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Dauerbrandfüllsehaehtfeuerung mit unterem Abbrand.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Verbesserung der bei der Dauer- brandfüllschachtfeuerung mit unterem Abbrand gemäss dem Stammpatente Nr. 71771 Verwendung findenden Doppeltür. Diese Verbesserung besteht in einer Einrichtung, die das Zusetzen, Verschmutzen oder Verschmieren des Siebes der Doppeltür verhindert. In der Tat hat sich nämlich gezeigt, dass sich namentlich beim Verfeuern von wasserhaltigem, bituminösem Brennstoff, wie beispielsweise Rohbraunkohle, die Siebmaschen leicht zusetzen.
Um diesen Mangel zu beseitigen, ist die vorliegende Doppeltür in einer Ausführungsform so ausgebildet, dass sich das Sieb aussen und die eigentliche Feuertür bzw. der eigentliche Abschluss innen, d. h. dem Füllschacht zugekehrt, befindet. Auf diese Weise bildet das eigentliche Abschlussglied einen Schutz für das Sieb und hält den sonst auf dieses kommenden Niederschlag zurück. Im übrigen ist hier genau wie bei dem Stammpatente die Vereinignng zwischen der aus dem Sieb gebildeten Tür und dem eigentlichen Abschlussglied derart getroffen, dass sich das Sieb erst dann öffnen lässt, wenn das in diesem Falle innenliegende Abschlussglied (Klappe, Schieber o. dgl.) geöffnet worden ist.
Einer weiteren Ausführungsform des Stammpatentes liegt der Gedanke zugrunde, dass das Sieb überhaupt nur möglichst kurze Zeit mit dem Feuerraum in Verbindung steht, also nur dann, wenn zwecks Beschickung oder Besichtigung des Zustandes des Feuerherdes die Füllschachttür geöffnet wird. Hierzu ist die Füllschachttür derart verriegelt, dass sie nur von innen, und zwar vom Sieb aus bzw. durch dieses selbst, freigegeben werden kann.
Insbesondere kennzeichnet sich diese Ausführungsform in einer die Füllschachttür mit dem Rahmen kuppelnden federnden Nase, Klinke o. dgl., die lediglich durch das von innen her dagegen geführte Sieb auslösbar ist.
In der Zeichnung sind die verschiedenen Gestaltungen der Doppeltür in den Fig. I bis 8 dargestellt. Fig. i ist ein Längsschnitt durch die für eine Dauerbrandfüllschachtfeuerung bestimmte Doppeltür in einer Ausiührungsform, und zwar im Schnitt nach Linie A-B der Fig. 2, welche eine Vorderansicht zeigt. Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform bei der beide Teile der Tür als Schieber ausgebildet sind, von vorn und Fig. 4 im Längsschnitt in der Verschlusslage, Fig. 4a ist eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung, wobei ein Schieber herausgezogen ist. Die Fig. 5 und 6 zeigen einen Längsschnitt durch die Doppeltür gemäss einer weiteren Ausführungsform im verriegelten bzw. entriegelten Zustand, während die Fig. 7 eine Vorderansicht und die Fig. 8 einen Querschnitt veranschaulichen.
In Augen i des Türrahmens a der Türöffnung einer Dauerbrandfüllschachtfeuerung hängt die beispielsweise unter dem Einflusse eines Gegengewichtes a2 stehende, nach innen
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gelenkig angeordnet, die indessen nach aussen aufgeht. Die Innentür al besitzt einen Haken f, der in der Verschlusslage der Türen durch einen Schlitz 51 der Tür s hindurchragt, sich an einer Rolle m derselben führt und so die Teile der Doppeltür kuppelt. Aus Fig. i (strichlierte Stellung) ist ersichtlich, dass sich die Tür s erst dann öffnen lässt, wenn die Innentür a1 völlig oder wenigstens teilweise in Offenstellung übergeführt ist.
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Bei der Anordnung gemäss Fig. 3 und 4 ist die Klapptür al durch einen seitlich aus dem Rahmen a herausziehbaren Schieber ersetzt und auch das Sieb s ist als Schieber ausgebildet. Ein durch die Verschlusstür al an die Siebtür s entgegen der Wirkung einer Umwicklungsfeder/1 angedrückter, in einem Auge i des Rahmens geführter Stift f verhindert durch Eingriff in die Aussparung Si Ausziehen der Siebtür. Erst nachdem die Verschlusstür al ganz herausgezogen und der Sperrstift f in die Aussparung 0 derselben eingesprungen ist und dadurch die Aussparung al verlassen ! hat, kann auch die Siebtür geöffnet werden (Fig. 4 a).
In beiden Fällen bildet das Abschlussglied a1 einen Schutz des Siebes s, indem es die aus der Feuerung kommenden Ausscheidungen vom Sieb zurückhält. Die Wirkung des Siebes aber ist die gleiche wie bei dem Stammpatent.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. bis 8 ist am Türrahmen a die Füllschachttür al mit Handgriff k angelenkt, so dass sie sich in Art einer Klappe um ihre Unterkante öffnen lässt. Nahe der in der Zeichnung linken Schmalkante der Tür al und etwa in deren Mitte ist eine federnde Klinke f befestigt, die mit einem Stift g in eine Aussparung o des Rahmens a in der Verschlusslage der Tür al einfasst. Dabei legt sich die Klinke derart innig an die seitliche Rahmen-bzw. Türleiste, dass sie von aussen nicht erfasst werden kann.
Durch einen der Aussparung o gegenüberliegenden Schlitz m im Türrahmen a lässt sich das als Schieber ausgebildete Sieb I einschieben (Fig. 5), das sich dabei an einer Rippe r des Rahmens führen kann und in einer Nute 1 des Rahmens gleitet (Fig. 8) sowie eine Nase s'besitzt (Fig. 5 und 6).
Soll die Feuerung neu beschickt werden oder will man sich blos von deren Zustand überzeugen, also die Tür öffnen, so kann das nur dann geschehen, wenn zuvor der Schieber s in die Stellung der Fig. 6 übergeführt ist. Hierbei ist er nämlich mit seiner Nase si gegen den Stift g angestossen und hat diesen unter Ausbiegung der Klinke f aus der Öffnung o ausgestossen. Jetzt erst lässt sich die Türe al öffnen. Dann befindet sich aber das Sieb s vor der Einfüllöffnung. so dass die Aussenluft, wie bei dem Stammpatent, zunächst nur in feinen Strahlen in den Füllschacht strömen kann. Ist eine entsprechende Zeit verstrichen, dann wird durch Herausziehen des Schiebers s die Füllöffnung freigelegt.
Beim Schliessen der Klappe al muss der Stift g der Steigefläche i am Rahmen a folgen, die Feder wird also erneut ausgebogen, so dass deren Spannung ein Einschnappen des Stiftes g bewirkt, sobald dieser vor der Öffnung o angelangt ist.
Auf diese Weise wird erreicht, dass sich das Sieb nur zu der Zeit vor der Füllöffnung der Feuerung befindet, wo es tatsächlich gebraucht wird, so dass es nur kurze Zeit mit dem Feuerraum in Verbindung steht und somit die Gefahr des Zusetzens o. dgl. beseitigt ist.
PATENT-ANSRPûCHE : I. Dauerbrandfüllschachtfeuerung mit unterem Abbrand nach Stammpatent Nr. 71771, dadurch gekennzeichnet, dass bei der im obersten Füllschachtteil angeordneten Doppeltür die aus einem engmaschigen Sieb aus Drahtgeflecht o. dgl. gebildete Tür (s) aussen und der eigentliche Abschluss (al) als Schutz für das Sieb innen angeordnet ist, und zwar derart, dass sich das Sieb erst öffnen lässt, wenn der innere Abschluss (al) geöffnet worden ist.
2. Dauerbrandfüllschachtfeuerung nach Stammpatent Nr. 71771, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Doppeltür eine Verriegelung der äusseren Feuertür (al) vorgesehen ist, die nur von innen durch die unabhängig von der Feuertür aus und in ihre Schutzstellung bewegbare innere Siebtür (s) lösbar ist.