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Abfederung für Wagen.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Abfederung für Wagen, insbesondere für Kraftwagen, bei welchen zwischen dem Wagenrahmen und den Achsen nebst den in gebräuchlicher Weise angeordneten Federn noch Luftpuffer angeordnet sind, deren Zylinder und Kolbenstangen mit den Achsen bzw. dem Rahmen gelenkig verbunden sind.
Die Erfindung besteht darin, dass an der Oberseite des Kolbens des Luftpuffers eine Platte vorgesehen ist, welche einen Ölraum zwischen sich und dem Kolbenkörper einschliesst.
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einer Abfederung gemäss der Erfindung. Fig. 2 ist eine Seitenansicht hievon mit fortgelassenen Rädern. Fig. 3 ist ein axialer Schnitt eines der Pufferzylinder. Fig. 4 ist eine Seitenansicht hievon und Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie 5-5 (Fig. 2).
10 und H sind die Vorder-bzw. Hinterachsen eines Kraftwagens, 12 und 13 die zugehörigen Räder, 14 die Längsbalken des Rahmens und 15 und 16 die vorderen bzw. hinteren Tragfedern, deren Wirkung durch die vorliegende Erfindung insofern verbessert werden soll, als ihr Spiel geregelt und insbesondere das heftige Ausschwingen nach oben verhindert werden soll, wodurch das Fahren für die Fahrgäste angenehmer wird und gleichzeitig die Lebensdauer der Tragfedern sich erhöht. Zu dem-Zwecke wird an jedem Eck des Rahmens eine Puffervorrichtung angebracht, die aus je einem Zylinder 17 mit einem stellbaren Anhängeteil in Form eines Augenbolzens 18 an einem Deckel 19 besteht, wobei der Bolzen nach erfolgter Einstellung durch eine Gegenmutter gesichert wird.
Dieser Bolzen wird gelenkig mit einem Schuh 21 verbunden, der an einer Achse oder in deren Nähe befestigt ist ; die gelenkige Verbindung gestattet dem Zylinder sich gegenüber dem Schuh nach vorn und seitlich zu drehen, verhindert aber nach erfolgter Einstellung jede Bewegung des Zylinders in axialer Richtuug. In dem Zylinder spielt ein Kolben 22 mit Packungsring 23 und eine durch eine Stopfbüchse 25 im Zylinderdeckel 26 gehende Kolbenstange 24. Mittels des Auges 24'am äusseren Ende der Kolbenstange wird diese mit einem Schuh 27 am Rahmen 14 ebenso gelenkig verbunden, wie der Bolzen 18 mit dem Schuh 21. Eine Nabe 22' am Kolben gestattet das Muttergewind zur Aufnahme der Kolbenstange zu verlängern und zwischen dem Kolbenkörper und einer mit mehreren Löchern versehenen Platte 29 einen Ölraum 28 zu schaffen.
Diese Platte wird durch eine Mutter 31 gegen die Oberseite der Nabe 22'gepresst.
32 ist ein den Kolbenkörper und die Platte 29 durchsetzendes Luftrohr, dessen unteres Ende für gewöhnlich durch ein biegsames Ventil 33, das bei 34 an einer Seite des Kolbens gegenüber dem Rohr 32 befestigt ist und sich nach unten zu öffnen kann. Das Rohr reicht über die Platte hinaus, so dass in das obere Ende des Zylinders eingegossenes Öl durch die Löcher 30 in den Raum 28 gelangt und die Innenfläche des. Zylinders schmiert, ohne indessen bis zum unteren Ende des Zylinders gelangen zu können. Das Öl kann durch eine Öffnung 35 in der Stopfbüchse 25 eingefüllt werden, so dass die Stopfbüchse geschmiert und Öl in das Innere des Zylinders eingefüllt werden kann.
Indem der Kolben an den Auf-und Abwärtsschwingungen des Wagenrahmens teilnimmt, bewegt er sich auch im Zylinder hin und her, nimmt aber für gewöhnlich eine
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deren Grösse durch Drehung des Pfropfens geregelt werden kann. Nahe a. m oberen Ende des Zylinders ist ein zweiter Pfropfen 38 mit ähnlicher regelbarer Auslassöffnung 39 in der Zylinderwand. Die Öffnungen 37 und 39 regeln den Ein-und Austritt von Luft in bzw. aus dem Zylinder ; da der unter der Öffnung 37 liegende Teil des Zylinders luftdicht geschlossen ist und der Kolben luftdicht in den Zylinder passt, so wirkt die gesamte, unter dem Kolben befindliche Luft als Puffer und federt die auf der Kolbenstange 24 ruhende Last ab.
Der Kolben nimmt für gewönlich die in Fig. da gestellte Mittelläge ein und die Zusammenpressung der Luft unter dem Kolben ist proportional der Last. Fährt der Wagen in eine Grube, so nimmt das Luftkissen den nach abwärts gerichteten Stoss auf und hebt samt den Federn die Last, wobei aber die Aufwärtsbewegung durch die oberhalb des Kolbens durch die Öffnung 39 eingelassene Luft je nach dem Durchlassquerschnitt dieser Öffnung verzögert wird. Je nachdem man die Aufwärtsbewegung mehr oder weniger verzögern will,
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Kolbens geht mehr Luft von der oberen Kolbenseite durch das Rohr 32 zur unteren Kolbenseite als durch die Öffnung 39 nach aussen. Der Kolben pumpt so gewissermassen Luft durch das Rohr 33 in den unteren Zylinderteil.
Wird aber der Druck der Luft auf der unteren Kolbenseite gross genug, um die Last zu überwinden, die den Kolben in der Normallage zu halten sucht, wobei er die Öffnung 37 geschlossen hält, so entweicht die überschüssige Luft durch die Öffnung 37, bis der Kolben wieder in die Normallage herabgeht.
Es wird daher der Kolben trotz Schwankungen der Belastung für gewöhnlich in angenähert gleicher Höhe gehalten.