<Desc/Clms Page number 1>
Pneumatischer Bogenanleger oder-ableger für Druckmaschinen.
Es sind bereits pneumatisch Bogenableger bei Druckmaschinen bekannt. Um die Saugung oder den Unterdruck zu erzeugen, welcher für ihr Arbeiten nötig ist, hat man Luftpumpen, in Form von Kolbenpumpen oder Ventilatoren verwendet.
Um eine grössere Einfachheit zu erreichen, hat man versucht, diese Pumpen direkt mit dem Antrieb der betreffenden Druckmaschine zu kuppeln. Es zeigte sich aber bald, dass dieses seine Nachteile hat. Solange die Druckmaschine in Betrieb war, arbeiteten die Pumpen zufriedenstellend. Sowie aber die Druckmaschine anhielt una, wie es häufig beim Anhalten vorkommt, rückwärts lief, ging der Unterdruck in der Saugleitung entweder verloren oder er wurde sogar in einen Überdruck verwandelt, so dass, wenn die Druckmaschine von neuem angelassen wurde, die Pumpe erst eine Weile laufen musste, bis der notwendige Unterdruck erzeugt war, um die pneumatischen Greifer zu betätigen. Bei Kolbenpumpen war ferner die Wirkung nicht ununterbrochen, so dass es notwendig wurde, einen Luft-oder Saugkessei einzuschalten.
Aus diesem Grunde wurde der direkte Antrieb der Pumpe von der Druckmaschine bald verworfen und one besondere Antriebsmaschine oder Motor wurde vorgesehen, um die Pumpe anzutreiben. Die Pumpe wurde dann eine Weile früher in Betrieb gesetzt als die Druckmaschine, so dass, wenn letztere in Gang gesetzt wurde, die Pumpe bereits einen genügenden Unterdruck erzeugt hatte, um die pneumatischen Greifer sofort zu betatigen.
Es ist klar, dass dies sowohl eine komplizierte Konstruktion und auch einen kostspieligen Betrieb zur Folge hatte.
Neuerdings hat man nun versucht, rotierende Flügel- bzw. Rotationspumpen mit direktem Antrieb bei Druckmaschinen zu verwenden. Die Wirkung dieser Pumpen ist entschieden günstiger wie bei Kolbenpumpen. Unmittelbar bei Inbetriebsetzen der Druckmaschine erzeugt die Flugel-bzw. Rotatiouspumpe den nötigen Unterdruck, der für die Ab-bzw. Anlegung der Bogen notwendig wird. Dagegen stellen sich beim Anhalten oder etwaigen Ruckwärtsganss der Druckmaschine dieselben Mängel ein wie bei den andern Pumpen ; es entsteht Überdruck in der Saugleitung, so dass die Sauger auch hier beim Wiederanstellen der Druckmaschine nicht sofort anfassen, um die Bogen anzusaugen bzw. abzulegen.
Dieser Nachteil soll durch die vorliegen (le Erfindung beseitigt werden.
Das Wesentliche der Erfindung bestel n der Anbringung eines Rückschlagventils in der Saugleitung, welche von der Pumpe zu den Saugern führt, derart, dass es im Falle eines Rückgangs eine Änderung des Unterdrucks in einen Überdruck verhindert.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beispielsweise dargestellt : Fig. 1 ist eine schaubildliche Ansicht der Einrichtung, Fig. 2 und 4 stellen Längsschnitte der Pumpe mit angeordnetem Rückschlagventil dar, Fig. 3 zeigt eine Draufsicht des Rückschlagventils.
Die Rotationspumpe a wird durch e. uen Riemen b direkt vom Antrieb der Druckmaschine c aus angetrieben. h der Saugleitung d ist ein Rückschlagventil e angeordnet, weiches zwei Ventil- Scheiben/und y übereinander hat (Fig. 2 und 4). Die Scheibe f schliesst den Kanal A ab und die Scheibe g liegt auf einer ringförmigen, mit Aussengewinde versehenen Platte i. welcho fest an einen Flansch t des Rohres h befestigt ist und eine Öffnung m besitzt.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
welche der Öffnung m der Platte i entspricht und die Scheiben fund 9 in ihrer Lage hält.
Die Kappe l ist mit ihrem Innengewinde mit der Platte i verschraubt. Auf der Kappe l liegt ein Metallsieb o, welches durch eine überliegende Platte p gehalten wird, die vermittelst der Schrauben 8 an der Kappe I befestigt ist.
Die Wirkungsweise ist folgende : Beim Antrieb der Druckmaschine erzeugt die mit derselben direkt gekuppelte Rotationspumpe mit Rückschlagventil in der Saugleitung sofort den nötigen Unterdruck zum An-bzw. Auslegen der Bogen. Hiebei legen sich die beiden Scheiben f und y des Rückschlagventils (wie in Fig. 2 ersichtlich) fest auf den Kanal h bzw. die Platte i an, so dass keine Nebenluft in die Saugleitung eintreten kann. Durch die Bewegung der Pumpe wird die durch die Saugleitung J ununterbrochen angesaugte Luft in die Auspuffleitung getrieben, wo sie entweichen kann.
Bei Stillsetzung der Druckmaschine verbleiben die beiden Scheiben f und g des Rückschlagventils in ihrer bisherigen Lage, doch ändert sich deren Lage bei einem etwaigen Rückwärtsgang der Druckmaschine. Tritt solcher ein. so macht auch die angekuppelte Rotationspumpc einen Rücklauf, oie treibt also Luft in die Saugleitung ; diese Luft hebt beim entstehenden Überdruck die beiden Scheiben/* und y und entweicht dann durch die beiden Öffnungen m und n aus dem Ventil.
Es ist nicht unbedingt notwendig, das Rückschlagventil mit zwei Ventilscheiben zu versehen, die Anordnung einer Ventilscheibe erfüllt denselben Zweck.
EMI2.2