AT83234B - Visierinstrument von veränderlicher Blickrichtung. - Google Patents

Visierinstrument von veränderlicher Blickrichtung.

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AT83234B
AT83234B AT83234DA AT83234B AT 83234 B AT83234 B AT 83234B AT 83234D A AT83234D A AT 83234DA AT 83234 B AT83234 B AT 83234B
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Optische Anstalt Goerz Ag
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  Visierinstrument von veränderlicher Blickrichtung. 
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 möglich Zielen der letzteren Art, wie sie besonders durch Luftfahrzeuge dargeboten werden, stetig zu folgen. 



   Die Anordnung von drehbaren Lichteintrittsspiegeln im Sehrohrkopf ist ein nur unvollkommenes Mittel zur Erreichung dieses Zweckes, da rückflächenversilberte Glasspiegel störende Doppelbilder ergeben und Metallspiegel der   wünschenswerten   Helligkeit entbehren. 



   Die Schwierigkeit, die zu   überwinden   ist, hängt besonders damit zusammen, dass die   Strahlenablenkungskörper   im nichtparallelen Strahlengang des Instrumentes liegen. Diese Schwierigkeit wird der Erfindung gemäss dadurch überwunden, dass das   Strahlenablenkungs-   system so ausgebildet wird, dass es bei jeder Beobachtungsrichtung, für welche das Instrument eingerichtet ist, den durchgehenden Lichtstrahlen Ein-und Austrittsflächen darbietet, welche wesentlich senkrecht zur Richtung des jeweilig in Betracht kommenden Achsenstrahles stehen. 



   Ein Strahlenablenkungssystem dieser Art, wie es für den Zweck besonders geeignet ist, wird gewonnen durch Kombination eines Rotationskörpers aus durchsichtigem Material, welcher die Reflektorfläche trägt und der um die mit der Reflektorfläche zusammenfallende Rotationsachse drehbar ist, unter Zuordnung von Ergänzungskörpern, aus dem gleichen durchsichtigen Material wie der Rotationskörper bestehend, zu diesem Rotationskörper, welche mit einer Fläche an den Rotationskörper anliegen und in den verschiedenen Arbeitsstellungen des Rotations-   körpers   bzw. des von diesem getragenen Reflektors dem Achsenstrahl ebene   Durchtrittsflchen   bieten, welche wesentlich senkrecht zu ihm stehen. 



   Wenn die Möglichkeit gegeben sein soll, einem Luftziel stetig zu folgen, dann muss von den Ergänzungskörpern zum Rotationskörper wenigstens ein Teil, welcher eine ebene Durchtrittsfläche den Strahlen darbietet, beweglich angeordnet sein, und zwar so, dass seine Winkelgeschwindigkeit gleich der doppelten Winkelgeschwindigkeit des Rotationskörpers und Reflektors ist. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung in Fig. i bis 3 in Axialschnitten durch zwei verschiedene Ausführungsformen von Sehrohren wesentlich schematisch veranschaulicht. Die Fig. 4 bis 6 veranschaulichen abgeänderte Ausführungsformen der Optik von Sehrohrköpfen gemäss der Erfindung. 



   In den Fig. i und 2 bezeichnet 1 einen Glaskörper mit Querschnitt in der Form eines halben Sehnenpolygons. 2 ist eine Reflexionsfläche, 8 bezeichnet das Drehungszentrum des Glaskörpers 1, welches mit der Reflexionsfläche zusammenfällt.   4,   5, 6 und 7 sind ebene Durchtrittsflächen des Glaskörpers   1,   deren Objektivlinse   8,   9, 10, 11 zugeordnet sind. 12 und 13 sind planparallele Glasplatten im Gehäusekopf 14 des Instrumentes. 15 ist ein feststehender Objektivteil, 16 sind 
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   kölpers   1 angreift und durch eine Kurbel 20 gehoben und gesenkt werden kann.

   Je nach der Lage der Reflektorfläche 2 wird das Licht, welches durch die planparallele Platte 12 oder durch die planparallele Platte 13 in das Instrument eintritt, von der Reflektorfläche nach dem Objektivteil 15 hin reflektiert, so dass je nach der Arbeitsstellung der Reflektorfläche 2 in verschiedenen Höhen liegende Ziele zur Beobachtung dargeboten werden. 



   Bei der in der Zeichnung dargestellten Lage der Teile wird das durch die Platte 13 eintretende Licht in das Periskop geworfen, wobei es zunächst das Objektivelement 11 durchsetzt, dann durch die Fläche 7 in den Glaskörper 1 eintritt, von der Fläche 2 reflektiert wird, um darauf durch die   Fläche 4   auszutreten und nach Passieren der Objektivlinse 8 in den Objektivteil 15 und von dort schliesslich ins Okular zu gelangen. Die Anordnung der Flächen 7,4 am Glaskörper 1 ist dabei derart, dass der Achsenstrahl diese Fläche senkrecht durchsetzt.

   Bei einer zweiten in Fig. 2 angedeuteten Arbeitsstellung des Reflektors   2,   welche diesem durch Betätigung der Kurbel 20 gegeben werden kann, gelangt das Licht, welches durch die Platte   12   in das Instrument eintritt, auf dem Wege durch die Linse   10,   die Fläche 6, über die Reflektorfläche 2, durch die Fläche 5, die Linse 9, nach dem   festen Objektivteil-M   und von hier schliesslich in das Okular. Auch in diesem Falle werden aie beiden Flächen des Glaskörpers   1,   welche vom Licht durchdrungen werden. vom Achsenstrahl wesentlich senkrecht durchsetzt ; so dass Dispersion vermieden wird. 



   Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform bezeichnet   P, 1   einen Rotationskörper, der vorzugsweise als Halbkugel aus Glas zu denken ist und dessen ebene Begrenzungsfläche 2.   2   den drehbaren Eintrittsreflektor bildet, welcher um die in der Fläche   22   senkrecht zur optischen 

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 Achse des Instrumentes liegende Achse 23   drehbar ist, 24   ist eine durchsichtige Abschlusskappe des Instrumentes. 25 und 26 sind   Ergänzungskörper   zum Rotationskörper   21,   welche mit der dem Rotationskörper zugekehrten Seite sich an diesen anlegen bzw. einen dünnen von parallelen Flächen begrenzten Luftzwischenraum zwischen sich und dem Rotationskörper frei lassen.

   Der Ergänzungskörper 26 ist fest im Instrumentgehäuse angeordnet, während der   Ergänzungskörper 25   um das Drehungszentrum 23 des Rotationskörpers drehbar ist und zu diesem Zwecke mit einem Zahnsegment 27 verbunden ist, in welches eine Zahnstange 28 eingreift. Auch der Rotationskörper   21   ist mit einem Zahnsegment verbunden, welches mit 29 bezeichnet ist und in die Zahnstange 30 eingreift. Die Zahnstangen   28,   30 sitzen an einer Antriebsstange   31,   welche vermittelst einer Kurbel 32 verstellt werden kann. Die Übersetzung ist so gewählt, dass der Ergänzungskörper 25 sich mit der doppelten Winkelgeschwindigkeit bewegt wie der Rotationskörper 21. 33 bezeichnet ein Objektiv, 34 sind die Umkehrlinsen des Instrumentes und 35 das Winkelokular. 
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 mit der Horizontalebene zusammen.

   Bei der in punktierten Linien dargestellten Lage ist die Blickrichtung schräg nach oben gekehrt. Infolge der dem Rotationskörper 21 und dem Ergänzungskörper 25 erteilten Bewegung steht auch bei dieser Stellung der Teile der Achsenstrahl wesentlich senkrecht zu den ebenen   Durchdringungsflächen   der beiden Ergänzungskörper 25, 26, so dass keine Dispersion beim'Durchgang des Lichtes durch das Ablenkungssystem auftritt. 



   Selbstverständlich kann das beschriebene Ablenkungssystem auch in Verbindung   mit.   auswechselbaren Objektivlinsen behufs Vergrösserungswechsels Anwendung finden, wobei gegebenenfalls Objektivelemente gemeinsam mit dem Ergänzungskörper 25 zu bewegen sind. 



   Bei der Anordnung nach Fig. 4 und 5 ist nicht nur der dem Element 26 entsprechende Teil des Ergänzungskörpers fest angeordnet, sondern der gesamte Ergänzungskörper ist ein- 
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 von denen die Flächen   4'1 :,   45 auch als Reflexionsflächen dienen können. 



   Bei den in Fig. 5 in ausgezogenen und punktierten Linien dargestellten Lagen der Teile geht das Licht nach Durchtritt durch den   Ergänzungskörper 43   und Reflexion an der Reflektorfläche 47 durch die Fläche 44 hindurch. Bei der in strichpunktierten Linien dargestellten Lage des Rotationskörpers 41 fällt das Licht schräg von oben durch die Fläche 46 ein, wird an den Flächen   4 ; ;, 44   und 47 reflektiert und tritt wiederum durch 44 aus. Die Anordnung gestattet auch eine Blickrichtung nach hinten, wobei das Licht durch die Fläche 45 hindurchtritt und nach Reflexion an der Fläche 47 durch die Fläche 44 austritt. 



   Die Ausführungsform nach Fig. 6 entspricht der Ausführungsform nach Fig. 3 mit dem Unterschied, dass dem festen Ergänzungskörperteil 6'ein reflektierendes   Ablenku. ngsprisma 48   zugeordnet ist, Der Zweck dieser Anordnung besteht darin, bei im Sinne der Zeichnung senkrecht nach unten gekehrter Strahlrichtung Zenithalstrahlen zu empfangen, was bei der Anordnung nach Fig. 3 nicht möglich ist. Es findet also durch die Anordnung des Zusatzprismas   J8   
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 nach der Nadirseite hin entspricht, die jedoch praktisch belanglos ist, da die Aufgabe der Beobachtung nach unten hin praktisch nicht vorkommt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i. Visierinstrument, vorzugsweise Sehrohr, von veränderlicher Blickrichtung mit ebenem Eintrittsreflektor, welcher um eine Achse parallel zu seiner Ebene drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbare Eintrittsreflektor an einem Träger aus durchsichtigem Material angeordnet ist, welcher in einer Mehrzahl von Arbeitsstellungen des Reflektors dem durch das System gehenden Achsenstrahl wesentlich senkrechte Durchtrittsflächen (Ein-und Austrittsflächen) darbietet.

Claims (1)

  1. 2. Visierinstrument nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger des Eintrittsreflektors von einem Rotationskörper (21 bzw. 40 bzw. 41) gebildet wird, dem Ergänzungskörper (oder ein Ergänzungskörper) (25, 26 bzw. 36 bzw. 42, 43) zugeordnet sind, welche sich mit den dem Rotationskörper zugekehrten Flächen an den Rotationskörper anlegen und welche ebene Lichtdurchtrittsflächen besitzen, die bei jeder Arbeitsstellung des Reflektors senkrecht zu dem der betreffenden ReflektorsteIlung entsprechenden Achsenstrahl stehen. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Visierinstrument nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rotationskörper (40 bzw. 41) ein oder mehrere feste Ergänzungskörper (36 bzw. 42) zugeordnet sind, welche mit einer Mehrzahl von ebenen Flächen (37, 38, 39 bzw. 44, 45, 46) versehen sind, welche für zwei oder mehrere verschiedene Renektorstellungen als Ein-und Austrittsflächen dienen.
    4. Visierinstrument nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rotationskörper (21 bzw. 41) ausser einem festen Ergänzungskörper (oder mehreren) (26 bzw. 42) noch ein beweglicher Ergänzungskörper (oder mehrere) (25 bzw. 43) zugeordnet ist, welcher so mit dem Rotationskörper gekuppelt ist oder gekuppelt werden kann, dass er sich mit der doppelten Winkelgeschwindigkeit des Rotationskörpers um die Achse des letzteren dreht.
    5. Visierinstrument nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ergänzungskörper (oder mehrere) als reflektierendes Ablenkungsprisma (42) ausgebildet ist oder mit einem solchen (48) zusammenwirkt behufs Erweiterung des Sehbereiches des Instruments.
AT83234D 1915-12-31 1917-12-13 Visierinstrument von veränderlicher Blickrichtung. AT83234B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2439526A (en) * 1944-04-14 1948-04-13 Harvey N Ott Adjustable microscope eyepiece mounting
US2453257A (en) * 1945-03-05 1948-11-09 Harvey N Ott Rotatable microscope eyepiece mounting and guard means therefor
DE1153186B (de) * 1961-12-02 1963-08-22 Zeiss Carl Fa Ausblickfenster fuer Fernrohrgeraete

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