AT82451B - Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergabe von Gemälden auf Gewebeschichten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergabe von Gemälden auf Gewebeschichten.

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Gino Piccioni
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Gino Piccioni
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  Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergabe von Gemälden auf Gewebeschichten. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wiedergabe von Gemälden auf Gewebeschichten durch Zerlegung der Gemälde in möglichst kleine Einzelteilchen. Hierbei werden für diese Einzelteilchen Fäden von entsprechender Farbe   ausgewählt'und   diese nach einem bekannten Verfahren nebeneinander durch zahlreiche hintereinander angeordnete Gewebeschichten hindurchgeführt und zwischen den Schichten durchschnitten. 



   Die Erfindung besteht nun darin, dass das wiederzugebende und zu vervielfältigende Vorbild auf den Schnitt eines buchartigen Blockes zusammengepresster Blätter aufgemalt und hierauf durch Auseinandernehmen der Blätter zerlegt wird. Die einzelnen, auf jeder Blattkante erscheinenden Farbflecke werden hinsichtlich ihres Farbtones und ihrer Länge durch Zahlen ausgedrückt und diese Zahlen werden auf Bänder aufgedruckt, die zur Bestimmung der auszuwählenden Fäden dienen. 



   Die zur Durchführung des bekannten Webverfahrens diende Maschine umfasst eine Anzahl hohler Nadeln mit in denselben   yor-und zurückschiebbaren   Hakennadeln zum Erfassen und Durchziehen der Fäden durch die Gewebeschichten, die in bekannter Weise durch kammartige Führungen voneinander geschieden sind. 



   Das Einstellen und Aufdrucken der den Farbton und die Länge der Farbflecken angebenden Zahlen auf die Bänder erfolgt in einer Vorrichtung, bei welcher in der Nähe der die Farbflecke enthaltenden Blattkante einerseits ein Farbtonlängenmass und andrerseits ein verschiebbares Farbstufenband mit Zahlentypen angeordnet ist, die sich zusammen mit anderen die Farbtonlänge wiedergebenden Zahlentypen einstellen lassen und auf dem Zahlenband abgedruckt werden. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. i die Oberansicht und Fig. 2 den Querschnitt eines derartigen Blockes. 



   Er besteht aus einer beliebigen Anzahl dicker Blätter a aus Karton o. dgl., die in einem Rahmen b so zusammengepresst sind, dass die oberen Kanten eine Ebene bilden. Diese Ebene ist mit dem Schnitt eines Buches vergleichbar. Das Vorbild wird auf diesen Schnitt aufgemalt, worauf dann der Block aus dem Rahmen b gelöst und die zweckmässig nummerierten Blätter a voneinander getrennt werden. 



   Auf jeder Schnittkante befinden sich somit einzelne Farbflecke, deren Länge und Farbton verschieden ist. Für jeden Farbwert ist nun eine bestimmte Nummer vorgesehen und auch für die Länge der Farbflecke ein bestimmtes Längenmass als Einheit gedacht. Jede Schnittkante wird mit einer Skala verglichen, um den Farbwert und die Länge der einzelnen Farbflecke zu bestimmen, worauf die betreffenden Nummern auf ein aufrollbares Band aufgetragen werden. 



  In derselben Weise wird mit jeder Schnittkante verfahren, so dass also eine Anzahl von Bändern gewonnen werden, die in der richtigen Reihenfolge durch Zahlen die auf jede Schnittkante entfallenden Farbflecken der Länge und dem Farbwert gemäss andeuten. Diese Bänder werden aufbewahrt, um auch ohne das Vorbild zu jeder beliebigen Zeit das Vervielfältigungsverfahren ausüben zu können. 



   Zur Ermittlung der Zahlen, die der Länge und dem Farbwert des jeweiligen Farbfleckes entsprechen und zum Aufdrucken dieser Zahl auf ein Band ist eine Vorrichtung bestimmt, von der die Fig. 6 und 7 eine Ausführungsform wiedergeben. Fig. 6 zeigt die Seitenansicht und Fig. 7 die Oberansicht. 



   Das Kartonblatt a wird, mit dem bemalten Schnitt nach oben, in die Haltevorrichtung 2 eingesetzt und festgeklemmt. Neben dem Kartonblatt a befindet sich dicht anschliessend einerseits ein Farbtonlängenmass 3, andrerseits die Skala oder das Farbstufenband 4. Durch Verschiebung des Farbstufenbandes   4   wird der Farbton eingestellt, der mit dem auf dem Kartonblatte befindlichen Farbton übereinstimmt. Die Anfänge des Farbtones auf dem Farbstufenband und dem Kartonblatt müssen mit dem Nullpunkt des Tonlängenmasses zusammenfallen. 



  Ist der gesuchte Farbton eingestellt, so hat sich mit ihm eine, den Zahlenwert des betreffenden Tones angebende Drucktype   J   über den Drucktisch 6 gestellt. Die Drucktypen 5 sind an der unteren Seite des Farbstufenbandes   4   befestigt, und zwar für jeden Farbton eine, die die ihm entsprechende Zahl trägt. 



   Der Arbeiter liest jetzt den   Tonlängenwert ab   und überträgt ihn durch Drehen des Hand-   griffes 7 soweit, bis der Zeiger 8 über der gewünschten Zahl steht. Diese Zahlen sind auf dem Ring 9 deutlich lesbar aufgetragen. Durch das Drehen des Griffes 7 wird vermittelst Welle 12   und Mitnehmer 13 die Typenscheibe 11 mitgedreht. Es stellt sich nun die die einzustellende Zahl tragende Drucktype 10 unter den Drucktisch 6a. Zwischen den Typen und dem Drucktisch läuft ein Druckband   17,   welches von einem Farbband 18 überdeckt ist. Der Hebel 7 wird 

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 bei Freigabe durch die Feder 16 in die Anfangsstellung zurückgedreht, das Typenrad 11 wird jedoch durch das Gesperre 14, 15 festgehalten.

   Wird jetzt der Hebel vermittelst des Gelenkes   24   noch weiter zurückgedrückt, so stösst der Ansatz 25 gegen die Stange 26 und bewirkt durch den Zug 27 das Niederschlagen des Hammers 28. Hierdurch werden die eingestellten Zahlentypen abgedruckt. Bei dem darauffolgenden Hochgehen des Hammers 28 löst dieser das Gesperre 14, 15 aus und die Typenscheibe 11 kehrt, durch die Feder 29 bewegt, in die Anfangsstellung zurück. 



  Bei dem durch Feder 16 bewirkten Zurückschnellen des Hebels 7 wird gleichzeitig das Druckband 17 durch den Trieb   21,   welcher auf die Aufrollspule wirkt, weiter transportiert, so dass eine freie Druckstelle unter die bereits eingestellten Drucktypen kommt. Aber auch der den Karton tragende Schlitten wird durch den Zahntrieb 22 bis 23 um das eingestellte Mass vorgeschoben, damit der neue Farbtonanfang wieder an den Nullpunkt des Tonlängenmasses zu liegen kommt. Damit beim Einstellen der Tonlänge Kartonblatt nebst Druckband nicht   zurück-   bewegt werden, schaltet das Sperrad 19 die Welle 20 nebst den mit ihr fest verbundenen Antrieben 21 und 22 aus.

   In derselben Weise wird mit jedem Farbfleck auf der Schnittkante des betieffenden Kartonblattes verfahren, so dass ein Band entsteht, das hintereinander die Zahlen aufweist, die den Farbwert und die Farblänge der einzelnen Farbflecke wiedergeben. 



   Nachdem alle Schnittkanten der Kartonblätter auf diese Weise in eine entsprechende Zahl von Zahlenbändern umgesetzt sind, werden diese aufbewahrt, um für die Auswahl der Fäden bei der Herstellung des Gewebes benutzt zu werden. Zu diesem Zwecke werden die Zahlen von jedem Band abgelesen und farbige Fäden ausgesucht, deren Farbwert und Anzahl den zugehörigen Zahlen des betreffenden Bandes entsprechen. Diese Fäden werden dann in den Abständen, die den zugrunde gelegten Farbeneinheiten entsprechen, nebeneinander vor der zur Vervielfältigung benutzten Maschine aufgehängt. In derselben Weise wird mit jedem Bande verfahren, nachdem die dem vorhergehenden Bande entsprechenden Fäden in der Maschine verarbeitet worden sind. 



   Fig. 3 zeigt einen lotrechten Schnitt durch ein Bruchstück der Maschine, die zum Einziehen der ausgewählten Fäden in die Gewebeschichten dient. Um obere Leisten c und untere Leisten d, von denen nur eine geringe Anzahl veranschaulicht ist, sind die Gewebeschichten f so geschlungen, dass sie mit passendem Abstand in lotrechter Richtung ausgespannt erscheinen. 



  An der Vorderseite der Maschine (die hier links zu denken ist) ist die einem Bande entsprechende Farbenreihe aufgehängt zu denken. In derselben Höhe befindet sich auf der Hinterseite der Maschine (hier also rechts) auf einem Bett g in horizontaler Ebene nebeneinander eine Reihe von Nadeln, deren Zahl und Abstand denjenigen der Fäden auf der Vorderseite der Maschine entspricht. 



   Eine solche Nadel ist in den Fig 4 und 5 veranschaulicht. Sie besteht aus einer hohlen Nadel h, in der sich eine Hakennadel i befindet. Diese kann innerhalb der hohlen Nadel h so verschoben werden, dass der Haken heraustritt (Fig. 4) oder in der hohlen Nadel verschwindet (Fig. 5). 



  Die sämtlichen Nadeln sind so untereinander verbunden, dass sie gemeinschaftlich durch die   Gewebeschichten f hindurchgeführt   und dass die Hakennadeln in den hohlen Nadeln gemeinschaftlich verschoben werden können. Der Mechanismus, der hierzu dient, ist nicht veranschaulicht worden. Zwischen den einzelnen Gewebeschichten f befinden sich feststehende Leisten k, die in der Höhe der Nadeln mit Bohrungen m ausgerüstet. sind. Diese Bohrungen dienen den Nadeln als Führung, während die Leisten k die Gewebeschichten beim Durchstechen in ihrer genauen Lage erhalten. 



   Die Nadelreihe wird zunächst mit zurückgeschobenen Hakennadeln durch die Gewebeschichten geschickt, so dass also in diese Löcher eingestochen werden. Alsdann werden die Hakennadeln i allein vorgeschoben, um mit ihren Haken so an die aufgehängten Fäden heranzukommen, dass diese bei dem nachfolgenden Zurückziehen der Hakennadeln von den Haken erfasst werden. 



  Sind diese in den hohlen Nadeln   h   verschwunden, so wird die Nadelreihe zurückgezogen, was zur Folge hat, dass die Fäden durch die vorgestochenen Löcher der verschiedenen Gewebeschichten   hindurchgezogen werden. Ist dies geschehen, so wird eine neue Fadenreihe aufgehängt und die Gesamtheit der Gewebeschichten um die Dicke eines Blattes a gehoben oder gesenkt, worauf   die neue Fadenreihe in derselben Weise in die Gewebeschichten eingezogen wird. Zum Schluss werden die verschiedenen Fäden durch die zwischen den einzelnen Gewebeschichten befindlichen Messer n durchschnitten. 



   Jede Gewebeschicht enthält dann dicht nebeneinander befindliche farbige Fadenstückchen, die an beiden Seiten der Schicht hervorstehen und in dieser ohne weiteres gehalten werden. 



  Man kann aber auch die für die Rückseite bestimmte Fläche mit irgendeinem Klebmittel bestreichen, so dass die   Farbstückchen   an dieser Seite mit der Gewebeschicht fester verbunden werden. Auf der Schauseite bietet sich dann ein haltbares farbiges Bild, das mit eigenartigem Sammeteffekt das Vorbild farbgetreu wiedergibt. Die Anzahl der Wiederholungen ist beliebig   und kann z. B. mühelos auf etwa hundert hintereinander angeordneten Gewebeschichten bewerkstelligt werden. Da sich die Bänder mit den die Grösse und den Farbwert der Einzelflecke   

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 andeutenden Zahlen-aufbewahren lassen, so kann auch ohne nochmalige Vorbereitung und ohne Benutzung des Vorbildes das Vervielfältigungsverfahren jederzeit wiederholt werden. 



   Selbstverständlich können die Gewebeschichten statt in lotrechter Richtung hintereinander auch in wagrechter Richtung übereinander angeordnet sein. Ebenso kann man die aufgehängte Fadenreihe lotrecht anordnen, indem dann das Bild nacheinander in lotrechten nebeneinander befindlichen Streifen erzeugt wird. 



   PATENT-ANSPRüCHE :   I.   Verfahren zur Wiedergabe von Gemälden auf Gewebeschichten durch Zerlegung des Gemäldes in möglichst kleine Einzelteilchen, für welche Fäden von entsprechender Farbe ausgewählt, nebeneinander durch hintereinander angeordnete Gewebeschichten hindurchgeführt und zwischen den Schichten durchschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, dass das wiederzugebende und zu vervielfältigende Vorbild auf den Schnitt eines buchartigen Blockes zusammengepresster Blätter aufgemalt und hierauf durch Auseinandernehmen der Blätter zerlegt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass Zahlen, die Farbton und Länge der einzelnen Farbflecke jeder Blattkante wiedergeben, auf Bänder aufgedruckt werden, die zur Bestimmung der auszuwählenden Fäden dienen.
    3. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, bei welcher zwischen den einzelnen Gewebeschichten Führungen für die hindurchzuführenden Fäden angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Erfassen und Durchziehen der Fäden dienenden Nadeln hohl ausgebildet sind und jede derselben eine zum Erfassen des Fadens bestimmte vor-und zurückschiebbare Hakennadel enthält.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe der die Farbflecke enthaltenden Blattkante einerseits ein Farbtonlängenmass und andrerseits ein verschiebbares Farbstufenband mit Zahlentypen angeordnet ist, die sich zusammen mit anderen die Farbtonlänge wiedergebenden Zahlentypen zum Zwecke des Aufdruckes auf das Zahlenband einstellen lassen.
AT82451D 1913-12-18 1913-12-18 Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergabe von Gemälden auf Gewebeschichten. AT82451B (de)

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