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Hinteraehsgehäuse für Kraftwagen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden. IIinterachsgehäuse für Kraftwagen mit einer heraus- nehmbaren Kammer auszuslatten, in welcher die innerhalb des Hinterachsgehäuses befindlichen
Getriebeteile untergebracht sind.
Von dieser Anordnung unterscheidet sich vorliegende Erfindung dadurch, dass die Kammer gegen das Innere des Hinterachsgehäuses vollständig abgeschlossen und abgedichtet ist. Hierdurch wird der Nachteil beseitigt, dass beim Fahren infolge aufcretender Beschleunigungen und Ver-
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verschiedene weitere Nachteile verbunden sind. Zu diesen gehört in erster Linie die Gefahr, dass das Öl in die Hinterradbremsen eintritt, hierdurch entsteht der Übelstand, dass, wenn-wie dies beim Kurvenfahren häufig eintritt-die eine Bremse Öl erhält, während die andere trocken bleibt, die Bremswirkung einseitig vermindert wird. Die Hinterräder des Wagens drehen sich dann mit verschiedener Geschwindigkeit, so dass der Wagen ins Schleudern kommt.
Eine weitere üble Folge des Ölaustrittes ist das Verölen der Hinterräder und insbesondere der Gummireifen. An ersteren bildet der Strassenstaub in Verbindung mit dem ÖJ einen schwer zu entfernenden, lästigen Überzug, der insbesondere beim Auswechseln der Räder auf der Fahrt unangenehm wirkt. Auf die Gummireifen selbst wirkt das herausspritzende 01 zerstörend.
Durch den Abschluss und die vollständige Abdichtung der herausnehmbaren Kammer werden diese Nachteile behoben. Ausserdem bietet die Erfindung den Vorteil, dass beim Herausnehmen dieses die Triebwerksteile aufnehmenden Gehäuses aus der Hinterachsbrücke das in dem Gehäuse befindliche 01 nicht vorher abgelassen zu wurden braucht, so dass das Prüfen und Instandsetzen der an diesem Gehäuse selbst anzubringenden und nach Herausnehmen aus der Hinterachsbrücke ohne weiteres zugänglichen Dichtungen in wirksamer und sachgemässer Weise erfolgen kann. Das Hinterachsgehäuse bleibt auf diese Weise selbst im wesentlichen ölfrei, was den Zusammenbau und das Auseinandernehmen wesentlich erleichtert.
Sollte Tropföl trotz der Dichtungen aus dem Getriebegehäuse in das Hinterachsgehäuse austreten, so sammelt sich dasselbe an den tiefsten Stellen des Hinterachsgehäuses und kann
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mittels einer Öffnung dauernd ablaufen lässt.
Der Ölbehälter des Getriebegehäuses wird. zweckmässig mit Einfü ! !-, Kontroll-und AblassoSnungen versehen. Der Ölraum des Getriebegehäuses kann durch eine Leitung mit einer selbsttätig wirkenden oder von Hand zu bedienenden Schmiereinrichtung verbunden sein. Ebenso kann das in das Hinterachsgehäuse tropfende 01 durch bekannte Mittel wiederum Schmierzwecken zugeführt werden.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veran-
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Fig. 4 eine Stirnansicht zu Fig. 3.
Das Hinterachsgehäuse besteht bekanntlich aus einem quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Teil a und einen in der Längsrichtung des Wagens verlaufenden Schenkel bu innerhalb
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und die beiden Hinterräder in Umdrehung versetzen. Das in einer geschlossenen Trommel befindliche Differemialgetriebe wird, ebenfalls in bekannter Weise, durch die Kegelräder e,
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besteht in Filzringen l, die in besonderen haltern J1 gelagert werden. Solche Fjjzringdichtungen sitzen bei der dargestellten Ausführungsform auf dei Welle g und auf den Naben n der beiden Sonnenräder des Differentialgetriebes.
Eine andere Ausführungsform der Oldichtungen besteht darin, dass die hohlen Naben derjenigen Getrieberäder, in welche die Hinterradwellen bzw. die Kardanwelle, z. D. nach Art einer Malteserkreuzkupplung (Fig. 4) eingreifen, an ihrem der Innenseite des Ge@riebegchäuses zugekehrten Teile durch eine Platte verschlossen werden. Diese Ausführungsform ist durch
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welle g eingreifen. Das dem Differentialgetriebe d zugekehrte Ende der Radnabe ist durch eine Platte o verschlossen.
In gleicher Weise kann auch eine Öldichtung an dem inneren Ende der Naben n der Sonnenräder des Differentialgetriebes geschaffen werden. Die Ölabdichtung durch Verschluss-
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die Anwendung einer der beiden D ; chtungsarten. An Stelle der gekennzeichneten Dichtungen können auch andere Ausführungsformeri Verwendung finden. Wesentlich ist, dass die Dichtungen an dem bzw. innerhalb des Getriebegehäuses lt angeordnet sind.
Letzteres trägt an seinem der Kardanwelle g gegenüberliegenden Ende eine Verschlussplatte p, die an ihren Kanten mittels Verschraubung an einem Flansch des Hinterachsgehäuses lösbar befestigt wird. Das Getriebegehäuse li kann durch zwei Stützrippen q, die zur Versteifung dienen, unterteilt werden ; in diesen Stützrippen vorgesehene Öffnungen schaffen eine Verbindung der Ölräume innerhalb des Getriebe. gehäuses. Die Stützrippen q können gegebenenfalls in Weg- fall kommen.
Das Geiriebegehäuse h ist mit einem durch eine Schraube o. dgl. verschliessbaren Einfüllstutzen s und einem ebenfalls verschliessbaren Ablassstutzen t versehen. Des ferneren kann eine
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Um das Getriebegehäuse Ag aus der Hinterachsbrücke mit sämtlichen Getriebeteilen herausnehmen zu können, ist es lediglich erforderlich, die Schrauben r zu lösen und die Wellen c nach der Seite heraus zu ziehen. Es kann dann das Gehäuse h mitsamt dem Differentialgetriebe, dem Kegelräderpaar e,/', den Kugellagern k und sämtlichen Dichtungen aus der Hinterachsbrücke herausgenommen werden, ohne dass vorher ein Ablassen des Öles erforderlich wäre.
Die Prüfung und Instandsetzung der Dichtungen kann dann in sachgemässer und wirksamer Weise erfolgen.