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Bei Kolbenkraftmaschinen und in erster Linie bei Dampfmaschinen wurde die Leistung bisher mittels des Indikatordiagrammes festgestellt.
Die Erfindung bezweckt an erster Stelle ein direktes Ablesen der Leistung mit einem Zeiger an der Skala eines Messapparates, ähnlich wie dies bei den Wattmetern der elektrischen Maschinen möglich ist. Es sind nun auch Indikatoren bekannt, bei welchen die Aufnahme von Diagrammen entbehrlich ist. Das Wesen ihrer Konstruktion besteht darin, dass an die obere Stirnfläche der Indikatortrommel b eine Scheibe e gedrückt wird, welche radial verschiebbar ist, und mit der
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von der Trommelachse dem Zylinderdrucke proportional ist. Infolge der Reibung wird diese Scheibe e bei der Bewegung der ludikatortrommel mitbewegt, so dass die Winkelverdrehungen der Scheibenwelle f den Kolbenweges der Kraftmaschine propoltlonal sind.
Da andererseits die Entfernung der Scheibe e von der Indikatortrommehchse in radialer Richtung dem Dampfdrucke proportional ist, und bei klemerem Drucke die Scheibe c näher an der Trommelachse steht,
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der Maschine propolt ional sein.
Die Erfindung, deren Ausführungsbeispiel ill der Zeichnung veranschaulicht ist, erreicht das direkte Ablesen der Leistung in folgender Weise.
Da die Änderung des Zahlapparates während einer gewissen Zeit mit der unterdessen ge-
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Materiale an : diese Lagerteile dienen auch dazu, die Scheibe k zwischen den Polen des Magnetes zu halten, wobei die Achse f in der Längsrichtung sich hin und her verschiebt.
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erzeuger t antreibt, dessen Stromspannung durch den Spannungsmeaser M gemessen wird. Die rotierenden Teile der Motordynamo 8, t haben eine verhältnismässig grosse Masse, so dass dieselbe den wechselnden Stromstössen entsprechend'eine mittlere Geschwindigkeit annimmt.
Die Welle I ist mit einem Kugelgelenk v versehen, so dass die Feder g die Scheibe e an die Trommel ständig andrückt.
Die Wirkungsweise ist die folgende : In der durch die Scheibe e angetriebenen Scheibe k entsteht ein elektrischer Strom von wechselnder Richtung, welcher da die Ströme in der einen Richtung bedeutend stärker sind als in der entgegengesetzten Richtung, dem Elektromotor eine ständige Drehung verleihen. Da die rotierenden Teile des Motors verhältnismässig gross sind, hat dieser eine mittlere Umlaufzahl, welche mit der mittleren Geschwindigkeit der Scheibe e und damit der Leistung der Kolbenktaftmaschine in einen bestimmten Zusammenhange steht. Der
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hängt. Wird die Skala des elektrischen Spannungsmessers empirisch durch Aufnahme von Diagrammen oder durch den bereits erwähnten Zählapparat festgestellt, so kann der Zeiger dieses Spannungsmessers u direkt die Leistung der Maschine angeben.
Die drehbaren Teile der Motordynamo s, t können vereinigt und dieser ganze Teil von dem Indikator beliebig weit aufgestellt werden, wobei zu beachten ist, dass der Widerstand der Leitung r stets derselbe bleibt. Um Ströme von höherer Spannung zu erreichen, kann die Scheibe k von der Welle f mittels einer beschleunigenden Übersetzung angetrieben werden, wobei die Scheibe k auch gleichzeitig als Ubersetzungsrad ausgebildet sein kann. Der Apparat kann endlich mit einer Registriervorrichtung versehen werden, so dass die Leistung in einem fortlaufenden Diagramme aufgenommen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Leistungsanzeiger für Kolbenkraftmaschinen bei welchem mit der Stirnfläche der Indikatortrommel eine drehbar gelagerte Scheibe in Berührung steht, deren Drehachse diametral zu der Indikatortrommel beweglich ist, und mit der Indikatorkolbenstange in derartiger zwangläufiger Verbindung steht, dass die Entfernung der Scheibe von der Indikatortrommelachse den Indikatorkolbenwegen proportional ist, gekennzeichnet durch die Anordnung eines unipolaren Stromerzeugers, mit dessen Hilfe die mittlere Geschwindigkeit dieser Drehachse gemessen wird, so dass an den durch den Strom betätigten Anzeigegeräten direkt die Pferdekraftstärke der Kolbenkraftmaschine abgelesen werden kann.