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Verfahren und Einrichtung zum Ausscheiden fehlerhafter Werkstücke aus Maschinen mit mehreren Arbeits-oder Prüfstellen.
Bei Maschinen, in welchen die Werkstücke der Reihe nach mehrere Stellen durchlaufen, wie z. B. bei Patronenlademaschinen oder Maschinen zum Prüfen und Sondern von Werkstücken, ist es erforderlich, diejenigen Werkstücke. welche sich an irgend einer Stelle als fehlerhaft herausstellen, aus dem weiteren Arbeitsgang auszuscheiden.
Dieses Ausscheiden fehlerhafter Stücke erfolgte bisher im allgemeinen durch Öffnung von Abfallklappen, welche entweder noch innerhalb der Prüfstelle oder während der Beförderung zur nächsten Arbeitsstelle oder auch in einer besonderen Abfallstelle die Entfettung der Werkstücke aus dem Beförderungsmittel gestatteten. Diesen Arten der Ausscheidung der Werkstücke haften jedoch bemerkenswerte Mängel an. Geschieht nämlich die Entfernung noch innerhalb der Prüfstelle im Stillstand, so wird hiedurch der Gang der Maschine erheblich verlangsamt.
Lässt man die Werkstücke während der Beförderung abfallen, so kann mit Rücksicht auf die zur Entfernung der Werkstücke erforderliche Zeit die Förderungsgeschwmdigkeit nicht über ein gewisses Mass gesteigert werden, so dass die Leistungsfähigkeit der Maschine ebenfalls eine Beschränkung erfährt. Scheidet man hingegen die Werkstücke in besonderen, hinter den Prüfstellen angeordneten Abfallstellen aus, so erhält die Maschine stets eine verhältnismässig vielteilige Bauart, da ausser den hinzukommenden Abfallstellen selbst auch noch mehrere Festhaltewerke erforderlich werden, welche das Ergebnis der Prüfung für die Ahfallstelle festzuhalten haben.
Gemäss der Erfindung sollen diese Übelstände dadurch vermieden werden, dass die fehlerhaften Werkstücke nach Vornahme der Prüfung zunächst überhaupt nicht aus dem Fördermittel entfernt, sondern nur in ihrer Lage zu diesem soweit verändert werden, dass sie sich beim Durchlaufen weiterer Arbeits-oder Kontrollstellen ausserhalb des Bereiches der in diesen Stellen
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an beliebigen, geeigneten Stellen der Maschine oder auch am Schlusse derselben erfolgen, wo dann zweckmässig sämtliche, durch die einzelnen Prüfungen als fehlerhaft befundenen Werkstücke abgeführt werden.
Diese Lageveränderung der Werkstücke kann z. B. durch einfache, selbsttätig erfolgende seitliche Verschiebung der Werkstücke erfolgen, wobei das Mass der Verschiebung naturgemäss nur verhältnismässig gering zu sein braucht. Es ist ja nur nötig, dass diese Werkstücke bei der weiteren Beförderung frei an den folgenden Arbeits-oder Prüfwerkzeugen vorbeigehen. Diese
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der Beförderung von der betreffenden Kontrollstelle zur nächsten Arbeitsstelle ausgeführt werden, die Fördergeschwindigkeit bleibt dabei unbeschränkt und die Leistung der Maschine richtet sich nur nach der Art der vorzunehmenden Bearbeitungen bzw. Prüfungen. Da das jeweilige Ausrücken der Werkstücke während der Arbeit der Maschine leicht sichtbar ist, ergibt sich auch die Möglichkeit einer sehr leichten Überwachung.
Ferner fallen die bisher zwischen den einzelnen Stellen erforderlichen Abführkanäle, welche in der Regel störend wirkten, fort und es sind die zum Entfernen der Werkstücke aus dem Fördermittel benötigten Ausstossstempel oder dgl. nur einmal am Schlusse der Maschine anzuordnen, anstatt jeweils hinter jeder Prüfstelle, wie dies in manchen Fällen bisher erforderlich war. Die Maschine wird somit nicht
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bequeme Anordnung der Ableitkanäle.
In der Zeichnung ist das Verfahren gemäss der Erfindung beispielsweise in Anwendung auf eine Patronenlademaschine schematisch veranschaulicht. Es zeigt Fig. i einen senkrechten
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schnitt mit in Arbeitsstellung stehendem Werkstückaufnehmer. Fig. 4 einen Querschnitt mit seitlich verschobenem Werkstückaufnehmer.
Die Werkstücke, d. h. im vorliegenden Falle die zu ladenden Patronenhülsen, werden in
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stelle, B eine Prüfstelle, C wieder eine Arbeitsstelle, D eine Prüfstelle und schliesslich E eine Abfallstelle, in welcher die an irgend einer Stelle fehlerhaft befundenen Werkstücke mittels der Ausstossstempel c aus der Fördervorrichtung entfernt werden.
Die Aufnehmer a sind in den Gliedern b des Fördermittels verschiebbar gelagert und führen sich mit Zapfen d in Nuten endes Gestells der Maschine, und zwar ergibt Nute e in den einzelnen Stellen eine Lage der Werkstücke gleichachsig mit den Lade-und Prüfwerkzeugen, Nute f hingegen eine solche gleichachsig mit den Ausstossstempeln e. Hinter den Kontrollstellen sind Weichen h vorgesehen, welche durch bekannte Mittel von den Prüfwerkzeugen g derart beeinflusst werden, dass bei richtig befundenem Werkstück die Weiche h ihre mittlere Stellung einnimmt (wie hinter D gezeichnet), bei Fehlerhaftigkeit des Werkstückes hingegen sich in die Nut e hineinlegt (wie hinter B gezeichnet).
Es werden somit beim Durchlaufen der Maschine sämtliche Werkstückaufnehmer, welche fehlerhafte Werkstücke enthalten, mittels der Weichen A und der Zapfen d derart seitlich verschoben, dass die Werkstücke ausserhalb des Bereiches der in den nachfolgenden Stellen arbeitenden Werkzeuge stehen. Erst bei E erfolgt alsdann die gänzliche Entfernung der fehlerhaften Werk-
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ebenfalls ausgeschieden zu werden.
Im vorliegenden Anwendungsbeispiel ist die Anordnung so getroffen, dass bei Fehler- haftigkeit eines Werkstückes auch das zweite im gleichen Aufnehmer befindliche Werkstück mitausgeschieden wird. obwohl es vielleicht richtig beschaffen ist. Dieser Mangel kann bei Lade-
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mässig wenig fehlerhafte Werkstücke vorkommen. In anderen Fällen. wie z. B. bei reinen Prüfmaschinen, wird man natürlich die Bauart so wählen, dass nur das betreffende fehlerhafte Stück ausgeschieden wird.
Unter Umständen könnte aber auch die Verschiebung der Werkstückaufnehmer um so viel erfolgen, dass das zweite Werkstück in den Bereich der Werkstücke der anderen (ersten) Reihe gelangt.
Überhaupt ist die Anwendung des neuen Verfahrens gemäss der Erfindung weder auf die genannten Arten von Maschinen, noch auf bestimmte bauliche Ausbildungen der Fördervorrichtung oder der- Ausscheidevorrichtung beschränkt. Anstatt der Weichen könnten z. B. auch Schieber verwendet werden, welche die Werkstückaufnehmer zu beeinflussen hätten. Auch braucht nicht notwendigerweise die Entfernung der fehlerhaften Werkstücke erst am Schluss zu erfolgen sie kann vielmehr an jeder beliebigen Stelle vorgenommen werden, da sie ja in keiner Weise mehr den übrigen Arbeitsgang der Maschine beeinflusst.
PATEXT-AXSPRÜCHE : i. Verfahren zum Ausscheiden fehlerhafter Werkstücke aus Maschinen mit mehreren Arbeits-oder Prüfstetlen. dadurch gekennzeichnet, dass die als fehlerhaft befundenen Werk- stücke zunächst nur soweit in ihrer Lage verändert werden, dass sie beim Durchgang durch weitere Stellen sich ausserhalb des Bereiches der dortigen Werkzeuge befinden.