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Drahtauslöser für photographische Apparate.
Bei der Handhabung photograpHscher Apparate kommt es häufig voi, dass im letzten Moment der Aufnahme noch Verrichtungen erforderlich sind, wie Verstellung der Blende, Spannen des Verschlusses, Änderung der Einstellung u. dgl.. wobei es nötig ist, den schon vorher erfassten Auslöser nochmals loszulassen. Sein Wiedererfassen kann dann nicht immer schnell genug erfolgen, um die beabsichtigte Aufnahme im geeigneten Momente auszuführen. Andrerseits ist es bei Blitzlichtaufnahmen in hellen Räumen unerlässlich, den Versehluss erst kurz vor Entzünden des Blitzes zu öffnen und ihn schnell wieder zu schliessen, um falsche Vor-und Nachbelichtungen der Platte zu verhindern. Die Bedienung der hiefür gebräuchlichen Einrichtungen erfordert meist zu viel Zeit, und auch hier ist das Ergreifen der Drahtauslöser häufig zu zeitraubend.
Eine Abhilfe dieser Übelstände kann durch eine Verbesserung an dem bekannten Drahtauslöser erreicht werden, welche den Gegenstand dieser Anmeldung bildet. Der Drahtauslöser ist nahe seinem Druckknopf mit einem Ring, einer Öse, Schleife o. dgl. versehen, welche an einen Finger der Hand gesteckt wird. Durch diese Verbindung des Auslösers mit der Hand wird eine rasche Bereitschaft zu seiner Bedienung gewährleistet und erreicht, dass die Finger der Hand für andere Verrichtungen frei sind, welche daher, ohne den Auslöser loslassen zu müssen, ausgeführt werden können.
Die Zeichnung zeigt in Fig. i und 2 ein Beispiel der Neuerung und in Fig. 3 die Art der Handhabung des an den Ringfinger gesteckten Auslösers. Der Abzugsknopf liegt hier in der Hand am Ballen an und das Abziehen erfolgt durch eine Bewegung des Ringfingers
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völlig frei. Von besonderer Wichtigkeit ist die Freiheit dieser Finger unter gleichzeitiger Abzugsbereitschaft bei Anwendung eines Einstellers und Aufnahmen bewegter Gruppen, Sportaufnahmen u. dgl., welche mit vollkommener Schärfe ausfallen sollen und es häufig erforderlich machen, dass die Einstellung noch im Moment der Verschlussauslösung verändert werden muss. Durch Anwendung der vorgesehenen Einrichtung kann erst der Vorteil eines Einstellers bei derartigen Aufnahmen voll ausgenutzt werden.
Diese Einrichtung des Drahtauslösers dient auch zur Abhilfe der Übelstände bei Blitzlichtaufnahmen. Entweder können hierbei die Auslöser für Verschluss-und Blitzlichtlampen an zwei verschiedene Finger gesteckt werden, oder eine Kupplung der beiden Auslöser zur Anwendung kommen, welche in der Zeichnung in Fig. 4 dargestellt ist, oder die beiden Auslöser erhalten einen gemeinsamen Ring nach Fig. 5. Bei der Anwendung verbundener Ringe nach Fig. 4 erfolgt die Auslösung des einen Stranges in der in Fig. 3 dargestellten Art, die des anderen durch Druck mit dem Daumen in gewöhnlicher Weise.
Aus Fig. i und 2 ist ersichtlich, auf welche Art beispielsweise durch eine Schelle 2 der Ring 1 mit dem Drahtauslöser verbunden wird. Die Schelle kann durch kleine Nieten oder Schräubchen zusammengehalten werden. Die Schraubenverbindung lässt sich auch so einrichten, dass die Schelle vom Auslöser leicht getrennt werden kann.
Der Ring am Auslöser kann auch zentrisch angebracht werden, wie in Fig. 6 und 7 dargestellt. Er dient hier als Mutter 4 für eine zweiteilige, um den Auslöserschaft gelegte Schraube 3. Diese Teile bilden zusammen einen Bund auf dem Drahtauslöser, welche ihm in ähnlicher Weise zwischen den Fingern den erforderlichen Halt gibt und seinen Gebrauch in dem beschriebenen Sinne ermöglicht.
PATENT-ANSPRÜCHE : il Drahtauslöser für photographische Apparate, dadurch gekennzeichnet, dass nahe seinem Druckknopf ein Ring, eine Öse, Schleife o. dgl. angebracht ist, durch welche er mit der Hand derart in Verbindung gebracht wird, dess die Finger zur Betätigung anderer Verrichtungen am Apparat frei bleiben.
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