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Rechenschieber für Botoneisenkonstruktionen.
Die Erfindung bezieht sich auf logarithmische Rechenschieber und hat eine weitere Ausgestaltung derselben für die Berechnung der Querschnitte von auf Biegung beanspruchten Eisenbetonplatten, Balken und Plattenbalken zum Gegenstande.
Der Erfindung gemäss wird der logarithmische Rechenschieber durch Einführung einer neuen, den Werten m nachstehenden Formel entsprechenden Zahlenreihe ausgestattet, wodurch die Querschnittbestimmung von auf Biegung beanspruchten Bauteilen ohne Zuhilfenahme von Tabellen in einem Zuge durchgeführt werden kann.
Für die Querschnittsbemessung von obgenannten Eisenkonstruktionen ist die Aufsuchung bzw. Wahl der Koeffizienten m und n notwendig, wenn nach den bekannten Formeln :
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vorgegangen wird, in welchen h die Höhe, M das Biegungsmoment, b die Druckbreite und den Zugeisenquerschnitt bedeutet. fIn diesen Formeln sind m und n bekannte, einander zugeordnete und für eine bestimmte Eisenspannung feststehende Koeffizienten, die Funktionen der Betonspannung ab bilden und bisher zur Berechnung des Querschnittes Tabellen entnommen werden mussten.
Die Anordnung der Zahlenreihe m im Rechenschieber erfolgt zwischen den beiden Teilungen der Zunge in der Weise, dass die vorhandene Zahlenreihe 3 des Rechenschiebers als Reihe der n-Werte angesehen wird, welche der m-Reihe zugeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein der Neuerung entsprechender Rechenschieber in Ansicht dargestellt.
Die Benutzung des Rechenschiebers bzw. die Querschnittberechung aus dem gegebenen Biegungsmoment wird wie folgt durchgeführt. Man stellt den Wert M auf der Zahlenreihe 1 ein,
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Reihe 4 der Wert h gewählt und das n abgelesen. Zu dieser Operation ist im allgemeinen keine Verschiebung der Zunge sondern nur die Bewegung mit dem Sucher erforderlich.
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die wichtigen Beziehungen zwischen der Höhe der Betonstruktion, der Betonspannung und der Eisenspannung klar ersichtlich und hierdurch auch die ökonomische Wahl der Querschnittsabmessungen ungemein erleichtert.
Diese neue Ausstattung des Rechenschiebers macht die sonst für ; die Querschnittsberechnung notwendige Inanspruchnahme von Tabellen entbehrlich ; der Konstrukteur wird von diesem Hilfsmittel unabhängig und kann auch an der Baustelle, oder wo immer die üblichen Behelfe fehlen sollten, die Querschnittsberechnungen mit Hilfe des Rechenschiebers vollkommen genau, in einem Zuge und ohne Gedächtnisbelastung durchführen. Die Arbeit mit dem Rechenschieber ergibt auch eine wesentliche Vereinfachung und Abkürzung des Rechnungsvorganges und damit eine beträchtliche Zeitersparnis.
Ein weiterer Vorteil des Rechenschiebers liegt darin, dass er eine fortlaufende, ununterbrochene Reihe der praktisch notwendigen Werte der Koeffizienten m und n angibt und letztere für eine beliebige Betonspannung sofort mit genügender Genauigkeit abgelesen werden können, wogegen die Tabellen nur die den ganzen Werten der Betonspannung entsprechenden Werte der
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werden müssen.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Ausstattung des Rechenschiebers liegt darin, dass er die wichtigen Beziehungen sichtbar veranschaulicht, welche'zwischen'der Höhe des Betonquerschnittes, der Grösse des hierfür benötigten Eisenquerschnittes und der Betonspannung bestehen. Hierdurch wird die zur Erlangung eines praktischen Urteiles erforderliche Schulung für die auch von wirtschaftlichen Momenten geleitete Wahl der Querschnittsabmessungen der Betonkonstruktionen vereinfacht und verkürzt.
Die Verwendbarkeit des normalen logarithmischen Rechenschiebers wird sohin durch die neue Ausstattung wesentlich erweitert, ohne dass deren sonstige Verwendungsmöglichkeiten hierdurch in irgendeiner Weise eine Beeinträchtigung erleigen würden.