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Betonbehälter zur Lagerung von Getränken in Kellern.
Zur Lagerung von Getränken (insbesondere von Bier) werden an Stelle von Holzfässern gegenwärtig immer mehr Betonbehälter verwendet. Diese werden als rechteckige Behälter ausgeführt, die gegen die Kellerwände angelehnt werden ; infolge dieser Anordnung findet nur eine sehr unvollkommene Kühlung statt und sind die Behälter für Vornahme von Ausbesserungen wenig zugänglich.
Werden, um eine bessere Kühlung zu erzielen, die die Behälter in entsprechenden Abständen voneinander und von den Kellerwänden entfernt aufgestellt, so ist die Raumausnutzung des Kellers ungenügend. Überdies erfordern die rechteckigen Behälter infolge des grossen, durch die Kohlensäure hervorgerufenen Innendruckes bedeutende Wandstärken, wodurch sich die Herstellungskosten, insbesondere wegen der notwendigen Verstärkung der Armierung, unverhältnismässig erhöhen und auch die Raumausnutzung noch ungünstiger wird. Um eine möglichste Raumausnutzung bei der Lagerung der Behälter und dabei eine wirksame Kühlung zu erreichen, könnten zylindrische Betonbehälter in liegender Anordnung verwendet werden, wie dies bei Verwendung eiserner (an der Innenseite entsprechend ausgekleideter) Behälter bereits bekannt ist.
Diese Behälter besitzen auch bei kleinerer Wandstärke grössere Festigkeit. Solche Behälter müssen aber jeder einzeln für sich in entsprechendem Abstand gelagert werden, ermöglichen daher eine wenig wirtschaftliche Raumausnutzung. Diese Lagerung verursacht überdies grosse Schwierigkeiten, weil die Anbringung von Stützen, Gurtungen usw, viel umständlicher und schwieriger ist als bei Eisenbehältern, Würde man aber unmittelbar auf die zwei unteren Betonbehälter einen dritten Behälter lagern, derart, dass die Querschnittsmittelpunkte in einem Dreieck liegen, dann würde der obere mit Inhalt oft gegen 80 bis 100 t schwere Behälter gefährliche Pressungen, Rutschungen und seitliche Verschiebungen der unteren Behälter veranlassen, so dass diese Lagerung nicht durchführbar ist.
Diese Übelstände werden bei dem Betonbehälter nach der Erfindung dadurch vermieden, dass dieser aus drei oder mehreren zylindrischen oder prismatischen, liegenden Teilbehältern besteht, die zellenartig, aber nur so weit zusammenhängen, dass sie auf einem möglichst grossen Teil ihrer Umfläche vom Kühlmittel umspült werden können, dabei aber cinen einzigen starren Körper bilden, der in einem Guss als monolithisches Gebilde hergestellt ist. Auf diese Weise sind alle Nachteile der bekannten Betonbehälter für Getränke vermieden und überdies eine Reihe wesentlicher Vorteile erzielt.
Die Zeichnung zeigt in Fig. i drei Betonbehälter in einem Keller. Der erste Behälter ist in einem mittleren, der zweite in einem seitlich geführten Längsschnitt und der dritte in Ansicht dargestellt. Fig. 2 gibt den. Querschnitt des Behälters nach Linie A-B der Fig. i wieder und Fig. 3 ist eine Vorderansicht.
Der Behälter nach der Erfindung besteht bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel aus drei zylindrischen Teilbehältern a, b, c in liegender Anordnung. Der mittlere Behälter b wird von den beiden anderen a, c getragen und hängt mit diesen zellenartig zusammen, doch nur so weit, dass ein möglichst grosser Teil. der Umfläche aller Behälter vom Kühlmittel umspült werden kann. Zur Herstellung des Behälters wird eine einzige Verschalung aufgebaut, in diese die Eisenarmierung (in der Zeichnung nicht angedeutet) eingelegt und sodann die Betonmasse eingebracht, so dass der Behälter in einem Guss als monolithisches Gebilde hergestellt wird und einen einzigen starren Körper bildet, der voll-
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kommen sicher ohne Verwendung von Stützen, Gurtungen u. dgl. frei stehend gelagert werden kann.
Da nur eine gemeinsame Verschalung für alle Behälter erforderlich ist, wird an Arbeitszeit und Material gespart ; ebenso wird an den Stellen, an welchen die Teil- behälter zusammenhängen, der Verbrauch von Beton und Eisen erheblich verringert. Die äussere Um fläche jedes der Teilbehälter kann beliebig, also hauptsächlich aus ebenen Flächen zusammengesetzt sein, Hierdurch ist eine möglichste Anpassung des Behälters an den zur Verfügung stehenden freien Kellerraum, und eine wesentliche Vereinfachung und Kostenersparnis bei Herstellung der Verschalung möglich.
Auch die bei zylindrischer Ausbildung der Aussenfläche der Behälter nicht zu vermeidenden Schmutzwinkel an den Stellen d,,/', an welchen die Teilbehälter zusammenstossen, können bei Verwendung ebener Begrenzungsflächen an der Aussenseite der Teilbehälter leicht vermieden werden. Der Behälter liegt an den Kellerwänden g, h nicht an, wird daher gut gekühlt ; Rutschungen sind bei dem stabilen Körper mit so vorteilhafter Massenverteilung ausgeschlossen und auch die Beanspruchungen werden sehr günstig aufgenommen und verteilt, so dass ein geringer Materialaufwand erforderlich ist.
An Stelle zylindrischer Behälter-mit prismatischer Aussenfläche zu verwenden, können auch prismatische Teilbehälter zur Verwendung gelangen ; auch wäre es möglich, mehr als drei Teilbehälter zu einem Behälter zu vereinigen, obwohl die Ausnutzung und der Aufbau bei Benutzung von drei Teilbehältern besonders günstig ist.
Jeder Teilbehälter besitzt eine durch einen Mannlochdeckel abschliessbare Einsteig- öffnung i (Fig. i und 3).