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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glühkörpern für HingegasglühUeht aus schlauchförmigen Gestricken, Geweben oder Geflechte.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für Hängegasglühlicht aus schlauchförrnigen Gestricken, Geweben oder Geflechte, wobei der
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de : aus der Hohlform herausragende Rand deb Glilhkörpermantels auf dem in ihn eingesetzten Tragring festgebunden wird. Hierbei erfolgt das Festbinden des Glühkörpers am Tragring bisher in der Weise, dass der überhängende Rand des Schlauches nach dem Zurückziehen des Dornes am oberen Rande der Hohlform durch eine Anzahl Nadeln festgelegt und ein Bindfaden um die Nadelenden geschlungen wird.
Der Rand des Glühkörpermantels wird dann um die Bindfadenschlinge nach innen umgelegt und endlich nach Einsetzen des Tragringes und Zurückziehen der Nadeln durch Spannung des Fadens und Verknüpfung der Fadenenden auf dem Tragring festgebunden. Dieses Verfahren ist umständlich und zeitraubend.
Ausserdem ist die Befestigung am Tragring eine mangelhafte, da zwischen Tragring und Befestigungsfaden nur eine einfache Gewebeschicht sich befindet, die durch das ständige Scheuern des Fadens und des Tragringes am Glühkörpergewebe infolge der Erschütterungen des im Gebrauche befindlichen Glühkörpers sehr schnell durchgescheuert wird, so dass der Glühkörper vom Tragring herabfällt.
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Verfahren im wesentlichen dadurch, dass der aus der Hohlform herausragende Rand des Glühkörpermantels zunächst nach aussen umgeschlagen und der so verdoppelte Rand alsdann durch einen von aussen darum geschlungene Faden auf dem Trag, ing festgebunden wird.
Dieses Verfahren ist erheblich einfacher und weniger zeitraubend als das bekannte. Dabei besteht der Vorteil, dass infolge der Verdoppelung des Schlauchrandes zwischen dem Tragring und dem Haltefaden eine zweifache Gewebeschicht sich befindet, wodurch die Haltbarkeit wesentlich erhöht wird. Gegebenenfalls kann zwischen dem doppelwandig gefalteten'Mantelrande und dem Tragring auch noch eine besondere Einlage aus dem Mantelmaterial angebracht werden.
Das Wesentliche der zur Ausführung des Verfahrens benutzten Vorrichtung besteht darin, dass die Hohlform während des Umschlagen des Mantelrandes durch eine die Form umgebende und auf ihr heb-und senkbar angeordnete Hülse nach oben verlängert wird, wobei der Rand des Schlauches um die Oberkante der Hülse nach aussen umgeschlagen und darauf die Hülse gesenkt wird ; um den verdoppelten Rand zum Festbinden auf dem in ihn eingesetzten Tragring freizugeben. Das Umschlagen des Stoffrandes um die Oberkante der Hülse erfolgt dabei gemäss der Erfindung durch einen von oben auf die Hülse aufgeschobenen Ring, welcher nach der Senkung der Hülse den verdoppelten Rand in seiner Lage sichert und zugleich als Führung für den Befestigungsfaden dienen kann.
Ein weiteres wesentliches Merkmal der Vorrichtung besteht darin, dass der in Verbindung mit der Hohlform zur Formgebung des Glühkörpermantels dienende Dorn an seiner gegenüber der Hohlform auf-und abbeweglichen Haltevorrichtung seinerseits axial beweglich angeordnet ist, so dass der durch Senkung der Haltevorrichtung in die Hohlform eingeführte Dorn zugleich als Schlagbolzen zum Glätten der Spinne des Glühkörpermantels dienen kann.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in vier Seitenansichten mit teilweisem Axialschnitt, wobei die Vorrichtung in den Fig. i bis 4 in ihren verschiedenen Arbeitsstellungen gezeigt ist.
Die Vorrichtung besteht aus einer im Beispiele stehend angeordneten, der Fertigform des Glühkörpermantels angepassten Hohlform a mit einer darauf angeordneten, beweglichen Überschubhülse b und einem in die Hohlform a einschiebbaren Dorn c. Letzterer ist, beispielsweise mittels der Stifte d und Schlitze e, innerhalb gewisser Grenzen auf-und abbewegbar in einem Querbalken./'gehalten, welcher im Ausführungsbeispiel selbst wieder
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und ein Herausziehen aus der Hohlform zu ermöglichen. Der Dorn c ist der Hohlform entsprechend gestaltet und trägt an seinem unteren Ende als axialen Fortsatz eine Nadel g, während im Boden der Hohlform eine Lochung h vorgesehen ist, die bei gesenktem Dorn dessen Nadelfortsatz g aufnimmt.
Auf dem Dorn c ist noch ein federnd gehaltener Ring t angeordnet, der in weiter unten beschriebener Weise zum Festhalten des in die Form a hineingleitenden Glühkörpprmantels dient.
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Die Überschubhülse b besitzt etwa die gleiche Höhe wie die Hohlform a. Sie kann aber durch einen geeigneten Halter, beispielsweise durch einen unter sie untergeschobenen Halbring k, in etwas angehobener Stellung gesichert werden. Diese Überschubhülse b dient in Verbindung mit einem Auflagering l zum Doppeltfalten des Stoffrandes des Mantels, wozu dieser Auflagering 1 von oben her über die Hohlform a geführt wird. Eine von der Seite her über die Hohlform geschobene Halbschale m dient dabei als Auflager für den Ring I zur Sicherung desselben in der gewünschten Höhenlage. Selbstredend können aber auch andere
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Nadelfortsatz g des dabei in Hochlage befindlichen Dornes c gesteckt (Fig. i) und dann unter gleichzeitiger, allmählicher Senkung des Dornes c über die Hohlform a gezogen.
Die Überschubhülse b ist dabei durch den Halter k in solcher Lage gesichert, dass ihr Bordrand höher liegt als derjenige der Hohlform a. Durch weiteres Senken des Dornes c unter steigendem Druck wird dann der Glühkörpermantel in die Hohlform a eingeführt (Fig. 2), wobei die Spinne des Mantels durch den durch sie hindurchgreifenden Nadelfortsatz g stets in zentraler Lage gesichert bleibt. Bei der Einführung des Mantels n in die Hohlform presst der federnde Ring i ihn gegen die Form, wodurch er straff gezogen wird, so dass Faltenbildung u. dgl. vermieden wird (Fig. 2).
Schliesslich kommt die Spinne des Mantels auf den Boden der Hohlform a zu liegen, wobei der Dorn c mit seiner Nadel g in die Lochung h der Hohlform a eintritt und der Dorn selbst etwas angehoben wird (Fig. 2). Hierauf wird durch Schläge oder Druck auf den infolge seiner axialen Beweglichkeit als Schlag-oder Druckbolzen ausgebildeten Dorn c die Spinne des Glühkörpers geglättet (Fig. 2). Ist dieses geschehen, so wird der Dorn aus der Hohlform a und aus dem darin befindlichen Mantel n herausgehoben, der in seiner Länge so bemessen ist, dass er aus der Hohlform a herausragt und mit seinem Rande noch etwas über den Bord der in angehobener Stellung befindlichen Überschubhülse b herabhängt.
Alsdann wird der Auflagering l von oben her über die Hohlform bzw. über dessen Überschubhülse b herübergeführt, bis er auf der untergeschobenen Halbschale m aufruht und dadurch in der gewollten Höhenlage gesichert ist (Fig-3). Durch diesen Vorgang wird der Stoffrand des Mantels n um den Bord der Überschubhülse b herumgelegt und so doppelt gefaltet, in welcher Lage ihn der auf der Halbschale m ruhende Auflagering 1 zugleich sichert.
Hierauf setzt man den Tragring o durch die Öffnung des Auflageringes 1 hindurch in die Hohlform a und in das obere Ende des darin befindlichen Glühkörpermantels n ein und senkt dann den Dorn c wieder so weit, bis er sich mit leichtem Druck auf die Füsse des Tragringes o aufsetzt, so dass dieser dadurch sicher an Ort und zugleich koaxial zum Glühkörpermantel n gehalten ist (Fig. 4). Nun wird der halbringförmige Halter k entfernt und die Überschubhülse b gesenkt (Fig. 4), so dass dadurch der doppelwandigliegende und aus der Hohlform a vorragende Teil des Glühkörpermantels n freigelegt wird (Fig. 4).
Alsdann wird dieser doppeltliegende Rand des Mantels n auf dem Tragring o mittels eines von aussen umgelegten Fadens p festgebunden, wobei der obere Rand des Auflageringes 1 als Führung für den Faden p dient, so dass das Anbinden stets von selbst gleichmässig an der Nutstelle des Tragringes o erfolgt und somit schnell und doch genau vorgenommen werden kann. Behufs Erhöhung der Festigkeit kann man zwischen dem doppelt gefalteten
Stoffrand des Mantels und dem Tragring noch eine besondere Stoffeinlage anordnen.
Ist der Mantel auf dem Tragring festgebunden, so ist der Glühkörper fertig, so dass er nach Hebung des Dornes c aus der Hohlform a herausgezogen werden kann ; er braucht dann nur noch geformt, gehärtet und geglüht usw. zu werden.
Anstatt den Mantel über die Hohlform zu ziehen und ihn beim Einführen in die
Hohlform zu wenden, könnte man den Glühkörpermantel auch über den Dorn streifen, dabei wenden und dann bereits gewendet mit dem Dorn in die Hohlform a einführen. Der Erfolg ist in beiden Fällen der gleiche. Ferner könnte auch der Dorn mit der daran befindlichen
Zentriernadel fest, und die Hohlform a auf-und abbeweglich angeordnet sein. Es schiebt sich dann die Hohlform über den Dorn. Im übrigen bleibt das Verfahren das gleiche. Dann könnte auch die Überschubhülse b fest und die Hohlform a beweglich angeordnet sein, der
Erfolg ist der gleiche. Endlich könnte auch die zum Falten des Glühkörpermantels an der
Anbindestelle dienende Vorrichtung eine andere sein als die vorstehend beschriebene.
Wie sich aus diesen Ausführungen ergibt, ist das Verfahren bei Benutzung der Vor- richtung sehr einfach und leicht durchführbar, so dass es auch von weniger geschulten
Arbeitskräften ausgeübt werden kann, wobei trotzdem die Leistung weit höher ist als bisher, sowohl der Menge, als auch der Güte nach.