AT66341B - Zigarettenpapier. - Google Patents

Zigarettenpapier.

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  Zigarettenpapier. 



   Zur Herstellung von Zigarettenpapier werden bisher hauptsächlich Flachs-, Hanf-und Baumwollfasern in Gestalt von Hadern, Spinnabfällen und dgl. verwendet, die zu diesem Zweck vornehmlich in einem Kugelkocher mit Kalkmilch einmal gekocht, in einem Halbzeugholländer zerfasert und gereinigt und schliesslich mit   Chlorwasser,   Chlorgas oder auf elektrolytischem Wege gebleicht werden. Das aus einem dieser Rohstoffe hergestellte Zigarettenpapier besitzt jedoch den grossen Nachteil, dass es beim Verrauchen der   Zigarette   unvollständig verbrennt und infolgedessen übelriechende Destillationsgase entwickelt, die das Aroma des Zigarettentabaks stark beeinträchtigen.

   Man hat diesen Übelstand dadurch zu beseitigen gesucht, dass man dem Ganzzeug oder dem fertigen Papier sauerstoffabgebende Salze wie Kaliumchlorat oder die Luftdurchlässigkeit des Papieres erhöhende Zusätze, wie die   Superoxyde   des Magnesiums, Kalzium, Baryums, Strontiums und dgl. hinzufügt. Durch derartige Zusätze wird natürlich die Fabrikation derartiger Zigarettenpapiere erschwert und verteuert, da man derselben eine höhere Aufmerksamkeit schenken muss. Infolgedessen hat man sich bereits nach einem Rohstoff umgesehen, der sich ohneweiters zu einem glimmfähigen Zigarettenpapier von geringem Aschengehalt verarbeiten liesse. Als ein solcher Rohstoff für Zigarettenpapier ist bereits   die RaD1Îefaser angegeben : diese   eignet sich jedoch wegen ihres hohen Preises nicht für eine rentable Fabrikation.

   Auf der Suche nach geeignetem Rohstoff für Zigarettenpapier wurde ein Material gefunden, das bisher noch nicht zur Herstellung von Zigarettenpapier verwendet ist und sich, wie die Versuche gezeigt haben. zur Herstellung von Zigarettenpapier ausgezeichnet eignet. Dieses Material ist die Jutefaser, die bis jetzt vor allem in der Textilindustrie benutzt worden ist, in der Papierfabrikation jedoch nur in ungebleichtem Zustande zur Herstellung von gleichfarbigen besseren Packpapieren 
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 Jutefaser bisher noch nicht recht gelungen war. 



   Die Jutefaser wird gemäss der vorliegenden Erfindung in der Weise zu Zigarettenpapier verarbeitet, dass sie zunächst in einen stehenden oder drehbaren Hadernkocher, vornehmlich in einen gewöhnlichen Kugelkocher eingebracht wird. Der Kocher wird zu ungefähr Dreiviertel seines Inhaltes mit Natronlauge, zu dem ein wenig Schwefelsäure   hinzugefügt   ist, gefüllt und 
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 hinzugeführt, dass es etwa drei Viertel   desKocherraumes   ausfüllt, worauf der Inhalt des Kochers so wie früher zwei Stunden lang gekocht wird. Nach abermaligem Waschen wird die Jute noch ein drittes Mal gekocht und dann aus dem Kocher herausgenommen und in einen   Halbzeugholländer   gebracht. 



   In dem Halbzeugholländer wird in der   üblichen   Weise der Halbstoff erzeugt, der dann auf   einer Entwässerungsmaschine   entwässert wird.   Der so entwässerte Stoff kommt   hierauf in eine Chlorgasbleiche, wo er vorgebleicht    wird,   und von da in den   gewöhnlichen     Bleichholländer zur   Nachbleiche. Hiezu   wÌ1d   in Wasser aufgelöster Chlorkalk verwendet, wie dies sonst bei Flachsund Baumwollfasern geschieht. Der auf diese Weise erzeugte Halbstoff wird dann wie gewöhnlich im Ganzzeugholländer weiter zerfasert und auf der Papiermaschine zu einem tadellosen Zigarettenpapier verarbeitet, das leicht verbrennlich ist und beim Verbrennen wenig Asche hinterlässt. 



  Es sei hier noch erwähnt, dass der beim Kochen erforderliche Zusatz von Ätznatron und Schwefelsäure sehr schwankt und ganz von der Qualität der Jute sowie der Qualität des aus diesem Stoff zu erzeugenden Papieres abhängt. Zu der Jutefaser können auch beliebige andere bekannte Faserstoffe in bestimmten Mengen hinzugefügt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Zigarettenpapier, das ausschliesslich aus mit Atznatronlauge gekochter und darauf in üblicher Weise gebleichter Jutefaser oder aus so behandelter Jutefaser in Verbindung mit EMI1.3 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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