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Kopiermaschine.
Bei Kopiermaschine ist es bekannt, durch Ortsveränderung einer oder mehrerer der Arbeitswalzen einen Schlitz zu schaffen, welcher die Einführung'der Kopierpapierbahn erleichter Bei den bekannten Maschinen dieser Art hat man bisher entweder eine besondere, das Papier durch den erwähnten Schlitz führende Vorrichtung, Klemmschiene o. dgl. verwandt, oder man musste das Papier mit der Hand zwischen den Arbeitswalzen hindurchziehen, was immerhin umständlich ist und die Gefahr einer Verletzung durch die Messer bedingt.
Nach der Erfindung wird dadurch Abhilfe geschaffen, dass die ortsveränderliche Walze soweit nach der Papiervorratsrolle hin beweglich ist, dass die Papierbahn ohne Hindurchfassen zwischen den Arbeitswalzen über die ortsveränderliche Walze gebracht werden kann, die sie bei ihrer Rückbewegung in bekannter Art gegen die beiden anderen Arbeitswalzen führt.
Mit besonderem Vorteil wird die Einrichtung so getroffen, dass die ortsveränderliche Walze bis in die Bahn der von der Vorratswalze ablaufenden Papierbahn oder sogar bis hinter diese Bahn bewegt wird, so dass ein Anfassen derselben überhaupt vermieden wird.
Vorzugsweise wird bei den neuen Maschinen für die erwähnte, das Einfädeln des Kopierpapiers vorbereitende Bewegung eine einfache Verschiebung statt einer Drehung gewählt, was die weiter unten erläuterten Vorteile bietet.
In vielen Fällen ist es schliesslich erwünscht, die kinematische Umkehrung der Maschine in der erwähnten Hinsicht zu verwenden, indem man die Papiervorratsrolle zwecks Einfädelns der Papierbahn so bewegt, dass ihr ablaufendes Ende mehr oder minder über den Einführungsschlitz oder doch in die Nähe desselben kommt ; dies bietet den Vorteil, dass man aus Rücksichten auf die Einfädelung an der für ein gutes Schneiden des Papiers massgeblichen empfindlichen Lagerung der langen Messer der Maschine nichts zu ändern braucht.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Fig. i zeigt die erste Ausführungsform in der Arbeitsstellung, Fig. 2 beim Einführen des Kopierpapieres, Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer zweiten, Fig. 4 einer dritten Ausführungsform, Fig. 5 zeigt eine vierte Ausführungsform in Arbeitsstellung und Fig. 6 beim Einführen des Kopierpapiers, Fig. 7 zeigt eine Maschine mit zwecks Einführung verschiebbarer Walze im Betriebszustand, Fig. 8 dieselbe Maschine in dem die Einführung
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führungswalze einer weiteren Ausführungsform in der Betriebslage dar, während Fig. II die wesentlichsten Teile einer mit dieser Anordnung versehenen Maschine beim Einführung- vorgange zeigt. In Fig. 12 bis 15 ist ein besonderes Ausführungsbeispiel einer Maschine mit verschiebbarer Walze in vier verschiedenen Stellungen schematisch dargestellt.
Fig. 16 zeigt eine Maschine mit schwenkbarer Papierrolle in Seitenansicht in Arbeitsstellung, Fig. 17 in der Einführungslage, Fig. 18 ist eine Seitenansicht einer Maschine mit verschiebbarer Papier-
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Dab Kopierpapier (Fig. I und 2) läuft von der Vorratsrolle 2 über die beiden im Wasserkasten 3 liegenden Wasserwalzen 4 zwischen der Anpresswalze 5 und der Hauptwalze 6 hindurch, dann zwischen dieser und der Kopierwalze 7 hindurch über den Gleitstab 56, zwischen den Förderwalzen 8 und 9 hindurch, um schliesslich zwischen die Messer 10 und 11 zu gelangen.
Die Walzen 2,7 und 8 sind im Maschinengestell fest gelagert, während die Walze a von dem Hebel 12 getragen wird, der unter dem Einfluss einer beliebigen, die gegenseitige Anpressung der Arbeitswalzen, 2, 5, 6 und 7 bewirkenden Spannvorrichtung eines Exzenters oder einer bekannten selbsttätigen Anspannungsvorrichtung steht.
Die Walzen 6 und 9 werden von den Lagerschilden oder Hebeln 13 getragen, die auf die Welle 14 des Maschinengestells aufgekeilt sind und mit ihrem Arm 15 die Wasserwalzen 4 tragen.
Um den festen Zapfen 16 des Maschinengestells ist der mit dem Knauf 17 versehene Schwenkhebel 18 drehbar, der mit einer Kurve oder einem Hubdaumen 19 fest verbunden ist. Der Hebel 18 spielt zwischen zwei Anschlägen 20 und 21 eines um den Zapfen 16 drehbaren Zahnsektors 22, der mit einem auf die Welle 14 aufgekeilten Zahnrade 23 kämmt.
Der Wasserkasten 3 wird mittels der Lenker 24 von den Hebeln 25 getragen, die um feste Gestellzapfen 26 drehbar sind. Die Hebel 25 werden ihrerseits bei der Stellung nach Fig. i von Lenkern 27 getragen, die sich mit Zapfen 28 auf Gleitbahnen 29 (siehe auch Fig. 2) der Lagerschilde 13 stützen. Die Schilde 13 tragen einen Zapfen 30, welcher bei der Stellung nach Fig. i in einem Schlitz 31 (siehe Fig. 2) einer Riegelfalle 32 ruht, welche um den festen Gestellzapfen 33 drehbar ist. Der Schlitz 31 wird nach oben durch die vortretende Anschlagnase 34 und nach unten durch den kürzeren Arm 35 begrenzt.
Befindet sich die Maschine in der Stellung nach Fig. i und soll das Kopierpapier 1 beispielsweise zwecks Ingebrauchnahme einer neuen Vorratsrolle zwischen die Walzen eingeführt werden, so werden der Knauf 17 und Hebel 18 um den Zapfen 16 nach abwärts geschwenkt. Hierbei stösst zunächst die steile Stirnflanke des Daumens 19 gegen die Nase 34 der Falle 32 und drückt diese Falle nach links, so dass sie den Sperrzapfen 30 freigibt.
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sektors 22 und nimmt diesen nach links mit, Der Sektor 22 dreht seinerseits das Zahnrad 23, das mit den Lagerschilden 13 fest verbunden ist.
Dieselben werden daher aus der Lage nach Fig. i um den Zapfen 14 um ungefähr 1800 in die Lage nach Fig. 2 gedreht,
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soweit, dass, wenn nunmehr die Vorratsrolle 2 gedreht wird, das von ihr senkrecht ab- laufende freie Ende der Papierbahn 1 so an der Walze 6 vorbeiläuft, dass diese also jetzt hinter ihr steht. Ebenso befindet sich die Walze 9 und das Messer 11 hinter der freien
Papierbahn 1.
Während des ersten abwärts gerichteten Teiles der Drehung der Lagerschilde 73 senken sich die mittels der Zapfen 28 auf den Gleitbahnen 29 ruhenden Tragarme 25 des
Wasserkastens 3 und lassen diesen in den Gestellschlitzen 36 bis zum unteren Ende der- selben hinuntersenken, wodurch der Wasserkasten aus der Schwenkungsbahn der Schilde 13 und der daran befestigten Teile gelangt. Die Lagerschilde 13 drehen sich hierauf ohne weitere Beeinflussung des Wasserkastens bis in die Lage nach Fig. 2, wobei auch die Wasser- walzen 4 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne nach oben wandern.
Nachdem von der Vor- ratsrolle 2 in der vorerwähnten Weise ein Teil der Papierbahn 1 von genügender Länge abgewickelt ist, wird der Hebel 18 in der Pfeilrichtung nach Fig. 2 zurückgedreht ; sobald hierbei der Daumen 19 an der Nase 34 der Falle 32 vorbeigegangen ist, schwingt diese in die Verriegelungsstellung nach Fig. i zurück.
Bei seiner weiteren Bewegung stösst der Hebel 18 gegen den Anschlag 21 des bisher noch feststehenden Zahnsektors 22 und dreht bei weiterer Bewegung diesen Sektor im
Sinne des Pfeiles nach Fig. 2. Der Sektor dreht das Zahnrad 23 und dadurch auch die
Lagerschilde 13 in der Pfeilrichtung der Fig. 2. Die zurückschwingende Hauptwalze 6 erfasst das frei herabhängende Ende der Papierbahn 1 und drängt dasselbe aufwärts gegen die
Nebenwalzen 5 und 7. Ebenso legen sich der Gleitstab 56, die Walze 9 und das Messer 11 ; von hinten her gegen die Papierbahn und befördern diese aus der Lage nach Fig. 2 in die- jenige nach Fig. i, ohne dass ein Zwischenfassen zwischen die Arbeitswalzen mit der Hand oder einer besonderen Vorrichtung erforderlich wäre.
Sobald die Gleitbahn 29 beim Zurückschwingen der Schilde oder Hebel 13 die
Zapfen 28 erfasst haben, wird der Wasserkasten 3 in die Lage nach Fig. i gehoben und ) die Walzen 4 werden im Uhrzeigersinne auf die Papierbahn herabgesenkt. Dieselbe wird dadurch in den Wasserkasten gedrückt, so dass die Maschine nunmehr betriebsfertig ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 fällt das ablaufende Ende 1 der Papierbahn nicht unmittelbar durch einen offenen Einführungsschlitz, sondern die Walze 6 liegt nach
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dem Ausschwenken gegen eine Gegenwalze, beispielsweise die Nebenwalze 5 an. Eine der Walzen ist beispielsweise mittels der Handkurbel 37 drehbar, so dass die Walzen 5 und 6 als Förderwalzen wirken und das Papier von der Rolle 2 abwickeln.
Gemäss Fig. 4 liegt die mit der Handkurbel 37 versehene Walze 6 nach dem Ausschwenken unmittelbar gegen die Vorratsrolle 2 an, so dass durch Drehung der Walze 6 die Vorratsrolle gedreht und das Papier abgewickelt wird,
Die Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. I und 2 hauptsächlich dadurch, dass zwecks Ausschwenkens der Hauptwalze erst die eine der Nebenwalzen eine Ortsveränderung erfahren muss.
Die Vorratsrolle 2 und Kopierwalze 5 sind wieder am Maschinengestell fest gelagert, während die Nebenwalze 7 mitels des Hebels 12 um die Achse der Walze 5 schwingbar ist. Der Arbeitsdruck zwischen den Walzen 5,6 und 7 wird wieder durch einen Exzenter, die bekannte selbsttätige Anspannvorrichtung o. dgl. bewirkt.
Die Hauptwalze 6 ist wieder in Hebeln 13 gelagert, die um die Welle 14 drehbar sind. Das Schwenken dieser Hebel erfolgt durch den um den festen Drehpunkt 16 schwingenden, mit Knauf 17 versehenen Handhebel M, welcher die über den Drehpunkt hinausragende Verlängerung 38 aufweist. Der Endpunkt der letzteren ist durch einen Lenker 39 mit dem Endpunkt eines um die Achse 14 schwingenden doppelarmigen Hebels 40 gekuppelt, dessen über den Drehpunkt hinausragender Arm mit einer Rolle 41 gegen den mit dem Hebel 12 fest verbundenen Hebelarm 42 anliegt. Der Doppelhebel 40 ist mit dem Hebel 13 mit Totgang verbunden, indem beispielsweise ein vom Hebel 40 getragener Zapfen 400 in einen Schlitz 401 der Nabe des Hebels 13 eingreift.
Der Hebelarm 42 ist durch einen Lenker 43 mit dem einen Ende eines Winkelhebels , 5 verbunden, welcher um den ortsfesten Drehzapfen 46 schwingbar und mit seinem anderen Ende an die den Wasserkasten 3 stützende Plattform 47 angelenkt ist. Diese Plattform wird andrerseits durch einen Lenker 48 gestützt, der um den Zapfen 49 schwingt und mit dem Hebelarm 45 sowie dem Teil 47 ein Gelenkparallelogramm bildet, Der Hebelarm 13 ist mit einem Zapfen 50 versehen, welcher das Zahnrad 51 drehbar trägt. Dasselbe kämmt einerseits mit einem ortsfesten Segment 52, andrerseits mit einem Zahnrad 53, das auf dem vom Hebel 13 getragenen Zapfen 64 sitzt und mit einem Hebel 55 fest verbunden ist, der die ortsveränderliche Förderrolle 9 und die Leitrolle 56 sowie das ortsveränderliche Messer 11 trägt.
Der Hebel 13 ist mit einem Zahnsektor 57 fest verbunden, welcher in das am Maschinengestell gelagerte Zahnrad 58 eingreift. Dieses kämmt mit einer in senkrechter Richtung ver- schiebbaren Zahnstange 59, die am oberen Ende die Wasserwalzen 4 trägt. An dem Zapfen 54 greift eine Schubstange 60 an, deren anderes Ende an dem Wasserkasten 3 angreift.
Das
Einführen der Papierbahn geschieht in folgender Weise :
Wird bei der Arbeitsstellung der Maschinen nach Fig. 5 der Hebel 18 mittels des
Knaufes 17 in der Pfeilrichtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne gedreht, so wird mittels des Gestänges 38, 39, 40 die Rolle 41 in der Pfeilrichtung (Fig. 5) gedreht, so dass der
Hebelarm 42 unter Gewichts-oder Federwirkung in der Pfeilrichtung ausschwingen kann, wodurch der Hebel. 12 mit der Walze 7 in die Lage nach Fig. 6 aufwärts geschwenkt wird.
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Tieflage punktiert angedeutet. Bei der Tieflage des Wasserkastens stehen die Wasserwalzen 4 über seinem oberen Rande, so dass sie das im Anschluss daran erfolgende wagrechte Ausfahren des Wasserkastens in die Linkslage nach Fig. 6 nicht verhindern.
Dieses Ausfahren erfolgt durch die den Wasserkasten mit dem Hebel 13 verbindenden Schubstangen 60.
Während dieser ersterwähnten Vorgänge hat sich der Hebel- ? J noch nicht gedreht, da er ja mit dem Hebel 40 mit Totgang gekuppelt ist. Sobald aber die beschriebenen Vorgänge sich abgespielt haben, wird bei der weiteren Drehung der Kurbel 18 der Hebel 13 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne in die Lage nach Fig. 6 mitgenommen. Hierbei wälzt sich das Zahnrad 51 auf dem feststehenden Segment 52 ab und dreht seinerseits das Zahnrad 53 und den damit fest verbundenen Hebel 55, so dass das Messer 11 und die Walzen 9 und 56 die durch den Pfeil in Fig. 5 angedeutete Kreisbahn um den Zapfen 54 beschreiben und hinter das von der Rolle 2 ablaufende Ende der Papierbahn 1 bzw. hinter die an diese Rolle gelegte innere senkrechte Tangente gelangen (Fig. 6).
Die wirkliche Bahn dieser Teile ist wegen der Ortsbeweglichkeit des Zapfens 64 naturgemäss keine Kreisbahn, sondern eine zusammengesetzte Kurve.
Bei der Drehung des Hebels 13 wird durch den mit ihm fest verbundenen Sektor 57 das ortsfeste Zahnrad 58 gedreht, das die Zahnstange 59 und damit auch die Wasserwalzen 4 in die Lage nach Fig. 6 hebt. Dadurch werden die Wasserwalzen 4 aus der Bahn der nach links ausschwingenden Hauptwalze 6 herausgebracht,
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Wird nunmehr die Papierbahn 1 genügend weit abgewickelt, so wird die Maschine ohne jedes Hindurchfassen mit der Hand oder einer Vorrichtung durch die Arbeitswalzen durch einfaches Zurückschwenken der Kurbel 17, 18 betriebsfertig gemacht. Die Hauptwalze 6 nimmt hierbei die Papierbahn aufwärts mit sich und bringt sie gegen die Nebenwalzen 5 und 7. Gleichzeitig fährt der Wasserkasten 3 auf dem Geleise. 47 nach rechts.
Die Papierbahn wird durch die abwärts gehenden Wasserwalzen 4 nach unten und in den wieder emporsteigenden Wasserkasten hineingedrückt.
Gleichzeitig legt sich die in der Pfeilrichtung nach Fig. 6 wieder emporschwingende Leitwalze 56 von hinten gegen die Papierbahn und führt das freie Ende derselben in Verbindung mit der Walze 9 zwischen die Walzen 8 und 9 sowie die Messer 10 und 11.
Sobald die Hauptwalze 6 wieder die Lage nach Fig. 5 erreicht hat, wird durch die Rolle 41 der Hebel 42 nach rechts ausgeschwenkt, wodurch die Walze 7 in ihre die Hauptwalze 6 am Ausschwingen hindernde Lage nach Fig. 5 im Sinne des in Fig. 6 eingezeichneten Pfeiles herabgedrückt wird.
Wie schon oben hervorgehoben, besteht der leitende Gedanke der Erfindung darin, die Papierbahn ohne Zwang zum Hindurchfassen durch die Arbeitswalzen mittels der Hand oder einer besonderen Vorrichtung einzuführen. Dieser Zweck wird selbstverständlich auch dann erreicht, wenn die ortsveränderliche Walze nicht völllg hinter das ablaufende Ende der Kopierpapierbahn, sondern nur in die Nähe dieser vorteilhaftesten Endlage bewegt wird. so dass es durch Drehen an der ortsveränderlichen Walze oder durch eine leichte Handbewegung ohne Hindurchfassen zwischen den Arbeitswalzen oder Messern in die das Einführen durch Zurückschwenken der ortsveränderlichen Walze vorbereitende Lage vor diese Walze gelangt.
Die Erfindung ist besonders wertvoll für die Bedienung der Maschinen durch Kriegsbeschädigte oder sonstwie am Gebrauch ihrer Gliedmassen behinderte Personen.
Gegen die obigen Maschinen könnte eingewendet werden, dass der Aufbau der Maschine ver- hältnismässig verwickelt ist und dass für die Zwecke des Einführens eine starke Höhenänderung schwerer Teile erforderlich ltstt Hiermit ist aber, abgesehen von der Unbequemlichkeit der Handhabung, die Gefahr verbunden, dass die schweren bewegten Teile gelegentlich herabfallen bzw. mit heftigem Schwung in ihre Endlage gelangen, was Verbiegungen oder sogar
Brüche herbeiführen kann. Dies könnte ohne weiteres nur durch Anwendung besonderer mehr oder minder verwickelter Zwangslaufgetriebe vermieden werden.
Nach der weiter unten beschriebenen, durch die Fig. 7 bis n dargestellten Erfindung werden diese Nachteile dadurch hintangehalten, dass die Bewegung der ortsveränderlichen
Walze und der gegebenfalls damit verbundenen Teile wie Zuführungswalze und Messer durch
Querverschiebung erfolgt.
Die Papierbahn 1 läuft bei betriebsbereiter Maschine (Fig. 7) von der im Gestell ge- lagerten Vorratsrolle 2 über die im Wasserkasten 3 liegende Wasserwalze 4 zwischen den
Arbeitswalzen 5, 6,7 alsdann durch die Zuführungswalzen 8 und 9 und zwischen den
Messern 10 und 11 hindurch.
Nach der Erfindung ist der die Hauptwalze 6 tragende Hebel 18 mittels des Griffes 17 wagrecht verschiebbar, so dass zwecks Einführung der Kopierpapierbahn die Walze 6 nebst der gleichfalls am Schieber 18 gelagerten Zuführungswalze 9 und dem Messer 11 in die
Lage nach Fig. 8 zurückgezogen werden kann. Hierbei schlägt die am Schieber 18 vor- gesehene Anschlagschiene 70 gegen den am Traghebel 15 der Wasserwalze 4 befindlichen
Anschlag 71, welcher bei der weiteren Bewegung des Schiebers 18 unter die Schiene 70 gelangt, so dass die Wasserwalze 4 sich in die Hochlage nach Fig. 8 bewegt und in dieser
Hochlage festgehalten wird.
Bei der Stellung der Teile nach Fig. 8 befinden sich die Teile 6,9 und 11 hinter der Bahn des von der Rolle 2 ablaufenden freien Endes der Papierbahn. Wird daher nun- mehr die Rolle 2 um ein entsprechendes Stück abgewickelt, so läuft das Ende 1 der Papierbahn in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise vor den Teilen 6,9 und 11 vorbei, d. h. es wird zwischen den Walzen 5, 7 und der Walze 6, ferner zwischen den Walzen 8 und 9 sowie auch zwischen den Messern 10 und 11 eingeführt, womit der Einführvorgang als solcher vollständig beendet ist.
Wenn jetzt der Schieber 18 in die Stellung nach Fig. 7 zurückgeschoben wird, so wird dadurch das Papier ohne jeden weiteren Handgriff und ohne jede besondere Hilfsvorrichtung lediglich an die Arbeitswalzen 5, 6 und 7 die Zuführungs- walze 8 sowie das Messer 10 angelegt, und die Maschine ist nach dem gegebenenfalls automatisch erfolgenden Anspannen der Walze 6 gegen die Walzen 5 und 7 ohne weiteres betriebsbereit,
Da das Kopierpapier beim Zurückführen der Teile aus der Stellung nach Fig. 8 in jene nach Fig. 7 nur lose auf der Hauptwalze 6 und der Zuführungswalze 9 aufliegt, so könnte es durch den grossen Zwischenraum zwischen diesen beiden Walzen durchsacken und
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unter Umständen falsch eingeführt werden.
Um dies zu verhindern, ist nach der Erfindung gemäss Fig. 9 eine zwischen den genannten beiden Teilen (Walzen) überbrückende Unterstützung für das Papier vorgesehen, und zwar beispielsweise in Form eines umlaufenden Bandes 72, das über die gegebenenfalls entsprechend genutete Walze 9. und eine Hilfsrolle 73 läuft. Gegebenenfalls könnte diese Unterstützung¯auch am'ortsfesten Teil der Maschine angebracht werden.
Um eine noch sicherere Einführung zu erzielen, kann'die'Einrichtung nach Fig. 10 getroffen werden. Hier ist auch die Walze 8 am Schieber M'gelagert, und zwar in einem Schlitz 74, gegen dessen rückwärtiges Ende sie durch die Feder 75 gedrückt wird.
Wird in diesem Falle zwecks Einführung des Kopierpapiers der Schieber 18 in die Lage nach Fig. II zurückgeschoben, so stösst nach Zurücklegung eines bestimmten Weges der seitlich herausragende Drehzapfen 76 der Walze 8 gegen den ortsfesten Anschlag 77, so dass die Walze 8 an der weiteren Bewegung des Schiebers 18 und der Walze 9 nicht teilnimmt. Daher entsteht zwischen den Walzen 8 und 9 ein schlitz, durch welchen bei der nunmehr erfolgenden Abrollung der Vorratsrolle 2 das Ende 1 der Papierbahn hindurchläuft.
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zunächst stehen, bis das Ende des Schlitzes 74 gegen den Drehzapfen 76 stösst und gleich- zeitig die Walze 9 gegen die Walze 8 trifft.
Die Walzen 8 und 9 klemmen jetzt das schon vorher durch die Abrollbewegung zwischen die Arbeitswalzen, Zuführungswalzen und Messer eingeführte Ende 1 der Papierbahn zwischen sich fest und verhindern dadurch, dass dieses
Ende durch Luftzug ausgeweht wird. Die Erfindung kann für Maschinen beliebiger Walzen- zahl, zwei und Mehrwalzenmaschinen Verwendung finden.
Bei den Maschinen nach Fig. 7 bis 11 ist die Hauptwalze in einem Schlitten quer verschiebbar. Diese hier erstmalig verwendete Konstruktion, deren Vorteil namentlich auch in einer sehr bequemen Auswechslung der Hauptwalze ohne Zwang zur Verwendung eines geteilten aufklappbaren Maschinengestelles oder besonderer Hilfsgetriebe liegt, bedingt gemäss der erwähnten Figuren eine Abweichung von der bisher bestbewährten Walzenanordnung mit drei in drei verschiedenen senkrechten Ebenen liegenden Walzen, insofern zwecks Er- möglichung der Querverschiebung zwei Walzen im wesentlichen senkrecht übereinander an- geordnet sild.
Nach der durch Fig. 12 bis 15 veranschaulichten Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass die querschiebbare Hauptwalze durch eine der Nebenwalzen gegen unerwünschte seitliche Verschiebung gesperrt wird.
Mit besonderem Vorteil wird eine ausser der Spannkurve vom Spannhebel bewegte zweite Kurve dazu benutzt, die Sperrung zu beseitigen und so eine Öffnung für die Oits- veränderung der Hauptwalze zu schaffen. Der Schieber 18 und die Walzen 5, 6 und 7 ent- sprechen den gleich bezeichneten Teilen der Fig. 7 bis I r. Die Hauptwalze 6 ruht aber nicht unmittelbar auf dem Schieber 18, sondern in einem Hebel 100, der um einen Drehpunkt 300 am Schieber 18 schwingbar ist und auf einem Stifte 200 des Schiebers aufliegt.
Die Achse 81 der Walze 7 ist in der Wange 88 drehbar. Um diese Achse ist das Schild 12 schwingbar, das die Lagerung für die Walze 5 trägt. Am Aussenende 82 des Schildes 12 greift eine an der Wange befestigte Feder 110 an, die das Schild 12 mit der Walze 5 gegen die Walze 6 zieht.
Gegen den Ansatz 83 des Hebels 100 wirkt bei einer Rechtsdrehung des Spann- hebels 120 die Kurve 130 und drückt mit dem Hebel 100 die Walze 6 gegen die Walzen 5 und 7 unter Drehung des Schildes 12 und Spannung der Feder 110. Es lässt sich somit durch Rechtsdrehen des Hebels 120 der Walzendruck von Null bis zu einem Höchstwert steigern, welcher durch die Höhe der Kurve 130 bedingt ist. Fig. 13 zeigt die Stellung bei ) Hochstdruck. Wird dagegen der Hebel 120 aus der Mittelstellung gemäss Fig. 12 nach links gedreht, so bleibt die Hauptwalze 6 unbeeinflusst in ihrer Tieflage nach Fig. I2 stehen.
Dafür aber legt sich eine gleichfalls vom Hebel 120 bewegte zweite Kurve 140 gegen den
Ansatzhebel 150 des Schildes 12 und dreht das Schild unter Spannung der Feder 110 solange hoch, bis sich eine Sperrfläche der Kurve 140 gegen eine entsprechende Fläche des Ansatzes 150 ; legt, wodurch der Hebel 120 sich sperrt und die Teile auch beim Loslassen in der Lage
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mit dem Schieber 18 leicht herausziehen, herausnehmen, von fescgeklebtem oder umgewickeltem
Papier befreien, auswechseln u. dgl.
Bei den bisher besprochenen Maschinen ist es unbedingt zweckmässig bzw. erforderlich, ) eines der Messer an der für das Einführen nötigen Ortsveränderung der Arbeitswalzen teil- nehmen zu lassen, weil sonst wegen des grossen Abstandes zwischen den Messern und der
Papiervorratsrolle die erstrebte leichte Einführung nicht möglich wäre. Diese Ortsveränderung eines Messers ist aber deshalb sehr bedenklich, weil die Lagerung der langen Messer eine
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das nasse Seidenpapier nur mangelhaft schneiden.
Nach einer weiteren durch Fig. 16 bis 19 veranschaulichten Verbesserung der Erfindung wird dadurch Abhilfe geschaffen, dass die Papierrolle mit ihrem Ablaufende über den Schlitz zwischen den in der gewöhnlichen Weise gelagerten Messern bzw. über die das Kopierpapier den Messern zuführende Leitvorrichtung bewegt wird. Es findet also in dieser Hinsicht der umgekehrte Vorgang wie bei den bisher besprochenen Maschinen statt. Während dort ein ortsveränderliches Messer bis an oder hinter das von der ortsfesten Papierrolle ablaufende Papierende bewegt wird, soll hier die ortsveränderliche Papierrolle an die ortsfesten Messer soweit hin bewegt werden, dass die Einführung des Kopierpapiers zwischen die Messer im. wesentlichen durch einfaches Abrollen des Papiers von der Rolle geschehen kann.
Die Papierbahn 1 läuft gemäss Fig. 16 von der Vorratsrolle 2 über die im Wasserkasten 3 liegende Wasserwalze 4 zwischen den Arbeitswalzen 5,6 und 7 hindurch, zwischen die Leitwalzen 8, 9, um dann zwischen den Messern 10 und 11 hindurchzugehen. Die Arbeitswalzen 5 und 7 sind an dem um sein unteres Ende drehbaren Hebel 13 gelagert, welcher auch den die Wasserwalze 4 tragenden Hebel 15 trägt, Dieser bildet mit seinem den Aufhängepunkt überragenden Ende einen Anschlag 71, der beim Emporklappen des
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trifft, wodurch die Wasserwalze 4 in die Hochlage gemäss Fig. 17 gelangt.
Nach der Erfindung ist die Vorratsrolle 2 ebenfalls am Klapphebel 13 gelagert, so dass sie beim Emporklappen in die Stellung nach Fig. 17 mit der Ablaufseite senkrecht über die Leitwalzen 8 und 9 oder die darunter befindlichen in der üblichen Art gelagerten und gesteuerten Messer 10 und 11 gelangt. Wird dann die Papierrolle abgewickelt, so gelangt die ablaufende Papierbahn 1 von selbst zwischen die Walzen 8, 9 und die Messer 10, 11, worauf die Maschine durch Zurückklappen in die Stellung nach Fig. 16 wieder geschlossen wird und nun ohne weiteres betriebsfähig ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 18 und 19 unterscheidet sich von der eben beschriebenen im wesentlichen nur dadurch, dass die ortsveränderlichen Teile statt an einem Klapphebel
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zwecks Papiereinführung aus der Arbeitslage nach Fig. 18 in die Stellung nach Fig. 19 verschoben wird. In dieser letzteren Stellung befindet sich wieder das Ablaufende der Papierrolle 2 senkrecht über dem Schlitz zwischen den Messern 10, 11, so dass durch ein faches Abrollen des Papiers die Einführung geschieht, worauf die Teile wieder in die Lage nach Fig. 18 zurückgeführt werden und die Maschine geschlossen wird.
Für das Anheben der Wasserwalze ist ein Anschlag 70 vorgesehen.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass die Papierwalze unmittelbar vom Träger der anderen ortsveränderlichen Teile gehalten wird, oder dass die Ortsveränderungsbewegung der Papierwalze mit der entsprechenden Bewegung der anderen ortsveränderlichen Teile gekuppelt wird, vielmehr könnte die Ortsveränderung der Papierwalze auch durch eine besondere Bewegung erfolgen. Auch ist es nicht nötig, dass der Ablaufpunkt der Vorratsrolle genau senkrecht über den Messerschlitz gebracht wird, vielmehr genügt es, wenn dies nur soweit geschieht, dass die Einführung des Papierendes zwischen die Messer ohne besondere Bemühungen und Umstände bewirkt werden kann.
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des Kopierpapiers erleichtert'wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch die zu dieser Erleichterung dienende Querbewegung das ablaufende Ende der Papierrolle annähernd senkrecht über die Durchgangsstelle zwischen zwei Arbeitswalzen kommt, so dass die Papierbahn ohne besonderes Einführorgan und ohne Hindurchfassen zwischen den Arbeitswalzen oder Messern derart über die ortsveränderliche Walze (6) gebracht werden kann, dass diese sie bei ihrer Rückbewegung in bekannter Art gegen die beiden anderen Arbeitswalzen (5, 7) führt.