AT83363B - Verfahren zur Herstellung von Emulsionen organischer Chloride. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Emulsionen organischer Chloride.

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Crefelder Seifenfabrik Stockha
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Emulsionen organischer Chloride. 



   Das vorliegende Verfahren beruht auf der Beobachtung, dass die bekannte Behandlung von Tetrachlorkohlenstoff mit sulfonierten Fetten und Ölen, insbesondere mit Türkischrotölen und der nach den österreichischen Privilegien Nr. 46/2492 und   49/2036   aus Rizinusöl oder anderen sulfonierten Fetten und Ölen durch Behandeln mit überschüssigem Alkali bei höherer Temperatur erhaltenen Seifen, sich auf die organischen Chloride mit mehr als einem Kohlen- stoffatom, insbesondere Tetrachloräthan, Pentachloräthan, Trichloräthylen und Perchloräthylen übertragen lässt und dann zu Emulsionen führt, die gegenüber der Tetrachlorkohlenstoff- emulsion eine überraschende technische Wirkung ergeben und einen wichtigen gewerblichen
Fortschritt darstellen. 



   So lassen sich der Emulsion bei Anwendung von Perchloräthan,   Acetylidentetrachlorid,  
Trichloräthylen, Dichloräthylenen u. a. wesentlich grössere Mengen Chloride einverleiben als bei Anwendung von Tetrachlorkohlenstoff. Es beruht dies offenbar darauf, dass in den neuen
Emulsionen die Chloride erheblich stärker an das Emulgiermittel gebunden sind als in der
Tetrachlorkohlenstoffemulsion, so dass eine energische Überführung der Chloride in Emulsion, dagegen eine geringere bzw.   langsamere'Wiederausscheidung   derselben aus der Emulsion erfolgt. Dementsprechend lassen sich aus diesen Chloriden auch schon mit den bekanntlich eine beträchtlich geringere Emulgierkraft besitzenden seifenartigen Verbindungen technisch brauchbare Emulsionen herstellen, was bei Tetrachlorkohlenstoff nicht ohne weiteres gelingt. 



   Die festere Bindung zwischen dem Chlorid und dem Emulgiermittel bei den neuen Emulsionen äussert sich endlich auch darin,   dass die   neuen Emulsionen bei der technischen Verwendung, z. B. zum Entfetten, überraschenderweise wirksamer sind als die   Tetrachlolkohlenstoff-   emulsionen, obwohl Tetrachlorkohlenstoff in reinem, nicht emulsiertem Zustande bekanntlich energischer reagiert als die höheren Homologen ; augenscheinlich dringen die neuen Emul- sianen infolge der festeren Bindung der Chloride am Emulgiermittel leichter unzersetzt in die behandelten Waren und wirken daher energischer auf dieselben ein, während die Tetra- chlorkohlenstoffemulsion sich durch Berührung mit der zu behandelnden Ware leichter zerlegt und das Chlorid dann wegen ungenügender Verteilung unwirksam wird.

   Beispielsweise ist es beim Waschen von roher Wolle mit der Tetrachlorkohlenstoffemulsion nicht möglich, die Wolle soweit (nämlich bis unter   1%) zu   entfetten, dass sie sich fehlerfrei weiterbehandeln (bleichen, färben) lässt, sofern man nicht zugleich seift, d. h. zu dem alten Waschverfahren mit seinen Mängeln und Unbequemlichkeiten zurückkehrt, während es mit dem neuen Emul- sionen auch ohne Zuhilfenahme des Seifens gelingt, den Fettgehalt der Wolle genügend herabzudrücken, um ein fehlerfreies Bleichen und Färben zu ermöglichen. 



   Wesentlich für die Erfindung ist, dass die Emulgierung der Chloride mit den an- gegebenen sulfonierten-Fetten oder Ölen oder wenigstens mit seifenartigen Verbindungen geschieht. Bei den bekannten gewöhnlichen (d. h. in der früher üblichen Weise mit Emul- sion, Albumin u. dgl. hergestellten) Emulsionen der Chloride treten die technischen Vorzüge der neuen Emulsionen daher nicht auf.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Emulsionen organischer Chloride, darin bestehend, dass organische Chloride mit mehr als einem Kohlenstoffatom, besonders Tetrachloräthan, Pentachloräthan, Trichloräthylen und Perchloräthylen, mit sulfonierten Fetten oder Ölen, insbesondere mit Türkischrotölen oder der aus sulfonierten Fetten und Ölen durch Behandeln mit überschüssigem Alkali bei höherer Temperatur hergestellten Seife, oder mit anderen seifenartigen Verbindungen emulgiert werden.
AT83363D 1907-10-08 1909-01-25 Verfahren zur Herstellung von Emulsionen organischer Chloride. AT83363B (de)

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