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Einrichtung zur Aufnahme von auf Schnelltelegraphenleitungen, insbesondere
Hughesleltungen, beförderten Ziehen.
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zunehmen. Die Erfindung verfolgt den Zweck, das Abnehmen und Nachsenden von auf derartigen Leitungen beförderten Telegrammen durch anschluDlnse Stationen stabilen oder mobilen Charakters (z. B. Eisenbahnen, Schiffe usw.) zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird der Erfindung
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Hochfrequenzstromstösse auf einen Schwingeungskreis und über Zusatzapparate auf einen elektromagnetisch, akustisch oder optisch wirkenden Aufnahmeappant übertragen werden der die Festlegung des Zeitintervalls zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stromstössen ermöglicht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Einfindung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt
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form der Antage und Fig. S eine Ausfühtungsform einer Anlage mit mehrfachen Leitungsprofilen.
Die Anlage gemäss Fig. I besteht aus einer an sich bekannten Hughesanlage a mit einem
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korrespondenz stationen sind in der üplichen abgekürzen Darstellung wiedegegeben, 1,1 sind die Magnetrollen, ; 3 der Anker, 3 der Schlittenkontakt, 4 die Batterie, 5 der Batteriehebel, der zwischen dem Batterie-und Ruhekontakt 6 bzw. t spielt, S ist die Erdungsplatte, ? die Hughesleitung (Kabel-oder Freileitung).
Die Empfängerstation b weist einen Empfangsschwingungskreis 20 auf, der aus einem
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dem Empfangsdetektor J besteht. Im Anschluss befindet sich ein Lautverstärker 26 an sich bekannter Konstruktion, an den ein Aufnahmeapparat 30 angeschlossen ist, der die Festlegung
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Wie bekannt, erfolgt die Zeichenübermittlung bei Hughesleitung durch Gleichstrom. und zwar durch eine Klaviatur, die 28 Tasten aufweist. Auf dieser Klaviatur ist das Alphabet. die Ziffern und Zeichen in Kombination enthalten. Eine Taste der Klaviatur (Buchstabenblanche) dient zum Auslösen der Hughesapparatur, eine andere Taste (Ziffernblanche) zum Umstellen der Apparatur von Buchstaben auf Ziffern bzw. Zeichen. Die Gesamtapparatur wird durch Drücken der Taste Buchstabenblanche ausgelöst, worauf der auf der Stifscheibe 40 angeordnete Schlitten 41 zu rotieren beginnt.
Bei dieser Rotation wird der Kontaktarm 41' des Schlittens 41 durch den durch die Taste emporgedrückten Stift abgebogen, der Strom geschlosen und nach Vorbeieilen des Schlittens wieder geöffnet, Während der Dauer des Vorbeigleitens des Schlittens an dem emporgedrückten Stift bleibt der Strom geschlossen, so dass ein Gleichstromstoss durch
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wird in diesem Augenblick die korrespondierende type des Typenrades abgedruckt.
Es ist bekannt, dass in jedem Leiter bei Stromschluss und Stromunterbrechung ein Induktionsstoss entsteht, und zwar ist die Intensität des Induktionsstromes bei der Stromöffnung immer stärker als bei Stromschluss. Dies hat für die vorliegende Apparatus zur Folge, dass die Leitung 10 in elektrische Eigenschwingungen gerät, deren Charakteristik von der Leitungslänge und der Kapazität bhängig ist. Diese Eigenschwingungen des Leitungsabschnittes 10 werden ohne jedwede An-oder Einschaltung auf rein induktivem Wege von dem Schwingungskreis 20 der Empfängerstation b aufgenommen.
Durch entsprechende Abstimmung der variable Kapazität und Selbstinduktion kann vollkommene Reinheit und Störungsfreiheit der Schwingungen im Empfängerkreis erzielt werden.
Jene Schwingungen, die durch Stromschluss an der Stiftscheibe des Hughesapparates in der Leitung 10 entstehen, sind störend : sie können durch Regulierung des Lautverstärkers 26 und feine Abstimmung des Empfangskreises abgeschirmt werden. da sie ja ohnedies im Verhältnis
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zu dem bei Stromunterbrechung entsprenenden schwächer sind. Die aufgenommenen Schwingungen werden auf den Detektorkreis übertragen, im Empfangsdctcktor 25 in Gleichstromimpulse zerlegt, deren Intensität im Lautverstärker 26 vergrössert wird. Durch diese Gleichstromimpulse, die durch die Windungen-3 des Stabmagneten 37 laufen, wird das magnetische Feld verändert und die Membran 33 in mechanischs Schwingungen versetzt.
Hierdurch wird das Schreibhebelwelk betätigt und auf dem Streifen. 36 Zeit hcn nach der in Fig. 4 ersichtlichen Art aufgetragen. DEr Papierstreifen 36 wird mit einer Geschwindigkeit von zirka 40 ci) pro Sekunde bewegt.
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Mass für den jeweiligen vom Schlitten 41 des Hughesapparates zurückgelegten Weg an. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen den in der Hughesleiung übertrageen und den auf dem Papier-
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wichtigen : Das Typenrad bzw. die Stiftenscheibe des Hughesapparates ist so konstruiert, dass sich diametral gegenüber der Marke ,,Buchstbenblanche" die Marke des Buchstaben "nu befindet.
Der Teil des Stiftenscheibenumfanges #, der zwischen Buchstabenblanche und n liegt, ist in 14 gleiche Teile geteil. so dass auf jeden einzelnen Teilstrich ein Buchstabe bzw. eine Ziffer oder ein Zeichen entfällt. Die einzelnen Buchstaben bzw. Ziffern und Zeichen sind a ! so auf der
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Zeichenreihe. Die Stiftenscheibe ist somit in 28 untereinander gleiche Teile geteilt.
Weiters ist zu berücksichtigen, dass international die Inbetriebsetzung eines jeden Hughesapparates stets durch das Drücken der Taste Buch. stabenblanche und darauffolgendes Niederdrücken der B1èchstabentasten erfolgt. Dieser internationale fest geregelte Aufruf hat zur Folge, dass die ersten am Tapierstreifen niedergeschriebenen Zeichen α1, α2 in einer Entfernung #' auf-
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dies, dass das aufgegebene Hughestelegramm wie folgt zu lesen ist : Buchstabenblanche, n, Buchstabenblanche, n, r, Ziffernblanche 6, 9.
Zur leichteren Übertragung der graphischen Zeichen in leicht lesbaren Text können die verschiedenargitsten Einrichtungen verwendet werden. Die in den Fig. 5 und 6 veranschaulichte Einrichtung benutzt Aufnahmszeichen in Form von Löchern Fig-5), die mittels auf diese Löcher einwirkende Übertragungsvorrichtungen in leicht lesbaren Text übeitragen werden.
Der mit Löchern verschene Papierstreifen 36 (Fig. 6) wird durch eine Kontaktvorrichtung 50, 51 hindurchgezogen, die aus der in Fig. 6 ersichtlichen Weise mit einem Hughesschreiber 54, 55 elektrisch verbunden ist. Für das Ablesen der Zeichen ist es erforderlich, die Durchktufgeschwindig- keit des Papierstreifens 36 mit der Geschwindigkeit der Stiftscheibe des Hughesschreibers 54, 55 in Einklang zu bringen. und zwar derart, dass der Entfernung zweier Lochzeichen α1, α2 (Fig. 5), also der Strecke', die Strecke). der Stiftscheibe (Fig. 3) entspricht.
Ist dieser Synchronismus zwischen der Durchlaufgeschwindigkeit des Papierstreifens und der Umfangsgeschwindigkeit der Stiftscheibe des Hughesapparates hergestellt, so wird jedes durch den Kontakt durchlaufende Lochzeichen automatisch im Hughesschreiber abgedruckt, d. h. die aufgenommenen Zeichen werden direkt in sofort lesbare Typenschrift umgewandelt.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung zur Zeichenaufnahme von Schnelltelegraphenleitungen lässt sich auch bei meh'fachen Leitungsprofilen anwenden, da durch die verschiedenen Leitungslängen 10', 10", 10"'Differenzen in den Eigenschwingungen der einzelnen Leitungen entstehen. Soll beispielsweise von der Leitung meine Depesche aufgenommen werden und sind Störungen der Xachbarleitungen zu befürchten, so können diese Störungen durch Einschaltung einer Drosselspule 60 abgeschirmt werden.
An Stelle des bei der ANlage gemäss Fig. I beschriebenen elektremagnetischen Schreib-
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Falle wird an den Lautverstärker 26 ein Relais 71 angeschaltet, das mit einer Lokalbatterie 72 den Hughesschreiber 70 betätigt. Die von der Sendestation der Hughesleitung 10 abgesandten
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umzuwandeln. Ebenso wäre es auch möglich, an Stelle der beschriebenen Aufnahmeapparate optische Aufnahmeapparate zu verwenden ; dieselben könnten beispielsweise aus einem von dem Elektromagneten 31, 32 (Fig. I) betätigen Spiegelgalvanometer bestehen, welches die elektromagnetischen Impulse durch einen Lichtstrahl auf eine in Bewegung befindliche lichtempfindliche Platte projiziert.
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PATENT-ANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Aufnahme von auf Schnelltelegraphenleitungen, insbesondere Hughesleitungen, beförderten Zeichen, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Zeiclenabgabe in der Schnelltelegraphenleitung auftretenden Hochfrequenztromstösse auf einen Schwingungskreis (20) und über Zusatzapparate (25, 26) auf einen elektromagnetisch, akustisch oder optisch wirkenden
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