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Freitragendes Ziegeldach.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Dachsteine, wie Biberschwänze, Pfannen u. dgl., die sich dadurch von den bekannten ähnlichen Dachsteinen unterscheiden, dass sie unter
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Hierdurch wird nicht nur die Herstellung der Eisenbetontragrippe zwischen den Ziegeln erleichtert, sO : 1de : n durch die Art der Überdeckung wird der Mörtel durch die Ziegel der nächsten Reihe fest in die Aussparungen und in alle Fugen eingepresst, was die Festigkeit. der Eisenbetonrippe und die Dichtigkeit des Daches erhöht.
Die Fig. i zeigt den Querschnitt des Daches mit biberschwanzartigen Dachsteinen als Doppeldach eingedeckt. In Fig. 2 ist eine Untersicht der Dachhaut mit einer Verstärkungs-
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fache Biberschwanzüberdeckung der Dachsteine mit seitlicher Falzdichtung. Fig. 6 stellt eine Einzelheit dar. Fig. 9 stellt die Einbringung des Betons bei ähnlich geformten Steinen, die die Fig. 7 und 8 im Querschnitt zeigen, in eine Rinne aus Dachplppe dar.
Bei der Bauweise nach den Fig. i und 2 werden die Dachsteine biberschwanzartiger Grundform in Reihen a und b gleichlaufend mit der Traufe veilegt. Dadurch entsteht in der Reihe a eine durchgehende nach oben offene Rinne c. In diese wird in Zementmörtel oder Zementbeton f ein über die ganze Dachfläche reichender Eisenstab e eingelegt, der an den Graten und Kehlen mit den benachbarten Stäben der anstossenden Dachflächen verspannt wird. Die nächste Reihe b wird sofort trocken über die Reihe a geschoben. Beim Anpressen kann dabei der reichlich in die Rinne c eingefüllte Mörtel nur seitlich innerhalb der Rinne entweichen, wodurch die sehr wichtige, vollständige Abdichtung bei g nach aussen erzielt wird.
Durch die Formgebung der Rinne erhält die Eisenbetonrippe einen für ihre Trag- fähigkeit besonders zweckmässigen Querschnitt (Fig, 6. ) Eine einwandfreie Dichtung wird hierbei seitlich durch einfache oder doppelte Überfalzung erzielt (Fig. 4). Auch lassen sich (Fig. 6) leicht Dehnungsfugen als Schutz gegen Rissebildungen bei Senkungen der Umfassungsmauern herstellen. Hierzu wird vor dem Einbringen des Betons ein Schutzmittel k (dünne Dachpappe) in die Rinne eingelegt, die die Tragfähigkeit und Haltbarkeit des Daches nicht beeinträchtigt, aber Bewegungen des Unterbaues ohne Beschädigung der Eisenbetonrippe gestattet.
Fig. 3 zeigt dasselbe System in Pfannenform mit winkelrecht zur Traufe gerichteten Tragkörpern. Die Eiseneinlagen können hier über den First durchlaufen oder mit den Eisen der anderen Dachseite fest verbunden werden.
Bei der Anwendungsweise der Steinformen nach den Fig. 7, 8 und 9 werden die Handwerker bei der Herstellung der Tragkörper gezwungen, sich der isolierenden Pappe k zu bedienen. Die Pappe verleiht auch den Steinen nach Fig. 9 überdies infolge der geringen Lagerflächen auf den einzelnen Stegen ein Höchstmass von Bewegungsfreiheit, die in Anbetracht der Temperaturschwankungen sehr günstig ist, um Rissebildungen in den Falzen zu vermeiden. Auch bei Senkungen der Umfangswände, die sich etwa auf die-Dachhaut übertragen, werden Bewegungen durch eine gute Isolierung besser zerstreut bzw. aufgehoben.
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Die Verwendung von gefetteter Pappe, etwa dünner Dachpappe, hat auch den Vorteil. dass sie bei ihrer wasserabweisenden Wirkung das frühzeitige Aufsaugen des Mörtelwassers durch die Ziegel verhindert, was für eine gute Erhärtung notwendig ist.
Es wird noch bemerkte dass bei einer Dachundichtigkeit keine vollkommene Entfernung der Elemente nötig ist. Es genügt, wie bei anderen Dächern, nach Entfernung der Deckplatte i (Fig. 4) die Erneuerung derselben.
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mauern in Unterstützungsmauern, wie Giebel und Treppenhausmauern, leicht anwendbar ist, um ein Abgleiten von denselben zu verhindern,
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Freitragendes Dach aus Dachsteinen von der Grundform eines gewöhnlichen Dachsteines, wie Biberschwanz, holländische Pfanne o. dgl., mit Aussparungen für freitragende Eisenbetonpfetten-oder sparren, dadurch gekennzeichnet, dass die an einer Seite mit einer Rinne versehenen Dachsteine aneinandergereiht durchlaufende Rinnen zur Aufnahme der tragenden Eisenbetonrippen bilden, welche durch die anschliessende Steinreihe überdeckt und abgedichtet sind.