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Einrichtung an Maschinen zum Schleifen der Fassette von Edelsteinen, insonderheit Diamanten.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung an Maschinen zum Schleifen der Facette von Edelsteinen, insbesondere Diamanten, welche im Gegensatz zu den bisher bekannten Schleifmaschinen eine einfache und rasche Ermittlung der günstigsten Angriffsrichtung zwischen Werkstück und Werkzeug zulässt.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die das Werkstück eingespannt tragende Doppe, die mit der Schleiffläche in stetiger Berührung gehalten wird, in der Richtung auf das Werkzeug (die Schleiffläche) beweglich und gleichzeitig um eine zu dieser Richtung parallele Achse drehbar gelagert ist und dass sie mit einer ihre Vorschubgeschwindigkeit auf das schleifende Werkzeug zu erkennbar machenden Anzeigevorrichtung in Verbindung steht, derart, dass aus der Bewegungsgeschwindigkeit der Anzeigevorrichtung auf die Vorschubgeschwindigkeit und damit auf den Grad der Schleifwirkung geschlossen werden kann.
Dreht nämlich der die Maschine Bedienende die Doppe um die zu diesem Zwecke vorgesehene, zur Vorschubrichtung parallele Achse und beobachtet bei dieser Drehung die Anzeigevorrichtung, so wird er schnell diejenige Stellung der Doppe in bezug auf die Schleiffläche ermitteln können, bei welcher die Anzeigevorrichtung sich am schnellsten bewegt. Diese Stellung entspricht der günstigsten Angriffsrichtung zwischen Werkzeug und Werkstück.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine Gesamtansicht. der Maschine mit teilweise geschnittener Schleifscheibe, Fig. 2 eine Ansicht der die Doppe tragenden Zange, Fig. 3 eine Vorderansicht hierzu, Fig. 4 einen Schnitt durch den Doppenhalter und die mit ihm in Verbindung stehende Anzeigevorrichtung. Fig. 5 einen Schnitt durch den Doppenhalter und die ihn gegen die Schleiffläche drückende Feder, Fig. 6 einen Querschnitt durch den den Doppenhalter parallel zur Schleifoberfläche hin und her bewegenden Support, Fig. 7 einen Schnitt durch die Doppe, Fig. 8 eine Teilabwicklung der Doppenteilung, Fig. 9 eine Aufsicht auf das Stellrad zur Anspannung der Vorschubfeder.
1 ist ein Schleifzylinder, dessen Innenfläche die Schleiffläche bildet. Dieser ist auf einer Welle 131. befestigt und läuft mit ungefähr 2000 Umdrehungen minutlich um. Auf einer gleichachsigen Welle 13 sitzt ein Support 6, der am Umfange mit T-förmigen Nuten (Fig. 6) versehen ist. In einer dieser Nuten ist der Doppenhalter 2 geführt. Auf der Achse 13 sitzen ferner zwei Feststellringe 14 und 141 und zwischen ihnen eine Muffe 12 mit einer geschlossenen Kurvennut 11.
Diese macht etwa 25 minutliche Umdrehungen. In der Kurvennut 11 sitzt eine Gleitrolle 16, die an einem auf einem Arm des Doppenhalters verschraubbar gelagerten Bolzen befestigt ist.
Durch die Kurvennut wird der Doppenhalter bei Drehung der Muffe 12 in eine Hin-und Herbewegung parallel zur Erzeugenden der Schleifoberfläche versetzt. Wird die Gleitrolle 16 aus der Kurvennut. 11 durch Verschraubung des sie tragenden Bolzens herausgezogen, so kann der Doppenhalter abgenommen werden. Die Doppe 7 bestaht aus zwei Teilen 52 und 53. Der erstere hat eine konische Bohrungfür einen EinspannkonusinRichtung der Doppenachse. Der letztere Teil läuft unten in einen Konus aus, mit dem die ganze Doppe in eine Muffe eingesetzt wird.
Der zu schleifende Diamant 17 wird in eine konische Vertiefung des Einspannkonus 18 gelegt und durch Fassungshaken darin festgeklemmt.
Die Einstellung der Doppenachse in die je nach der Lage der zu schleifende Facette erforderliche Schräglage erfolgt folgendermassen : Die den Teil 55 aufnehmende Muffe sitzt
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an einem Kreisringsektor. 91, der, als Schlitten ausgebildet, in einem kreisförmigen Schlitz des Doppenträgers. 9. 9 gleiten kann. Der Krümmungsradius dieses Sektors ist so gewählt, dass die am Diamanten zu schleifende Facette mit ihrem Mittelpunkt in den Krümmungsmittelpunkt des Sektors fällt ; eine Gradeinteilung 23 zeigt den jeweiligen Neigungswinkel des Sektors 21 an. Die Fixierung des Sektors 21 geschieht durch Stellschrauben 25.
Am Doppenunterteil53 ist ein aussen mit Teilstrichen versehener drehbarer Ring angebracht, welcher die Facettenteilung des Diamanten angibt, so dass man nach Fertigstellung der einen Facette das Werkstück nach einem der Teilstriche 60 (Fig. 8) gegenüber einer Zeigerspitze 24 (Fig. 2) einstellen kann, ohne dass die Doppe selbst verrückt zu werden braucht. Eine Stell- schraube 64 (Fig. 2) dient zur Fixierung des Ringes 8. Der oben zylindrische Doppenträger 22 läuft in einen Konus 54 aus, welcher in eine entsprechende Bohrung eines Lagerstückes 26 am Doppenhalterschlitten passt und leicht ein-und ausgebaut sowie gedreht werden kann.
Das Lagerstück 26 ist in einem Führungsrahmen 27 lotrecht beweglich, zweckmässig
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Stellrädchens 31 verschoben werden kann. Ein am Führungsrahmen des Doppenhalters befestigter Klinkenbolzen 55, welcher in einer Kerbe 32 des Lagerstückes 26" Platz findet, hält es nach Herabdrücken in der tiefsten Stellung fest, indem es über die Nase an der Au. s-
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eine zentrisch durchbohrte Schraube 33 gelagert, die einen mit Skala versehenen Anzeige- ring-M trägt. In der Bohrung der Schraube 33 liegt eine Torsionsfeder 35, deren unteres Ende am Rahmen 27 befestigt ist, während das obere Ende an der Scheibe 34 mittels der Schraube festgeklemmt wird.
Durch die vorgespannte Torsionsfeder 35 sucht sich also die Schraube 33 in ihrem Muttergewinde zu drehen und gleichzeitig zu heben, eine Bewegung, die durch das Anzeigerad 34 gut sichtbar gemacht wird. Diese Drehung wird nun begrenzt durch ein Druckstück : J8 am Lagerstück 26 des Doppenhalters. Dieses Druckstück sitzt in einer Gewindehülse 58 und steht unter Wirkung einer starken, für gewöhnlich ungespannten Feder 59, welche es auf die als Anschlag ausgebildete Schraube 37 niederdrückt. Bewegt sich nun das Lagerstück 26 mit dem Doppenhalter 22 nach Massgabe des Abschli'ffes aufwärts, so entfernt sich das Druck- stück 38 um das gleiche Mass aufwärts, so dass sich die Schraube 33 um ein entsprechendes Mass drehen kann.
Aus der Drehgeschwindigkeit der Schraube 33 und des mit ihr verbundenen Anzeigerades 34 lässt sich auf die Geschwindigkeit der Vorschubbewegung des Doppenhalters 26 und damit auf die günstigste Angriffsrichtung des Schleifsteins schliessen.
Mit der Anzeigevorrichtung ist eine automatische Ausrückvorrichtung verbunden, derart, dass, wenn das Fertigmass der Facette erreicht ist, die Doppe selbsttätig von der Schleiffläche abgerückt wird. Zu diesem Zwecke sitzt auf dem Anzeigerad 34 ein Stromkontakt 40, welcher sich nach einer bestimmten Drehung des Anzeigerades gegen ein am FÜhrungsrahmen 27 isoliert befestigtes Kontaktstück 41 legt und dadurch einen Stromkreis schliesst, der einen am Support 6
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Kupferstück zD und wird bei geöffnetem Stromkreis durch eine Feder 50 in die Spirale 49 gezogen (Fig. 3). Seitlich am Doppenhalter 26 ist eine Gleitrolle 46 angeordnet, die beim Hin-und Hergang des Doppenhalters an dem eingezogenen Elektromagnetkern vorbeigeht.
Wird jedoch der Elektromagnetkern durch Stromschluss vorgeschoben, so tritt er mit seinem vorderen Ende in die Bahn des Scheitels der Gleitrolle 46 und drückt diese abwärts, wodurch der Doppenhalter entgegen der Wirkung der Feder 29 abwärts gedrückt wird, bis die bereits genannte Klinke ? J über die Nase an der Kerbe 32 im Lagerstück 26 springt und diese damit in der unteren Stellung arretiert. Die starke Feder 59 in der Hülse 58 der Anzeigevorrichtung wird dabei auch zusammengedrückt.
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ist, während auf das obere, mit Gewinde versehene Bolzenende eine Hülse 43 geschraubt ist, deren Höhenlage durch Stellrädchen 44 verändert werden kann.
In dem Doppenhalter 26 ist eine Gewindehülse 30 eingeschraubt, durch die der Bolzenschaft geführt wird und gegen deren Boden sich die Druckfeder 29 stützt. Die Druckfeder 29 kann das Doppengestell so lange hochdrücken, bis sich der Kopf der oberen Hülse 43 gegen die Fläche 45 legt, wodurch eine
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