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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und zum Anbringen der Kontaktlamellen im Sockel von Swan-Lampen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anbringung der Kontaktlamellen im Sockel von Lampen mit Swan-Fassung sowie eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. Gemäss dem Verfahren nach vorliegender Erfindung werden je zwei Kontaktlamellen zu einer Zwillinglamelle vereinigt, in einen Stempelkopf eingeführt und dort die beiden Teile voneinander getrennt, indem der die beiden Lamellen verbindende Metallstreifen vermittelst eines Schlagmeissels oder sonstigen Schneidwerkzeuges in der Mitte durchschnitten wird.
Die Erfindung umfasst auch ein verbessertes Verfahren, wobei die Kontaktlamellen zwar ebenfalls als Zwillingslamellen in den Stempelkopf eingeführt werden, in diesem aber die Trennung der beiden Lamellen nicht durch Durchschneiden, sondern durch Zerreissen des die beiden Lamellen verbindenden Metallstreifens erfolgt, zu welchem Zwecke letzterer in der Mitte oder gegen die Mitte hin etwas dünner gehalten gehalten ist.
Ausserdem betrifft die Erfindung eine zur Anwendung des erwähnten Verfahrens dienende Vorrichtung, welche sich gegenüber den bereits bekannten Vorrichtungen dadurch auszeichnet, dass der Stempel keinen besonderen Schlagmeissel oder sonstiges Schneidwerkzeug besitzt, wodurch die Ausführung der Vorrichtung sich bedeutend einfacher gestaltet und die Herstellungskosten erheblich verringert werden, indem auch der Mechanismus zur Steuerung des Schlagmeissels überflüssig wird.
In der Zeichnung ist die für das in Frage stehende Verfahren benutzte Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Längsschnitt der Vorrichtung mit dazugehöriger Matrize ; Fig. 2 einen Längsschnitt des Stempelkopfes mit hohlem Schaft, wobei der verschiebbare Kern weggelassen ist (die Schnittebene bildet hier mit der des Schnittes gemäss Fig. i einen rechten Winkel) ; Fig. 3 einen Querschnitt durch den Stempelkopf nach A-A in Fig. 2 ; Fig. 4 einen
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stange mit gabelförmigem Unterende und Fig. 7 eine Unteransicht auf das Gabelende der Kernstange.
Die beiden zu einem Zwillingspaar vereinigten Kontaktlamellen werden durch eine Zuführungsrinne 15 in dem Trägerarm 7 vermittelst eines hin und her gehenden Zuführungsschiebers 6 in den Stempelkopf 12 hineingebracht. Letzterer ist zwecks Durchlassung der Kontaktlamellen seitlich mit einer Öffnung 13 versehen. Der Stempelschaft 10 (Fig. 3) ist an zwei gegenüberliegenden Seiten offen und mit seinem oberen Ende in die Federhülse 51 geschraubt, welche die Spiralfeder 21 enthält, die mit ihrem oberen Ende gegen den Rand 22 des Stempels 20 drückt und infolgedessen letzteren mit der in seinem unteren Ende eingeschraubten, am unteren Ende als Gabel ausgeführten Kernstange 24 aufwärts gedrückt hält.
Die unten gabelförmig ausgebildete Kernstange 24 ist zentrisch in dem Stempelschaft 10 angeordnet und in diesem entgegen dem Federdrucke in der Richtung der Längsachse verschiebbar. Die beiden Gabelzinken 25, deren Querschnitt der Form der Kontaktlamellen entspricht, werden bei der genannten Schubbewegung in Öffnungen geführt, die in dem konisch ausgebildeten, unteren Teile des Stempelkopfes vorgesehen sind. Im unteren Teile des Stempelkopfes ist mittels Schrauben 45 gegen die Innenwand des Stempelkopfes 12 ein kleiner Amboss 30 befestigt. Bei der Abwärtsbewegung der Kernstange 24 umgreifen die Gabelzinken 25 beiderseits den genannten Amboss. Die Führung des Stempelkopfes erfolgt hierbei durch die Bohrung 9 in dem Führungsringe 8.
Unterhalb dieses Führungsringes
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befindet sich eine Matrize. 16, deien Ausnehmung 17 die Metallhülse für den Lampensockel und die Isolationsmasse aufnimmt und in die zwei in einer Bodenplatte 19 befestigte Führungsstifte 18 ragen, welche in Löcher der darübergeschobenen Kontaktlamellen eintreten. Der kleine Amboss 30 besitzt an seiner Oberfläche eine quer zur Längsrichtung gerichtete Aussparung oder Rinne 53, in der beim Einschieben der Zwillingskontaktlamellen der Verbindungsstreifen Platz findet, so dass die Lamelle sich vor der Abwärtsbewegung des Stempels in richtiger Lage befindet.
In der Öffnung 13 zum Einschieben der Zwillmgskontaktlamellen in den Stempelkopf sind an den beiden Seitenwänden des Stempelkopfes mittels Schrauben befestigte Führungsplättchen vorgesehen. Beim Einschieben der Lamellen werden ihre zugespitzten Enden entlang dieser Plättchen der Mitte des Stempelkopfes zugeführt. Dort angelangt, befindet sich der, Verbindungsstreifen oberhalb der Nut 53 und die Lamelle fällt soweit herab, bis der Verbindungstreifen in der Nut des Ambosses ruht. Der Führungsring 8 besitzt dort, wo die Lamellen eintreten, einen nach innen vorstehenden'Teil 55, um den Übergang der Lamellen von der Zuführrinne 15 aus in den Stempelkopf zu ermöglichen.
Die Wirkung der Vorrichtung ist folgende : Die Zwillingskontaktlamelle wird durch die Zuführrinne 15 in dem Arm 7 durch die Eintrittsöffnung 13 in den untersten Teil des Stempelkopfes 12 geschoben. Die Lamelle liegt dann auf dem Amboss 30 und ruht mittels des Verbindungsstreifens der beiden Kontaktlamellenhälften in der Nut 53 in der Mitte des Ambosses. Bei der Abwärtsbewegung langt'der Stempel mit dem Amboss 30 auf dem Boden der Matrize an. Die Zwillingskontaktlamelle wird bei dieser Abwärtsbewegung mitgenommen. Die in den beiden K01ltaktlamellenhälften vorgesehenen Löcher werden dabei über die in dem Matrizenraume vorhandenen Stifte 18 geführt. Zu diesem Zwecke sind diese Stifte oben zugespitzt.
Der
Stempel jfss,. 12 bleibt auf dem Boden der Matrize stehen, die Stossstange 20 mit angekuppelter Kernstange jedoch bewegt sich weiter abwärts. Die in der Büchse 51 befindliche Spiralfeder 21 wird dabei zusammengedrückt. In der Endfläche der beiden Gabelzinken 25 sind senkrecht kleine Löcher gebohrt, die mit den in der Matrize vorhandenen, zugespitzten Stiften übereinstimmen.
Die Gabelzinken schieben sich bei der weiteren Abwärtsbewegung über die genannten Stifte und die Kontaktlamelle sitzt nun fest. Bei der fortgesetzten Abwärtsbewegung der zweizinkigen
Kernstange wird der Verbindungsstreifen an seiner schwächsten Stelle zerrissen und die beiden
Hälften des Streifens werden gegen die Seitenflächen des Ambosses aufgebogen. Die beiden
Kontaktlamellen werden gleichzeitig auf dem Boden der Matrize in ihre richtige Lage gebracht.
Hierauf bewegt sich zuerst die Kernstange 24, 25 und darauf der Stempel 10, 12 aufwärts und nun kann eine weitere Zwillingskontaktlamelle zur Einstellung in der folgenden Matrize zugeführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Einführen und Anbringen der Kontaktlamellen in den Sockeln von Swan-Lampen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktlamellen für einen Lampensockel als eine einzige Zwillingskontaktlamelle ausgebildet, in einen Stempel eingeführt und darin getrennt werden, indem der die beiden Lamellen verbindende Metallstreifen im Stempel selbst geteilt und der an jeder Kontaktlamelle zurückbleibende Teil des Streifens während des Aufschiebens aufwärts gebogen wird.