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Vorrichtung zum Auslösen der Schliessbewegung von Schottentüren u. dgl. in Schiffen.
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Auslösen der Schliessbewegung von Schottentüren u. dgl. auf Schiffen und. bezieht sich auf jene Art von Türen, die unter gewöhnlichen Verhältnissen in der Offenstellung festgehalten sind und beim Auslösen von selbst zugehen. Meist wird bei solchen Türen eine Sperrvorrichtung angewendet, um die Tür in der Offenstellung zu halten. Eine solche Sperrvorrichtung erfordert häufig die Ausübung einer beträchtlichen Kraftanstrengung zu ihrer Auslösung.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Vorrichtung mit Energieaufspeicherung, in der stets ein Kraftvorrat zur Verfügung steht, der augenblicklich auf die Sperrvorrichtung zur Wirkung gebracht werden kann, um diese durch einfaches Ausschwingens eines Handhebels zu lösen.
Gemäss der Erfindung wird ein Federakkumulator so ausgebildet, dass er für jenen Zweck entweder an einer Hauptstelle, z. B. auf der Kommandobrücke oder an verteilten Stellen, besonders an den Türen, verwendet werden kann. Zur Aufstellung an einer Hauptstelle wird der Federakkumulator mit einem Kolben verbunden, um Wasserdruck auf kleine Kolben zur Wirkung zu bringen, die mit den Sperrvorrichtungen an den Türen verbunden sind. Zur Aufstellung an den einzelnen Türen wird der Akkumulator unmittelbar mit der Sperrvorrichtung verbunden.
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worauf die Feder sich entspannt und ihre Auslösewirkung ausübt.
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sitzt. Ein Kupplungsteil G6 auf der Welle G5 ermöglicht den Antrieb dieser Welle durch das Hand- rad E5.
Der Zylinder wird durch ein Gefäss ca gefüllt gehalten, das durch ein Leitungsrohr C4 mit einem Kanal C5 verbunden ist. der durch Öffnungen mit dem Zylinder Cl in Verbindung steht.
Der Wasserzulauf wird dabei durch einen Hahn C''geregelt. Zweckmässig wird der Kanal C5 mit einer Öffnung C3 am Boden der Vorrichtung durch ein Rohr C9 \'erbunden, so dass. wenn der Kolben C2 durch die Federn nach oben getrieben wird, der Kolben über die Öffnungen hinweggeht und so den Zufluss freigibt. Sogleich kann Wasser vom Gefäss C3 durch die Rohre C4 und C9 fliessen und den hinter dem aufsteigenden Kolben wachsenden Raum. ausfüllen. C7 ist ein Sicherheitsventil, das dem Entstehen eines übermässigen Druckes vorbeugt. wobei das übertretende Wasser durch das Rohr C"zum Gefäss C3 zurückkehrt.
In Fig. 2 und 3 sind j1 und J2 seitliche Stangen zwischen dem Querhaupt H5 und den Katarakt- oder Hubregelungszylindern J3 und J4, die etwaige plötzliche Bewegungen dämpfen. J6 sind Glieder. die von den beiden Enden der Bolzen J7 des Rahmens herabhängen und J6, sind
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sind durch einen Mittelzapfen so miteinander verbunden, dass sie einen Kniehebel bilden. Wenn das Handrad unter Einrückung der Kupplung G6 gedreht wird, so dass der Kolben C2 niedergedrückt wird und dadurch mittels des Querhauptes H5 die Federn zusammendrückt, so legen sich schliesslich Nasen J2 der Glieder J6 gegen federnde Anschläge K. wodurch die Glieder selbsttätig so eingestellt werden, dass die Mittelachsen ihrer Drehbolzen in einer lotrechten Geraden übereinanderliegen.
In dieser Lage wirken die Glieder als Spreizwerk zwischen dem Maschinengestell und den Stangen J1, J2 und hindern die Federn H3, H4 den Kolben C2 anzuheben.
Kl, K2 sind Daumen auf einer Welle K3, die für gewöhnlich das Mittelgelenk der Glieder J5, J6 hindern, sich nach der linken Seite der Fig. 2 zu bewegen. Wenn man die Daumen K\ K2 mittels eines Handhebels K4 dreht, so werden die Mittelgelenke der Kniehebelglieder ,/* nach rechts in Fig. 2 entgegen der Wirkung der Federanschläge K gedrängt. Dadurch werden sofort die Federn H3, H4 ausgelöst, so dass sie den Kolben C2 und die Stangen j1, J2 anheben. Währenddessen legen sich die Glieder J5, J6 gefaltet übereinander und nehmen die
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Türen gelöst werden, so dass die Türen in die Schliessstellung übergeführt werden können.
Die Rohre Bs können mit Abschlusshähnen versehen sein, so dass man durch Schliessen der betreffenden Hähne beliebig viel Türen ausschalten kann.
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rad E5 dreht, so dass jederzeit wieder ein Kraftvorrat für den angegebenen Zweck zur Verfügung steht. Wenn die Federn H3, H4 brechen sollten. kann man den Kolben C2 durch Drehen des Handrades nach oben treiben, wobei dann der Kolben HI im Zylinder H2 nach oben gleitet.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist. kann man an Stelle der kleinen Druckzylinder oder zur Unterstützung derselben, um die Kupplung A', A6 mechanisch zu öffnen, einen für gewöhnlich in Sperrstellung gehaltenen Federakkumulator oder ein Relais anwenden, der auf verschiedene Weise aus der Sperrstellung gelöst werden kann. Bei dieser Ausführungsform wirkt die Feder in der dargestellten Anordnung unmittelbar auf den Kupplungsteil ein. Ferner ist dort der
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um einen Handhebel Q9 aufzunehmen. Zwischen der Stütze Q4 und dem Gelenk Q"ist ein Paar Kniehebelglieder Rl, R2 angelenkt.
Das untere Glied R2 ist mit einer Nase R3 versehen, gegen die sich ein Federanschlag R4 legt, der ständig strebt, das Mittelgelenk der Kniehebelglieder nach der rechten Seite der Gelenkbolzenebene zu drücken gegen einen Daumen R6, der mit einem
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Daumen R5 das Mittelgelenk der Glieder nach links. Dadurch wird die Feder R, frei und hebt den Kolben an und öffnet die Kupplung A6. Die Feder R lehnt sich einerseits an die Stütze Q2 und anderrseits an eine Ringscheibe R7 des Kolbens.
An der an einem Hebel 51 hängenden Stange 52 befindet sich der Schwimmer S. Der Hebel 51 ist durch eine Schwinge 53 mit dem Handhebel R6 verbunden. Wenn soviel Wasser in das Schiff eindringt, das es den Schwimmer S anhebt, so hebt der Hehel S'den Handhehel
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und dreht dadurch den Daumen Rut so dass die Glieder R1, R2 aus ihrer Spreizstellung gelöst werden. Die Schwinge S3 ist mit einem Schlitz S4 versehen, damit der Handhebel R6, ohne den Schwimmer anzuheben, gehoben werden kann.
Man kann auch den Kern eines Solenoids T mit dem Hebel !-S''verbinden und den das Solenoid durchströmenden elektrischen Strom durch einen Schalter auf der Brücke oder an einer anderen Stelle schliessen oder öffnen. Wird das Solenoid erregt, so hebt es den Hebel an und löst die Vorrichtung in derselben Weise aus wie der Schwimmer.
Wenn die Auslösung stattgefunden hat, schiebt die Feder R den Kupplungshebel Bund den Handhebel Q9 in die strichpunktierte Lage. Um alle Teile wieder in ihre. Anfangslage zu bringen und die Feder R wieder zusammendrücken, drückt man den Hebel ! ss" zurück in die voll ausgezeichnete Stellung, wobei der Federanschlag R4 in Eingriff mit der Xa-e kommt und die Glieder Rl, R2 wieder in die Spreizstellung bringt.
Vermöge der verschiebbaren Verbindungen zwischen den Gliedern B3 und dem Hebel B sowie zwischen diesem und dem Kolben Q können die Glieder B3 und den Hebel B angehoben werden. ohne einen Einfluss auf den Kolben Q auszuüben und umgekehrt.
Es ist ersichtlich, dass bei Anwendung eines Kolbens mit einem Federakkumulator an einer Hauptstelle oder von Federakkumulatoren für die Auslösevorrichtungen jeder Tür oder durch beides ein System mit Energievorrat geschaffen wird, in dem. ohne dass man eine Krafterzeugungsanlage verwenden muss, stets aufgespeicherte Kraft vorhanden ist, um die selbstschliessenden Türen loszulassen.
Ein solches System ist besonders geeignet für Segelschiffe, die keine Kraftmaschine haben, nnd für andere Schiffe, bei denen man die Kraftmaschinenanlage nicht mit der Türschiiessvorrich- tung in Verbindung bringen will.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Auslösen der Schliessbewegung von Schottentüren u. dgl. in Schiffen. bei der zwecks Schliessens der Tür eine Sperrung im Türantrieb durch hydraulisch oder mechanisch wirkende Vorrichtungen freigegeben wird, gekennzeichnet durch einen Federakkumulator, der für gewöhnlich bei zusammengepresster Lage der Feder gesperrt ist und durch einen leichten Druck auf einen Handhebel ausgelöst werden kann, so dass die Feder ihre Kraft auf einen Plunger oder eine Stange ausüben kann, die die Sperrung auslöst.