<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Gegenstand der Erfindung ist ein Füllfederhalter, bei welchem die Tinte zwangsweise mittels eines Ventils der Schreibfeder nach Bedarf zugeführt wird.
Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungen des Füllfederhalters, es sind : Fig. i und 2 Längenschnitte, Fig. 3 ein Querschnitt nach Linie A-B, Fig. 4 desgleichen nach Linie C-D, Fig. 5 ein Detail der einen Ausführung. Fig. 6 bis n die zweite Ausführung.
In dem hohlen Federhaltergehäuse a ist ein Pumpenkolben eingesetzt, welcher aus einem abdichtenden Kolben b, einer etwas kleineren und kegelförmigen Scheibe c und einer Ringscheibe d besteht. Die Scheiben c und d sind mit der Kolbenstange e fest verbunden, letztere durch Stege f ; die Bohrung des Kolbens b ist grösser als die Kolbenstangendicke.
Die Kolbenstange c ist an einer Kappe g befestigt, welche in das Gehäuse a geschraubt wird. Unterhalb der Kappe g ist im Gehäuse eine Führungsscheibe h befestigt.
Nach Fig. 6 ist die Kappe g mit Innengewinde auf das Gehäuse a geschraubt und die Kolbenstange c ist mit Gewinde eingeschraubt. Die Abdichtung derselben geschieht durch einen Kegel. Die Kappe g kann aber auch ganz fortfallen, das Gehäuse a oben geschlossen sein und die Kolbenstange in diesem Deckel eingeschraubt und-mit Kegel abgedichtet werden. Am unteren Ende des Gehäuses a ist ein Ventilkörper eingesetzt, welcher innerhalb des Gehäuses á. mit Durchbruchsöffnungen k versehen ist und in welchem eine Ventilplatte m eingesetzt ist. Letztere ist mit Führungsstegen l versehen ; der Ventilkörper ist so tief ausgebohrt, dass die Ventilplatte m unterhalb der Öffnung k liegt und diese abschliesst. Eine Feder n, die gegen einen Ring o im Gehäuse a liegt, hält die Ventilplatte m in der abdichtenden Lage nach Fig.'1 fest.
In die untere Bohrung des Ventilkörpers i ist ein Röhrchen p eingesetzt, welches unten etwas gebogen ist und eine Austrittsöffnung 9 hat (Fig. 5) ; das Röhrchen hat am oberen Ende einen Kugelzapfen/, ist mit diesem in der entsprechend ausgehöhlten Zwischenwand s des Ventilkörpers t eingesetzt und wird durch eine eingeschraubte Ringscheibe t befestigt. Das Röhrchen kann auf diese Weise verstellt und den verschiedensten Federformen entsprechend eingestellt werden.
Eine zweischenklige Nadel ist mit dem einen Schenkel u durch das Röhrchen p gesteckt und fasst unter die Ventilplatte m, während der andere kürzere Schenkel u eine Umbiegung w hat und in ein Schlitzloch x des Ventilkörpers hineinragt,. Auf den Ventilkörper ist ein Ring y verschiebbar'aufgesetzt, welcher einen eingesetzten Stift z hat, in dessen kleiner innerer Bohrung die Umbiegung w der Nadel eingreift. Zum Halt für die Schreibfeder ist im Ventilkörper ein Federblech 1 eingesetzt ; das Röhrchen p kann durch die Hülse beim Nichtgebrauch des Federhalters verdeckt werden.
Die mittels des Kolbens eingesaugte und über diesem stehende Tinte fliesst durch die Behrung desselben nach unten, sammelt sich über der Ventilplatte m und füllt auch die Öffnung k'des Ventilkörpers i. Die Tinte kann aber nicht abfliessen, weil die Ventilplatte m den Ausfluss abdichtet, sie würde aber auch infolge des Luftgegendruckes nicht, abfliessen und nicht an die Feder kommen, wie es bei bekannten Füllfederhaltern der Fall ist, wo die Tinte durch eine Schleuderbewegung zum Austritt veranlasst werden muss,
<Desc/Clms Page number 2>
Um die Tinte mit Sicherheit und in stets ausreichender, dabei in immer gleicher Menge an die Feder zu bringen, wird der Ring y auf dem Ventilkörper i nach oben in die Lage der Fig. 2 verschoben.
Hierdurch wird die Ventilplatte m gehoben, wie Fig. 2 zeigt, und die'in den Öffnungen k befindliche Tinte fliesst aus diesen unter die Ventilplatte m. Wird nun der Ring y losgelassen, so wird derselbe und die Ventilplatte m durch die Feder n nach unten in die Lage der Fig. i zurückverschoben und die unter der Ventilplatte 11i gelaufene Tinte wird zwangsweise durch das Röhrchen p an die Feder befördert.
Die Verschiebung des Ringes y kann bequem während des Schreibens mit dem Finger geschehen.
Der Ring y kann natürlich auch mit dem Finger wieder nach unten verschoben werden, die Feder ist jedoch zur Sicherheit zweckmässig. Dadurch, dass die Nadel im Röhrchen immer hin und her bewegt wird, kann die Tinte. innerhalb des letzteren nicht dick werden, sich nicht ansetzen und das Röhrchen sich niemals verstopfen,
Nach Fig. 7 bis 11 ist in einer Ausnehmung des Ringes yl eine Feder n'eingesetzt, welche den Ring nach unten drückt ; diese Feder liegt somit nicht in der Tinte, was für ihre Haltbarkeit von Nutzen ist.
Das Röhrchen besteht aus zwei ineinandergesteckten Teilen p1 und p2 ; die Nadel liegt ganz im unteren Teile p des Röhrchens verdeckt. Der kürzere Schenkel v1 der Nadel tritt dann durch eine Einbauchung des oberen Röhrchens p2 nach aussen, ist mit einer Schlinge (Fig, 11) um das Röhrchen p2 gelegt und hat den angebogenen Haken wl. Dieser Haken greift in eine Ringnut des Ringes y. l (Fig. 7) und wird die Nadel hierdurch im Röhrchen auf und ab bewegt. Zur genauen Führung der Nadel im Röhrchen ist sie mit schlangenförmigen und gegenseitig versetzten Windungen versehen, wie Fig. 9 zeigt.
Statt einer Ventilplatte mit Führungsstegen ist ein abgeschrägtes Ventil m'ohne Führungsstege am Ende der Nadel befestigt. Der Ventilkörper il ist ohne Durchbruch- öffnungen und das Ventil wird durch die Nadel bis über die Ventilführung im Ventilkörper angehoben (Fig. 7), punktiert, wodurch der Ausfluss für die Tinte freigegeben wird.
Der Ventilkörper il. ist mit Innengewinde auf das Gehäuse a geschraubt ; dies hat den Vorteil, dass man sich beim Aufschrauben desselben nach dem Einfüllen der Tinte die Finger nicht beschmutzt, wie es bei bekannten Füllfederhaltern häufig vorkommt.