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Vorrichtung zum Anwärmen und Verdampfen von Flüssigkeiten in durch Fliehkraft bewirkten dünnen Schichten.
In der Patentschrift Nr. 73657 betreffend"Verfahren und Vorrichtung zum Anwärmen und Verdampfen von Flüssigkeiten in durch Fliehkraft bewirkten dünnen Schichten" ist eine Erfindung beschrieben, deren Zweck darin besteht, die Übertragung der Wärme auf die zu verdampfende Flüssigkeit zu verbessern und so die Verdampfungsleistung zu steigern, was dadurch erreicht wird, dass man den Saft unter die Einwirkung der Fliehkraft setzt, um ihn in dünner Schicht von regelbarer Stärke auszubreiten und ihn in rascher Bewegung am Heizdampf vorbeiführt.
Die durch die Fliehkraft bewirkte dünne Schicht gestattet die Ausnutzung des vollen Gesamttemperaturgefälles, da die zur Überwindung des Flüssigkeitsdruckes nötige Wärmemenge, welche den Dampfblasen zwecks Spannungserhöhung zugeführt werden muss, erspart wird und für die Zwecke der Verdampfung verwendet werden kann. Ein zweiter Vorteil bei der
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Einfluss der Zähflüssigkeit auf das geringste Mass heruntergedrückt wird. Die Zähflüssigkeit des Saftes wächst um so mehr, je konzentrierter der Saft und je niedriger die Siedetemperatur ist.
Um das Sieden bei hohem Saftstande aufrechtzuerhalten, ist man gezwungen, an einer Erniedrigung der Siedetemperatur durch Erhöhung der Luftverdünnung bei einem gewissen Punkt (in der Zuckerfabrikation bei 600) abzusehen und auf den dadurch erzielten Vorteil, erhöhte Verdampfungsleistung oder mehrfachere Dampfausnutzung, zu verzichten.
Da der Einfluss der Zähflüssigkeit bei dünner Schicht sich sehr wenig geltend macht, könnte man bei Anwendung des in der Patentschrift beschriebenen Verfahrens die Siedetemperatur weiter als bisher möglich erniedrigen. Allein die Ausbreitung des Saftes in dünner Schicht in der geschilderten Weise begegnet bei hoher Konzentration und gleichzeitiger niedriger Siedetemperatur erheblichen Schwierigkeiten. Die unter diesen Umständen bestehende Zähflüssigkeit ist eine so grosse, dass die Ausbreitung des Saftes über die ganze Fläche nicht mehr erfolgt, sondern sich auf einen mehr oder minder grossen Sektor beschränkt.
Diesem Übelstande wird im Sinne der Erfindung in wirksamer Weise dadurch begegnet, dass die zu verdampfende Flüssigkeit bei Zufuhr durch die Hohlwelle nicht unmittelbar auf die dampfbeheizten Hohlscheiben geleitet wird, sondern durch Bohrungen einer Nabe auf einem ringförmigen Träger für die Hohl-scheiben gelangt, auf dessen Ober-und Unterseite sie sich ausbreitet, um dann an den Randflächen der Scheiben hochzusteigen bzw. niederzugehen und schliesslich auf der Ober-und Unterseite der Scheiben ausgebreitet zu werden.
Fig. i zeigt die angegebene Vorrichtung im lotrechten Mittelschnitt, Fig. 2 im wagrechten Schnitt, wobei alle für die Erfindung unwesentlichen Teile des Verdampfapparates weggelassen sind.
Die Hohlwelle b ist durch eine Mittelwand z geteilt. Der rechtsseitige Kanal führt Heizdampf, der linksseitige den Saft. Die Hohlscheibe f sitzt an einem Ring y, der seinerseits an der Nabe w, welche die Hohlwelle umgibt, befestigt ist. Der Dampf strömt durch ein in eine Bohrung der Nabe ? c eingesetztes Rohr v in die Hohlscheibe f, während der Saft durch die Bohrungen M auf die Ober-und Unterseite des Ringes y gelangt.
Durch die Fliehkraft wird der Saft an den äusseren Rand des Ringes getrieben, dort steigt er an der Randfläche t der Scheibe empor bzw. sinkt nieder und gelangt längs des ganzen Umkreises der Scheibe auf ihre Ober-und Unterfläche. Die Fliehkraft verteilt somit den Saft unter Überwindung seiner Zähflüssigkeit auf der inneren Scheibenrandfläche t und er gelangt vollkommen ausgebreitet auf die beiden Flächen der Hohlscheibe, wo unter dem Einflusse der Fliehkraft seine Ausbreitung in dünner Schicht vor sich geht..
PAT-ENT-ANSPRÜCHE : i. Ausführungsform der Vorrichtung zum Anwärmen und Verdampfen von Flüssigkeiten
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die durch die Hohlwelle zugeführte zu verdampfende Flüssigkeit geleitet wird.
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