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Bekanntlich müssen zur Verdrehung des beweglichen Teils von Induktionsreglem, wie man sie zum Ausgleich der Spannungsdifferenzen in Wechselstromanlagen anwendet, grosse Verstellkräfte ausgeübt werden, um die in diesen Apparaten auftretenden magnetischen Kräfte zu Überwinden. Die Betätigung dieser Induktionsregler erfolgt von Hand oder durch einen kleinen,
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der Geschwindigkeit. Stellt nun schon die automatische. Motorsteuerung an sich einen bedeutenden Fortschritt gegenüber der Handregulieruug dar, so wird das automatische Regelungsverfahren noch in hohem Masse vervollkommnet durch vorliegende Erfindung, die die Anwendung der selbsttätigen Schnellregelung von Wechselstromnetzen mittels Induktionsregler ermöglicht.
Bisher konnte man nänlich nur eine verhältnismässig langsame Einstellung der Induktionsregler erzielen, aber bei den modernen, stark schwankenden Kraft- und Fernleitungsbetrieben macht sich ein wachsendes Bediirfnis nach einer schnelleren Wirkungsweise der Regler geltend. Hiezu ist nun schon der Antrieb der Induktionstegler mit einem Elektromotor unbrauchbar, weil letzterer einerseits viel zu lange dauernde Anlauf- und Bremspeioden aufweist. und weil sich andererseits
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regler verwendet. Ihre Steuerung wird drch Ventile oder Schieber bewirkt und muss entsprechend der verlangten grossen Verstellgeschwindigkeit sehr rasch erfolgen.
Da die Steuerung der durch Druckmittel betriebenen Servounotoren aber wiederum einen recht bedeutenden Kraftaufwand
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man beispielsweise in 3000-KW-Anlagen mit den bisherigen Anordnungen zur Spannungsregelung mittels Induktionsreglern allerhöchstens 1% Spannungsänderung pro Sekunde erzielen konnte. sind mit der Anordnung nach vorliegender Erfindung in gleichgrossen Anlagen spielend 10% Spannungsänderung pro Sekunde erreicht worden, ein Fortschritt, wie es klarer nicht ausgedrückt werden kann.
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Bei den hydraulischen usw. Servomotoren sind bekanntlich grosse Massenkräfte wirksam, die im geeigneten Augenblick kompensiert werden müssen. Nach der vorliegenden Erfindung
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Die Erfindung sei an einem Ausführungsbeispiel, wie es die Figur 1 zeigt, erläutert. Darin wird ein Dreiphaseninduktionsregler i durch einen hydraulischen Servomotor m bewegt. Die abgegebene Leistung des Induktionsreglers soll konstant gehalten werden, deshalb wird der Schnellregler r von Strom und Spannung beeinflusst. Dieser bewirkt die mehr oder weniger kräftige Erregung des elektromagnetischen Steuerapparates s, der mit einer Dämpfungsvorrichtung d versehen ist und das Ventil v des Servomotors m steuert. Die Rückführung f führt, sobald die Bewegung des Induktionsreglers erfolgt, das Ventil (1 zurück, so dass ein präziser Abschluss der Bewegungsvorgänge erfolgt.
Ob dabei der Schnellregler r vollständig astatisch ist, oder ob er eine gewisse Statik besitzt, ist für die vorliegende Erfindung belanglos. Er ist mit einer besonderen mechanischen oder elektrischen Rückführungsvorrichtung irgend weicher Konstruktion (z. B. nach D. R. P. Nr. 227855) versehen. Seine Betätigung kann durch die Spannung, den Strom, die Leistung, den Leistungsfaktor usw. erfolgen, er kann zu Pufferungszwecken benutzt werden und speziell bei Kaskadenschaltungen von Induktionsmotoren mit Kollektormaschinen zur raschen Übertragung der Leistungsspitzen dienen.
Demnach kann also jeder automatische Regler verwendet werden, der in Abhängigkeit von der konstant zu haltenden Grösse gebracht werden kann und eine Rückführung besitzt, d. h. wenn aus irgend einem Grunde sich die betreffende elektrische Grösse ändert, wird am automatischen Regler das Gleichgewicht gestört, der Regulator beginnt zu spielen und bewirkt auf irgend eine Weise eine der früheren Änderung der elektrischen Grösse entgegengesetzte Änderung.
Sobald der alte Wert der elektrischen Grösse erreicht wird. soll aber auch der Regulator zur Ruhe gekommen sein, da sonst der Regulator durch Überregulieren selbst Ursache einer neuerlichen Gleichgewichtsstörung sein würde.
Die beispielsweise Ausführungsform der an sich bekannten Rückführorgane des Servomotors ist in Fig. 2 dargestellt. aus der auch die Wirkungsweise der Einrichtung ohnewetters hervorgeht.
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Statt zur Verdrehung von Induktionsreglern kann die Vorrichtung auch zur raschen und präzisen Verstellung anderer mechanischer Regelorgane verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Selbsttätige Schnellregelungsvorrichtung, bestehend in der Kombination eines elektrisch beeinflussten Schnellreglers (r) mit einem hydraulisch, pneumatisch, oder thermisch betriebenen Servomotors (m), dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellarbeit für das Steuerorgan des Servomotor durch einen unter dem Einfluss des an und für sich mit Ruckführung versehenen
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s, n dass durch das Zusammenarbeiten der beiden Rückführungen ein Pendeln der zu regelnden Grösse vermieden wird.
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