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Drahtepannungsregler für freihängende Stromleitungskabel.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auf-und Abwickeln von frei- länsenden Kabeln, die den elektrischen Strom von einer festen Verteilungsstelle zu sich 00. wegendenlanwirtschaftlichenMaschinenführen.
Bei den bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art musste der Fahrer den Durchgang der Kabel überwachen und den Windenmotor von Hand einschalten, um entsprechend der zunehmenden oder abnehmenden Entfernung zwischen der Maschine und festen Verteilungs- stelle die Kabel zu verlängern bzw. zu verkürzen. Eine besondere sorgfältige Überwachung war da geboten, wo es sich um blanke Leitungen handelt, die weder miteinander noch mit dem Erdboden in Berührung kommen dürfen.
Es sind bereits Regelungsvorriehtungen vorgeschlagen worden, die den Zweck haben, ein zu rasches Aufwickeln des Kabels zu verhindern. Diese Vorrichtungen entbinden den Fahrer aber keineswegs von der Überwachung des Kabeldurchganges ; sie wirken nur beim Auflaufen des Kabels und können weder ein Zerreissen desselben bei zu langsamem Abwickeln noch ein Schleifen des Kabels bei zu langsamem Aufwickeln verhindern.
Bei der Erfindung wirkt die Änderung der Kabelspannung auf bewegliche Arme entgegengesetzt dem Zug von Federn oder Gewichten ein, wobei die Bewegung dieser Arme auf die Kabeltrommeln in der Weise übertragen wird, dass bei zu grosser Kabelspannung ein Abwickeln derselben stattfindet. Bei dieser Ausbildung der Vorrichtung wird also eine selbsttätige Über- wachung des Kabeldurchhanges erzielt, so dass der Fahrer erheblich entlastet wird und seine volle Aufmerksamkeit auf die Führung der landwirtschaftlichen Maschine richten kann. Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, dass die Kabelwinde an der festen Verteilungs- stelle vorgesehen werden kann, so dass die laudwirtschaftliche Maschine kleiner und leichter wird.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die an einem Mast der feststehenden Verteilungsstelle angeordnete Vorrichtung in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht und Fig. 3 im Grundriss. Fig. 4 ist eine Einzelheit zur
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einer Welle/ festsit/t, die in dem Gehäuse 14 rlrehbar gelagert ist. An dem anderen Ende der Welle 1 sitzt eine Scheibe 20, welche eine Reihe von Armen 24 trägt (Fig. 6 und 7). Diese Arme sind durch Schraubenfeder 17 mit einer zweiten Reihe von Armen 28 verbunden, die an einer Scheibe 7J festsitzen. Die Scheibe Jj i. st auf der die Welle 18 umfassenden Lagerhülse 16 lose drehbar. Die Relativbewegung der Arme 24 gegen die Arme 28 wird durch Anschläge 19 und 21
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der Scheibe 20 angeordneten Stifte 2ss.
Durch diese Stifte können die Backen 23 von der Kupplungsscheibe 22 abgehoben werden, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. Die Federn 33, die
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Arme 24 und damit auch das auf gleicher Welle mit der Scheibe 20 feste Kettenrad 13 bei einer Drehung des Rades 10 entgegengesetzt zur Uhrzeigerrichtung mitnehmen.
Um die Wirkung der Kupplungsbacken 23 zu unterstutzen und ein Gleiten derselben auf der Scheibe 22 bei geschlossener Kupplung unmöglich zu machen, ist eine in Fig. 9 schaubildlich dargestellte Sperrvorriahtung vorgesehen, die an einem der Arme 28 befestigt ist (in Fig. 6 an dem links oben befindlichen Arm). Die Sperrvorrichtung besteht im wesentlichen aus einer drehbaren, mit einer Rolle 25 versehenen gegabelten Klinke 25, die durch die Feder 35 in die
Zähne eines an der Kupplungsscheibe 22 angeordneten Sperrzahnkranzes 34 gedrückt wird.
Zur Auslösung der Klinke 25 bei zu starker Spannung des Kabels dient der Hebel 36, der von einem Anschlag 37 mitgenommen wird, wenn die Arme 24 infolge des Zuges der Kabel unter Überwindung der Spannung der Federn 17 sich im Sinne des Uhrzeigers verdrehen ; der Anschlag ist an dem Arm 24 angeordnet, welcher mit der Feder 17 mit dem die Sperrvorrichtung tragenden
Arm 28 verbunden ist. Die Klinke besitzt einen zweiten Arm 38 mit Ansatz 39, der beim Aus- toren der Klinke 25 unter eine Führungsschiene 46 greift, die an dem Arm 24 der Scheibe 20 befestigt ist. Wenn nach Auslösen der Klinke und Ausheben der Kupplungabacken die Kabel abzulaufen beginnen, so ziehen sich die Federn 17 zusammen und der Anschlag 37 gibt den Hebel 36 frei.
Trotzdem kann die Klinke 25 unter dem Druck-der Feder 35 noch nicht in den Sperrzahnkranz zurückgelangen, denn sie wird von dem Ansatz 39, der sich unter der Schiene 46 befindet, zurückgehalten. Je mehr die Federn 17 sich zusammenziehen, um so weiter verschiebt sich der Ansatz 39 unter der Führung der Schiene 46 nach rechts (Fig. 9), bis die Federn 17 eine mittlere Spannung erreicht haben. In diesem Augenblick hat der Ansatz das rechte Ende der Schiene erreicht, so dass er-die, Klinke 25 nicht länger halten kann und die Feder 35 die Klinke in die Sperrzähne zurückzudrücken vermag.
Einer der Arme 28 trägt einen Fortsatz 32 mit hakenförmigent Ende. Dieses Ende greift unter einen Hebel 31, der an dem Aussenende einer Welle 27 sitzt. Die Welle 27 ist an einem der Arme 24, und zwar parallel zu diesem drehbar gelagert. Das Innenende der Welle trägt einen Hebel 44, dessen freies Ende in der Richtung der Achse 18 liegt. An dem gleichen Arm 24 ist
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rutschen können. Das andere Ende des Hebels 40 (Fig. 6 und 7, das linke Ende) ist als Schleifkontakt 45 ausgebildet, der sich über Kontaktknöpfe 41, 42 und 43 bewegen kann.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Lage des Schleifkontaktes ist der Motorstrom ausgeschaltet ; sobald der Schleifkontakt jedoch die Knöpfe 42 odder 43 berührt, wird der Strom allmählich durch Ausschalten von Widerständen verstärkt.
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der Zapfen 48 drehbar ist, sodann durch diesen Zapfen zu dem isolierten Schraubenkopf 48. Dort teilt sich der Strom. Ein Zweigstrom fliesst über Leitung 49, Schleifkontakt 45 zum Anlasser (41, 42, 43) und über den Motor 12 zum Gestell der Maschine, hierauf durch die Erde zum Stromerzeuger zurück.
Der Strom fliesst ferner von dem Verzweigungspunkt durch Leitung 50, Schleifkontakt 101 zur Welle der oberen Aufwickeltrommel 4 und durch eine isolierte Stange 51 zu dem äusseren durch Kliitze. 52 aus Fiber isolierten Radkranz J3 sowie durch den oberen, isoliert geführten Draht 6 zur landwirtschaftlichen Maschine, von welcher der Strom durch den unteren auf der Erde liegenden Draht 7 und einen an der unteren Aufwickeltrommel 5 vorgesehenen Schleifkontakt zu Spannvorrichtung und über die Leitung 104 zur Stromquelle zurückgeführt wird.
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die Welle 18 auf die Scheibe 20 und auf die Arme 24 übertragen. Die Kabelspannung ist bestrebt, die Arme 24 in der Uhrzeigerrichtung zu drehen. Die Federn 17 wirken dem Kabelzug entgegen.
Bei normaler Kabelspannung halten der Kabelzung und die Spannung der Federn 17 einander das Uleichgewicht und der Motor windet mit normaler Tourenzahl die Kabel auf, wenn z. B. die
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das erstere am Hebelarm 65 und das letzere an einem Arm 85 sitzt, der unmittelbar hinter dem Arm 65 am Gestell gelagert ist. Das gewicht 80 ist derart bemessen, dass der Arm 65 bei dem geringsten Zuge des Kabels 6 auf dem Anschlag ? anzuliegen kommt. Steigt die Spannung, dann hebt sich der Arm 65 bis zur Normallage, welche der Nullage des Schalters entspricht, bei der der Elektromotor stillgesetzt ist. Diese Stellung ist in Fig. 12 angegeben.
Der Arm 65 hat sich dabei gegen einen Vorsprung 83 des Armes 85 gelegt, vermag aber diesen noch nicht
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Die Fig. 13 und 14 stellen eine Ausführungsform der Vorrichtung dar, die für Dreiphasenstrom eingerichtet ist. Zur Steuerung dient dabei ein Hebelarm 95, der den Höhenlagen des mittleren Kabels 90 entsprechend den verschiedenen Spannungen desselben folgt. Dieser Draht ist auf die mittlere Trommel 91 aufgewickelt, von welcher aus die obere und untere Kabeltrommel 94 bzw. 96 gleichförmig angetrieben werden, wenn die mittlere Trommel mittels eines Kettengetriehes vom Elektromotor 12 in Drehung versetzt wird. Der verhältnismässig lange Hebelarm 95 trägt am äussersten Ende ein isoliertes Auge 94, durch welches das Kabel 90 läuft, und ist durch ein Gewicht 98 möglichst vollständig ausgeglichen.
Er gleitet an einem elektrischen
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den Vorwärtsgang eingestellt und wickelt die Kabel auf. Erreicht die Kabelspannung dagegen einen Höchstwert, so läuft der Elektromotor umgekehrt, da durch die Bewegung des Hebels 98 die Phasen vertauscht werden, und wickelt die Kabel ab.
Zwei der elektrischen Leitungen führen isoliert von der Seiltrommel zu der frei drehbaren
Spannvorrichtung, und zwar zu deren Schleikontakten 92, 93. Die mit der Erde verbundenen, nicht isolierte Leistung führt über das obere Lager der Vorrichtung. Die zwei übereinander- gelagerten Kabelscheiben 94 und 96 sind an ihren Wellen mit Schleifkontakten versehen. Ihre
Radringe sind in gleicher Weise wie bei der Trommel 4 in Fig. 1 isoliert, während der untere . Draht mit der Erde verbunden ist.,
PATENT-ANSPRÜCHE :
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auf Schaltvorrichtungen (40, 45 in Fig. 6 und 7 ; 65, 70 in Fig. 11; 99 in Fig. 13) übertragen, deren Betätigen die Drehung der Windetrommeln (4, 5 bzw. 91, 94, 96) durch einen Elektro-
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