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Ölpresse mit Zerkleinerungsvorrichtung.
Gegenüber bekannten Ölpressen unterscheidet sich die Ölpresse nach der Erfindung dadurch, dass Arbeitstoile der Zerkleinerungsvorrichtung ortsbeweglich sind, um den Rück- ständen zum Zwecke der Zerkleinerung genähert werden zu können. Von den bekannten Ölpressen unterscheidet man zwei Hauptarten. Bei der einen sind mechanische Widerstände entweder seitlich ganz ausschwenkbar oder derart xurückdrängbar, dass ein Spalt gebildet wird, durch den die Rückstände hindurchgequetscht werden. Bei der anderen Art dient eine kegelförmige Verengung der Zylinderwand zur Widerstandserhöhung. Beim Hinausdrücken trifft der Pressrückstand auf die vor der Zylindermündung liegende Zerkleinerungsvorrichtung.
Bei seitlich ausschwenkbarem Widerstande ist während des Schwenkens des Pressbodens der Kuchen an der Fortbewegung verhindert. Es tritt Zeitverlust und damit Verminderung der Leistung ein. Bei zurückdrückbarem Widerstande muss die Pressmasse, um durch den Spalt hindurchzukommen, umgeformt werden. Hierauf muss bei der Führung der Pressung Rücksicht genommen werden und es darf eine so vuH ommene Kuchen-
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und zwar nur als Verpressen. Ais Nachpressen wären sie nicht zu gebrauchen. Auch konnten die einzelnen Bauarten immer nur für bestimmte Arten von Ölfrüchten benutzt werden, eine allgemeiuere Ausnutzung war nicht mölich.
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Es lassen sich selbsttätige Pressen ausbilden und wenn während des Pressvorganges ein fester Widerstand vorhanden ist, wobot also ein richtiger Kuchen gebildet wird, ergibt die
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drückende Kolben einen kürzeren Weg zu machen hat, wodurch neben schnellerem Arbeiten auch noch Kraft erspart wird. Der Kuchen hat nicht wie bei Pressen mit Schwenkbodol1 auf die Fortbewegung des modem tu warten, sondern folgt der Bodenbowegung und wird ohne Umformung sofort durch die Zerkleinerungsvorrichtung verarbeitet. Er verliert auch
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des aus dom Presszylinder dorn Boden nachfolgenden Kuchens zwangläufig zusammenarbeiten.
Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele dargestellt, von denen Fig. 1
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stehende Anordnungen veranschaulichen.
In allen drei Fällen sind die die Bewegung der Kolb. en und sonstigen Arbeitsteile steuernden der sonstwio beeinflussenden Übertragungselemente fortgelassen worden, da deren geeignete Anordnung nicht Gegenstand der Erfindung ist.
In Fig. 1 ist a der Arbeitskolben, b der ebenfalls als Kolben ausgebildete Pressboden.
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Kolben a und b werden durch geeignete Vorkehrungen, z. B. hydraulisch, derart gesteuert, dass bis zum vollen Auspressen und Bilden eines festen Kuchens aus den Pressrückständen der Bodenkolben b unbeweglich verharrt und dann erst zurückweicht, so dass der weiter vorschreitehde Kolben a den Presskuchen aus der rechtsseitigen Mündung des Zylinders c herausstösst. Dort ist nun, wie Fig. 1 erkennen lässt, eine Zerkleinerungsvorrichtung vorgesehen, die aus der Mahlwalze f und einem messerartigen, bewegbaren Gegenhalter g besteht.
Sobald der Presskuchen aus dem Zylinder c, cl herausgeschafft ist, drückt ihn der Gegenhalter g gegen die Mahlwalze f, die z. B. von der Riemscheibe k aus in Bewegung gesetzt wird. Der Kuchen h wird zermalmt und fällt zerkleinert in eine Auffang-und Fördervorrichtung i hinein. Die Steuerung der Pressbodenbewegung und der Zerkleinerungsvorrichtung kann von der Bewegung des Presskolbens a allein abhängig gemacht werden, weil dessen Bewegung bestimmend für die Bewegungen der übrigen Teile ist Nach der Zerkleinerung des Presskuchens geht der Kolben b wieder vor, um den Boden des Presszylinders r zu bilden, und ebenso weicht der Kolben a zurück, damit neuen Pressgut in den Zylinder c eingeführt werden kann. Der beschriebene Arbeitsvorgang wiederholt sich sodann.
Das ausgepresste Öl wird aus dem Ringraum des Zylinders c, c1 abgeführt.
In den Fig. 2 und 3 sind statt eines zylindrischen Pressraumes und Presskolbens Ringräume und Ringkolben vorgesehen, wobei die der Fig. 1 entsprechenden Teile die gleichen Bezugszeichen erhalten haben. Seiher mit Ringpressraum sind bekannt. it ist der Ringkolben, der als Arbeitskolben gegennber dem Ringboden b dient.
Innerhalb des Zylinders c mit der Innenwand cl ist ein Kernzylinder l mit der Aussen- wand e2 angeordnet. Die Wände cl und et tragen Seiherlochungen oder dgl. d'und d-.
Unterhalb des Zylinders l befindet sich eine Mahlwalze /, gegen die nach Zurückweichen des Bodenkolbens b Messerbogen g zur Zerkleinerung des herausgetretenen Kuchens arbeiten. i sind Auffangräume für das Zerkleinerungsgut. Im übrigen ist der Arbeitsgang der gleiche
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vorrichtung m, die auf das Spretzhebeiwerk ìl dann einwirkt, wenn der Kolben b seinen Rückgang beendet hat. Die Gegenmesser liegen auf einem Ringlet, der durch ein Räder- getriebe o in Umdrehung versetzt wird und im Verein mit dem Messerbogen g den Kuchen zerschneidet, wobei das zerkleinerte Gut in die Abführtrichter i fällt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ölpresse mit Zerkleinerungsvorrichtung. dadurch gekennzeichnet, dass Arbeitsteile der Zerkleinerungsvorrichtung ortsbeweglich sind, so dass sie den Rückständen zum Zwecke der Zerlelkluerung genähert werden können.