AT65477B - Verfahren zur Zementation von weichem Eisen, insbesondere von aus weichem Eisen hergestellten Werkzeugen und Maschinenteilen. - Google Patents

Verfahren zur Zementation von weichem Eisen, insbesondere von aus weichem Eisen hergestellten Werkzeugen und Maschinenteilen.

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AT65477B
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Filipp Feri Palli
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Filipp Feri Palli
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Description


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   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein neues Verfahren, weiches Eisen insbesondere aus weichem Eisen hergestellte Werkzeuge und Maschinenteile durch   Zementatiou   in kürzerer Zeit auf grössere Tiefen oder durch die ganze Masse in härtungsfähigen Stahl umzuwandeln, als es mit den bisherigen Verfahren möglich ist. 



   Nach dem neuen Verfahren werden die aus weichem Eisen bestehenden Gegenstände unter Luftabschluss sowie unter Ausschluss der Einwirkung von Feuergasen in vollkommen reduzierender, teilweise indifferenter Atmosphäre der Kohlung mittels aus dem Zementierungsmittel entwickelter Kohlenwasserstoffe unterworfen. Hiedurch wird erreicht, dass die Kohlenwasserstoffe völlig unverbrannt zur kohlenden Wirkung gelangen, d. h. ohne vorher zu Kohlenoxyd bzw. Kohlensäure ganz oder teilweise oxydiert zu werden, wodurch ihnen die kohlende Kraft ganz oder doch zum grössten Teil genommen würde. 



   Das Verfahren wird in der Weise gehandhabt, dass die zu zementierenden Gegenstände in einem eisernen Behälter in einem Gemisch von 60 Gewichtsteilen Rinderknochen, 5 Gewichtsteilen Rinderhorn und   36   Gewichtsteilen ungekohlter Koniferenrinde völlig eingebettet werden und der Behälter nach luftdichtem Verschluss in einen Glühofen eine bestimmte Zeit einer Temperatur von 950 bis 10000 ausgesetzt wird. Hiebei entwickelt die Koniferenrinde infolge ihres hohen Gehaltes an Harzen sowie Teer-und Destillationsprodukten eine beträchtliche Menge von Kohlenwasserstoffen, während die animalischen Beimengungen teilweise eine indifferente Stickstoffatmosphäre, teilweise eine reduzierende Kohlenoxydatmosphäre abgeben ; ein vorzeitiges Verbrennen der Kohlenwasserstoffe durch   Sauerstoffoxydation kann   also bei diesem Prozess nicht stattfinden.

   Ferner ist das Material vor allen schädlichen Einflüssen der Feuergase, die verbrennen oder schwefelnd wirken, geschützt und werden den   Arbeiter belästigende   oder   schädigende   Gase, wie Zyandämpfe oder   dgl.,   nicht entwickelt. Die Härtung der zementierten Gegenstände erfolgt nach dem gewünschten Härtegrade durch Eintauchen in Wasser oder in sonstiger Weise. 



   Das neue Verfahren übertrifft alle bisherigen Zementierungsverfahren im   Einsatz   durch die schnellere und intensivere Kohlung der im Entstebungsmoment und demzufolge unverbrannt zur Wirkung gelangenden Kohlenwasserstoffe, die es   ermöglicht,   die Umwandlung in Stahl in einer wesentlich kürzeren Zeit auf zudem   grössere   Tiefe und bei längerer   Fortführung   des Prozesses sogar durch die ganze Masse auszuführen. Die Kohlung ist eine sehr gleichmässige und   eier   gewonnene Zementstahl nach entsprechender Härtung von hohel Festigkeit, Elastizität   nnd Härte,   was das Verfahren insbesondere für die Herstellung von   Werkzeugen, wie Fellen, Fräsern usw.,   geeignet macht. 



   Das neue Verfahren zeichnet sich gegenüber sämtlichen bisher angewandten Verfahren durch Einfachheit und Billigkeit in der Handhabung und. Anschaffung aus und bedarf ausserdem keiner besonderen Aufmerksamkeit seitens   geschulter   Arbeiter. Hiedurch wird der Betrieb gegenüber den bisherigen Verfahren wesentlich verbilligt ; vor allem aber werden Fehlergebnisse auf ein verschwindendes Mass herabgesetzt. 



   Im Erfolg erreicht das Verfahren bei entsprechender Änderung der   Mengenverhältnisse   des   Kohiungsmitteis   eine leicht einstellbare Kohlungswirkung auf jede beliebige sogar vorher genau zu bestimmende Tiefe sowie eine vollkommene Durchkohlung und Umwandlung in Stahl während einer den Dimensionen des gekohlten Materiales entsprechenden Erhitzung- dauer. 

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Claims (1)

  1. PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zur Zementation von weichem Eisen, insbesondere von aus weichem Eisen hergestellten Werkzeugen und Maschinenteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegen- stände in luftdicht geschlossenen Behält, in einem Gemisch aus 60 Gewichtsteilen Rinder- knochen, 5 Gewichtsteilen Rinderhorn und 35 Gewichtsteilen ungekohlter Koniferenrinde geglüht werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT65477D 1912-11-16 1912-11-16 Verfahren zur Zementation von weichem Eisen, insbesondere von aus weichem Eisen hergestellten Werkzeugen und Maschinenteilen. AT65477B (de)

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