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Einrichtung zur Vorführung von Stereofilms unter Anwendung eines zur Bildbetrachtung dienenden
Lorgnon mit elektromagnetisch gesteuerten Blenden.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Lorgnons mit elektromagnetisch gesteuerten Blenden, die zur Betrachtung von Stereofilms dienen und deren Blende den Durchblick nur für das dem projizierten Bild (Rechts-bzw. Linksbild) entsprechende (rechte bzw. linke) Auge freigibt.
Die Hauptschwierigkeit bei der Konstruktion brauchbarer Lorgnons besteht darin, bei möglichst geringem Gesamtgewicht des Lorgnons, also mit möglichst kleinem Elektromagneten, eine möglichst rasche und exakte Steuerung der Blenden zu erzielen. Mit der Verringerung der Dimensionen und des Gewichtes steigen jedoch die Anforderungen hinsichtlich der Präzision der Ausführung, die Reibung bei der Blendenbewegung muss durch sorgfältige Lagerung derselben auf ein Minimum herabgesetzt werden, da sonst die winzigen Elektromagnete, deren Amperewindungszahl begreiflicherweise durch den zur Verfügung stehenden Raum sehr beschränkt ist, nicht imstande sind, die Blenden rasch und klaglos zu steuern, insbesondere bei hoher Vorführungsgeschwindigkeit.
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elektromagnete für die Blendenbewegung ausserhalb des Lorgnons angeordnet sind, wodurch eine wesentliche Entlastung des Lorgnons und zugleich die Möglichkeit erreicht wird, die Elektromagnete bedeutend kräftiger zu halten, da ja Lorgnongewicht und Lorgnondimensionen nunmehr von ihnen unabhängig sind. Auch in der zulässigen Stromstärke kann nun wesentlich höher gegangen werden, was beim Einbau der Elektromagnete in die Lorgnons wegen der sich entwickelnden Stromwärme nicht möglich ist. Die kräftige Wirkung der ausserhalb
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Reibungswiderständen bei der Blendenbewegung, so dass Lagerung und Ausführung der Blende viel weniger präzise zu sein braucht, als beim Einbau der Elektromagnete in die Lorgnons.
Die Zeichnung zeigt in Fig. i ein Lorgnon mit eingebauten Elektromagneten zur Blendensteuerung, in Fig. 2 ein solches mit ausserhalb des Lorgnons befindlichen Elektromagneten, gemäss der Erfindung.
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al, bl bzw. a, die beiden Anker, die im Mittelstück c des Lorgnons durch zweiarmige Hebel/ und h2 und die Achse dl bzw. d2 drehbar gelagert sind und mittels der Arme e die scherenförmig sich öffnenden und schliessenden Blenden f1, f2 bzw. gl'g2 betätigen, die sich in unerregtem Zustande, wie aus Fig. i ersichtlich, etwas überdecken.
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Anker al, a2 bzw.
bu, bu verbindenden zweiarmigen Hebel, ihre Drehachsen dl und d2 und das'Mittelstück c magnetisch leitend gemacht, so dass sich über den jeweils erregten Elektromagneten ein geschlossener magnetischer Kreis ergibt.
In Fig. 2 ist ein Lorgnon dargestellt, dessen Elektromagneten EI und E2 sich ausserhalb des Lorgnons befinden.
Den Ankern gegenüber sind im Lorgnon lediglich Polschuhe Pi, P2 bzw. g, P4 angeordnet, die mit dem Elektromagneten EI, E2 in einer die magnetische Kraftlinienströmung gut leitenden, in Fig. 2 mit m bezeichneten Verbindung stehen. Hierzu kann eht-
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weder eine starre Verbindung aus Eisen dienen, es können auch Eisenlitzenkabel verwendet werden. Wichtig ist nur, dass diese Kabel voneinander magnetisch isoliert sind und auf ihre ganze Länge in einer Distanz voneinander geführt werden, die erheblich grösser ist als der Luftspalt zwischen den Polschuhen und den Ankern.
Auch hier empfiehlt es sich, um den Widerstand für die magnetische Strömung möglichst gering zu machen, einen eisengeschlossenen Kreis dadurch herzustellen, dass man die Hebel hl und h2, deren Achsen dl und d2 sowie das Mittelstück c aus magnetisch gut leitendem Material, am besten selbstverständlich aus Eisen macht.
Diese erfindungsgemässe Anordnung der Elektromagnete ausserhalb der Lorgnons bringt den bedeutenden Vorteil mit sich, einen Elektromagneten für eine ganze Gruppe von Lorgnons zu. verwenden, indem man die durch den Elektromagneten erzeugte magnetische Strömung verzweigt und jedem einzelnen Lorgnon nur einen Bruchteil des Magnetstromes zuführt.
Man kann noch weiter gehen und für eine ganze Sitzreihe eines Theaters einen einzigen entsprechend kräftigen Elektromagneten verwenden und schliesslich alle Lorgnons eines ganzen Theaters durch den Magnetstrom eines einzigen Elektromagneten speisen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Einrichtung zur Vorführung von Stereofilms unter Anwendung eines zur Bildbetrachtung dienenden Lorgnons mit elektromagnetisch gesteuerten Blenden, gekennzeichnet durch ausserhalb der Lorgnons angeordnete Elektromagnete (EI'E2), die durch eine genignete, magnetisch leitende Verbindung (fit) den Magnetstrom den innerhalb des Lorgnons liegenden, die Blenden steuernden Polschuhe (PI bis PJ zu führen, zu dem Zwecke, Dimensionen und Gewicht des Lorgnons herabzumindern.