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Signallaterne für doppelte Kreuzungsweichen.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Signallaterne für doppelte (englische) Kreuzungsweichen, bei welcher mit Hilfe von zwei parallel verschiebbaren Blenden die der jeweiligen Stellung der Weichenzungen entsprechenden Bilder erzeugt werden. Der Antrieb dieser Blenden ist vornehmlich mit Doppeldrahtzug gedacht, der entweder mit Hilfe einiger Ablenkrollen direkt an den Blenden der Laterne angreift oder es sind für die Übertragung der Bewegung vom Drahtzug auf die Blenden einfache Hilfsvorrichtungen vorgesehen, die durchwegs ausserhalb des Laternenkörpers oder des Ständerkörpers angeordnet sind, um auch diese wenigen Teile im Interesse leichter Erhaltung übersichtlich und leicht zugänglich gestalten zu können.
Die Laterne ist in Fig. i in Vorderansicht in Verbindung mit der Weiche, in Fig. 2 im Grundriss dargestellt. Fig. 3 zeigt die Gestalt der Laternenwand und jene der beiden parallel verschiebbaren Blenden. Fig. 4 und 5 veranschaulichen zwei weitere anderen Weichenstellungen entsprechende Bilder. Fig. 6 und 7 zeigen eigenartige Ausführungen der Blenden, um besonders auffallende Störungsbilder zu erzielen. Fig. 8 bis 13 stellen verschiedenartige Antriebe der Blenden dar, bei welchen ein grosser Wert darauf gelegt ist,
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anlasst wird, und dass schon bei geringer Spitzschienenöffnung deutliche Störungsbilder sichtbar werden.
In Fig. i sind die Weichenzungen für eine Fahrt von A nach B oder umgekehrt eingestellt (für die gerade Fahrt) und dieser Weichenlage entspricht das aufrechtstehende, weisse Rechteck R der Signallaterne. Gebildet wird das Rechteck mit Hilfe der beiden in den Führungen F-/ und. F (Fig. i) parallel verschiebbaren Blenden B1 und B2 (Fig. I, 2, 3), welche die den Ausschnitt S der Laternenwand W1 (Fig. i und 3) in dieser Lage bis auf den vertikalen Streifen T ? verdecken. Die Blende B 7 befindet sich dabei in der äussersten linken, die Blende B2 in der äussersten rechten Lage.
Die Blende Bl trägt die Lappen L1 und L2, welche mittels entsprechende Ösen oder Rollen auf der Führung F 1 gleiten und in diese Lappen L1 und L2 ist der von den Spitzschienen kommende Draht-
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dass das Signalbild bei Tag wie bei Nacht das gleiche bleibt, nämlich ein weisses, aufrechtstehendes Rechteck.
Die Vorderseite und Rückseite der Laterne sind vollkommen gleich ausgebildet, der Ausschnitt S in der Laternenwand TT'2 (Fig. 2) ist vollkommen gieich jener von IF. 1 und die zugehörigen Blenden B3 1 und B -1 sind mit den Blenden Bl und B2
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tragungshebel derart miteinander verbunden, dass BI und B 3 oder B 2 und B 4 immer die Bewegung in gleicher Richtung machen, so dass auch die Bilder der beiden Laternenseiten gleichartig erscheinen.
Werden die Spitzschienen der Weiche derart umgestellt, dass eine Fahrt von C nach B stattfinden kann (rechte Bogenfahrt), dann erfolgt eine Verschiebung der Blende Bl nach rechts. und zwar so weit, dass die vertikale Kante der Blende B 7 hinter die vertikale Kante der Blende B S zu stehen kommt (Fig. 2), wodurch das vertikale Rechteck R verschwunden und dafür das weisse Pfeilbild P (Fig. 5) erscheint. Die Stellung der Blende B2 erfährt keine Veränderung. Das Bild auf der Rückseite der Laterne ist insoferne vollkommen gleich der Vorderseite, als auch dort der Pfeil erschienen ist, und zwar ebenfalls mit der Spitze von der Kreuzungsweiche abweisend.
Für die Fahrt von C nach D (Kreuzfahrt) ergibt sich eine Verstellung der Blende B2 von rechts nach links ; es erscheint jetzt ein Pfeil mit der Spitze nach links und, da die BLnde B in der in Fig. 5 dargestellten Lage verblieben ist. ergibt sich als Bild der Laterne ein liegendes Kreuz (Fig. 4), und zwar auf beiden Laternenbildseiten vollkommen gleich. Für die linke Bogenfahrt, das ist von A nach D, erscheint das Spiegelbild von Fig. und damit sind alle möglichen Fahrten auf der Kreuzungsweiche behandelt.
Von Fig. i. vom stehenden Rechteck R ausgehend, wird bei geringer Bewegung der Blende Bd nach rechts sofort das Pieilbild P (allerdings nur sehr schmal) sichtbar, bis bei erreichter Mittellage (Zwischenstellung) der Blende B 1 das Pfeilbild und das aufrecht :, tel1f'nde Rerllterk in ungefähr gleicher Breite erscheinen und solcher Art ein sehr deut-
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liches Störungsbild abgeben, welches solange sichtbar bleibt, bis knapp vor erreichter rechter Endlage der Blende Bl das aufrechte Rechteck R, nachdem es immer schmäler und schmäler geworden war, vollständig verschwindet.
Vom K1euzbild (Fig. 4) ausgehend, ergibt sich bei dieser Blendenform kein so klares Störungsbild, da der Pfeil wohl schmäler und schmäler wird, ein aufrechtes Rechteck aber nicht erscheinen kann, weil dieses durch die zweite Blende verdeckt gehalten wird. Es ergibt sich beispielsweise, wenn Blende B 7 in der rechten Endlage, Blende B 2 genau in der Mittellage steht, das in Fig. 7 abgebildete mittlere Kreuz, dessen linke Seite normal breite, : dessen rechte Seite dagegen nur schmale Schenkel zeigt. Um auch hier ein ausgesprochenes Störungsbild zu erhalten, ist sowohl Blende Bl als auch Blende B2 mit einem weiteren Ausschnitt in Form eines aufrecht stehenden Rechtecks EI bzw. E2 ausgestattet.
Die Laternenwand MJ ! erhält genau solche Ausschnitte, welche sich bei Mittelstellung der Blenden BI und B 2 mit diesen sinngemäss decken. In Fig. 7 erscheint demnach bei in Mittelstellung befindlicher Blende B2 das Störungsrechteck E2 weiss, wogegen bei Blende Bd der Ausschnitt in dieser Stellung über der vollen Laternenwand W 1 zu stehen kommt. Der Ausschnitt in der Laternenwand schliesst unmittelbar an den Ausschnitt E1 der Blende Bd links an ; es wird also bei Verstellung der Blende BI sofort das Störungsbild als schmaler Streifen sichtbar ; bei Mittelstellung deckt sich der Ausschnitt Ejf der Blende mit dem der Laternenwand, das StörungsLchteck erlangt hier die grösste Breite.
Bei weiterer Verschiebung der Blende Bl nach links wird der weisse Streifen wieder schmäler, bis schliesslich bei erreichter linker Endlage der Blende Bd das weisse Störungsrechteck wieder verschwunden ist.
Eine andere Art, das Störungsbild auffälliger zu machen, ist in Fig. 6 dargestellt.
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Pfeilbild vollkommen frei, in der Mittellage werden durch die dreieckige Blende noch Teile des schmalen Pfeiles verdeckt, wie dies bei Blenden B 2 (Fig. 6) ersichtlich ist und in der anderen Endlage (linke Endlage bei Blende B1) ist der Peil verdeckt, und somit die Lage der dreieckigen Blende D 1 nicht von Belang.
Bei der in Fig. i dargestellten Anordnung der unmittelbaren Betätigung der Blenden Bj und B2 durch den Drahtzug wird zwar die Bewegung der Blenden gleich bei Beginn der Spitzschienenumstellung eingeleitet, doch gelangen die Blenden Bj und B 2 erst bei erreichter Mittellage der Spitzschienen in ihre Mittelstellung, es \ erteilt sich also die Verschiebung der Blenden gleichmässig auf den ganzen Stellweg des Doppeldrahtzuges. Im Interesse der Sicherheit ist es jedoch wünschenswert, schon die geringste Öffnung der Spitzschienen an der Laterne durch das Störungsbild kenntlich zu machen, und ebenso soll das Störungsbild erst dann verschwinden, wenn dfe Spitzschienen wieder vollkommen zum Anliegen an die Stockschienen gekommen sind.
Erfindungsgemäss wtrd dies nun dadurch erreicht, dass die Bewegung der Blenden aus der Endlage in die Mittelstellung gleich bei Beginn schon bei geringem Drahtweg erfolgt, der grösste Teil des Drahtweges Leergang darstellt und erst dessen letztes Stück wieder zur Beeinflussung der Blenden herangezogen wird.
In Fig. 8 sind beispielsweise Anschläge al, a2, a3 und a4 im Drahtzug vorgesehen, welche auf die Blende B- bzw. B2 wirken. Der Drahtzug ist nun nicht mehr in die Lappen LI, L2 eingehängt, sondern geht durch den mit einer Bohrung versehenen Lappen L2 durch und die Anschläge al, a2 die Knoten, Lötbunde o. dgl. sein können, nehmen die Blende in ihre Endlage mit. Damit gleich bei Beginn der Bewegung des Drahtzuges die Blende verschoben wird, ist beispielsweise bei Blende Bd die Einwirkung einer Feder, bei Blende B2 die eines Gewichtes vorgesehen. Die Feder f ! wurde bei Bewegung der Blende Bl in die linke Endlage gespannt und drückt sofort die Blende Bd in die Halbstellung zurück, sobald der Drahtzug bzw. der Anschlag a2 dies zulässt.
Bei Blende B2 besorgt dies der zweiarmige Hebel H mit dem Gewicht G.
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drahtzug, der in allen diesen Fällen in einer Rolle R endet, verdreht diese Rolle entsprechend dem Drahtweg oder dem Hub der Weichenzungen. Die Rolle R ist in Fig. 9 und 11 mit Anschlägen m, n und einem Verriegelungssegment V versehen, die mit dem dreiarmigen Hebel Kl, K2, K3 zusammen arbeiten. Der Arm K2 des dreiarmigen Hebels wurde durch
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im Sinne des Uhrzeigers wird der Hebelarm K2 zwangläufig heruntergedrückt.
Die Enden der Hebelarme KI und K2 sind nun durch das Verriegelungssegment V gegen jede Verdrehung gesichert, wodurch der dreiarmige Hebel und damit auch die Blende B2 in der Mittelstellung
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Die Fig. 10 und Il veranschaulichen eine andere Ausführung. foim der Drahtzugsrolle R. Die Rolle R besitzt hier zwei Zapfen Z. Z, die mit einem Anschlag o und den
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Fig. 10 ist die Rolle R bei Drehung im Sinne der Uhrzeigerbewtgung in ihrer Endlage angelangt. Der Zapfen Z1 hat mittels des Anschlages o die Blende B2 in die rechte Endlage mitgenommen. Bei Verdrehung der Rolle R in dem der Uhrzeigerbewegung entgegengesetztem Sinne nimmt der Zapfen Z 1 die Blende in die Mittelstellung mit (Fig. 11).
In Fig. 12 ist die in Fig. 8 bis 11 verwendete Führung F für die Blende B2 durch
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als Träger und Mitnehmer der Blende B2 ausgebildet und um der Blende B2 eine Parallelführung zu geben, ist noch der Lenker C 1 angeordnet.
Fig. 13 zeigt eine Drahtzugsrolle R, bei der die Anschläge mund n verstellbar angeordnet sind, um die Einregulierung des Drahtzuges und die Einstellung der Blenden nur durch Festziehen von einigen Schrauben bewerkstelligen zu können. Durch Lösen der Schrauben SI, S2, S3, S4 werden die Anschläge 11l und n vollkommen frei. Der Anschlag m und das Verriegelungssegment VI sitzen an einem Ring rl an der Vorderseite der Rolle R
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der Rolle R fest verbunden. Der Anschlag n und das Veniegelungssegment V 2 sitzen an einem Ring an der Rückseite der Rolle R und werden mittels der Schrauben Sl und S 3 und einer grossen Beilagsscheibe J2 mit der Rolle R fest verbunden.
Die Scheibe J 1 hat so grosse runde Ausschnitte für die Schrauben S1 und S3 und die Scheibe j2 für die Köpfe der Schrauben S 2 und Satz dass diese Schrauben nur die ihnen zugehörigen Scheiben zu klemmen vermögen. Überdies sind, wie im Querschnitt bei S1 und S3 ersichtlich, an der Rolle R Bolzen, Naben angebracht, wodurch die Muttern der Schrauben S1 und und S 3 wesentlich über die Scheibe J1 hinausgerückt werden. Das Gleiche gilt für die Köpfe der Schrauben S2 und S in bezug auf die Scheibe J 2. Auf diese Weise können die Anschläge m
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muss dann die Arme Kl und K2 in zwei verschiedenen Ebenen haben. entsprechend den Anschlägen m und n.
PATEXT-AXSPRÜCHE : i. Signallaterne für doppelte Kreuzungsweichen. dadurch gekennzeichnet, dass zwei zueinander parallel verschiebbare Blenden, von denen je eine von einer der beiden Weichenzungengruppen betätigt wird, mit dem Ausschnitt der Laternenwand zusammen die verschiedenen Signalbilder erzeugen.