AT59733B - Vorrichtung zum Einkleben des Fersendeckstückes in das Schuhwerk. - Google Patents

Vorrichtung zum Einkleben des Fersendeckstückes in das Schuhwerk.

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AT59733B
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Moriz Stein
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  Vorrichtung zum Einkleben des Fersendeckstückes in das Schuhwerk. 



   In jeden Schuh wird bekanntlich zum Verdecken der mit Eisenstiften oder Holznägeln durchzogenen inneren Fersenfäche ein Deckstück aus Filz oder Leder eingeklebt, welcher Vorgang bisher durch Handarbeit erfolgte. Die Deckstücke mussten hiebei nachteiligerweise einzeln erfasst, mit Klebstoff bestrichen und sodann mit der Hand auf die innere Ferse des Schuhwerks geklebt werden. Ein weiterer Übelstand ergab sich dadurch, dass der Schaft, insbesondere bei Knopf- und Schnürstiefeln, umgestülpt werden musste, um mit der Hand das Deckstück auf die innere Ferse kleben zu können. Es ist daher leicht   einzusehen, dass   bei dieser Handarbeit, welche ganz besonders bei Zugstiefeln überaus langsam vor sich ging, in den meisten Fällen das Deckstück nicht an der richtigen Stelle und nur ungleichmässig aufgeklebt werden konnte.

   Auch liess es sich schwer vermeiden, dass der Schaft bzw. das Futter des Schuhwerkes durch den Klebstoff beschmutzt wurde. 



   Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine Vorrichtung zum Einkleben der Deckflecke, mittels welcher in verlässlichster Weise ein besseres und gleichmässigeres 
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 sächlich eine weit raschere   Durchführung   der ganzen Arbeitsleistung und überdies eine nennenswerte Verbilligung derselben ermöglicht wird.

   Die Erfindung besteht dem Wesen nach darin, dass die in einem Behälter aufgestapelten Deckflecke bei jedem Arbeitsgange der Maschine von einem Schaltorgan, dessen Schaltbewegung der Dicke eines Deckfleckes entspricht, vorgeschoben werden, so dass der jeweils oberste mit Klebstoff zu bestreichende   Deckneck des   Stapels auf die gegen den Oberrand des Behälters zu gewendete, innere Fersenfäche des Schuhwerkea aufgedrückt und aufgeklebt wird
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand beispielsweise in Fig. 1 in Seitenansicht. Fig. 2 stellt einen Teil der Vorrichtung in Draufsicht dar. 



   Oberhalb einer Öffnung a der Werktischplatte b ist ein aus drei scharnierartig an-   einandergelenkton   Teilen   c,     c',   C3 bestehender zu öffnender Halter befestigt, der den   flanschförmigen   Fuss dl des zur Aufnahme der aufgestapelten Deckssecke   e   dienenden Behalters d umgreift. In diesem Halter ist der Behälter d, dessen Querschnitt der Fläche der Deckflecke e angepasst ist. auswechselbar gelagert. Die Deckstück e werden von dem tellerförmigen   Kopf J1   einer   Zahnstange f getragen, welche   durch die Öffnung a der Tischplatte b hindurchgeht.

   Eine Sperrklinke g hindert die Stange f an einer unbeabsichtigten Abwärtsbewegung, während deren schrittweise Aufwärtsbewegung durch eine Schaltklinke h bewirkt werden kann, deren   Betätigung   durch einen   Tritthebel   i unter Vermittlung des 
 EMI1.2 
 der   Dicke eines Dockneckes c. Die Verschwenkung   des unter der Wirkung einer Rück-   z. ielifeder   n stehenden Tritthebels i wird durch zwei Anschläge   o.   p derart begrenzt, dass die Klinke h die Stange f jedesmal nur um einen Zahn, also um die Dicke eines Fleckes e, vorzuschalten vermag. Der Behälter d ist oben mit einer Gleithülse r umgeben, die mit   onem Hftndgriff s   ausgestattet ist. Eine Schraubenfeder t trachtet die Hülse d zu heben.

   Die Klinken g, h lassen sich durch   Zngscbnüre   gl   bzw. hl ausser   Wirkung setzen. 



   Beim Gebrauch wird die Hülse r beim Handgriff 8 erfasst und herabgedrückt, worauf der oberste   Deckfleck e   mit Klebstoff bestrichen wird. Hierauf wird das Schuhwerk über   (be   Hülse r gezogen und diese gleichzeitig so weit herabgedrückt, bis deren oberer Rand mit dem oberen Rande des Behälters d in einer Ebene liegt. Durch den nun folgenden Druck auf den Tritthebel i wird die Zahnstange f vorgeschoben, so dass der erwähnte oberste Deckfleck e auf die beabsichtigte   Stelle-die innere Ferse-aufgedrückt wird.   



   Beim Abheben des Schuhes vom Behalter d wird die Hülse r durch die Feder t in 
 EMI1.3 
 



   Das Einfüllen des Behälters d geschieht, nachdem derselbe bei geöffneten Halterteilen   cl,     cl,   c3 von der Tischplatte b abgehoben worden ist. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Einkleben des Fersendeckstückes in das Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, dass die in einem Behälter aufgestapelten Decknecke bei jedem Arbeitsgange der Maschine von einem Schaltorgan, dessen Schaltbewegung der Dicke eines Deck- <Desc/Clms Page number 2> fleckes entspricht, vorgeschoben werden, so dass der jeweils oberste mit Klebstoff zu bestreichende Deckfleck des Stapels auf die gegen den Oberrand des Behälters zu haltende innere Fersenfläche des Schuhwerkes aufgedrückt und aufgeklebt wird.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckflecke (e) von dem tellerförmigen Kopf (f1) einer Zahnstange (f) getragen werden, die, an einer Ab- EMI2.1 tätigende Schaltklinke (h) schrittweise aufwärtsbewegt werden kann.
    3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (d) für die Deckflecke (e) in einem am Werktisch (b) befestigten Halter auswechselbar gelagert ist, der den flanschförmigen Fuss des Behälters (d) umgreift und aus scharnierartig aneinander gelenkten Teilen (c1, c2, c3) besteht. EMI2.2
AT59733D 1912-07-30 1912-07-30 Vorrichtung zum Einkleben des Fersendeckstückes in das Schuhwerk. AT59733B (de)

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