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Landungslichter mit Windrichtungsanzeiger für Luftfahrzeuge.
Die Erfindung betrifft eine Vereinigung an sich bekannter Konstruktionselemente zu dem Zwecke, den Führern von Luftfahrzeugen bei Dunkelheit den Landungsplatz einerseits und die Windrichtung andrerseits anzuzeigen, um dadurch eine gefahrlose Landung zu ermöglichen.
Gedämpfte Windfahnen sind bereits bekannt, sie dienen dazu, dem plötzlichen durch
Windstösse hervorgerufenen Schwankungen nicht zu folgen, sondern eine wenigstens angenähert ruhige Hauptwindrichtung entsprechende Lage beizubehalten.
Ebenso ist die Verwendung von in den Boden eingelassenen Lichtern bekannt ; es ist jedoch auch möglich, die Lichter über dem Boden an den Grenzen des Landungsplatzes zu legen, um diesen in der Dunkelheit zu bezeichnen. Alle diese Lichter müssten aber von Hand in einem bestimmten Sinne geschaltet werden, wenn man die Windrichtung gleichzeitig durch sie angeben will.
Diesen bekannten Einrichtungen gegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, diese Schaltung durch eine gedämpfte Windfahne vornehmen zu lassen. Eine solche Schaltung hat aber den Nachteil, dass auf dem Übergang zwischen zwei Kontaktstellen eine Unsicherheit entsteht, die dadurch vermeidbar ist, dass man die bekannten sogenannten Momentschalter verwendet, die nur in den jeweilig bestimmten Stellungen Kontakt geben, so dass die Wind- fahne gewisse Bewegungen innerhalb der Winkel zwischen zwei Kontaktstellen machen kann, ohne eine Umschaltung zu bewirken. Erst bei Überschreitung eines gewissen Winkels wird der Schalter betätigt, der nun unter Einwirkung einer Feder plötzlich in die nächste
Stellung springt, wo er durch eine Rast in der gewünschten Lage auf dem neuen Kontakt festgehalten wird.
Die Drehrichtung ist für die Wirkung des Schalters gleichgültig.'
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die Windfahne a trägt am unteren Teil der durchgeführten Welle b ein Triebrad e, welches einen Bremsregler d antreibt. Mit einer Kupplung e, welche geringe Drehbewegungen gegenüber der unteren Kuppelhälfte zulässt, wird der Momentschalter f betätigt. Dieser
Schalter hat im vorliegenden Falle einen Mittelkontakt und acht äussere Kontakte g, die mit den Glühlampen bei h durch ein mehradriges Kabel in Verbindung stehen. Der Mittel- kontakt i dient als Eintritt des Stromes, die mit ihm in Verbindung stehende Lampe bei k brennt also ständig, solange die Anlage eingeschaltet ist.
Auf den Kontakten g gleitet der Schalterarm und zwar berührt er die vier Kontakt- punkte g, wodurch gleichzeitig die vier Glühlampen hund k eingeschaltet werden.
Durch das Bild, welches die nun gleichzeitig brennenden Glühlampen bilden, kann der
Luftfahrer die Windrichtung erkennen. Diese wäre entsprechend den in der Zeichnung ein- getragenen Himmelsrichtungen im vorliegenden Falle Nord-West.
Verändert die Windfahne ihie Stellung, so dass die Richtung zwischen zwei Kontakten g kommt, so wird, sobald die Mittelstellung zwischen diesen Kontakten auch nur um einen geringen Betrag überschritten wird, plötzlich unter Wirkung einer Feder der Schaltarm 1 auf die nebenliegenden Kontakte geschaltet, wo er so lange liegen bleibt, bis das Spiel sich nach einer Seite wiederholt.
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Hierdurch ist erreicht, dass stets nur vier Aussenlampen und die Innenlampe des Lichtbildes brennen können, so dass Unklarheiten in der Lichterscheinung vermieden sind.
Die Glühlampen sind hier. in bekannter Weise in geeigneten Kästen in den Erdboden eingelassen, wie aus der Nebenfigur II ersichtlieh. Die Abdeckung erfolgt nach oben durch starkes, gewölbtes Glas, so dass ein Flugzeug ohne Gefahr darüber rollen kann. Die Innenseite des Kastens wird mit einem Anstrich versehen, der eine möglichst günstige Lichtverteilung zur Beobachtung der Lichter aus verschiedenen Höhenlagen und Winkeln des Luftfahrzeuges ergibt. Der Austritt von direktem Licht der Glühlampe ist gegen Sicht abgedeckt, um Blendungen zu vermeiden.
Der Abstand der Aussenlampen von der Mitte wird nun so gewählt, dass das Lichterbild schon auf grosse Entfernungen von oben zu erkennen ist und dass die Lampen gleichzeitig den Platz für das Niedergehen des Luftfahrzeuges bezeichnen.
Es ist aber auch möglich, die Bezeichung der Windrichtung und des Landungsplatzes durch Lichter vorzunehmen, die über dem Erdboden und ausserhalb des eigentlichen Landungsplatzes liegen.