8 eine Riggingplatte 9 und mehrere mit der Riggingplatte 9 fest verbundene

Claims (1)

  1. 6 AT 008 958 U1 Verbindungsmittel 12, 13 auf. Die Verbindungsmittel 12, 13 bestehen jeweils aus einem Seil 10 und einem an einem Ende angeordneten Verbindungselement 11, beispielsweise einem Karabiner. Neben den Verbindungsmitteln 12 mit fester Länge umfasst das neuartige Verbindungssystem 8 zudem ein längenveränderbares Verbindungsmittel 13. Die Längenveränderung wird 5 beim dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass an einem Seil 10 eine variable Seilklemme 14 verschiebbar angeordnet ist, wobei das Verbindungselement 11 mit dieser Seilklemme 14 über ein Seil/Band/Gurt 15 fest verbunden ist. Die Fig. 3 zeigt einen Flugretter 3 und einen Bergehelfer 2, die über das Verbindungssystem 8 io mit dem Bergetau 5 verbunden sind. Dazu ist das Bergetau 5 über einen Karabiner mit der Riggingplatte 9 des Verbindungssystems 8 verbunden. Sowohl der Flugretter 3 als auch der Bergehelfer 2 tragen jeweils einen Traggurt 18, über den sie mit dem Verbindungssystem 8 verbunden sind. Dabei ist der Flugretter 3 am längenveränderbaren Verbindungsmittel 13 angehängt, während der Bergehelfer 2 an einem Verbindungsmittel 12 angehängt ist, das in sei-15 ner Länge unveränderbar ist. Das ungenützte Verbindungsmittel 12 ist mit seinem Verbindungselement 11 an der Riggingplatte 9 eingehängt und damit versorgt. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass der Bergehelfer 3 beim Anhängen der zu rettenden Personen 6 und wenn diese das Förderbetriebsmittel 1 verlassen, eine in Bezug auf die zu rettenden Per-20 sonen 6 höher liegende Position einnimmt. Konkret befindet sich der Flugretter 3 außerhalb des Förderbetriebsmittels 1, und zwar im oberen Bereich der Ausstiegsöffnung desselben, und stützt sich mit seinen Füßen am Förderbetriebsmittel 1 ab. Dadurch kann der Flugretter 3 das Bergetau 5 sowohl vom Förderbetriebsmittel 1 als auch der Aufhängung 17 des Förderbetriebsmittels 1 fernhalten, sodass ein Verheddern des Bergetaus 5 ausgeschlossen werden 25 kann. Zum anderen wird durch die erhöhte Position des Flugretters 3 sichergestellt, dass das vom Hubschrauber 4 bis zu den zu rettenden Personen 6 reichende Verbindungsmittel 5, 8 zu jedem Zeitpunkt mehr oder weniger straff gehalten wird, sodass die zu rettenden Personen 6 das Förderbetriebsmittel 1 mehr oder weniger ruckfrei verlassen können, d.h., das bei den bisher bekannten Verfahren infolge des durchhängenden Bergetaus 5 notwendige nach unten 30 Springen der zu rettende Personen 6 auf den tiefer hängenden Flugretter 3 zu entfällt beim erfindungsgemäßen Verfahren, wodurch es den zu rettenden Personen 6 schon aus psychologischen Gründen wesentlich leichter fällt, das Förderbetriebsmittel 1 zu verlassen. Dadurch, dass der Flugretter 3 über ein längenveränderbares Verbindungsmittel 13 mit dem 35 Bergetau 5 verbunden ist, kann er - nachdem die zu rettenden Personen 6 das Förderbetriebsmittel 1 verlassen haben und frei am Bergetau 5 hängen - seine Position in Bezug auf die zu rettenden Personen nach unten hin verändern, sodass sich der Flugretter 3 beim Landen am Landeplatz 7 auf gleicher Höhe mit den zu rettenden Personen 6 befindet, wodurch eine sichere Landung gewährleistet werden kann. 40 Das dargestellte Ausführungsbeispiel eines Verbindungssystems zum Anhängen mehrerer Personen an ein Bergetau sowie das beschriebene Beispiel eines möglichen Bergeverfahrens sind selbstverständlich nicht im einschränkenden Sinne zu verstehen, sondern eben nur einzelne Beispiele von zahlreichen Möglichkeiten, den Erfindungsgedanken eines Bergeverfahrens 45 zum Evakuieren von Personen auf dem Luftweg mit einem an einem Bergetau hängenden Flugretter zu realisieren. Anspruch: 50 Einrichtung zum Anhängen mehrerer Personen und/oder Tiere an ein Bergetau, wobei an einer Riggingplatte wenigstens zwei Verbindungselemente, insbesondere Karabiner, mittels Seilen befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand eines Verbindungselementes (11) von der Riggingplatte (9) veränderbar ist, vorzugsweise indem eine Seilklemme (14), an wel-55 eher das Verbindungselement (11) angehängt ist, an verschiedenen Stellen eines mit der 7 AT 008 958 U1 Riggingplatte (9) verbundenen Seiles (10) fixierbar ist. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US20210229819A1 (en) * 2014-06-23 2021-07-29 Ascent Aerospace Ltd. Personnel carrying devices

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US20210229819A1 (en) * 2014-06-23 2021-07-29 Ascent Aerospace Ltd. Personnel carrying devices

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