AT81372B - Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. - Google Patents

Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl.

Info

Publication number
AT81372B
AT81372B AT81372DA AT81372B AT 81372 B AT81372 B AT 81372B AT 81372D A AT81372D A AT 81372DA AT 81372 B AT81372 B AT 81372B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rail
box
tram
superstructure
elastic
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Esto Elastischer Strassenbahn
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Esto Elastischer Strassenbahn filed Critical Esto Elastischer Strassenbahn
Application granted granted Critical
Publication of AT81372B publication Critical patent/AT81372B/de

Links

Landscapes

  • Road Paving Structures (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Strassenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. 



   Eine bisher   ungelöste   Aufgabe des Strassenbahnbaues besteht darin, Strassenbahnschienen im Asphaltpflaster so zu verlegen, dass dieses neben den Schienen nicht so schnell wie bisher zerstört wird. Bei den meist angewendeten starren Oberbauanordnungen ist die Haltbarkeit durch Verwendung von schweren Schienen mit möglichst grossem Biegungswiderstand und durch möglichst starre Verbindung mit dem Betonunterbau durch Eisenbetonplatten, Anker u. dgl. angestrebt worden. 



   Die   Ze, störungen   haben ihren Grund hauptsächlich darin, dass durch die Erschütterungen und Schläge, welche die   Wagenräder   auf die starr gelagerten Schienen in der Fahrt ausüben, einerseits der Zusammenhang des Asphaltes und der Schiene zunächst seitlich von ihr gelockert wird, andrerseits Überbeanspruchungen der Schienenoberfläche eintreten, die   zù Riffelbildungen   führen und   Zerstörungen   des unter der Schiene liegenden Betons hervorrufen, denen dieser eben auf die Dauer nicht standhält. Sobald aber erst zwischen Schiene und Asphalt die geringste Lockerung eingetreten ist, vollendet das dort eindringende Wasser schnell die Zerstörung. 



   Die aus der starren Schienenlage entstehenden Nachteile hat man neuerdings dadurch zu beseitigen gesucht, dass man die Schiene elastisch auf Holzschwellen lagerte, die unmittelbar in den Unterbeton der Strassendecke eingebaut wurden. Damit wurden zwar die mit 
 EMI1.1 
 und Geräuschdämpfung erreicht. Dagegen führten die Bewegungen der elastisch gelagerten
Schiene unter der rollenden Last umso schneller die Lockerung der Schiene von dem anschliessenden Asphalt und Beton und die Zerstörung der letzteren beiden herbei. Diese
Konstruktion hat also für das Ziel, die Haltbarkeit der Strassendecke zu verbessern, versagt.

   Auch die bereits vorgeschlagene einseitige elastische Lagerung der Schiene in einem fortlaufenden
Schienenkasten auf einer Holzunterlage vermochte das an den Kasten anstossende Ober pflaster nicht vor der Zerstörung durch die Schienenbewegung zu schützen, weil die Stösse von dem Kasten, der oben keinen Halt hatte, unmittelbar weiter geleitet wurden. Ebensowenig waren   einseitige Holzzwischenlagen,   die zwischen dem Oberpflaster und einer die Schiene einfassenden Betonschicht eingeschoben waren, imstande, der Pflasterzerstörung vorzubeugen.

   Dies ist nur möglich, wenn die Schiene in einem Kasten derart elastisch, und zwar allseitig elastisch gelagert ist, dass der Stoss innerhalb des Kastens von der elastischen Einbettung aufgezehrt wird und wenn der Kasten selbst ausserdem biegungsfest und im Unterbau so fest verankert ist, dass die Weiterleitung auf ihn auftretender stärkerer Stösse auf das Oberpflaster durch die Verankerung verhindert wird. 



   Diese Aufgabe wird von der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass die Schiene in einem biegungsfesten Kasten allseitig elastisch eingebettet ist, dessen Wände durchunter der Strassendecke liegende, in den Strassenkörper eingreifende und mit ihm ver ankerte Flanschen stossfest gelagert sind. Die Kastenwände liegen also auch bei heftigen Stössen fest und die bisher durch Erschütterungen der Schiene oder des Kastens hervorgerufen Lockerung des angrenzenden   Oberpflasters wird   vermieden. Um auch der Übertragung stärkerer Stösse auf die Kastenwand von vornherein vorzubeugen, werden in den Kasten sloche Schienen allseitig elastisch eingelagert, die durch Eigenfederung den Stoss abschwächen können.

   Demgemäss sollen Schienen mit breitem Fuss so auf elastische Unterlagen gebettet werden, dass nur die Fussränder aufruhen und der Mittelteil, über dem Steg und Kopf liegen, gewissermassen frei schwebt. Es findet hierbei dann schon eine Stromabschwächung innerhalb des Schienenquerschnittes selbst statt und auf die Kastenwände können bei noch so heftigen Stössen nur noch unbedeutende Bruchteile gelangen die von der Verankerung leicht abgefangen und in die elastische Bettung zurückgeleitet werden. Bei lotrechten Stössen weicht dann der Mittelteil des freischwebenden Fusses nach 
 EMI1.2 
 Steges im Fusslager vom   Schienenfuss   abgefangen werden. 



   Der vorliegende Oberbau, der in Fig. i im Querschnitt dargestellt ist, erfüllt die Forderung in folgender Weise : Er ist aus zwei Teilen hergestellt, aus der Fahrschiene a und einem dem Asphalt b und seine   Betonunterbettung c   abschliessenden Schienenkasten d, die im Gegensatz zu bekannten Konstruktionen nicht unmittelbar miteinander durch metallische Teile starr verbunden sind. Das Wesen der Erfindung ist vielmehr, die Schiene gegen den Schienenkasten durch elastische Zwisclhenmittel allseitig zu isolieren. 



   In Fig. i bis 2 sind zwei Ausführungsformen dargestellt, bei denen die gegenseitige elastische Isolierung in verschiedener Weise geschieht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei der in Fig. i gezeichneten Lösung wird die Fahrschiene nach unten vom Schienen- kasten durch eine elastische Zwischenlage, eine   Holzschwelle   e, und zu beiden Seiten durch
Zwischenräume getrennt, die gleichfalls mit einer elastischen Zwischenlage (imprägniertem
Weichholz f, Gummi o.   dgl.) ausgefüllt   werden. Deren Bestand darf durch die Erschütterungen der anliegenden Fahrschiene oder durch Wasser ebensowenig beeinträchtigt werden als die
Langschwelle, auf welcher die Fahrschiene ruht. 



   Nach Fig. 2 wird die Isolierung des Kastens von den auf den Kopf der Fahrschiene wirkenden Stössen der Räder dadurch bewirkt, dass die Schiene selbst die zur elastischen
Verarbeitung der Stösse nötige Federung besitzt, aber keiner elastischen Unterlage bedarf.
Da ihr breiter Fuss nur an den Kanten auf dem Kastenboden aufliegt und festgepannt ist, kann ihr Kopf sowohl lotrecht. als auch seitlich elastische Bewegungen ausführen. 



   Die Erschütterungen werden von den das Asphalt abschliessenden Konstruktionsteilen somit fern gehalten oder doch so abgeschwächt, dass zwischen ihnen und der Strassendecke und dem Beton keine Fuge entsteht, weil die Fahrschiene elastische Bewegungen ausführen kann, ohne dass der den Abschluss der Strassendecke bildende Kasten und die Strassendecke selbst davon berührt werden. Schliesslich ist die Druckbeanspruchung des Unterbetons durch die
Einschaltung des breiten Kastens auf die Hälfte derjenigen vermindert, welche bei den un- mittelbar starr in den Beton eingebetteten Schienen auftritt. 



   Um den dauernden Anschluss des Deckpflasters (Asphaltes) an den Schienenkasten zu sichern, erhält dieses die Strassendecke untergreifende Flanschen, die in den Strassenkörper eingelagert und druckmässig mit ihm verankert sind. Sie dienen auch dazu, um biegungsfeste Stossverbindungen zwischen den einzelnen Kästen zu schaffen. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. i wird die Schiene a etwa alle Meter auf der auf dem Kastenboden ruhenden Holzlangschwelle e durch elastische Druckkörper k festgepresst. Diese hindern durch ihre dem Schienfuss entsprechende Querschnittsform und dadurch, dass sie sich gegen die Kastenwände stemmen, eine Verschiebung des Schienenfusses auf der Kastenmitte infolge seitlicher Kräfte. Die Druckkörper bestehen aus kurzen, im Querschnitt keilförmigen Hartholzstücken k, die mit Schraubenbolzen   1,   welche durch Langlöcher unter den Kastenboden greifen, den Schienenfuss auf der Unterlage festpressen. 



  Zur gleichmässigeren Verteilung des Druckes der Schraubenmutter auf das Hartholzstück dient eine winkelförmige eiserne Unterlagsplatte w. 



   Das elastische Druckstück kann, wie bei der Ausführungsform Fig. 2, auch ganz aus Eisen bestehen (n,   n').   Das Stück n'wird mit der Schraube r befestigt. Es kann auch, wenn es gegen Vorsprünge m der Kastenwand gestützt wird, ohne Schrauben eine ausreichende Klemmung des Schienenfusses bewirken (siehe linke Seite der Fig. 2). 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der federnde Schienenfuss der Schiene nur an den Seiten durch kleine Unterlagen g unterstützt, so dass die Schiene auf und ab schwingen kann. 



   Die Versteifungsflanschen o der Kastenwände liegen nicht in der Strassenoberfläche, sondern etwa in der Höhe, wo die Decklage, das Asphaltpflaster, anfängt. Ein neben der
Schiene auf dem im Sommer elastischen Asphalt stehendes Wagenrad wird also nicht die
Kastenwand eindrücken, sondern gerade durch sein Gewicht den Flansch und damit auch die Wand festhalten und die Fugenbildung neben dem Kastenrande verhindern. Die Flanschen sind entweder mit dem Kasten fest verbunden oder werden durch angeschraubte Winkel gebildet. Sie haben der zuverlässigeren Unterstopfung wegen eine flache Form und erhalten in kurzen Abständen Löcher, in welchen Anker p zur weiteren Festlegung der
Wände in seitlicher Richtung angebracht werden. 



   Die Flanschen dienen gleichzeitig dazu, zusammen mit den verbreiterten Bodenlamellen oder Unterlagen eine billige, zuverlässige, biegungsfeste Stossverbindung zwischen zwei Kästen zu schaffen. 



   Bei dem vorliegenden Oberbau gewährleistet die elastische Lagerung auch eine weitgehende Schonung der Wagen und der Schiene und grosse Ersparnisse an deren Unterhaltungskosten sowie Geräuschdämpfung. Alle im Schienenkasten liegende Oberbauteile, die Fahrschiene, ihre Befestigung und Unterlage zu ihren beiden Seiten können schnell mit geringen Kosten erneuert werden. 



   Bei Holzpflaster kann ein fester Abschluss der Schiene gegen dieses Oberpflaster im Gegensatz zum Asphalt entbehrt werden. Der Schienenkasten würde dann nur bis unter das Holzpflaster zu reichen brauchen. In ihm selbst erfolgt die elastische Lagerung beispielsweise durch unter dem Schienenfuss vorgesehene Zwischenlagen. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : i. Strassenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster u. dgl. mit in einem Schienenkasten elastisch eingebetteter Fahrschiene, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene in einem bis zur <Desc/Clms Page number 3> Strassenoberfläche reichenden Sshienenkasten allseitig von läng. s zwischen Schiene und Kasten sowie zwischen Schienenkopf und-Fuss eingelegten lösbaren elastischen Zwischenstücken (Holz, Gummi, Filz u.
    dgl.) gehalten wird und die Schienenkästen durch in das EMI3.1 zeichnet, dass eine Stegschiene ausser der bekannten unteren elastischen Lagerung (e) durch seitliche, den Zwischenraum zwischen der Schiene (a) und den Kastenwänden (d) ausfüllende elastische Zwischenstücke (f, k) gegen den Kasten und somit gegen das Oberpflaster unter Verhinderung von Stossübertragungen abgestützt ist. während die seitliche stossfeste Verankerung der Kastenwände (d) durch in das Unterpflaster (c) eingreifende Flanschen, Rippen oder Vorsprünge (o) mit Ankern (p) erfolgt.
    3. Ausführungsform des Strassenbahn-Oberbaues nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stegschiene (a) mit breitem Fuss sowohl durch seitliche, den Zwischenraum zwischen ihr und den Kastenwänden (d) ausfüllende elastische Zwischenstücke (f) gegen EMI3.2 abgestützt, als auch mittels am Kasten festen seitlichen Klemmen (ici) bzw. Bodenklemmen (r) unter Einschaltung von elastischen Zwischenlagen (n, n') und unter dem Schienenfuss liegenden Lederstreifen (g) gegen den Kastenboden gepresst ist, während die seitliche stossfeste Verankerung der Kastenwände (d) durch in das Unterpflaster (c) eingreifende Flanschen, Rippen oder Vorsprünge (o) mit Ankern (p) erfolgt.
AT81372D 1914-04-18 1914-04-18 Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. AT81372B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT81372T 1914-04-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT81372B true AT81372B (de) 1920-09-25

Family

ID=3602900

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT81372D AT81372B (de) 1914-04-18 1914-04-18 Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT81372B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3121333B1 (de) Bahngleisauflagerung
EP2817457B1 (de) Lärmschutzvorrichtung
AT409641B (de) Schotterloser oberbau mit vorgefertigten betontragplatten sowie verfahren zum ersatz derselben
DE1964039A1 (de) Elastisches Element zur Lagerung von Schienen oder Gleisschwellen
AT81372B (de) Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl. Straßenbahn-Oberbau für Asphaltpflaster o. dgl.
DE806012C (de) Aus Beton bestehende Gleisschwelle
DE102007028978B4 (de) Gleiskörper für Schienenfahrzeuge
AT411694B (de) Einrichtung zur elastischen lagerung einer rillenschiene
AT404742B (de) Gleis mit schienen für schienengebundene fahrzeuge
DE29918842U1 (de) Gleisoberbau für Straßenbahnen, insbesondere in einer Fahrbahn für Straßenfahrzeuge
AT308168B (de) Elastische Lagerung von Bahnschwellen
DE102006028740B4 (de) Kontinuierliche elastische Schienenlagerung
DE3321863A1 (de) Eisenbahnstrecke
DE4031540C2 (de) Schienenlager
DE102017131351A1 (de) Trogförmiger Überbau für eine Brücke, Brücke, Fertigteil für eine Trogwange einer Brücke sowie Verfahren zur Herstellung einer Brücke
DE102008044675B4 (de) Erschütterungsschutz für einen Gleisoberbau und Herstellungsverfahren dafür
EP0698143A1 (de) Lagestabiler eisenbahnoberbau
DE576194C (de) Elastischer Eisenbahnoberbau mit federnden Schwellen
EP2109699A2 (de) Kontinuierliche elastische schienenlagerung
DE4239383C2 (de) Bahnkörper
DE850457C (de) UEberwegbefestigung aus bewehrten Betonplatten fuer Gleisanlagen
DE19708745C2 (de) Halterung zur Spurweitensicherung an Straßenbahngleisen
DE3608344C2 (de)
AT372433B (de) Vorrichtung zur schienenbefestigung
DE4236191A1 (de) Bahnkörper