AT7197U1 - Gefälztes türblatt mit zarge - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Türblatt (10) für eine Drehtür, das über Türbänder (2) an einem Zargenrahmen (20) einzuhängen ist, aufweisend wenigstens einen Falz (5) und wenigstens eine Ausnehmung (15) zur Aufnahme eines Schlosskastens (11). Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß- die Ausnehmung (15) zur Aufnahme des Schlosskastens (11) außerhalb des Falzes (5) angeordnet ist,- der Falz (5) bei geschlossener Tür ein am Zargenrahmen (20) oder am Türblatt (10) angeordnetes Dichtungsprofil (7) verdeckt,- und dass das Türblatt (10) bei geschlossener Tür flächenbündig mit dem Zargenrahmen (20) liegt.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Türblatt für eine Drehtür, das über Türbänder an einem Zargenrahmen einzuhängen ist, aufweisend wenigstens einen Falz und wenigstens eine Ausnehmung zur Auf- nahme eines Schlosskastens. Bei den bekannten gefalzten Türblättern wird der Schlosskasten mit seinem Stulp in eine im Falz eingearbeitete Ausnehmung eingelassen, wie beispielsweise in der DE 198 45 515 A1 gezeigt worden ist. Solche Standard-Türblätter werden massenweise im Wohnungsbau eingesetzt. Nachteilig ist, dass ein normalerweise auf der Schliessseite angeordnetes Dichtungsprofil von aussen her sichtbar ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich das Türblatt bei geschlossener Tür vom Zargenrahmen bzw. dessen Bekleidungsleiste abhebt. Um die Wünsche von Bauherren nach einer flächenbündiger Optik zu erfüllen, werden beispielsweise stumpf eingeschlagene Türen eingesetzt, die jedoch vom Oberbegriff abweichen. Demnach ist die flächenbündige Ausführung auf die stump- fen Türblätter begrenzt, die aufgrund einer geringeren Stückzahl bei der Massenfertigung wesent- lich teuerer als gefalzte Türblätter sind. Aufgabe der Erfindung ist, ein neuartiges Türblatt der eingangs genannten Art zu entwickeln, das den gewünschten ästhetischen Anforderungen bei Beibehaltung ungestörter Funktionsweise gerecht werden kann und sich kostengünstig herstellen lässt. Diese Aufgabe ist bei einem Türblatt für eine Drehtür, das über Türbänder an einem Zargen- rahmen eingehängt ist und das wenigstens einen Falz und wenigstens eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Schlosskastens aufweist, dadurch gelöst, dass - die Ausnehmung zur Aufnahme des Schlosskastens ausserhalb des Falzes angeordnet ist, der Falz bei geschlossener Tür ein am Zargenrahmen oder am Türblatt angeordnetes Dichtungsprofil verdeckt, - und dass das Türblatt bei geschlossener Tür flächenbündig mit dem Zargenrahmen liegt. Mit anderen Worten wird eine ähnliche Geometrie, wie bei den bekannten gefalzten Türblät- tern, verwendet, jedoch mit dem Unterschied, dass die Ausnehmung für den Schlosskasten nicht an dem üblichen Falz, sondern ausserhalb des Falzes, nämlich an einer Aufdeckkante angeordnet ist. Diese Aufdeckkante weist ein ausreichendes Breitemass auf, um dort eine Frontplatte (Stulp) des Schlosskastens sicher anschrauben zu können. Das Breitenmass der Aufdeckkante soll wenigstens 25 mm betragen, ähnlich wie das Breitenmass des üblichen Falzes nach dem Stand der Technik. Hierbei wird als Schlosskasten ein marktübliches Einsteckschloss mit einer Falle, einer Drückergarnitur und, falls nötig, mit einem Riegel verstanden. Statt eines Drückers kann ein fest- stehender, drehbarer Knopf montiert werden. Die Lösung gemäss der Erfindung vereint Vorteile sowohl der bekannten, gefalzten, als auch der stumpfen Türen. Dies ermöglicht eine Serienfertigung von gefalzten Türelementen, die sich durch eine flächenbündige Optik auszeichnen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Figuren zeigen : Fig. 1 einen Ausschnitt eines Türblattes mit einem schematisch angedeuteten Einsteck- schloss, in einer perspektivischen Ansicht; Fig. 2 Detail des an einem Futterrahmen eingesetzten Türblattes gemäss der Fig. 1, mit sichtbarem Einsteckschloss und Lappenschliessblech, in einem schematischen Schnitt ; Fig. 3 das Türblatt gemäss der Fig. 1 mit Futterrahmen und sichtbarem Türband, ebenso in einem schematischen Schnitt; und Fig. 4 ein Lappenschliessblech in Draufsicht auf seine Flachseite. In den Figuren 1,2 und 3 ist ein Türblatt 10 aus Holzwerkstoff dargestellt, das eine umlaufende (ausser Schwellenbereichs) Aufdeckkante 8 und einen auf der Schliessseite verlaufenden Falz 5 aufweist. Die Aufdeckkante 8 hat ein Breitenmass B von 24 oder 25 mm bei einer Gesamtdicke D des Türblattes von etwa 40 mm. Daraus ergibt sich eine Tiefe T=15 oder 16 mm des Falzes 5, die ausreichend gross ist, um ein am Futterrahmen 20 angebrachtes Dichtungsprofil 7 und eine das Dichtungsprofil halternde Kante 3 eines Futterbretts 18 zu verdecken (vgl. Fig. 3). Die Tiefe T ist durch eine Anschlagfläche 13 des Falzes 5 begrenzt, gegen die das elastische Dichtungsprofil 7 <Desc/Clms Page number 2> drückt. Das Türblatt 10 mit dem Einsteckschloss 11 und gegebenenfalls mit einer nicht dargestellten Drückergarnitur, sowie mit zwei übereinander angeordneten, schematisch angedeuteten Türbän- dern 2 bilden eine Drehtür 1. Im Türblatt 10 ist eine rechteckige, flache Ausnehmung 15 eingefräst, und zwar an dessen Auf- deckkante 8, wie es insbesondere der Fig. 1 zu entnehmen ist. In die Ausnehmung 15 ist ein marktübliches Einsteckschloss 11 mit einer Frontplatte 16, einer Falle 6 und einem Riegel 17 eingelassen und mittels Schrauben 9 an der Aufdeckkante 8 fixiert. Wie die Figuren 2 und 3 zeigen, liegt das Türblatt 10 (in geschlossenem Zustand) flächenbün- dig mit einer Bekleidungsleiste 4 des Futterrahmens 20, wobei die Aufdeckkante 8 des Türblattes gänzlich in einem türseitigen Falzbereich 14 des Futterrahmens angeordnet und die türseitige Kante 3 des Futterbretts 18 durch den Falz 5 verdeckt ist. Weiterhin zeigt die Fig. 3 den Einbau eines in der Fig. 4 dargestellten Lappenschliessblechs 12. Dieses weist drei übereinander angeordnete, seitliche, einstückig mit dem eigentlichen Lappen- schliessblech ausgeführte Stege 19 und zwei ebenfalls übereinander angeordnete, rechteckige Öffnungen 21,22 zur Aufnahme der Falle 6 und des Riegels 17 des Einsteckschlosses 11 auf. Am Lappenschliessblech sind drei Bohrungen 25 zum Verbinden mit dem Futterrahmen und an den Stegen 19 jeweils eine Bohrung 24 angeordnet. Bei der Montage werden die Stege 19 im Futter- brett rückseitig mit drei sogenannten Topfankern 23 (gestrichelt in der Fig. 2 gezeigt) gesichert. Die Öffnungen 21, 22 sind jeweils mit einem trapezförmigen, nach innen gerichteten Vorsprung 26,27 versehen. Der Vorsprung 26,27 bildet eine bekannte Sperrkante für die Falle bzw. für den Riegel. ANSPRÜCHE : 1. Türblatt (10) für eine Drehtür, das über Türbänder (2) an einem Zargenrahmen (20) einzu- hängen ist, aufweisend wenigstens einen Falz (5) und wenigstens eine Ausnehmung (15) zur Aufnahme eines Schlosskastens (11), dadurch gekennzeichnet, dass - die Ausnehmung (15) zur Aufnahme des Schlosskastens (11) ausserhalb des Falzes (5) angeordnet ist, - der Falz (5) bei geschlossener Tür ein am Zargenrahmen (20) oder am Türblatt (10) angeordnetes Dichtungsprofil (7) verdeckt, - und dass das Türblatt (10) bei geschlossener Tür flächenbündig mit dem Zargenrah- men (20) liegt.
Claims (1)
- 2. Türblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (15) an einer ausserhalb des Falzes (5) liegenden Aufdeckkante (8) eingearbeitet ist.3. Türblatt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufdeckkante (8) ein Brei- temass (B) von wenigstens 24 oder 25, vorzugsweise von 24 mm, aufweist.4. Türblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine Gesamtdicke (D) von wenigstens 40 mm aufweist.5. Türblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsprofil (7) am Zar- genrahmen (20) angeordnet ist und dass der Falz (5) eine durchgehend ebene, dem Dich- tungsprofil (7) zugewandte Anschlagfläche (13) aufweist.6. Türblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsprofil (7) am Tür- blatt (10) angebracht ist.7. Türelement, bestehend aus einem Zargenrahmen und einem Türblatt (10) gemäss Anspruch 1 und gegebenenfalls gemäss weiterer Ansprüche 2 bis 6.HIEZU 4 BLATT ZEICHNUNGEN
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