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Alarmthermometer.
Die Erfindung betrifft ein Alarmthermometer, bei welchem eine Bewegung des Quecksilbers durch einen Stab und einen Zahnstangenantrieb auf die Welle eines auf einer Gradeinteilung spielenden Zeigers übertragen wird. Die Erfindung ist hauptsächlich darin gelegen, dass an der Zeigerwelle zwei oder mehrere Kontaktfinger angeordnet sind, die bei bestimmten Temperaturen mit ebenso vielen Kontakten aufeinanderfolgend in Berührung kommen und dadurch nacheinander den Stromkreis einer oder mehrerer Signalvorrichtungen schliessen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. I das Alarmthermometer in Vorderansicht bei teilweise abgebrochenem vorderen Deckel des Gehäuses, in welchem ein Schaltwerk untergebracht ist, und Fig. 2 dasselbe in Rückansicht bei weggelassener Gehäuserückwand.
In einem an seinem unteren Teil mit Quecksilber gefüllten Rohr 1 ist ein Stab 2 längsverschiebbar eingesetzt, der vom Quecksilber beeinflusst wird. Das Rohr 1 ist mit Wärmerippen 3 versehen und trägt an seinem oberen Ende ein Gehäuse 4, in welchem ein Schaltwerk untergebracht ist. Das Gehäuse 4 trägt unter einem Glasdeckel eine Scheibe 5 mit einer Gradeinteilung, auf welcher ein Zeiger 6 spielt. Dieser sitzt an einer Welle 7, die durch ein Zahnrad 8 mit einer längsbeweglich geführten Zahnstange 9 gekuppelt ist. Die Zahnstange 9 trägt an ihrem dem Rohr 1 zugekehrten Ende einen rechtwinklig umgebogenen Lappen 10, auf welchen der Stab 2 einwirkt. An der Zeigerwelle 7 greift ferner eine Rückstellfeder 11 an (Fig. 2), welche das Bestreben hat, den Stab 2 in das Rohr 1 hineinzubewegen.
Ausserdem sitzt an der Zeigerwelle 7 ein Schaltarm 12, der nach Lockern einer Feststellschraube 13 verstellt werden kann. Er ist mit zwei oder mehreren, vorliegendenfalls mit drei Kontaktfingern 14, 15, 16 versehen, die mit je einer Kontaktlamelle 17, 18, 19 zusammenwirken. Statt eines solchen Schaltarmes 12 können auch die Finger einzeln an der Welle 7 angeordnet werden. Die Kontaktlamellen 17, 18, 19 sind an einem an der
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und feststellbar. An dem Isolierring 21 sind kreisförmige Führungsrippen 22 für die Kontaktlamellen 17, 18, 19 angeordnet, die durch Schrauben 23 festgestellt werden. Diese greifen in Längsschlitze 24 der Kontaktlamellen ein und sitzen in Kontaktstücken 25, welche in den Isolierring 21 eingeschraubt sind.
Die Kontaktstücke 25 werden an die Leitungsdrähte 26 einer in der Zeichnung nicht ersichtlichen elektrischen Alarmvorrichtung angeschlossen.
Das Alarmthermometer wird, vorzugsweise für Brutkasten verwendet, an welchen es so befestigt wird, dass nur das Gehäuse 4 aus dem Kasten herausragt. Steigt die Temperatur in dem Brutkasten, so wird durch die steigende Quecksilbersäule der Stab 2 und mit diesem die Zahnstange 9 angehoben und dadurch das Zahnrad 8 gedreht, wobei der Zeiger 6 auf einen dieser Temperaturerhöhung entsprechenden Teilstrich der Gradeinteilung einspielt. Gleichzeitig bewegt sich auch der Schaltarm 12 um denselben Winkel wie der Zeiger 6 und kommt, sobald die Temperatursteigerung einen bestimmten Grad erreicht, mit seinem längsten Finger 16 mit der Lamelle 19 in Kontakt, wodurch der Alarmstromkreis über die Lamelle 19, die Kontaktfinger 16, 14 und die Lamelle 17 geschlossen wird und die Alarmvorrichtung in Tätigkeit tritt.
Steigt die Temperatur weiter, so kommt der mittellange Finger 15 mit der Lamelle 18 in Kontakt, wodurch abermals der Stromkreis der Alarmvorrichtung geschlossen wird. Die Einrichtung
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Alarmvorrichtung betätigt wird. Beim Sinken der Temperatur wird das ganze Schaltwerk durch die Rückstellfeder 11 dem Zurückgehen der Quecksilbersäule entsprechend zurückbewegt. Die Kontaktlamellen können gegenseitig so eingestellt werden, dass der Strom der Alarmvorrichtung beim Erreichen jeder gewünschten Temperatur geschlossen wird.
Das Alarmthermometer wird ferner zum Einstellen einer in der Zeichnung nicht veranschaulichten Heizklappe o. dgl. benutzt, durch welche die Temperatur im Brutkasten
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vorgesehen, der an einem an dem Gehäuse 4 angeordneten Zapfen 28 drehbar befestigt wird. Der Hebel 27 besteht vorliegendenfalls aus zwei durch einen Bolzen 29 gelenkig miteinander verbundenen sowie durch eine Stellschraube 30 in verschiedene Winkel zueinander einstellbaren Armen 27, 27'und ist zum Ausbalanzieren mit einem verstellbaren Gegen- gewicht 31 versehen. Ferner ist an dem Hebel 27 ein Anschlagbolzen 32 vorgesehen, der durch einen Kreisbogenschlitz 33 der Gehäuseplatte 20 hindurchgeht, wobei zur Schaffung des hierzu notwendigen freien Raumes aus dem Ring 21 ein Stück herausgeschnitten ist.
Der Anschlagbolzen 32 übergreift mit seinem freien Ende den Lappen 10 der Zahnstange 9 an der der Thermometerstange 2 abgekehrten Seite. Hierdurch wird der Steuerhebel 27 beim Herausbewegen der Stange 2 durch den Lappen 10 der Zahnstange 9 mitgenommen und demzufolge die Heizklappe entsprechend verstellt. Die Rückbewegung des Steuerhebels kann durch Eigengewicht erfolgen. Das Alarmthermometer kann selbstverständlich auch ohne die Stellvorrichtung für die Heizklappe gebaut werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Alarmthermometer, bei welchem eine Bewegung des Quecksilbers durch einen Stab und einen Zahnstangenantrieb auf die Welle eines auf einer Gradeinteilung spielenden Zeigers übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass an der Zeigerwelle (7) zwei oder mehrere Kontaktfinger (14 bis 16) angeordnet sind, die bei bestimmten Temperaturen mit ebensovielen Kontakten (17 bis 19) aufeinanderfolgend in Berührung kommen und dadurch nacheinander den Stromkreis einer oder mehrerer Signalvorrichtungen schliessen.