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Mit Leitungswasser gekühlter Kühlschrank.
Es ist bekannt, wassergekühlte Kühlschränke mit einem ofenähnlichen Mantel von Steinen, Steingut o. dgl. zu umgeben ; es ist auch nicht neu, Eisschränke mit Steingutplatten zu bekleiden.
Die Erfindung bezweckt nun, bei wassergekühlten Kühlschränken, deren Holzmantel mit Steinen ausgekleidet ist, das Einlegen der Steinisolierung zu erleichtern und dabei die Kühlwirkung unter Vermehrung der Isolierung zu erhöhen. Dies geschieht im wesentlichen dadurch, dass bei derartigen, mit Leitungswasser gekühlten Kühlschränken, deren Wandungen mit Steinplatten ausgekleidet sind, die letzteren auf einem biegsamen Stoff (Tuch, Guttapercha, dünnem Metall o. dgl.) befestigt sind und dass ihre Seitenwände mit den auf dem biegsamen Stoff liegenden Flächen der Steine je einen Winkel von 450 einschliessen. Hierbei liegen die Steine unmittelbar auf dem wassergekühlten Kühlschrank auf, während sie durch die Auflage, auf der sie befestigt sind, weiterhin gegen den Holz-o.
dgl. Mantel des Schrankes isoliert sind. Die genannten Stein-Isolierbänder ergeben den Vorteil einer leichteren und rascheren Anbringung des Steinmantels hauptsächlich deshalb, weil sie sich auch in rechten und stumpfen Winkeln abbiegen lassen, so dass derartige Bänder je nach Bedarf in einem Zuge zwei oder mehreren, aneinanderstossenden Flächen entlang geführt werden können. Dabei sind die Steine zweckmässig mit parallel zu ihrer Befestigungsfläche verlaufenden und an ihren Seitenwänden ausmündenden Kanälen versehen, die so mit den
Kanälen verbunden sind, welche durch die Abschrägungen der Seitenwände der Steine im Winkel von 450 entstehen und welche unmittelbar am äusseren Mantel der Wasserkühlung anliegen.
Durch dieses Kanalsystem und den wassergekühlten Mantel werden die Steine nicht allein von aussen, sondern auch von innen gekühlt. Sie nehmen infolgedessen die
Kälte leichter und rascher auf und geben die angesammelte Kälte nicht allein von aussen, sondern auch von innen ab. Durch das Material des Bandes selbst ist überdies noch'eine weitere Isolierung des wassergekühlten Schrankes erreicht.
Eine Ausführungsform eines solchen Kühlschrankes ist in Fig. i im Vertikalschnitt und in Fig. 2 und 3 in Horizontalschnitten nach der Linie A-B dargestellt. Hierbei zeigt Fig. 2 die Ansicht der Schnittebene nach oben und Fig. 3 nach unten.
Der eigentliche Kühlschrank, der mit entsprechenden Abteilungen versehen sein kann, ist von den Mänteln a und al umgeben, zwischen welchen in bekannter Weise Leitungswasser hindurchfliesst. Er ist in den Holzkasten b eingesetzt. Der Zwischenraum zwischen a und b ist durch aneinanderliegende Steinplatten c ausgefüllt. Letztere sind auf einem oder mehreren biegsamen Bändern oder Streifen d durch beliebige, geeignete Mittel befestigt und ihre Seitenwände schliessen mit der auf dem biegsamen Stoff d liegenden Fläche (Grundfläche) je einen Winkel von 450 ein. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die sämtlichen Steine der Seitenwandungen und der Decke auf einem gemeinschaftlichen Band oder Streifen befestigt, der bei e rechtwinklig abgebogen ist. Die Seitenwandungen der Ecksteine liegen hier aneinander.
Die Steine c, welche den Boden und jene, welche die Rückwand auskleiden, können ebenfalls auf einem gemeinschaftlichen Band oder Streifen d befestigt sein.
Durch die Abschrägung der Seitenflächen der Steine im Winkel von 450 werden zusammenhängende Kanäle f gebildet, die unmittelbar am wassergekühltem Mantel a anliegen. Die
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in diesen Kanälen befindliche Luft wird infolgedessen gekühlt und gibt die Kälte an die abgeschrägte Seite der Steine c ab. An jenen Stellen, an welchen sich die Kanäle. f treffen, werden sie zweckmässig dadurch erweitert, dass man den Mantel a hier mit Einbuchtungen h versieht. Die Steine c sind ferner mit Kanälen g versehen, die parallel zu den von den Steinen verkleideten Wandungen verlaufen. Diese Kanäle g münden in die Kanäle f aus, so dass dadurch, auch ein Zusammenhang zwischen diesen und den Kanälen g gegeben ist.
Die Kanäle g sind so geführt, dass jene der Ecksteine ineinander münden. Auf diese Weise ergibt sich ein den wassergekühlten Schrank a, al umgebendes zweites Kanalsystem, das mit dem ersten in Verbindung steht und durch das die gekühlte Luft in das Innere der Steine c geleitet wird. Oben an dem Kühlschrank ist in bekannter Weise eine Entlüftungsvorrichtung angebracht.
Das Einsetzen der Steinplatten c in den Kühlschrank wird infolge ihrer Befestigung auf den biegsamen Bändern d wesentlich erleichtert ; derartige Isoliersteinbänder vermögen sich jeder Form und Grösse von Kühlschränken anzupassen, wobei sie je nach Bedarf nur einzelne Flächen bedecken oder auch im rechten oder stumpfen Winkel abgebogen werden können. Durch das Luftkanalsystem wird eine bessere Kühlwirkung und ferner ein Trockenhalten des Schrankes erreicht.
In den unteren Teil des Kühlschrankes kann auch noch ein Behälter i zur Aufnahme von Eis eingeschoben werden. Die das Eis bestreichende kalte Luft zieht dabei in der Pfeil-
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Klappen A, welche im anderen Fall die Kanäle f und g nach unten abschliessen, geöffnet.
PATENT-ANSPRUCHE : r. Mit Leitungswasser gekühlter Kühlschrank, dessen Wandungen mit Steinplatten ausgekleidet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die letzteren auf einem biegsamen Stoff (Tuch, Guttapercha ; dünnem Metall o. dgl.) befestigt sind und dass ihre Seitenwände mit der auf dem biegsamen Stoff liegenden Fläche je einen Winkel von 450 einschliessen.