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Filmbandschaltwerk für Kinematographen.
Die Erfindung betrifft ein Filmbandschaltwerk für Kinematographen, und zwar gehört dasselbe der Schlägergattung an, bei der dem Filmband durch einen Schläger beliebiger Art eine derartige Bewegung erteilt wird, dass sich in demselben eine Schleife bzw. eine Bucht bildet, und das Bildband auf diese Weise weitergeschaltet wird. Derartige Schaltwerke besitzen jedoch den Nachteil, dass durch sie das Bildband eine erhebliche Abnutzung erfährt und falls das Bildband irgendeine Unregelmässigkeit aufweist, durch welche der Abstand zwischen em Mittelpunkt eines Bildes und dem Mittelpunkt des nächstfolgenden Bildes etwas verändert wird, dann hat diese Unregelmässigkeit zur Folge, das das Bild während eines beträchtlich langen Zeitraumes ausser Deckung mit dem Belichtungsfenster ist.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, diese Nachteile zu beseitigen bzw. zu vermindern und dabei auch noch andere Verbesserungen durchzuführen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird bei einem schrittweise arbeitenden Bildbandschaltwerk der beschriebenen Gattung eine Form vorgesehen, auf deren Oberfläche das Bildband durch den Schläger gedrückt und dadurch gezwungen wird, sich der Gestalt dieser Form anzupassen, und zwar befindet sich die letztere auf derjenigen Seite des Belichtungsfensters, auf welcher sich der Schläger befindet. Der Schläger wird zweckmässig gegen Ende seiner schrittweisen Bildbandschaltbewegung nachgiebig angetrieben, und zwar kann dies dadurch geschehen, dass derselbe während dieses Teiles seiner Bewegung lediglich durch seine eigene ihm innewohnende lebendige Kraft oder durch die letztere unterstützt durch da, ; Trägheitsmoment der mit ihm verbundenen Teile betätigt wird.
Bei dem Schaltwerk gemäss vorliegender Erfindung wird der Schläger zweckmässig mit einem Stossglied ausgerüstet, das auf das Filmband einwirkt, welches Stossglied mit Mitteln ausgerüstet ist, durch welche
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Ermöglichung des Luftzutrittes zur Stossfläche ist, eine-jegliche Saugung zwischen dem Stossglied und dem Bildband aufzuheben bzw. herabzusetzen.
Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung wird der nachgiebig. angetriebene Schläger durch einen auf die Bildbandfläche gerichtete Luftstoss bzw. einen anderen Druckmittelstoss gebildet.
Ferner zwecks Verminderung der Abnutzung des Bildbandes wird gemäss vorliegender Erfindung u. a. eine unterbrochen arbeitende Verankerungsvorrichtung vorgesehen, um das Bildband der Zugwirkung der Schaltung entgegen zu verankern ; hierdurch werden die Du-ch- lochungen des Bildbandes von der Einwirkung der Kraft entlastet, die bestrebt ist, die Bildbandlochungen an denjenigen Stellen abzunutzen, wo sie mit den Stiften der Sprossenräder in Berührung kommen. Diese Verankerungsvorrichtung wird z. B. durch eine verstümmelte Walze gebildet, deren erhabene Teile auf ihrer Umfangfläche periodisch mit dem Bildband in Berührung kommen. Unter den"erhabenen"Teilen sind diejenigen Teile zu verstehen, die in radialer Richtung weiter von dem Drehungsmittelpunkt als der übrige Teil der Walze entfernt sind.
Die vorliegende Erfindung soll nunmehr an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert werden, und zwar ist
Fig. i eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,
Fig. 2 ist eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform,
Fig. 3 ist eine Draufsicht zu Fig. 2,
Fig. 4 ist eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform,
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Fig. 10 ist eine Seitenansicht einer durch Luftdruck betätigten Anordnung,
Fig. 11, 12 und 13 sind verschiedene Schnitte durch eine Einzelheit des in Fig. 10 dargestellten Mechanismus im vergrösserten Massstabe,
Fig. 14 ist eine schematische Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform der durch Luftdruck betätigten Anordnung,
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Fig. 15 ist eine perspektivische Ansicht verschiedener Ausführungsformen einer abgeänderten Einzelheit und'
Fig. 16 ist eine Seitenansicht einer abgeänderten Verankerungsvorrichtung,
Bei der in Fig. I dargestellten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes läuft das Bildband über zwei mit Sprossen versehene Schalträder Bl, B an dem Belichtungsfenster C vorbei in eine hohle Form oder Mulde D und von dort über zwei Abziehsprossenräder B2, B.
Ein Schläger E, dessen Arbeitsfläche gekrümmt ist, so dass sie sich der Krümmung der Innenseite der Form bzw. Mulde D anpassen kann, ist bei, EI drehbar gelagert und erhält eine Auf-und Abbewegung, wie dies durch den Pfeil E2 angedeutet ist. Der Mechanismus, durch dessen Vermittlung der Schläger betätigt wird, ist ein derartiger, dass der dem Schläger erteilte, nach abwärts gerichtete Stoss aufhört, bevor der Schläger das Ende seiner Bewegung erreicht hat, wobei jedoch der Schläger seine Bewegung unter der Einwirkung seiner eigenen lebendigen Kraft vollenden kann. Ein solcher Mechanismus wird z. B. durch
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teilte Stoss ungefähr an der Stelle f aufhört, und zwar wenn der Schläger sich dem Ende seiner Abwärtsbewegung nähert.
Die Daumenscheibe dreht sich in dem oben durch den Pfeil angedeuteten Sinne. Wie gezeigt, wird das Trägheitsmoment des Schlägers durch die Schwerkraft unterstützt, er kann jedoch durch ein Gegengewicht beschwert sein, so dass diese Wirkung der Schwerkraft aufgehoben wird.
Bei der Schaltung des Filmbandes wird dasselbe genügend'schlaff gehalten, so dass sich eine Schleife A bilden kann, die nicht straff über das sich von dem Belichtungsfenster C nach aufwärts erstreckende Blech gespannt wird.
Tritt eine Veränderung in der normalen Entfernung zwischen zwei Bildern ein, z. B. infolge des Vorkommens einer Verbindungsstelle in dem Bildbande, dann macht sich der sich hieraus ergebende Fehler in der Deckung des Bildes mit dem BeLchtungsfenster, der sofort eintritt, sobald die Verbindungsstelle das Belichtungsfenster passiert, nur so lange bemerkbar, bis die Verbindungsstelle das Abziehsprossenrad B7. passiert hat ; dieser Zeitabschnitt ist verhältnismässig kurz und ist von geringerer Bedeutung als dies der Fall sein würde, wenn sich die Mulde D auf der anderen Seite des Belichtungsfensters C befinden würde, da nämlich in diesem Falle die Unregelmässigkeit in der Deckung von dem Augenblick des Verlassens des Zuführsprossenrades seitens des Bildbandes bis zur Erreichung des Abziehsprossenrades fortdauern würde.
Befinden sich jedoch der Schläger als auch die Mulde beide auf derselben Seite des Belichtungsfensters, dann dauert die Unregelmässigkeit in der Deckung nur von dem Augenblick des Passierens des Belichtungsfensters seitens der Verbindungsstelle bis zur Erreichung des Abziehsprossenrades.
Dadurch, dass der Schläger leicht ausgebildet ist und dass derselbe veranlasst wird, seine Abwärtsbewegung unter der Einwirkung seines eigenen Trägheitsmomentes zu vollenden, wird der an das Filmband übertragene Stoss, der zwar zu Beginn und während des grössten Teiles seiner Dauer zwangsläufig ist, gegen das Ende der schrittweisen Schaltbewegung nachgiebig, so dass die Filmbanddurchlochungen an den Stellen, wo dieselben mit dem Abziehsprossenrad B2 in Eingriff kommen, weniger beansprucht werden.
Gewünschtenfalls kann der Schläger auch durch eine Feder nach abwärts bewegt werden, um dadurch einen nachgiebigen Stoss zu erzeugen, worauf er dann entgegen der Wirkung der Feder durch einen Daumen nach Art eines Schwanzhammers angehoben wird.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform wird der Schläger durch eine Walze G gebildet, die in einem bei G2 drehbaren Rahmen ss gelagert ist. Die Walze dreht sich um den Bolzen G1 und besteht aus einem Stück mit einer langen Traghülse GI, die mit zwei Kurbeln 4 versehen ist, die durch ein Glied H mit einem festen Teil des Rahmenwerkes verbunden sind, an welch letzterem das Glied H bei HI drehbar befestigt ist.
Die Dreh- Zapfenverbindung R zwischen dem Gliede H und den Kurbeln Gl befindet sich in einer derartigen radialen Entfernung von. dem Drehungsmittelpunkt der Walze G, dass die Umfangsfläche derselben eine Umfangsbewegung erteilt erhält, die genügt, jegliche oder fast jegliche auf das Filmband einwirkende Reibung aufzuheben, obwohl das sich beständig
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dem Filmbande durch den Schläger erteilt wird.
Der Rahmen Gl wird vermittelst einer in einer Daumenscheibe F vorgesehenen Daumennut F3 in Schwingung versetzt, und zwar ähnelt diese Daumenscheibenanordnung der mit bezug auf Fig. i beschriebenen Anordnung. Dabei ist diese Daumennut Fa derart ausgebildet, dass sie dem Schläger gestattet, seine Bewegung lediglich durch die Einwirkung seines eigenen Trägheitsmomentes zu vollenden. Die Walze erhält mithin eine Fortschalt- bewegung von der Daumennut F3 und auch eine Drehbewegung durch die Vermittlung des Gliedes H und der Kurbeln ( ?'', wodurch die zwischen der Walzenoberfläche und dem Film-
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band auftretende Reibung auf ein Mindestmass herabgesetzt wird.
Die Reibung würde gänzlich verschwinden, falls die der Walze um ihren Drehzapfen G5 erteilte Winkelbewegung gleichförmig wäre, was gewünschtenfalls geschehen könnte. In der Praxis jedoch wird durch die gänzliche Aufhebung der Reibung im Augenblicke des grössten Druckes und durch die Wiedereinstellung der Umdrehungsgeschwindigkeit der Walze (durch Hund G4) um ihre Achse G5 ein zufriedenstellendes Resultat erzielt und die geringe Ungleichmässigkeit dieser Winkelgeschwindigkeit während anderer Abschnitte der Bewegung ist von geringer Bedeutung.
Bei der Ausführungsform gemäss der Fig. 4, 5 und 6 wird eine Daumenscheibe J vorgesehen, die mit ihrem Vorsprung/ einmal während einer jeden Umdrehung der Scheibe mit einer Stange M1 in Eingriff kommt. Die Stange M1 bildet einen Teil einer Filmbandgreifvorrichtung, welche von den bei L'drehbar angeordneten Armen L getragen wird. An dem äusseren Ende der Arme L sitzt je ein Stift Z auf welchem zwei Arme il d. ehbar angeordnet sind, deren Enden durch die Stange M'miteinander verbunden sind.
Die Verbindung zwischen der Stange M1 und'den Armen M ist aus den im nachstehenden Gründen etwas lose. Die Arme M sind an ihren entgegengesetzten, d. h. äusseren Enden
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versehen. Die Aussenenden der Arme L tragen ebenfalls Drückerfüsse L4, die mit den Füssen M2 in der nachstehend beschriebenen Weise zusammenarbeiten. Eine leichte Blattfeder L5 drückt gegen die Unterseite einer der Arme M,. wenn diese Arme eine derartige Stellung einnehmen, dass die Druckerfüsse M2 das Filmband A gegen die Füsse L4 drücken.
Ein sich mit der Scheibe J drehendes Exzenter N kommt mit den Backen N'eines um einen der Stifte LI drehbaren Hebels N2 in Eingriff. Das andere Ende N3 dieses Hebels ist derart angeordnet, dass es mit der Unterseite eines der Arme L bei der Aufwärtsbewegung in Eingriff kommt.
Ein zweites, sich mit der Scheibe J drehendes Exzenter 0 betätigt eine Stange 01, welche durch eine ausziehbare Verbindung eine zweite Stange 02 und einen bei 04 drehbar angeordneten Hebel 03. betätigt, so dass periodisch ein Verankerungskissen 05 gegen das Filmband gedrückt wird, wenn dasselbe über die Belichtungsfensterplatte K passiert.
Die oben erwähnte ausziehbare Verbindung besitzt eine Feder 06, die mit der Unterseite eines an der Stange 0 ausgebildeten Kopfes 07 derart in Eingriff kommt, dass, wenn sich die Stange nach aufwärts bewegt, zunächst der geringe tote Gang, wie in der Zeichnung klar ersichtlich ist, aufgehoben und dann die Unterseite der Stange 02 berührt wird, um das Kissen O5 anzuheben, worauf dann dasselbe bei der Aufwärtsbewegung nachgiebig durch die dann zusammengedrückte Feder 06 unterhalb des Kopfes 07 und der Kappe O8 der Verbindungskupplung angedrückt wird.
Ferner ist auch noch ein einstellbarer, zwei Anschlagflächen Pl, p2 besitzender Anschlag P vorgesehen, Die Anschlagflächen P1, p2 sind derart angeordnet, dass sie mit der Unterseite der Arme M bzw. L in Berührung kommen. Der Daumenvorsprung J1 besitzt derartige Grössenverhältnisse, dass er ausser Berührung mit der Stange 1161 kommt, bevor dieselbe ihre untere Bewegungsgrenze erreicht hat.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform ist wie folgt : Da sich die Scheibe J fortwährend in der durch den Pfeil i angedeuteten Richtung dreht, so schlägt der Vorsprung J1 gegen die Stange M1, wodurch zunächst die Drückerfüsse M2 veranlasst werden, das Bildband gegen die Füsse L4 zu drücken, wie dies am deutlichsten aus Fig. 6 ersichtlich ist.
Während dieser Vorgänge drehen sich die Arme M um den Mittelpunkt des Drehzapfens L2.
Das Ergreifen des Bildbandes sperrt die Arme M gegen eine weitere Bewegung mit Bezug auf die Arme L, so-dass diese vier Arme samt den von ihnen getragenen Teilen sich zusammen um die Mittellinie der Zapfen D nach unten bewegen. Bevor jedoch die schrittweise Schaltung des Bildbandes vollständig beendet ist, löst sich der Vorsprung J1 von der Stange M'los und der Schwingrahmen, worunter die Arme L und die Stange p2 zu verstehen sind, setzt seine Abwärtsbewegung unter dem Einfluss eines eigenen Trägheitsmomentes und desjenigen der von ihm getragenen Teile fort.
Diese Abwärtsbewegung wird durch den Anschlag P begrenzt, dessen Flächen pI mit den Armen M etwas vor der Berührung der Flächen p2 durch die Arme L in Eingriff treten, wodurch gewährleistet wird, dass die zwischen den Füssen L2, L4 auftretende Klemmwirkung definitiv aufgehoben ist. Die Feder L5 ist zu diesem Zwecke vorgesehen, sollte sie jedoch versagen, dann wird diese Funktion durch die Anschlagflächen Pl, p2 gesichert. Zweckmässig bringt man den Schwingrahmen ein wenig vor der Beendigung der Filmbandbewegung zum Stillstand, so dass die letzten Abschnitte dieser Schaltbewegung zunächst durch das Trägheitsmoment des Rahmens L und schliesslich durch das Trägheitsmoment des Filmbandes selbst ausgeführt werden.
Es wird hier jedoch kein Anspruch auf die Beendigung der Schaltbewegung lediglich durch das
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betätigt das Exzenter N den Hebel Ni wodurch der Schwingrahmen aus der in Fig. 4 dargestellten Lage in die in Fig. 6 dargestellte Stellung gehoben wird, in welch letzterer er verbleibt, bis er wieder durch die Daumenscheibe nach unten verbracht wird, wozu die an den Drehzapfen Z auftretende Reibung ausreicht ; gewünschtenfalls kann der Rahmen auch mit einem Gegengewicht versehen sein, um dadurch zu gewährleisten, dass der Rahmen in'seiner angehobenen Stellung verbleibt.
Um nun zu ermöglichen, dass sich die Scheibe ohne Beschädigung der anderen Teile
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gegen die Stange M1 schlägt und wird sofort freigegeben, sobald die schrittweise Schaltbewegung vollendet ist.
Gemäss einer abgeänderten Ausführungsform kann der Anschlag P entfallen und die Abwärtsbewegung des Schwingrahmens wild durch die Spannung des Filmbandes bei Straffspannung desselben arretiert. In diesem Falle kommt der Anhebehebel N2 nicht in Eingriff mit dem Arm L, sondern er wird länger gemacht, und zwar derart, dass er die Unterseite der Stange M1 seitlich von ihrem Mittelpunkt beaufschlägt. In dieser Lage kommt er von dem Daumenansatz J1 frei und seine Hebewirkung hat die Lösung der Greifer M2, L4 zur Folge. Es ist ferner ein Anschlag zur Begrenzung der Aufwärtsbewegung der Stangen M mit Bezug auf die Stangen L vorgesehen. Ferner kann auch gemäss einer weiteren Abänderung eine nachgiebige Verbindung zwischen der Stange M'und dem Daumenansatz J vorgesehen werden, indem z.
B. beide mit einer vorstehenden Blattfeder ausgerüstet werden, die den Eingriff nach dem ersten Zusammenstoss auf fortschreitend elastischer Weise aufrecht erhält, d. h., da die Bahnen der beiden in Frage stehenden Teile divergieren, so nimmt die Nachgiebigkeit der zwischen ihnen bestehenden Verbindung zu. Diese Abänderung bzw. ihr Äquivalent kann auch bei den in den Fig. 7,8 und 9 gezeigten Ausführungsformen vorgenommen werden.
Das Merkmal des Schlägers gemäss vorliegender Erfindung ; dass derselbe seine Schaltbewegung unter Einwirkung eines nachgiebigen Stosses vollendet, ist von besonderer Wichtigkeit in Fällen, wo die Mulde auf der einen Seite des Belichtungsfensters und der Schläger auf der anderen Seite desselben angeordnet ist. Befinden sich die beiden auf derselben Seite des Belichtungsfensters, dann liegt nicht, wie klar ersichtlich sein dürfte, dieselbe dringende Veranlassung für eine federnde Beendigung-der Bewegung vor.
Die in den Fig. 7, 8 und 9 abgeänderten Ausführungsformen sind dazu bestimmt, die Stosswirkung beim Auftreffen der Nase J1 auf die Schiene M o. dgl. zu vermindern.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist die Stange M mit einer Rolle M versehen und die Umfangsfläche des Daumens ist, wie bei/ angedeutet ist, derart geformt, dass er einen in einem geringen Masse grösser werdenden Radius, vor Erreichung der eigentlichen Nase, aufweist, so dass der Beginn der Einwirkung der eigentlichen Nase auf die Stange gleichmässiger vor sich geht,
Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 8 wird durch das Zusammenarbeiten von zwei
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unmittelbar vor dem Zusammenstoss eine Kammer bilden, innerhalb welcher Luft bis zu einem bestimmten Grade eingeschlossen wird.
Die Platten M3, M4 können aus einem Stück hergestellt sein, während die Stange MI zweckmässig etwas federnd hergestellt ist, so dass diese Platten bis zu dem kleinen erforderlichen Masse geschwungen werden können.
Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 9 wird eine Rolle an der Daumennase vorgesehen, derart, dass die Rolle gegen die obere Verlängerung vor der unteren auf die in der Zeichnung angedeuteten Weise schlägt ; die Berührung mit der oberen Verlängerung hat zur Folge, dass der Schlag mehr allmählich ausfällt, als dies sonst der Fall wäre.
Bei dem in den Fig. 10 bis ig dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Schläger durch einen Druckluftstoss gebildet, welcher durch ein Drehventil überwacht wird. Das Bildband läuft über das sonst offene Maul einer Kammer Q, die derartige Dimensionen aufweist, dass sie leicht ein Bildband der hier in Frage kommenden Breite aufnehmen kann und dadurch im wesentlichen die Kammer abschliesst. Oberhalb der Kammer befindet sich ein Drehventil, dessen Ventilkörper R schwach konisch verläuft und in einen entsprechend konisch verlaufenden Ventilgehäuse S einpasst. Zweck der konischen Gestalt ist, ein sicheres Einpassen zu gewährleisten und irgendwelche. auftretenden Abnutzung Rechnung zu tragen. Eine aus mit Öl durchtränkten Rohhaut bestehende Hülse R2 ist für das Kücken R vorgesehen.
Innerhalb des Ventilkörpers bzw. Kükens ist ein Hohlraum R1 vorgesehen, während
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bindung zwischen dem Hohlraum und der Aussenseite des Kükens herstellen. Obwohl die beiden Kanäle R4 dem Kanal R3 diametrisch gegenüberliegen, liegen sie nicht in derselben
Ebene quer zur'j Achse dieses Kanals, während ihr Querschnitt gleich dem Querschnitt des
Kanals R3 ist. In dem Gehäuse befinden sich drei Einlasskanäle (Fig. 13), und zwar ein
Kanal S'und zwei Kanäle S2 in derselben wagrechten Ebene wie SI, mit welchem sie zusammenarbeiten. Diese drei Kanäle stehen mit einem gemeinsamen Einlasskanal durch die
Kanäle S4 und S6 in Verbindung. Bei Drehung des Kükens deckt sich der Kanal S'mit dem Kanal R3 und die Kanäle S2 mit den Kanälen R4.
Luft unter Druck wird dem
Kanal S3 von einer geeigneten Quelle durch die Zuleitung S6 zugeführt.
An dem Gehäuse befinden sich die Auslasskanäle T und T2, wovon die beiden letzteren, obwohl sie in dem oberen Teil des Gehäuses liegen (Fig. u), in nach den Öffnungen T3 führenden Umfangskanälen einmünden. Der Zweck, das Küken mit diametrisch einander gegenüberliegenden Kanälen und das Gehäuse mit ähnlich angeordneten, mit den ersteren
Kanälen sich deckenden Kanälen zu versehen, besteht darin, dass ein guter Druckausgleich erzielt wird, zu welchem Zwecke ein Kanal R3, SI oder T einen solchen Querschnitt erhält, dass derselbe der Querschnittssumme seiner beiden zusammenarbeitenden Kanäle R*,. S bzw. T2 gleich ist.
Das Ventil wird durch ein Schraubenradgetriebe angetrieben, während auf seiner
Spindel ein Schwungrad V sitzt.
In dem unteren Teile der Kammer Q befindet sich ein Auslasskanal (, der durch einen Kanal Q2 mit dem Auslass Q3 für die Auspuffluft in Verbindung steht.
Wird das Rad V gedreht, dann erhält der Ventilkörper eine Druckluftladung durch die. Einlasskanäle, die. dann durch die Kanäle T, T3 nach dem Bildband A strömt, welches durch die Abziehräder B, B über den Oberteil der Kammer Q gespannt ist. Der auf diese Weise auf die Bildbandoberfläche übertragene Druckluftstoss verbringt dasselbe in die in Fig. 10 dargestellte Lage, wodurch das Filmband weitergeschaltet wird. Die Schaltung wird durch das Zusammenarbeiten der Form K mit dem Sprossenrad B begrenzt. Im vor- liegenden Falle befindet sich die Form auf, im Vergleich mit dem Schläger, der entgegen- gesetzten Seite des Belichtungsfensters.
Passiert das Filmband den Kanal Ql, dann strömt die Luft zu dem Auspuff. durch die Leitung Q3. Das Bildband wird somit durch den Stoss der Druckluft weitergeschaltet, die Schaltung wird jedoch durch das Trägheitsmoment der sich in Bewegung befindenden Luft infolge der zeitlichen Einstellung des Öffnens und
Schliessens der Einlass-und Auslasskanäle vollendet. Die Schaltung wird deshalb federn, d. h. nachgiebig vollendet,-wobei das Trägheitsmoment des Bildbandes ein wenig zur
Beendigung der Schaltung beiträgt.
Zwischen den beiden Schalträdern B, B und der beiden Abziehrädern B2 B3 befindet sich eine hier mit #Schlaffheitslehre" bezeichnete Vorrichtung. Dieselbe besteht aus einem von einem das Bildband aufnehmenden Kanal durchsetzten Metallblock, wobei dieser Kanal derart dimensioniert ist, dass verhindert wird, dass sowohl zuviel als auch zu wenig schlaffhängiges Bildband zwischen die beiden zusammenarbeitenden Sprossenräder ein- gelegt wird.
Der auf diese Weise eingelegte Betrag an schlaffem Bildband ist infolge des für die
Sprossenräderspindeln gewählten Abstandes ein derartiger, dass das Bildband elastisch zwischen die Stifte der Schalträder gespreizt wird, wodurch die Bildbanddurchlochungen stets in einer Richtung gegen die Stifte gedrückt werden, so dass beim Schalten des Bildbandes ein hammerartiges Schlagen gegen die Stifte entfällt ; d. h. das Schalten hat kein Aufnehmen des Bildbandes seitens der Sprossenräderstifte zur Folge, da dieselben mit den Kanten der
Durchlochungen bereits in Berührung stehen.
Fig. 14 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der pneumatischen Schaltvorrichtung, bei der das Filmband über eine Kammer U gespannt ist, in deren Wandung sich ein
Kanal F befindet, der durch ein geeignetes Ventil mit einer Saugvorrichtung in Verbindung steht. Soll das Bildband weitergeschaltet werden, dann wird das Ventil betätigt und das
Filmband wird in die Kammer hinuntergesaugt, so dass dasselbe sich glatt gegen den gekrümmten Boden der Kammer legt, so dass derselbe mithin die Funktion der Form D in
Fig. i verrichtet.
Die Lage des Kanals C/, die Zeit der Öffnung des die Saugung steuernden
Ventils und der zur Verwendung kommende Sauggrad sind sämtlich so eingestellt, dass die
Vollendung der Schaltung durch das Trägheitsmoment der in die Kammer einströmenden
Luft bewirkt wird, obwohl dabei auch in einem gewissen Grade das verhältnismässig kleine
Trägheitsmoment des Filmbandes selbst behilflich ist.
Falls vorgezogen, kann der Boden der Kammer Q in den Fig. 10 bis 13 geradeso wie der Boden der Kammer U (Fig. 14) ausgebildet sein, so dass der Boden der Kammer Q die Form bildet, anstatt das Bildband über eine auf der anderen Seite des Belichtungs-
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Kommt z. B. ein Schläger E (Fig. I) oder ein Schläger G (Fig. 2 und 3) zur Verwendung, dann kann seine Oberfläche weggeschnitten oder genutet sein, vgl. IF bzw. insbesondere TP (Fig. 15). Zweck dieser Nuten bzw.
Durchlochungen ist, das Auftreten einer Saugwirkung zu verhüten, wenn der Schläger. seine Rückwärtsbewegung beginnt, oder wenn das Bildband den Schläger überholt.
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gebildet, aber nur ein wenig, und zwar zwischen dem Belichtungsfenster und dem Hauptteil der Form. Die Krümmung ist eine derartige, dass die geringe Druckspannung der Filmbandlänge beim Stillsetzen des Filmbandes, das letztere zwingt, sich dieser geringen Krümmung
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Filmband nur an seinen Rändern berührt, leitet eine derartige Durchbrechung, wie z, B. M, Fig. 15, die Luft nicht im strengen Sinne des Wortes gegen die Stossfläche, sondern gegen diejenige Fläche des Bildbandes, in deren Nähe der Stoss erfolgt.
Es ist ersichtlich, dass dies dazu dient, die zwischen dem Schläger und dem Bildband auftretende Saugung herabzusetzen bzw. aufzuheben. Die Durchlochungen in den betreffenden Randteilen des Bildbandes dienen einem ähnlichen Zwecke.
Die Schlägerfläche, unmittelbar hinter dem Teil, der mit dem Filmband während der ersten Schaltungsstufen d. h. Zweidrittel eines Schaltungsvorganges in Berührung kommt, ist bei G6 weggeschnitten, um keine Berührung zu ermöglichen, aber um einen Raum für den Zutritt der Luft freizulassen.
Dies ist auch wirklich in der Praxis geschehen, vgl. die Rolle G (Fig. 15, insbesondere W). Es sei hier jedoch darauf hingewiesen, dass in Fällen, wo diese Anordnung getroffen wird, es nicht nötig ist, dass die Rolle in ihrer Mitte einen kleineren Durchmesser als an ihren Enden aufweist, im Gegenteil sie kann durchwegs denselben Durchmesser aufweisen.
Fig. 16 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Verankerung für das Filmband, die zweckmässig an die Stelle des Verankerungskissens Q5 (Fig. 4) treten kann, indem sie im Verein mit einem Schalt-bzw. Abziehsprossenrad Verwendung findet. Diese Verankerungvorrichtung besteht aus einer bei Xi zwecks Bildung von verhältnismässig"erhabenen" Teilen X2 bestehenden Walze X. Die Walze wird durch den Mechanismus angetrieben, welcher die Schalt-bew. Abziehräder antreibt, um periodisch dem Sprossenrad einen "erhabenen" Teil darzubieten, um somit das Filmrad auf das Sprossenrad niedergedrückt zu halten, wenn. sich dasselbe in dem durch die Schaltung hervorgerufenen gespannten Zustande befindet. Obwohl nicht dargestellt, besitzt zweckmässig der mittlere Teil der Walze einen kleineren Durchmesser, wie z.
B. die Walze G bei Gl, Fig. I5. Die "erhabenen" Teile X2 sind zweckmässig in der Umfangsrichtung nicht länger als gerade notwendig ist, um die erforderliche Verankerungswirkung zu erzielen,
Bei sämtlichen Ausführungsformen kann das Schaltsprossenrad oder das Abziehrad entweder ununterbrochen oder unterbrochen angetrieben werden, in Fällen jedoch, wo ein unterbrochener Antrieb zur Verwendung kommt, wird zweckmässig ein ununterbrochen arbeitendes Sprossenrad zwischen dem Schaltrad und dem Abziehrad und den Hauptfilmbandteil eingeschaltet, d. h, die Filmspule oder die Spule für das gebrauchte Bildband.
Anstatt eines Schaltrades oder Abzugrades kann irgendeine bekannte Vorrichtung verwendet werden, die entweder unterbrochen oder ununterbrochen angetrieben werden kann.
Ein unterbrochen angetriebenes Schaltrad ist insbesondere in denjenigen Fällen nützlich, wo der Schläger schnell arbeitet, da dasselbe ermöglicht, dass das Bildband durch dieses Sprossenrad langsam zum Deckpunkt bewegt wird, um dann festgeklemmt und fortgeschaltet zu werden. Das unterbrochen angetriebene Sprossenrad oder sein Äquivalent ist deshalb insbesondere nützlich im Verein mit einem rasch arbeitenden Schläger und einer periodisch zur Wirkung kommenden Verankerungsvorrichtung.
Ferner um dem Schläger am Ende seiner Bewegung einen nachgiebigen. Stosscharakter zu geben, was für die vorliegende Erfindung von grosser Bedeutung ist, kann irgendein
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federnder Antrieb für den Schläger bzw, eine federnde Verbindung zwischen den treibenden Teilen und dem Schläger Verwendung finden und dabei unter den Schutzbereich dieser Erfindung fallen.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Schlägerfilmbandschaltwerk für Apparate zur Wiedergabe von lebenden Bildern, gekennzeichnet durch eine Form, auf deren Obelfläche das Filmband durch den Schläger enganschmiegend gedrückt wird, und die sich auf der Schlägerseite des Bildbandfensters befindet.