-
Luftreiniger für Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft einen
Luftreiniger für Brennkraftmaschinen u. dgl., bei welchem der Luftstrom in schräger
Richtung derart auf die Oberfläche einer viskosen Flüssigkeit geleitet wird, daß
diese eine kreisende Bewegung erhält.
-
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Luft auf die Flüssigkeitsoberfläche
durch mehrere kreisförmig angeordnete, geneigte Röhren geleitet wird, und der Flüssigkeitsbehälter
als ringförmige Schale ausgebildet ist, die im Querschnitt die Gestalt der Kettenkurve
hat.
-
Gegenüber bekannten Luftreinigern gleicher Gattung, bei welchen die
Luft durch eine einzelne Röhre auf die Flüssigkeit geleitet wird, kann die gleiche
Leistung wie mit dem Erfindungsgegenstand nicht erreicht werden, weil die Luft in
der einen Röhre eine zu große Geschwindigkeit erhalten müßte, um die Kreisbewegung
der Flüssigkeit hervorzubringen. Außerdem aber entstehen durch Anwendung einer Mehrzahl
von Röhren eine Anzahl gleichmäßig verteilterAuftreffstell.en, wodurch bewirkt wird,
daß eine regelmäßige und gleichförmige Bewegung der Flüssigkeit eintritt, ohne Veränderung
der Höhenlage der Flüssigkeit und ohne Bildung von Wirbelungen. Auch die Gestaltung
des Behälters in Form der Kettenkurve übt einen regelnden Einfluß auf die Flüssigkeitsbewegung
aus.
-
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des Luftreinigers besteht
darin, daß die mehrfach geneigten Röhren mit Klappen oder ähnlichen Verschlußkörpern
versehen sind, die durch Federn in Schließlage gehalten und selbsttätig durch den
vom Motor erzeugten Unterdruck gesteuert werden, derart, daß die Zahl der in Wirksamkeit
tretenden Röhren von diesem Unterdruck abhängig ist und infolgedessen die Durchtrittsgeschwindigkeit
der Luft durch den Apparat konstant gehalten werden kann.
-
An sich ist die Regelung der Durchtrittsgeschwindigkeit durch Anwendung
von Klappen .bekannt; im vorliegenden Falle aber regelt der von dem Motor hervorgebrachte
Unterdruck selbst die Klappen der Röhren, die der Wirkung geeichter Federn unterworfen
sind.
-
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach
der Erfindung dargestellt.
-
Fig. i zeigt schematisch einen senkrechten Schnitt nach i-i von Fig.
2, während Fig. 2 eine Oberansicht des Apparates, teilweise aufgeschnitten, zeigt.
-
Eine ringförmige Schale a, die aus einem leichten Metallblech in geeigneter
Weise hergestellt ist, ist so ausgebildet, daß die Außenwand a1 höher ist als die
Innenwand a2. Der Querschnitt der Schale hat etwa die Form einer Kettenkurve.
-
Die Ränder der Wände a1 und a2 sind nach dem Innern der Schale umgelegt,
so daß sie Abprallflächen bilden.
-
Ebenfalls aus Blech ist eine Art Deckel oder Kappe b hergestellt;
dieser besitzt einen
schwach konischen Rand b1 und ein Mittelstück
b2. Die Breite des Randes b' ist ungefähr ebenso groß wie die Breite des ringförmigen
Teiles der Schale a.
-
In die Ränder bl der Kappe b ist eine .Anzahl kleiner Röhren c so
eingesetzt, daß sie etwa tangential zur Mittelfläche b2 der Kappe gerichtet und
derart geneigt sind, daß die unteren Mündungen sich in einer gewissen Entfernung
unterhalb des Randes bl in der Schale a befinden und gegen die Außenwand a2 gerichtet
sind, wie die Zeichnung zeigt.
-
Ein Ablenkorgan d ist am Mittelstück der Kappe ti derart befestigt,
daß es die oberen Mündungen der Strahlröhren c überdeckt.
-
Zur Verbindung des Luftreinigers mit dem Vergaser, an welchem er benutzt
werden soll, dient ein Rohrkrümmer e, auf welchem die ringförmige Schale a aufsitzt,
wobei aber dafür gesorgt ist, daß zwischen dem Mittelblech b2 und dem oberen Rand
des Rohrkrümmers ein genügender Raum zum Durchgang der aus dem Reiniger austretenden
Luft verbleibt. Zweckmäßig wird zwischen Mittelplatte und Rohr ein kleines Kreuz
f o. dgl. eingesetzt, um selbsttätig die zwischen .den beiden Elementen zu beobachtende
Entfernung festzulegen.
-
Die infolge des vom Motor hervorgerufenen starken Unterdrucks mit
großer Geschwindigkeit durch die Röhren c hindurchtretende Luft trifft heftig auf
die Oberfläche der Flüssigkeit, und zwar in einem solchen Winker, daß die Flüssigkeitsmasse
eine kreisende Bewegung annimmt und unter Wirkung der durch diese Bewegung hervorgerufenen
Zentrifugalkraft die mit strichpunktierten Linien in Fig. i angedeutete Lage einnimmt;
sie breitet sich also nach der Außenwand und nach oben hin aus. Die Luft gelangt
also, nachdem sie einen ersten starken Rückstoß erlitten hat, zwischen das Rohr
e und die Kappe b, dann tritt sie in das Rohr e ein, nachdem sie einen zweiten starken
Rückstoß erhalten hat. Durch das Rohr e gelangt sie dann in den Vergaser.
-
Die Luft hat sich von den in ihr enthaltenen Teilchen befreit, einerseits
unter Wirkung der Zentrifugalkraft infolge der verschiedenen starken Richtungsänderungen,
die sie in dem Reiniger ausführen mußte, und anderseits durch das Abfangen dieser
Teilchen seitens der mehr oder weniger viskosen, in der Schale a enthaltenen Flüssigkeitsmasse.
Dadurch, daß die Oberfläche der Flüssigkeit vor den die zu reinigende Luft in die
Vorrichtung einführenden Mündungen vorbeiströmt, wird die aktive Oberfläche vor
den Mündungen ständig erneuert, und weil sich die: Flüssigkeitsmasse in einer schnellen
Kreisbewegung befindet, so dringen die abgefangenen Teilchen in das Innere dieser
Masse ein, und gleichzeitig tritt eine dauernde Erneuerung der aktiven Oberfläche
ein.
-
Die Vorrichtung kann in vorteilhafter Weise so ausgebildet werden,
daß die Durchtrittsgeschwindigkeit der zu reinigenden Luft durch die Strahlröhren
c trotz Änderungen in der Stärke des Unterdrucks, welcher von dem Motor hervorgerufen
wird, konstant bleibt. Man kann das dadurch erreichen, daß man die Röhren c teilweise
außer Tätigkeit setzt, indem man durch tarierte Federn belastete Klappen an den
Röhren anordnet, welche die Röhren in Tätigkeit treten lassen, in dem Maße, wie
sich der vom Motor hervorgerufene Unterdruck verstärkt.
-
Man kann die Austrittsenden der Luftröhren c abflachen, um die Breite
der Zone, innerhalb welcher die Luftströme auf die Flüssigkeitsoberfläche auftreffen,
ztt vergrößern.