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Spulmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf Spulmaschinen, um das Garn oder den Faden von einem Wickel auf einen anderen von passenderer Form oder Grösse aufzuspulen. Die Erfindung ist auf Spulmaschinen im allgemeinen anwendbar ; ihre weiteste Verwendung kann sie aber in Verbindung mit Spulmaschinen zum Aufspulen von Garn, entweder in einfacher oder mehrfacher Lage, von verhältnismässig kleinen Spulen auf grössere Wickel, die gewöhnlich Kötzer genannt werden, um eine vorteilhaftere Zufuhr für verschiedene Gewebe zu schaffen. Ein solcher Kötzer bildet eine Wicklung von Garn, die auf einem geeigneten Aufnehmer wie auf ein Rohr oder Kegel aus Papier oder Holz ohne Köpfe an den Enden aufgebracht ist, wobei die Wicklung durch selbstbildende Kreuzwindungen des Garnes beim Aufspulen zusammengehalten wird.
Gewöhnlich ist ein solcher Kötzer etwa 15 cm lang und-hat einen Durchmesser von gleichfalls 15 cm, so dass mehrere Garnspulen zu seiner Herstellung erforderlich sind.
Bei der dargestellten Spulmaschine, die die allgemein gebrauchte Gattung vertritt, musste der Arbeiter, wie bei allen Spulmaschinen dieser Art, die den Kötzer füllende Spule, wenn sie leer ist, durch eine frische Spule ersetzen, die Enden verknüpfen und die Maschine wieder anlassen, die gewöhnlich selbsttätig stillgesetzt wird, wenn das Garn auf der Spule erschöpft ist.
Die Maschinen dieser Art sind auch mit einem Spinnfehlerwächter versehen worden ; der selbsttätig das Garn bricht und die Maschine anhält, wenn ein Spinnfehler, Knoten oder eine andere Verdickung in dem Garn den Wächter erreicht. In einem solchen Fall musste der Arbeiter den Spinnfehler entfernen, die. Enden verknüpfen und die Maschine wieder anlassen.
Diese Arbeiten erfordern im Arbeitsgang viel Zeit, beständige Aufmerksamkeit und Mühe von seiten des Arbeiters, um die Maschine in Betrieb zu'halten.'
Die vorliegende Erfindung besteht in einer Einrichtung für eine Spulmaschine, die selbst- tätig einsetzt, wenn die Zufuhr von einer der Spulen oder einem anderen Wickel zu der Spulvorrichtung aufhört, um das zuzuführende Ende der-neuen Spule'oder des Wickels mit dem ablaufenden Ende des zur Spulmaschine gehenden Gespinstes zu verknüpfen.
Da einer der Hauptverwendungszwecke der Erfindung zum Aufspulen von Kötzern von
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erzeugt wird, gebraucht. Jedoch ist. die Erfindung nicht auf eine bestimmte Form des gespulten Wickels noch auf eine bestimmte Form des Vorratswickels beschränkt.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der selbsttätigen-Vorrichtung zur Garnergänzung wird eine Einrichtung benutzt, um die Maschine selbsttätig still zu setzen, wenn die Garnzufuhr aufhört, und sie wieder anzulassen, nachdem die Garnzufuhr wieder ergänzt worden ist.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung, die je'doch nicht auf die Verbindung der Einrichtung zum Wiederfüllen mit Garn beschränkt ist, besteht in einer selbsttätigen Einrichtung zum Entfernen von Spinnfehlern oder anderen Verdickungen aus dem Garn, während dieses von der Zufuhrquelle zu dem aufzuspulenden Kötzer gelangt. Diese Einrichtung besteht aus einem Wächter für den Spinnfehler oder einer ähnlichen Einrichtung, um das Spulen zu unterbrechen, wenn
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wenigstens 25 v. H. der Gesamtkosten für die Herstellung des Garnes und für seine Vorbereitung für den Scherbaum, des Webstuhles o. dgl. erfordert.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen Fig. i eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Spulmaschine, die mit der Erfindung ausgestattet ist, Fig. 2 einen teilweisen Grundriss in vergrössertem Massstabe, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 einen mittleren Längsschnitt durch den Drehteller, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4, Fig. 6 einen Teilschnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 4, Fig. 7 einen vergrösserten Schnitt nach der Linie 77 der Fig. 2, Fig. 8 und 9 Einzelheiten, Fig. 10 eine Vorderansicht zu Fig. 7, Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 10, Fig. 12 ein Schema, für die elektrischen Verbindungen, Fig. 13 einen Querschnitt durch den Garnabschneider
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aufgespult ist.
Der Kötzer 4 ruht auf einer Trommel 5 und wird durch Reibungsberührung zwischen der Trommel 5 und'seiner Oberfläche angetrieben. Die Trommel 5 sitzt fest auf einer Welle 6, die von der Hauptwelle 7 der Maschine in üblicher Weise (nicht dargestellt) angetrieben wird. Die Hauptwelle 7 ist auch durch eine Übertragung (nicht dargestellt) mit der üblichen Welle 8 mit Daumenscheibe 9 zum Antrieb des Fadenführers 10 verbunden. Der Fadenführer 10 wird längsweise zu dem Kötzer auf seinen Führungsstangen 11, 12 mittels der Daumenscheibe 9 während der Drehung des Kötzers 4 hin und her bewegt.
Diese Einrichtung ist die bei Spulmaschinen übliche und kann auch den üblichen selbsttätigen Ausrücker (nicht dargestellt) zum Stillsetzens des Spulens, wenn der Kötzer. eine vorher bestimmte Grösse erreicht hat, enthalten,
Das Garn wird dem Kötzer 4 von einem Träger für die Garnspulen oder Vorratswickel zugeführt, der als Drehteller (Fig. 1, 4 und 5) dargestellt ist. Der Drehteller trägt eine Reihe von Spindein 14 in kreisförmiger Anordnung zur Aufnahme von einer Mehrzahl von Garnspulen oder Vorratswickeln 15. Der Drehteller 13 von kreisrunder Form ist auf einer hohlen Achse 16 gelagert, die an ihrem unteren Ende mit einer Muffe auf einem Lagerbock 17 ruht und gegenDrehung durch Bolzen 18 gesichert ist. Die hohle Achse 16 nimmt die Leitung für einen der nachstehend beschriebenen Elektromagneten auf.
An der Nabe des Drehtellers 13 ist das untere Ende einer Hülse 19 befestigt, die die Achse 16 umgibt und an ihrem oberen Ende einen hohlzylindrischen Kopf 20 trägt. An der Innenwandung des Kopfes 20 sitzt ein Flansch 21 mit Sperrzähnen 22 für eine Sperrklinke 23, die gewöhnlich auf dem Flansch 21 in der Bahn der Zähne 22 ruht. Auf dem oberen Ende der Achse 16 ist ein Lager 24 durch Bolzen 25 befestigt, welcher gleichzeitig als Drehzapfen für'die Sperrklinke 23 dient. Das Lager 24 hat einen oberen seitlichen Arm 26 zur Befestigung des Elektromagneten 27. Die Sperrklinke 23 bildet den Anker des Elektro- magneten. Wenn der Magnet 27 erregt wird, so schwingt die Sperrklinke 23 nach oben um ihren
Drehzapfen 25 und sie tritt aus der Bahn der Zähne 22 heraus.
Wenn die Erregung aufhört, wird die Sperrklinke 23 ausgelöst und fällt durch ihr Eigengewicht auf den Zahnflánsch 21 zurück. Am unteren Ende des Lagers 24 sitzt ein Ringflansch dz an welchem unten ein isolierendes Segment 29 mit einem leitenden Segment 30 befestigt ist. Das leitende Segment 30 reicht über den Umfang des Flansches 28 hinaus und der vorspringende Rand wirkt mit einer
Reihe von durch das Garn beeinflussten Wächterkontakten 31 zusammen.
Jeder Garnwächterkontakt 31 ist in dem hohlen Kopf 20 bei 32 (Fig. 4) drehbar gelagert und tritt mit einem radial nach aussen gerichteten Arm durch einen Schlitz 33 der Wandung des Kopfes 20 hindurch. Der innere Arm jedes Kontaktes 31 nimmt gewöhnlich eine Lage un- mittelbar unter dem leitenden'Segment 30 ein und ist an Gewicht leichter als der äussere Arm.
Jeder Kontakt 31 ist auch mit einem seitlichen Zapfen 34 versehen, dessen Mutter 35 als ein-
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Der Drehteller 13 ruht auf einer Reibungsunterlagsscheibe aus Leder, Fiber oder anderem geeigneten Stoff, unter welchem ein Kegelrad 41, lose auf der Achse 16 gelagert, von dem Lager 17 getragen wird. Das Kegelrad 41 wird beständig durch ein Kegelrad 42 umgetrieben, das fest auf der Welle 43 sitzt und an dem einen Ende eine Riemenscheibe 44 trägt ; die Riemenscheibe ist durch Riemen 45 mit der Riemenscheibe 46 auf der Hauptantriebswelle 7 verbunden.
Das durch die Reibungsscheibe 40 beständig angetriebene Kegelrad 41 ist bestrebt, den Drehteller 13 in der Richtung des Pfeiles (Fig. 2) zu drehen, wird aber gewöhnlich durch Eingriff der Sperrklinke 23 mit einem der Zähne des Flansches 21 gegen Drehung gesichelt.
Wenn der Drehteller jedoch so gedreht wird, werden die senkrechten straffen Garnlängen, die von dem Wächter 31 und Stäben 39 gehalten werden, nacheinander dem Knoter und dem Kotzerwächter dargeboten, die in Fig. i allgemein mit 47 bezeichnet sind und durch welche das Garn von den Garnspulen zu dem Kötzer 4 hindurchläuft, Die äusseren Enden aller Wächter 31, ausgenommen des Wächters derjenigen Spule, welche gerade das Garn dem Kötzer zuführt, werden gegen die oberen Kanten ihrer Schlitze 33, dadurch dass ihre Klemmen 37 das Garn erfassen, in angehobener Lage gehalten, während das äussere Ende des Wächters der Spule, welche Garn dem Kotzer zuführt, auch angehoben gehalten wird, aber in diesem Falle durch den Zug des Garnes,
das sich nach aufwärts zwischen dem Arm 31 und der Klemme 37 bewegt.
Auf diese Weise bilden Arm und Klemme einen vereinigten Fadenwächter und eine Fadenspannung.
Bei der Erschöpfung des Garnes auf einer der Spulen, von welcher der Kötzer Garn empfängt, sinkt das verhältnismässig schwere Ende des Wächters 31 und bringt das verhältnismässig leichte Ende in Berührung mit dem Leitungssegment 30, das-den Strom durch den Elektromagneten 27 schliesst. Der Magnet 27 bringt dann die Sperrklinke 23 ausser Eingriff mit den Zähnen 22 und lässt durch das beständig sich drehende Rad 41 den-Drehteller sich in der Richtung des Pfeiles mittels der Reibungsscheibe 40 drehen, wobei das innere Ende des Wächterarmes 31 auf dem Segment 30 gleitet. Der Rand des Segmentes 30 ist mit einer Anzahl von Rasten 48, 49, 50 und 51 ausgestattet, deren Winkelabstände denjenigen zwischen den Spulen auf dem Drehteller 13 entsprechen.
Diese Rasten liegen im Bereich des Segmentes 30, das von den inneren Enden der Wächter 31 bestrichen wird, unmittelbar nachdem ihre Spulen sich aus der Arbeitsstellung gegenüber dem Kopf 47 fortbewegen.
Wenn der Drehteller 13 sich dreht und eine frische Spule in die Arbeitsstellung zu dem Mechanismus -47 gebracht wird, erreicht das innere Ende des Wächterarmes der leeren Spule eine der Rasten im Segment 30 und'tritt nach oben hindurch, wie in Fig. 4 in punktierten Linien angedeutet ist, wodurch der Stromkreis durch den Magneten 27 unterbrochen wird. Infolgedessen senkt der Magnet, dessen Erregung jetzt aufhört, die Sperrklinke 23 rechtzeitig, um mit dem nächsten Zahn 22 auf dem Flansch 21 in Eingriff zu kommen und die weitere Drehung des Drehtellers anzuhalten.
Die folgende Kante 116 der letzten Rast 51 bildet das führende Ende eines anderen Ringsegmentes 117, das auf'der Unterseite des Flansches 28 befestigt und von ihm isoliert ist. Das Segment 117 ist ausser Berührung mit dem Segment 30. Das führende Ende 116 des Segmentes 117 ist zur Bildung einer Kurvenfläche aufwärts gebogen, die in der Bahn der inneren Arme der Wächter 31 liegt, wenn diese die in Fig. 4 punktiert gezeichnete Stellung einnehmen. Wenn irgendein angehobener innerer Wächterarm hinter die Rast 51 bewegt wird, wird er von dem Kurvenende 116 des, Segmentes 117 berührt und nach abwärts in die Normalstellung unterhalb des Flansches 28 geschwungen und bringt dadurch den. Wächter 31 wieder in die Normalstellung.
Der bei 47 in Fig. i nur allgemein angedeutete Mechanismus ist im einzelnen in den Fig. 7 bis n dargestellt. Dieser Mechanismus, besteht aus einem Kastenrahmen 52, der auf dem Maschinenrahmen gelagert ist ; in diesem läuft-eine Hohlwelle 53 mit drei Daumenscheiben 54,55 und 56 sowie ein Zahnrad 57'. Die Hohlwelle 53 steht gewöhnlich still ; wenn sie aber angetrieben wird, wie unten beschrieben, macht sie eine Umdrehung, nach deren Vollendung sie. selbsttätig ausgerückt wird. Durch die Hohlwelle. 53 ist eine beständig umlaufende Welle 57 geführt, auf welcher ein Sperrad 58 befestigt ist. Die Welle 57 wird durch eine Riemenscheibe 59 (Fig. 1) angetrieben, die durch Riemen 60 mit der auf-der Hauptantriebswelle 7 festsitzenden Riemenscheibe 61 verbunden ist.
Das Sperrad 58 wirkt mit der Klinke 62 zusammen, die an der Daumenscheibe 54 drehbar befestigt ist. Die Klinke 62 wird gewöhnlich durch einen Haken 63 an dem unteren Ende der Verbindungsstange 64 ausser Eingriff mit dem Sperrad gehalten. Das untere Ende der Verbindungsstange 64 wird gewöhnlich so gehalten, dass ihr Haken 63 die Klinke 62 in der Ruhestellung hält mittels eines Riegels 65, der mit Zapfen 66 auf dem Rahmen 52 drehbar befestigt ist, und ferner mittels eines Lenkers 67, der mit dem unteren Ende der Stange 64 bei 68 und an seinem oberen Ende bei 69 mit dem Rahmen 52 drehbar verbunden ist.
Wenn der Riegel 65 von der Stange 64 gelöst ist, wird die Stange längsweise durch eine Feder 70 in der Richtung auf das Sperrad 58 zu verschoben, wodurch das Rad 58, die Sperrklinke 62, Daumen 54 und
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Welle 53 in Drehung versetzt werden. Das untere Ende. der Stange 64 ist gabelförmig und nimmt mit der Gabel eine Rolle 71 auf, die, den Daumen 54 berührt, so dass bei Vollendung einer Umdrehung der Welle 53 und des Daumens 54 der letztere die Stange 64 nach aussen drückt und so den Anschlag 72 auf der Stange hinter die Nase des Riegels 65 führt, welcher unter den Ansatz fällt und die Stange 64 wieder in ihre Anfangsstellung unter der Spannung der Feder 70 verriegelt.
Wenn die Stange6± so angehoben wird, zieht ihr Haken 63 die Klinke 62 von dem Speirrad 58 fort und verhindert : hierdurch die weitere. Drehung der Welle 53. -
Um den Riegel 65 zu bewegen, ist eine'Nut 73 vorgesehen, die von dem freien Arm eines bei 75 auf dem Rahmen 52 drehbaren Ankers 74'besetzt wird. Der Anker 74 wird durch einen Elektromagneten 76 beeinflusst, dessen Wicklung in Reihenschaltung mit dem Elektromagneten 27 innerhalb des Drehkopfes 20 liegt, ¯so dass jedesmal, wenn ein Garhwächter 31 sich senkt und den Stromkreis durch den Elektromagneten 27 schliesst, der Elektromagnet 76 gleichzeitig erregt wird, worauf der'Anker 74 angehoben wird,,
die Klinke 65 sich hebt und die Stange 64 in demselben Augenblick ausgelöst wird, in welchem der Drehteller 13 von der Sperrklinke 23 freigegeben wird. Wenn auf diese Weise die Garnzufuhr von einer Spule aufhört, die gerade den Kötzer füllt, wird der Mechanismus selbsttätig eingerückt) der die stufenweise'Bewegung des Drehtellers verursachte um eine frische Spule in die Arbeitsstellung zu bringen und eine Umdrehung der Welle 53 zu veranlassen, die ihrerseits die Spulvorrichtung stillsetzt und die Knüpfvorrichtung einrückt, um das Anfangsende einer frischen-Spule mit dem ablaufenden Ende des Garnes zu verbinden, das zu-der Spulvorichtung in später beschriebener Weise läuft.
Aus Fig. i und z ist ersichtlich, dass das obere Ende der Stange 64 mit dem einen Ende des Zylindersegmentes oder dem Schild 77 verbunden ist, der lose auf der Welle 6 gelagert ist und die Antriebstrommel 5 teilweise umgibt, wobei der Schild gewöhnlich durch die Stange64 so gehalten wird, dass der Kötzer auf der Antriebstrommel 5 ruht. Wenn die Stange 64. von dem
Riegel 65 gelöst und längsweise durch die Feder 70 verschoben wird, wird der Schild 77 auf der
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ausser Berührung mit der Trommel 5 angehoben wird und'gleichzeitig als Bremse wirkt, um die Drehung des Kötzers anzuhalten. Jedesmal. also, wenn die Welle 53 ihre Einzeldrehung beginnt wird. die Drehung des Kötzers selbsttätig angehalten.
Wenn die Stange 64 wieder durch Daumenscheibe 54 am Ende der Drehung der Welle 53 angehoben wird, schwingt sie wieder den Schild 77 unterhalb des Kötzers 4 heraus und lässt den Kötzer durch die beständig angetriebene Ti ommel 5 seine Drehung wieder beginnen.
Aus dem Vorangegangenen ist ersichtlich, dass das Sinken irgendeines der Garnwächter 31 bei Erschöpfung oder Bruch des Garnes¯ die Erregung beider Elektromagnete 27 und 76 zur Folge hat, wodurch die gleichzeitige Schaltung des Drehtellers um eine Stufe, die Drehung der Welle 53 und das Stillsetzen des Spulens herbeigeführt wird. Wenn aber in der, Maschine die Wirkung eintritt, dass in dem Garn ein Fehler festgestellt und entfernt wird, wie nachstehend beschrieben wird, dann wird nur der Magnet 16 erregt, wodurch die Spulvorrichtung angehalten, die Knüpfvorrichtung und die Einrichtung zur Entfernung der Fehlerstelle eingerückt, der Drehteller 13 aber unbeeinflusst gelassen wird.
Der Spinnfehlerwächter ist bei 78 dargestellt und besteht aus einem gewöhnlich wagrechten Arm 79 und einem verhältnismässig schweren aufrechten Arm 80, der als Gegengewicht wirkt. Der Wächter 78 ist auf der Stange 81 drehbar und isoliert gelagert, die an ihren Enden in dem Rahmen 52 ruht : Das Gewicht des Armes 79 ist so gross, dass es den Wächter gewöhnlich gegen einen Anschlag 82 aus isolierendem Material drückt, der von dem Rahmen 52 vorspringt, während das freie Ende des Armes 79 auf dem ebenfalls am Rahmen befestigten Anschlag 83 aus isolierendem Material aufruht.
Das Garn, das von der oder-den Spulen kommt und den' Kötzer füllt, läuft von dem Drehteller durch die Klemme an den. äusseren Enden der Garnwächterarme 31 vorbei, dann durch die Führungsaugen 38 über einen Führungsstift 118 (Fig. 7 und 10) und zwischen, dem Anschlag ? und dem Wächterarm 79 hindurch. Von dem Fehlerwächter läuft das Garn nach, oben über eine schlingenbildende Führung in Gestalt eines Porzellanknopfes oder einer Rolle 84, die von einer Gelenkkette 85 seitlich vorspringend getragen wird. Von der Schlingenführung 84 läuft das Garn nach abwärts um einen Arm 86 und durch ein. Führungsauge 87, das an dem Rahmen 52 befestigt ist und von da zu der Fadenführung der Spulvorrichtung.
Wenn ein Garnfehler oder eine andere Verdickung gegen den Arm 79 des Wächters. stösst, wird dieser zurückgeworfen, bis der Arm 80 das Übergewicht über den Arm 79 erlangt und mit der Hohlwelle jazz in Berührung kommt, wodurch der Stromkreis durch den Elektro- magneten 76 geschlossen, die Drehung des Kötzers 4.
angehalten und die Welle 53 zu einer ein-
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der Welle 53 bewirkt durch den später beschriebenen Mechanismus, dass aus dem Garn die den Fehler enthaltende Länge entfernt wird, dass die abgetrennten Garnenden, die durch die Ent- fernung'des Fehlers entstanden sind, verknüpft werden und die Spulung wieder eingerückt wird,
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dem Arm 99 verläuft) und die Klinge 107 nimmt ihre am meisten geöffnete Stellung ein, so dass die fortgesetzte Bewegung des Schaftes die Garne in die-V-förmige Öffnung zwischen die, Klinge und die Finger legt und dann die Klinge über den Garnen schliesst, die,
scharfe Kante der Klinge die Garne-zwischen der Klinge und dem Arm 99 trennt und die andere Kante der Klinge die Enden der Garne, die von'. dem gerade gebildeten Knoten kommen, festklemmt. Wenn der Schaft die letzte Hälfte seiner zweiten Umdrehung beginnt und während die Klinge noch geschlossen ist, bleiben die Arme 86 und 98 stehen und beginnen sich in ihre Normalstellungen zurückzubewegen, und ziehen hieibei an den Garnen, die von den Armen nach dem Knoten verlaufen, so dass sie den Knoten von'dem Schaft und den Fingern abziehen und ihn-fest anziehen. Wenn der Schaft sich dem letzten Teil seiner zweiten Umdrehung nähert, ist die Klinge 107 ganz offen und die verknüpften Enden des Garnes werden in dem Griff der Arme 86 und 98 belassen, die sich nach rückwärts in ihre Normalstellung bewegen.
Während dieser Vorgänge ist die Kette'von dem Zahnrad 57', dem Zwischenrad 110 und dem Zahnrad 109 auf der Kettenradwelle 94 so bewegt worden, dass diese eine Umdrehung macht. Die-Teile sind so eingestellt, dass, wenn der Arm 86 auf den Anschlagzapfen 102 schlägt, und der Arm 98 sich von dem Arm 86 fortbewegt, die Rolle 84 des Schlingenfühters auf der
Kette nach aufwärts zwischen die beiden Arme (Fig. 8) läuft und das Garn mitnimmt. Nach der Mitnahme des Garnes wird die Rolle 84 in ihre Normalstellung durch die Kette geführt und bildet eine neue Schlinge, die nach oben in das Rohrgehäuse 88 hineingelangt.
Der Zweck'dieser Schlinge ist der, eine genügende Garnlänge zwischen den Wächtern 31, 78 und der Rolle, 84, sowie zwischen der Rolle 8ùnd dem Boden des Gehäuses 88 zu schaffen, um das Ende des Garnes, das zu dem Kötzer läuft, zu verhindern, aus dem unteren Ende des Gehäuses 88 und aus dem
Bereich des Knoters zu treten, bevor die Drehung des Kötzers infolge'der Einwirkung der Garn- wächter 31 stillgesetzt ist, und im Bedarfsfalle einen Spinnfehler zu entfernen und sicher zu erreichen, dass der Fehlerwächtet 78 die Maschine anhält, während der Fehler sich noch irgendwo in der Schlinge befindet, die das Rohrgehäuse 88 besetzt, wenn die Bewegung des Garnes aufhört.
Hieraus folgt, dass, ob die Spulvorrichtung durch die Erschöpfung des Garnes infolge der Ein- wirkung des Garnwächters 31 oder durch das Auftreten eines Spinnfehlers infolge der Einwirkung des Fehlerwächters 78 stillgesetzt wird, das Garnende oder der Fehler sich innerhalb des Gehäuses 88 befindet. Wenn die Spulvorrichtung infolge erschöpften Garnes stillgesetzt wird, wird das folgende
Garnende innerhalb des Gehäuses 88 durch den Luftstrom hochgehalten werden.
Wenn der
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gebracht, das zu dem Spuler um den Arm 86 herumläuft, ob das erschöpfte oder gebrochene Ende in das Gehäuse 88 durch. den Luftstrom allein hineingetragen wird oder nicht, oder ob es lang genug ist, um um die Rolle zu herum und hinter die Arme 88 und 89 zu reichen, und die Knüpfvorrichtung wird auf das neue-und alte Ende einwirken, um sie durch Einknüpfen in einen Knoten zu vereinigen, als ob nur ein Garnlauf vorhanden wäre.
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oder der Garne abtrennt, der über ihr in dem Gehäuse 88 gehalten wird, dann wird der abgetrennte
Teil mittels des Luftstromes durch die Röhren 89 und 90 abgeführt.
Wenn das Aufspulen durch den Fehlerwächter 78 stillgesetzt wird, wird der Fehler irgend- einen Punkt in der Schlinge erreicht haben, die innerhalb des Gehäuses 88 durch die Schlingen- führung 84 hochgehalten wird, und zwar während in dieser Stellung der Arm 98 und der Knoter die beiden Schenkel der Schlinge zusammenführen und verknüpfen und die Klinge 107 von dem führenden und dem folgenden Teil des Garnes den Teil der Schlinge abschneidet, der den
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geschaltet wird. Es ist aber gebräuchlich, oft zwei oder mehr Garnläufe gleichzeitig auf den Kötzer aufzuspulen, und zu diesem Zwecke sind mehrere im Winkdabstand angeordnete Rasten 48, 49 usw. vorhanden. Wenn zwei Läufe z.
B. aufgespult werden, dann nimmt der eine Vorratswickel seine regelmässige Laufstellung unmittelbar unter dem Fehlerwächter 78 ein, während der zweite Vorratswickel die-auf'dem Drehteller nächste Spule vor derjenigen unter dem Fehlerwächter ist. Das Garn von dem zweiten Wickel wird von seiner Führung 38 um den Führungsstift 118 herum verlaufen, wo er sich wieder mit dem Garn vom ersten Wickel vereinigt und nach aufwärts läuft. Unter diesen Umständen hält der Zug auf die beiden nach aufwärts sich bewegenden Garnläufe die entsprechenden Wächter 31 angehoben, und wenn entweder das Garn abläuft oder wenn ein Fehler in einem von beiden Garnen erscheint, dann wird der Garnwächter oder der Fehlerwächter einsetzen, um einen frischen Garnlauf einzuknüpfen oder die den Fehler enthaltende Garnlänge herauszuschneiden und die Enden zu verknüpfen.
Wo mehrere Garnläufe in dieser Weise benutzt werden, liegen sie alle Seite an Seite und werden durch die Knüpf-und Abschneidvorrichtung wie ein einziger Faden behandelt.
In Fig. 12 ist schematisch die elektrische Leitung und Schaltung für die Überwachung der Mechanismen dargestellt. Die elektrische Stromquelle, z. B. Batterie, ist bei 122 gezeigt.
Ein Pol der Batterie 122 ist durch Leitung 119 mit dem einen Ende der Wicklung des Magneten 76 verbunden. Das andere Ende der Magnetwicklung ist durch'Leitung 120 mit dem einen Ende der Wicklung des Magneten 27 verbunden. Das andere Ende der Wicklung des Magneten 27 ist durch Leitung 121 mit dem stromleitenden Segment 30 verbunden. Der entgegengesetzte Pol der Batterie 122 ist durch Leitung 123 mit dem Rahmen der Maschine verbunden, auf welchem die Welle 53 und die Wächter 31 gelagert sind.
Der Fehlerwächter 78 ist gegen den Rahmen 52 isoliert und durch Leitung 124 mit der Leitung 120 verbunden. Wenn der Wächter 78 durch einen Fehler beeinflusst wird und mit der Hohlwelle' Kontakt herstellt, dann wird der Stromkreis nur durch den Magneten 76 geschlossen ; wenn aber der Wächter 31 durch die Erschöpfung des Vorratsgarnes beeinflusst wird und den Kontakt mit dem Segment 30 herstellt, dann wird der Stromkreis durch beide Magnete 76 und 27 geschlossen.
Die Beziehung zwischen dem Garn und den Teilen des Mechanismus, die auf das Garn in verschiedenen Stadien des Vorganges einwirken, ist in den Fig. 14, 15 und 16 schematisch gezeigt. Fig. I4 zeigt den Zustand, in welchem das Garn von einer Spule abgelaufen ist. Der Wächter 31 ist herabgefallen, um den Mechanismus einzurücken, der eine neue oder gefüllte Spule an ihren Platz dreht. Fig. ig zeigt die Stellung der Teile, wenn eine volle Spule in die
Laufstellung mit dem Anfangsende ihres Garnes längsweise zu dem erschöpften Ende des vorangehenden Laufes zum Verknüpfen bereit gedreht ist. Fig. 16 zeigt den gebundenen Knoten. Die
Klemmarme sind wieder geöffnet und die Schlingenführerrolle 84 beginnt von dem unteren
Ende ihren Lauf nach aufwärts und zieht eine neue Schlinge in das verknüpfte Garn.
Die ab- geschnittenen Enden werden in diesem Stadium von der Saugluft in dem Gehäuse 88 abgezogen worden sein.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Spulmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erschöpfung des Vorratswickels eine selbsttätige Knüpfvorrichtung (Knoter) das Anfangsende eines neuen Vorratswickels mit dem
Ende des auf die Spule auflaufenden Gespinstes verknüpft.