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Zweitaktverbrennungskraftmaschine mit durch den Arbeitskolben gesteuerten Lade-und
Auspuffschlitzen.
Das Kennzeichen der mit Lade- und Auspuffschlitzsteuerung arbeitenden Zweitaktverbrennnungskraftmaschine gemäss dem Stammpatente Nr. 72361 besteht darin, dass bei Verwendung eines Arbeitskolbens mit a ! s Drehkörper ausgebildetem Fortsatz der mittlere Ladeschlitz oder die mittleren Ladeschlitze länger als die seitlichen ausgebildet sind, um durch Voreröffnung der mittleren Schlitze in Verbindung mit dem in voller Breite vor ihnen spielenden Kolbenfortsatze eine nach dem Zylinderraum gerichtete Strömung der Spulluft zu erzielen, die bei Freilegung der zeitlichen kürzeren Schlitze die durch diese zuströmende Ladung mitreisst.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist die Ausbildung dahin \ervollkommnet, dass die nach dem bzw nach den mittleren Schlitzen zu gerichteten seitlichen Schlitze tangential oder nahezu tangential in den von der Zylinderwand und dem
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den mittleren Schlitzen zu gerichtete Neigung zu geben Hieber liegen jedoch die oberen Kanten aller Schlitze in derselben Ebene und e@ stossen die einzelnen Ladungsströme fre@ im Zylinderraum aufeinander, so dass sie @nfolge des Aufeinanderprallens und mangels
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zeitig in den Auspuff gelangen Demgegenuber werden beim Gegenstande der Erfindung die seitlichen Ladungsströme in dem vom Kolbenende und der Zylinderwand gebildeten Ring-
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strom geleitet und von diesem :
n gleicher Weise wie beim Gegenstande des Stammpatentes nach dem oberen Zylinderende mitgeführt. Hier verbreitet sich die Ladung über den ganzen Zylinderraum und drängt die Abgase zum Auspuff hinaus.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
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Die Erfindung ist dahin erweitert, dass man den seitlichen Kanälen eine nach dem Boden des Ringraumes i geneigte Lage gibt, so dass die seitlichen Ladeströme auf den Boden des Ringraumes geleitet und dadurch gezwungen werden, in geschlossener Strömung bis zu dem mittleren Ladestrom zu fliessen. Die geneigte Anordnung der Kanäle ist in Fig. 3 ersichtlich. Der Grad der Neigung wird vorteilhaft entsprechend der Entfernung der seitlichen Schlitze von dem bzw. den mittleren Schlitzen verändert.
Die Wirkungsweise des Gegenstandes der Erfindung ist folgende : Am Ende des
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abgelenkte Spülluft in geschlossenem Strome nach dem Zylinderdeckel. Die Strömung ruft in den benachbarten Teilen des Ring-bzw. ZylindoMees einen Unterdruck hervor. Bei weiterer Abwärtsbewegung des Arbeitskolbens gelangt nun in diese Gebiete geringeren Druckes die aus den seitlichen Schlitzen zutretende Spülluft, und zwar in geschlossenem Strome, da sie durch den Ringraum i geführt und zusammengehalten wird, der gewissermassen als Fortsetzung der Zuleitungen j* betrachtet worden kann.
Beim Eintritt in die Gebiete geringeren Druckes erfolgt durch die Wirkung der Strömungsgeschwindigkeit des mittleren Strahles ein Umbiegen der seitlichen Ströme nach oben, worauf letztere parallel zum mittleren Strahl nach dem Zylinderdeckel fliessen. Nach dem Umbiegen in der Richtung des mittleren Strahles bleiben die seitlichen Ströme deswegen parallel zum mittleren Strahl, weil sie sich in Gegenden geringeren Druckes befinden.
Eine Ausbildung im Sinne der Erfindung liegt natürlich auch vor, wenn die seitlichen Kanäle im wesentlichen tangential in den Ringraum einmünden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zweitaktverbrennungskraftmaschine mit durch den Arbeitskolben gesteuerten Ladeund Auspuffschlitzen nach Patent Nr. 72361, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem mittleren Schlitz bzw. nach den mittleren Schlitzen zu gerichteten seithchen bchhtze tangential oder nahezu tangential in den von der Zylinderwand und dem Kolbenende (h) gebildeten Ringraum (i) münden.