AT78881B - Verfahren zum Entkarbonisieren von Wasser. - Google Patents

Verfahren zum Entkarbonisieren von Wasser.

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Karl Schrempp
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  Verfahren zum Entkarbonisieren von Wasser. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beseitigung der liarbonathärte aus Wasser insbesondere für Brauereizwecke. Bekanntlich unterscheidet man bei der Enthärtung von Wasser zwischen Substanzen, welche dem Wasser eine zeitweilige (temporäre) und eine dauernde (permanente) Härte verleihen. Die temporäre   Härte rührt in   erster Linie von den Bikarbonaten des Kalks und des Magnesiums her, weshalb man auch diese Härte nicht selten mit Karbonathärte bezeichnet. Man hat versucht, durch Kochen des Wassers die Karbonathärte zu beseitigen, doch ist hiefür ein langanhaltendes Kochen notwendig, was mit   grossen Kosten verknüpft ist.

   Aus   diesem Grunde ist man zur Beseitigung der   Härte-     h) dner auf chemischem Wege übergegangen,   wobei man jedoch grosse Vorsicht gebrauchen muss,   11m   einen schädlichen Überschuss an chemischen Reagentien zu vermeiden. Für Brauwasser sind in Deutschland diese Verfahren gesetzlich verboten. Man hat daher vorgeschlagen, die Enthärtung von Wasser ohne Zusatz von Chemikalien zu bewirken, indem man das   Wasser unter Druck und   gleichzeitig unter kräftigem Durchrühren erhitzt, wobei die ausfallenden Karbonate in denkbar feinster Pulverform entstehen. (Osterr.

   Patent Nr.   r. 92r..)     Usas vorgebende Verfahren vermeidet ebenfalls den Zusatz von chemikalien zum Wasser, doch soll die Bildung der unlöslichen Karbonate, d. h. die Enthärtung des Wassers, auf eine andere Weise erfolgen.   
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   Htkarbonate zerset/.   t werden,   wobei die Karbonate m Gestalt eines   festen kompakten Niederschlages ausfallen. Wesentlich für das neue Verfahren ist also die durch die Druckentlastung bewirkte Druckdifferenz und man hat beobachtet, dass je höher diese Druckdifferenz bzw. dieser   Druckstury   ist, umso vollkommener ist die   Entkarbonisierung   des behandelten Wassers. 



   Zur Herbeiführung dieser Druckdifferenz kann man verschiedene Wege einschlagen. 



  Emmal kann man, wie bereits erwähnt, das Wasser auf eine oberhalb der Siedetemperatur   g' :) egene Temperatur   erhitzen und das so behandelte und unter erhöhtem Druck befindliche Wasser   plöt. dich in   einen unter atmosphärischen Druck stehenden Behälter übertreten lassen, wodurch eine erhebliche Druckdifferenz entsteht, die die Ausscheidung der unlöslichen Karbonate in einer leicht filtrierbaren Form zur Folge hat. 



   Man braucht aber auch das Wasser bloss auf eine Temperatur unterhalb des Siedepunktes zu erwärmen und kann die Druckentlastung bzw. Druckdifferenz durch Herbeiführung eines entsprechend tiefen Unterdruckes bewirken, indem man das erwärmte Wasser in einem unter vermindertem Druck stehenden Behälter plötzlich übertreten lässt. 



   Bei einer anderen Ausführung des Verfahrens kann man das Wasser auf eine be-   stimmte   Temperatur erwärmen und durch mechanische Hilfsmittel einen Druck ausüben, 
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 silure frei wird und entweicht. Weitere Abänderungen des Verfahrens ergeben sich   selbst und sollen alle solche Abänderungen in den Schutzbereich des Patentes fal wol) ei eine Druckdifferenz durch Druckentlastung hervorgerufen wird.   



   Es wurde gefunden, dass je höher die   temporäre   Härte des Wassers und je   grölt-     Udl   Gehalt desselben an gebundener Kohlensäure ist, umso höher das Wasser    erhitzt   werden muss, was sich auch in einer Steigerung der Druckdifferenz bei der explosion artigen Druckentlastung äussert. 



   Versuche haben auch bewiesen, dass das Kalziumbikarbonat bei geringerem Druck und niedrigerer Temperatur vollständiger zersetzt werden kann, als das   Magnesiumkarbonat   Wenn also ein zu enthärtendes Wasser im Verhältnis einen grossen Gehalt an   Magnesium.   bikarbonat hat, so muss das   Enthärten   bei höherer Temperatur bzw. bei höherem Druck erfolgen. Die geeignete Behandlung des Wasser hängt also in manchen Fällen von der Natur und dem Charakter der temporären Härte ab. 



   Die Befreiung des Wassers von den Bikarbonaten ist besonders für   Brauwassa   von höchster Bedeutung, weil die Qualität des Bieres durch die Gegenwart der Bikarbonate der alkalischen Erden schädlich   beeinflusst   wird. Auch sonst haben sich erhebliche Nachteile bei der Gärung und beim Mischprozess gezeigt. Das   vorliegende Verfahren ermöglicht   es, die   Karbonatbärte,   je nach der zu brauenden Biersorte, zu reduzieren und zu regelt und hängt die Reduktion des Härtegrades im wesentlichen von der Druckdifferenz bei der Behandlung des Wassers ab.

   Man hat es daher vollständig in   der Hand, je nach der Grosse   der Druckentlastung, die Bikarbonate mehr oder weniger auszufällen und demnach die Enthärtung unmittelbar in Übereinstimmung mit der herzustellenden Biersorte zu bringen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Entkarbonisieren von Wasser, insbesondere für Brauereiwerke, durch Erhitzen des Wassers auf eine oberhalb seines normalen Siedepunktes gelegene) Temperatur, dadurch gekennzeichnet, dass das einige Zeit erhitzte Wasser behufs   Eut-li   karhonisierung einer möglichst plötzlichen Druckentlastung unterworfen, und erst danach von den entstandenen festen Ausscheidungen abgetrennt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Druckent. lastung durch schnelles Überleiten des erhitzten Wassers in einen unter niedrigerem Druck stehenden Behälter bewirkt.
    3 Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, d@@ man das Wasser auf eine Temperatur unterhalb des Siedepunktes erwärmt, worauf man die Druckentlastung durch Herbeiführung eines entsprechend tiefen Unterdruckes bew'rkt
AT78881D 1911-04-01 1914-02-03 Verfahren zum Entkarbonisieren von Wasser. AT78881B (de)

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