AT76996B - Fliehkraftschalter, insbesondere für Elektromotoren. - Google Patents

Fliehkraftschalter, insbesondere für Elektromotoren.

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    Fllehkraftachalter, insbesondere   für Elektromotoren. 



   Will man beim Betrieb von rotierenden Maschinen, insbesondere von Elektromotoren,   irgend welche Kontakte nach Erreichung einer bestimmten Drehzahl selbsttätig kurzschliessen,   so bedient man sich eines Fliebkraftschalters. Der Fliebkraftschalter nach der Erfindung kommt für solche Falle in Frage, wo mehrere Kontakte gleichzeitig zu schliessen sind und eignet sich daher insbesondere zum selbsttätigen Kurzschliessen der Läuferwicklung von Asynchronmotoren. 



  Von einem solchen Schalter sind unter anderem folgende Bedingungen zu erfüllen. Erstens muss der Schalter nach Überschreiten der Grenzdrehzahl einschnappen, d. h. die einmal eingeleitete Bewegung muss auf jeden Fall selbsttätig zu Ende geführt werden. Zweitens   müssen   bei der Auslösung des Schaltvorganges die beweglichen   Kontaktbiirsten   alle zwangläufig gleichzeitig bewegt werden. Und drittens muss am Ende des Schaltvorganges die Abhängigkeit der beweglichen Kontaktbürsten voneinander aufgehoben werden, so dass die Bürsten nunmehr individuell beweglich sind, um trotz kleiner Unregelmässigkeiten in der   Ausführung   und Montage der festen Kontakte eine gut leitende elektrische Verbindung herzustellen. 



   Diese Aufgaben werden von dem vorliegenden Fliehkraftschalter erfüllt. Bei ihm sind 
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 einem   rechten   zustrebt. In gespanntem Zustand, d. i. bei geschlossenem Kontakt, ist dieser Winkel   dagegen annähernd 0 bzw. 180",   so dass die drei Gelenkpunkte des   Kniebebeis etwa in   einer Geraden liegen. Um nun zu bewirken, dass der Schalter nach Erreichung der Grenzdrehzahl den einmal eingeleiteten Schaltvorgang unter allen Umständen zu Ende führt und nicht etwa auf halbem Wege stehen bleibt, sind nach der Erfindung die Verhältnisse so gewählt, dass das von der Fliehkraft auf die Bürsten ausgeübte Moment stärker wächst als das von den Federn   ausgeübte Gegenmoment.   



   Durch entsprechende Anordnung des Kniehebels und der Scharniergelenke wird erreicht, dass der Weg des   Schwunggewichtes bxw. der Kontaktbürsten   in der Kraftrichtung, d. h. die Entfernung des Schwunggewichtsschwerpunktes von der Rotationsachse, mehr als proportional der Längenänderung der Gegenfeder zunimmt. 



   Durch die   Anordnung   des Kniehebels wird ferner erreicht, dass die   KOl1taktbürsten   von dergeöffnetenStellungauszunächstohnejedesSpielinzwangläufigerAbhängigkeitvoreinander   zusammen bewegt werden, dass sie jedoch kurz vor Erreichung des eingeschalteten Zustandes ein gewisses Spiel besitzen, das ihnen erlaubt, kleine Unregelmässigkeiten in der Ausführung   
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 krümmen sucht. Bei der Anordnung nach Fig. 1 und 2, ist wie erwähnt, die Feder k eine Druck-   feder, die auf dem Gleitstück l geführt wird, bei derjenigen nach Fig. 3 und 4 ist sie eine Zugfeder. 



  Die Fig. 1 und 3 zeigen die Vorrichtung in der Ruhestellung, während in den. Fg. 2 und 4   die Arbeitsstellung nach Überschreiten der Grenzdrehzahl dargestellte ist. In der Ruhestellung liegen die Bürsten an Anschlägen, z. B. an der Welle b an. Kommt der Motor auf Touren, so    uberwindetwdie   Fliehkraft der Bürsten den Widerstand der    Federn k, welchè gespannt werden,   indem sich unter Drehung der Platte d in der Pfeilrichtung relativ gegenüber dem Gehäuse a 
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  Die gebrochene Verbindungslinie der Punkte f, h und t nähert sich dabei einer Geraden, so dass die Bürsten e, welche bei nach Fig. 1 oder 3 gebeugtem Kniehebel zwangläufig geführt waren. in der Stellung nach Fig. 2 und 4 um die Punkte f schwingen können, ohne dass die Federn k diese Bewegung hemmen. Dadurch wird ein guter Kontakt der Bürsten selbst dann gewährleistet, wenn die Kontaktflächen c nicht genau montiert sind. 



   An den Spitzen der Bürsten lassen sich ohneweiters Abbrennkontakte m, wie punktiert gezeichnet, anbringen. 



   Die Platte d ist nicht in der Mitte, sondern aussen zentriert, damit die gleiche Schaltertype für Motoren mit verschiedenen Wellendurchmessern gebraucht werden kann. Statt die Platte unmittelbar im Gehäuse a zu zentrieren, kann man sie auch auf Rollen oder Kugeln gleiten lassen, welche an den drei Spitzen angebracht sind. 



   PATENT. ANSPRÜCHE :
1.   Fliehkraftschalter,   insbesondere für Elektromotoren, bei welchem nach Überschreitung einer gewissen Motordrebzahl selbsttätig mehrere Kontakte zugleich geschlossen werden und bei welchem die beweglichen   Kontaktbürsten   selbst Träger der Schwunggewicht sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbürsten (e) an einem gemeinsamen, konzentrisch zur Motor- 
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 des Kniehebels in eine Gerade zu bringen.

Claims (1)

  1. 2. Fliebkraftsch alter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Fliehkraft EMI2.4
AT76996D 1915-10-27 1916-10-26 Fliehkraftschalter, insbesondere für Elektromotoren. AT76996B (de)

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