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Manometer.
Es sind bereits Manometer mit Plattenfeder bekannt, bei denen in der Mitte der Plattenfeder ein Zapfen mit einer kegelförmigen Endfläche befestigt ist, die durch ihre Keilwirkung bei den Formänderungen der Feder ein die Bewegungen der Feder ins Grosse übersetzendes Hebel-und Lenkersystem verstellt, das die federbelastete Zeigerwelle antreibt.
Diese Konstruktion hat aber den Nachteil, dass die das Hebel-und Lenkersystem bewegende Keilwirkung von einem Organ ausgeht, das unmittelbar an der Feder befestigt ist und
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Belastung ausgesetzt ist, die eine rasche Abnutzung der die Keilwirkung ausübenden Organe zur Folge hat, wodurch selbstverständlich die Genauigkeit der vor einer Teilung stattfindenden Zeigerbewegung leidet.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Manometer, bei dem die Keilwirkung von dem längeren Arm eines Hebels ausgeübt wird, der auf einem kürzeren Arm von den Form- änderungen der Feder beeinflusst ist, so dass also die die Keilwirkung ausübenden Elemente längere Bewegungen ausführen als bei der früher erwähnten Konstruktion und auch geringeren
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Abnutzung p. aktisch dann überhaupt nicht gesprochen werden und die Genauigkeit der Zeigerbewegung bleibt stets dieselbe. Da die Bewegungen der die Keilwirkung ausübenden Organe verhältnismässig gross sind, so sind auch keine Zwischenglieder nötig, um eine entsprechend Zeigerbewegung zu erhalten.
Es ist aber nun auch möglich, die Steigung der
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machen, um den verschieden starken Formänderungen der Feder bei stetig sich änderndem Drucke in der Weise Rechnung zu tragen, dass der Zeiger für gleiche Druckunterschiede innerhalb des Messbereiches stets um denselben Winkelbetrag geschwenkt wird, so dass an allen Stellen des Messbereiches die gleiche Ablesungsgenauigkeit besteht, da die Teilstriche der Skala an allen Stellen gleich weit voneinander entfernt sind.
Eine Ausführungsform eines Manometers gemäss der Erfindung ist in den Fig. I, 2 und 3 in einem Achsialschnitt, in Kreuzriss und in Draufsicht bei abgehobenem Zifferblatt samt Zeiger und mit Weglassung des Gehäuses veranschaulicht.
Auf der mit dem Druckstutzen 1 versehenen Grundplatte : 2 ist zum Abschluss des Druckraumes 3 in gebräuchlicher Weise die Plattenfeder 4 mit ihrem Rande befestigt,
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der Mitte der Plattenfeder ist ein Stahlplättchen 6 befestigt, auf dem die Spitze einer Schraube 7 aufruht, die in einem Hebel 8 sitzt, dessen Drehachse 9 in Lageiarmen ss des Rahmens 5 liegt. Die Lagerung der Achse 9 ist. wie aus den Fig. i und 3 zu ersehen ist, etwas ausserhalb des Mittels der Plattenfeder 4, so dass also bei Ausschlagen der Feder 4 unter einem in der Kammer 3 auftretenden Druck auf den Hebel ein Drehmoment durch Vermittlung der Schraube 7 ausgeübt wird. durch das im Sinne der Fig. i ein Aufwärtsklappen des Hebels 8 bewirkt wird.
Das Ende des Hebels 8 trägt nun eine Keilfläche 11 die quer zur Längenausdehnung des Hebels verläuft (Fig. 2 und 3) und mit der ein Stift 1'2 in Eingriff steht, der senkrecht
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von der Zeigerwelle 13 vorragt, mit der er fest verbunden ist. Bei der dargestellten Ausführungsform besteht dieser Stift 1 : 2 aus einem durch eine Bohrung der Zeigerwelle 13 hindurchgesteckten Draht, dessen hinteres, ösenförmig abgebogenes Ende 11 von dem einen Ende der Schraubenfeder 15 angefasst wird, deren anderes Ende am Rahmen 5 befestigt
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und den Hebel 8 gänzlich niedergedrückt hält. Wie die Verhältnisse gewählt sind, kann aber diese Stellung nur bei Entlastungen der Plattenfeder 4 bestehen.
Wird die Platten-
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wird der Stift 12 der nur an Ort und Stelle drehbaren Zeigerwelle 13 entgegen der Kraft der Feder 15 gegen die tieferen Stellen der Keilfläche 11 hin geschwenkt, also im Sinne der Fig. 3 aufwärts, und der auf der Welle 13 sitzende Zeiger macht diese Bewegung vor seiner Skala mit. Wird die Plattenfeder 4 wieder entlastet, so geht der Stift 12 samt der Zeigewelle 13 unter dem Zug der Feder 15 wieder zurück.
Wie bereits eingangs erwähnt, kann die Keilfläche 11 auch eine ungleiche Steigung erhalten, um innerhalb des ganzen Messbereiches des Manometers eine gleichartige oder auch jede gewünschte ungleichartige Zeigerbewegung hervorzubringen. Je mehr nämlich der Druck in der Kammer 3 anwächst, desto geringer wird bei gleichen Druckänderungen der Form- änderungsweg der Plattenfeder 4 und damit auch die Schwenkbewegung des Hebels 8.
Wird daher die Keilfläche 11 nach einer entsprechenden Kurve gekrümmt, so kann erreicht werden, dass auch bei Kleinerwerden des Formänderungsweges der Feder l der Winkelweg des Stiftes 12 stets gleich bleibt.
Wie aus Fig. i ersichtlich, ist oberhalb der Plattenfeder 4 eine Anschlagplatte 16
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dem Messbereich des Manometers. Diese Anschlagfläche verhindert also, dass bei auftretenden Überlastungen oder Druckstössen die Feder weiter als zulässig deformiert wird und vermeidet daher-jede Gefährdung der Feder und des Übertragungswerkes. Diese Anschlagplatte 16 ist selbstverständlich an der Stelle der Schraube 7 durchbrochen.
Die Form und Ausgestaltung dieser Anschlagplatte 16 kann natürlich verschiedenartig sein und sie braucht nur aus einzelnen Teilen zu bestehen, die eine genügende Unterstützung der maximal deformierten Feder 4 gewährleisten. Überhaupt kann die konstruktive Aus-
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erfahren und insbesondere ist es auch möglich, die Keilfläche anstatt an dem Hebel 8, an einem Arm der Zeigerwelle anzubringen, da es ja bloss wesentlich ist, dass die Organe zur Ausübung der Keilwirkung an dem längeren Arm des Hebels 8 wirken.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Manometer mit Plattenfeder, die bei ihren Formänderungen die Zeigerwelle durch die Keilwirkung einer schrägen Anlauffläche antreibt, dadurch gekennzeichnet. dass diese Keilwirkung von dem längeren Arm eines Hebels (8) ausgeübt wird, der auf einem kürzeren Arm von den Formänderungen der Feder (4) beeinflusst ist, um für die Keilwirkung längere Bewegungen und geringere spezifische Beanspruchungen zu erhalten.