AT85252B - Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen- und Chromgruppe mit Silizium. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen- und Chromgruppe mit Silizium.

Info

Publication number
AT85252B
AT85252B AT85252DA AT85252B AT 85252 B AT85252 B AT 85252B AT 85252D A AT85252D A AT 85252DA AT 85252 B AT85252 B AT 85252B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
iron
alloys
silicon
metals
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Walter
Original Assignee
Richard Walter
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Richard Walter filed Critical Richard Walter
Application granted granted Critical
Publication of AT85252B publication Critical patent/AT85252B/de

Links

Landscapes

  • Silicon Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen-und Chromgruppe mit Silizium. 



   Die Herstellung säurebeständiger Legierungen ist für wichtige Zweige der chemischen Grossindustrie von grosser Bedeutung. Infolge der vielfachen Fortschritte auf dem Gebiete werden diese Legierungen schon in grossem Massstabe hergestellt und Apparate daraus auf den Markt gebracht. 



   Der weitaus grösste Teil besteht aus Legierungen des Systems Eisen-KohlenstoffSilizium, teilweise auch mit Verwendung von Chrom und Nickel. Der Siliziumgehalt bewegt sich, je nach den Ansprüchen auf Säurefestigkeit, in den meisten Fällen zwischen 5 und 25%. 



   Die durch den hohen Siliziumgehalt bedingte, durchaus unerwünschte Härte der Legierungen sucht man durch Verwendung kohlenstoffarmen Eisens (Schmiedeeisen und Stahlabfälle) herunterzudrücken. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, beträchtliche Mengen weichen Eisens niederzuschmelzen, wozu der Eisengiesserei in der Regel die geeigneten Einrichtungen mangeln. Das Schmelzen im Tiegel ist zu teuer und auch in der Leistung unzureichend. Der elektrische Ofen, sonst ideal für alle Eisenlegierungsarbeiten, bringt zu hohen Abbrand des Siliziums und ist. in vielen Fällen wegen des örtlichen Strompreises für den Grossbetrieb nicht anwendbar. Der Kupolofen liefert, bedingt durch die Natur seines Ganges (Schmiedeeisen und Stahl kommen infolge ihres hohen Schmelzpunktes meistens nicht zeitgerecht im Ofen herunter), ein in der Zusammensetzung ungleichmässiges Erzeugnis.

   Auch der Martinofen hat sich als ungeeignet erwiesen, weil sein unerlässlicher Dauerbetrieb sich den Schwankungen des Tagesbedarfes der Giesserei nicht anpassen kann. 



   Diesen geschilderten Mängeln hilft die vorliegende Erfindung vollkommen ab. Es wurde nämlich gefunden, dass bei der Herstellung von Eisen-Siliziumlegierungen eingangs erwähnter   Zusammensetzung die Vereinigung Fe + Fe bei Verwendung von Stahl und Schmiedeeisen,   also kohlenstoffarmem Eisen, so geführt werden kann, dass sie unter exothermischer Reaktion vor sich geht ; dies wird erreicht, indem man eine möglichst gleichmässige Mischung von kohlenstoffarmen Metallen der Eisen-und Chromgruppe und hochprozentigem Ferrosilizium   (45%   und höher), dessen Menge mindestens 10% Si in der Mischung ergeben muss, lediglich durch Erhitzen unterhalb Schmelztemperatur, etwa auf   12000   C, zur Reaktion bringt.

   Bei den in Rede stehenden Siliziumgehalten wird dabei so viel Reaktionswärme frei, dass damit die ganze Ofencharge niedergeschmolzen und das Bad noch beträchtlich überhitzt werden kann. 



   Durch die Erfindung werden die grossen Schwierigkeiten beseitigt, die sich bisher in der Giesserei dem Einschmelzen grosser Mengen kohlenstoffarmen Eisens, wie eingangs erwähnt,   entgegel1gestelIt   haben. Der für den vorliegenden Zweck bisher erforderliche kostspielige und ungeeignete Betrieb mit Martinöfen oder Konvertern wird dadurch überflüssig, da man mit wesentlich niedrigeren Ofentemper. aturen auskommt. In einem geeigneten Ofen, z.

   B. dem einfachen Flammofen, wird die aus Eisen mit weniger als   20/0   C und Ferrosilizium bestehende Charge nur auf die Reaktionstemperatur, d. i. etwa 12000 C, erhitzt, braucht also nicht geschmolzen zu werden   ;   letzteres besorgt kostenlos und in wenigen Minuten die freiwerdende   Reaktionswärme,   die ein gut überhitztes und vollkommen gleich- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 bildung liefert. 



   Eingehende Arbeiten haben ergeben, dass diese Heranziehung der Reaktionswärme zum Schmelzen ausser bei den übrigen Metallen der Eisengruppe : Mangan, Nickel und Kobalt, auch mit gleichem Erfolge bei den Metallen der Chromgruppe : Chrom, Wolfram usw, durchgeführt werden kann. Das Silizium wird dabei vorteilhaft in Form seiner hochprozentigen Verbindungen, wie Ferrosilizium, Silicomangan usw., angewendet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen-und Chromgruppe mit Silizium, dadurch gekennzeichnet, dass eine möglichst gleichmäss'ge Mischung von kohlenstoffarmen Metallen der Eisen-und Chromgruppe mit hochprozentigem Ferrosilizium durch Erhitzen unterhalb Schmelztemperatur zur Reaktion gebracht wird, so dass die freiwerdende Reaktionswärme zum Niederschmelzen der Bestandteile der Legierungen nutzbar gemacht wird.
AT85252D 1918-03-20 1918-03-20 Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen- und Chromgruppe mit Silizium. AT85252B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT85252T 1918-03-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT85252B true AT85252B (de) 1921-08-25

Family

ID=3606246

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT85252D AT85252B (de) 1918-03-20 1918-03-20 Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen- und Chromgruppe mit Silizium.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT85252B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT85252B (de) Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen- und Chromgruppe mit Silizium.
DE341793C (de) Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Metallen der Eisen- und Chromgruppe mit Silizium oder dessen Verbindungen vorstehender Gruppen
AT70374B (de) Verfahren zur Herstellung von Gußeisen im Kupolofen durch Zusammenschmelzen mehrerer Eisensorten von verschiedenem Kohlenstoffgehalt.
AT396253B (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von metallisierten pellets
DE608194C (de) Verfahren zur Herstellung von saeurebestaendigem Silizium-Eisen-Guss
AT97104B (de) Verfahren zur Herstellung von Wolfram- oder Molybdänkarbid.
DE301839C (de)
DE506351C (de) Verfahren zur Herstellung von titanfreiem Eisen oder Stahl
AT44011B (de) Verfahren zur Herstellung von Eisen oder Stahl unmittelbar aus fein zerkleinerten Erzen.
DE244062C (de)
AT325646B (de) Verfahren zur herstellung von schwindungsarmen gusseisen mit kugelgraphit
DE452087C (de) Reduktion von oxydischen Erzen, erzartigen und Huettenerzeugnissen leicht schmelzbarer Schwermetalle
AT343603B (de) Verfahren zur herstellung eines katalysators zur ammoniakdissoziation
AT23948B (de) Verfahren zur Herstellung elektrischer Glühfäden aus reinem Wolfram oder Molybdän oder Legierungen dieser Metalle.
DE639131C (de) Verfahren zur Herstellung von borhaltigen Legierungen
AT85255B (de) Säurebeständige Legierungen aus Metallen der Eisen- und Chromgruppe mit Silizium oder dessen Verbindungen.
DE601959C (de) Verfahren zur Behandlung von durch das Thomasverfahren weiter zu verarbeitenden Eisenbaedern
DE413000C (de) Verfahren zur Herstellung von phosphorhaltigen geschmolzenen Metallbaedern, besonders zum UEberziehen von Metallen mit Metall
DE898446C (de) Verfahren zum Entphosphoren von Stahlbaedern
DE624267C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallphosphorverbindungen, insbesondere Ferrophosphor
AT55513B (de) Verfahren zur Umwandlung von flüssigem Roheisen in Flußeisen im Herdofen.
AT53150B (de) Verfahren zur Erzeugung von Roheisen aus Eisenerzen und Weiterverarbeitung zu Stahl und Flußeisen im elektrisch beheizten Ofen.
AT107560B (de) Verfahren zur Herstellung rostbeständiger Chromeisenlegierungen.
AT126112B (de) Verfahren zur fraktionierten Gewinnung von Metallen und Metalloiden.
AT129282B (de) Verfahren zum Zementieren von Gegenständen aus Eisen, Stahl und ihren Legierungen.