AT5967U1 - Rollschuh - Google Patents

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AT5967U1
AT5967U1 AT0019002U AT1902002U AT5967U1 AT 5967 U1 AT5967 U1 AT 5967U1 AT 0019002 U AT0019002 U AT 0019002U AT 1902002 U AT1902002 U AT 1902002U AT 5967 U1 AT5967 U1 AT 5967U1
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Abstract

Es wird ein Rollschuh mit einem zum Gehen von Schuh lösbaren Fahrgestell (1), das Aufnahmen für zwei je ein Laufrollenpaar tragende Achsen bildet, und mit einer Bindung beschrieben, die paarweise zusammenwirkende, einerseits dem Fahrgestell (1) und anderseits dem Schuh (6) zugehörige, im Fersen- und im Vorfußabschnitt angeordnete Rastausnehmungen und in diese Rastausnehmungen eingreifende Rastkörper sowie einen im Schließsinn federbelasteten, im Fahrgestell (1) gelagerten Riegel (10) zum Verriegeln der Bindung aufweist. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, daß die dem Schuh (6) zugeordneten Rastausnehmungen aus in einer Sohleneinlage (14) vorgesehenen, über die Sohleneinlage (14) zugfest miteinander verbundenen Aufnahmekammern (15, 15) für die Rastkörper bildende Kupplungshaken (7, 8) bestehen, deren voneinander abgekehrte Hakenenden in der Arbeitsstellung Hinterschneidungen (16, 16) der Aufnahmekammern (15, 15) hintergreifen, und daß einer der Kupplungshaken (7, 8) als federbelasteter Riegel (10), verschwenkbar gelagert ist.

Description

AT 005 967 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf einen Rollschuh mit einem zum Gehen vom Schuh lösbaren Fahrgestell, das Aufnahmen für zwei je ein Laufrollenpaar tragende Achsen bildet, und mit einer Bindung, die paarweise zusammenwirkende, einerseits dem Fahrgestell und anderseits dem Schuh zugehörige, im Fersen- und im Vorfußabschnitt angeordnete Rastausnehmungen und in diese Rastausnehmungen eingreifende Rastkörper sowie einen im Schließsinn federbelasteten, im Fahrgestell gelagerten Riegel zum Verriegeln der Bindung aufweist.
Um bei einem Rollschuh den Schuh zum Gehen vom Fahrgestell in einfacherWeise abnehmen zu können, ist es bekannt (DE 199 45 270 C2), auf dem Fahrgestell im Fersen- und im Vorfußabschnitt Rastausnehmungen in Form von Quernuten vorzusehen, in die über die Schuhsohle vorragende Stege des Schuhs beim Aufsetzen des Schuhs auf das Fahrgestell eingreifen. Zur Verriegelung dieser Bindung dient ein federbelasteter Schubriegel, der in Längsrichtung des Fahrgestells verschiebbar auf diesem geführt ist und die Stege übergreift, so daß der Schuh in der durch eine Schließfeder gesicherten Verriegelungsstellung des Schubriegels nicht vom Fahrgestell abgehoben werden kann. Zum Lösen der Bindung dient ein auf dem Fahrgestell gelagerter Handhebel, über den der Schubriegel gegen die Kraft der Schließfeder aus der Verriegelungsstellung zur Freigabe der schuhseitigen Stege verschoben werden kann. Nachteilig bei dieser bekannten Rollschuhbindung, die sich vor allem für Fahrgestelle mit in einer Reihe hintereinander zwischen Seitenwänden gelagerten Laufrädern eignet, weil zwischen den Seitenwänden oberhalb der Laufräder Raum zur Aufnahme der schuhseitigen Querstege und des in Längsrichtung des Fahrgestells verschiebbar geführten Schubriegels ist, ist insbesondere, daß zur guten Kraftübertragung zwischen Schuh und Fahrgestell ein Schuh mit einer ausreichend biegesteifen Sohle vorgesehen werden muß, was einer Schuhbenützung 2 AT 005 967 Ul ohne Fahrgestell wegen der fehlenden Abrollmöglichkeit des Fußes beim Gehvorgang entgegensteht. Eine solche zusätzliche Schuhbenützung wird daher auch durch die über die Schuhsohle nach unten vorstehenden Rastkörper von vornherein ausgeschlossen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Rollschuh der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß eine ausreichend starre Verbindung zwischen dem Schuh und dem Fahrgestell für ein gutes Fahrverhalten sichergestellt werden kann, ohne eine die Abrollbewegung des Fußes beim Gehen behindernde Biegesteifigkeit der Schuhsohle in Kauf nehmen zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß daß die dem Schuh zugeordneten Rastausnehmungen aus in einer Sohleneinlage vorgesehenen, über die Sohleneinlage zugfest miteinander verbundenen Aufnahmekammern für die Rastkörper bildende Kupplungshaken bestehen, deren voneinander abgekehrte Hakenenden in der Arbeitsstellung Hinterschneidungen der Aufnahmekammem hintergreifen, und daß einer der Kupplungshaken als federbelasteter Riegel, verschwenkbar gelagert ist.
Durch das Vorsehen von voneinander abgekehrten Kupplungshaken im Fahrgestell, von denen einer einen federbelasteten Schwenkriegel bildet, und von im Sohlenbereich des Schuhs angeordneten Aufnahmekammern, die miteinander über die sie bildende Sohleneinlage zugfest verbunden sind, wird eine Bindung geschaffen, bei der beim Kupplungseingriff der Kupplungshaken unter der Voraussetzung einer ausreichend starken Belastungsfeder des verschwenkbaren Kupplungshakens auf die Sohleneinlage eine den Schuh im Bindungsbereich streckende Zugbelastung ausgeübt wird, die den in der Bindung gehaltenen Schuh gegenüber dem Fahrgestell ausreichend versteift, um vorteilhafte Kraftübertragungsverhältnisse zwischen Schuh und Fahrgestell zu erreichen. Da diese Zugbelastung der Sohleneinlage mit der Abnahme des Schuhs vom Fahrgestell wegfällt und die Sohleneinlage nur zugfest, nicht aber biegesteif auszubilden ist, kann eine für die Gehbewegung vorteilhafte Biegsamkeit der Schuhsohle gewährleistet werden. 3 AT 005 967 Ul
Durch große in Schuhlängsrichtung wirksame Belastungskräfte, wie sie jedoch bei Rollschuhen mit paarweise nebeneinander angeordneten Laufrollen kaum auftreten, könnte der Schuh gegenüber dem Fahrgestell gegen die Kraft der Belastungsfeder des schwenkbaren Kupplungshakens verschoben werden. Um bei einer solchen Verschiebung des Schuhs gegenüber dem Fahrgestell keine Lösung der Bindung befürchten zu müssen, kann der Verstellweg des in die zugehörige Aufnahmekammer eingreifenden, schwenkbaren Kupplungshakens kleiner als die Eingriffslänge des anderen Kupplungshakens in die ihm zugeordnete Aufnahmekammer sein. Mit dieser Maßnahme ergibt sich für eine allfällige Längsverlagerung des Schuhs gegen den starr gelagerten Kupplungshaken hin ein Anschlag durch den verschwenkbaren Kupplungshaken, bevor der starre Kupplungshaken aus der ihm zugehörigen Aufnahmekammer des Schuhs austreten kann. Damit ist die Schließstellung der Bindung auch in solchen Fällen gesichert. Die Belastungsfeder des schwenkbaren Kupplungshakens zieht nach einer Entlastung der Bindung den Schuh wieder in seine Ausgangsstellung zurück.
Die die Hinterschneidungen der Aufnahmekammern hintergreifenden Kupplungshaken verhindern in der Eingriffsstellung ein Abheben der Schuhsohle vom Fahrgestell. Um eine spielfreie Halterung der Hinterschneidungen der Aufnahmekammern zwischen dem Fahrgestell und dem Kupplungshaken sicherzustellen, kann zumindest der verschwenkbare Kupplungshaken im Anlagebereich an der Hinterschneidung eine geneigte Anlagefläche aufweisen, die für einen entsprechenden Spielausgleich sorgt. Die Neigung dieser Anlagefläche soll vorteilhafterweise so gewählt werden, daß eine Selbsthemmung auftritt.
Da ein erheblicher Teil der Kraftübertragung zwischen Fahrgestell und Schuh über die Kupplungshaken und die Hinterschneidungen der schuhseitigen Aufnahmekammern erfolgt, müssen diese Konstruktionsteile entsprechend belastbar ausgeführt werden. Während dies für die Kupplungshaken im allgemeinen keine Schwierigkeiten macht, empfiehlt es sich, im Bereich der Aufnahmekammern die Einführöffnungen der Aufnahmekammern begrenzende Metallabdeckungen als Hinterschneidungen vorzusehen, über die die auftretenden Kräfte ohne Gefahr einer Überlastung auf die Schuhsohle abgetragen werden können. 4 AT 005 967 Ul
In der Zeichnung ist der Erfingungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Rollschuh in einer schematischen, zum Teil aufgerissenen Seitenansicht und
Fig. 2 das Fahrgestell dieses Rollschuhs in einer vereinfachten Draufsicht.
Das Fahrgestell 1 des Rollschuhs gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist zwei Lagergestelle 2 für Achsen auf, die paarweise angeordnete Laufrollen 3 tragen. Zwischen dem vorderen Laufrollenpaar 3 ist am Fahrgestell 1 ein Bremsblock 4 gelagert.
Das Fahrgestell 1 bildet eine Aufsetzfläche 5 für einen Schuh 6, der über eine Bindung lösbar mit dem Fahrgestell 1 verbunden werden kann. Zu diesem Zweck trägt das Fahrgestell 1 über die Aufsetzfläche 5 vorstehende Kupplungshaken 7, 8, deren freie Hakenenden voneinander weggerichtet sind. Während der Kupplungshaken 8 im Vorfußbereich starr mit dem Fahrgestell 1 verbunden ist, bildet der Kupplungshaken 7 im Fersenbereich einen um eine Querachse 9 schwenkbar im Fahrgestell 1 gelagerten Riegel 10, der durch eine Schließfeder 11 belastet ist und durch einen über die Querachse 9 hinaus verlängerten Handhebel 12 gegen die Kraft der Schließfeder 11 verschwenkt werden kann.
In die Sohle 13 des Schuhs 6 ist eine sich in Sohlenlängsrichtung erstreckende Sohleneinlage 14 eingebettet, die an ihren beiden Enden je eine hintere Aufnahmekammer 15 und eine vordere Aufnahmekammer 15' für die Kupplungshaken 7, 8 bildet. Für den Kupplungseingriff sind die Aufnahmekammern 15, 15' mit Hinterschneidungen 16, 16' versehen, die vorzugsweise durch Metallabdeckungen der Aufnahmekammern 15, 15' gebildet werden und die Einführöffnungen für die Kupplungshaken 7, 8 begrenzen, wie dies der Fig. 1 entnommen werden kann.
Da der verschwenkbare Kupplungshaken 7 eine geneigte Anlauffläche 17 aufweist, braucht der Schuh 6 nach dem Einführen des Kupplungshakens 8 in die Hinterschneidung 16' der vorderen Aufnahmekammer 15' lediglich im Fersenbereich 5 AT 005 967 Ul gegen den schwenkbaren Kupplungshaken 7 gedrückt zu werden, um den Kupplungshaken 7 gegen die Kraft der Schließfeder 11 von der Hinterschneidung 16 der hinteren Aufnahmekammer 15 vorübergehend wegzuschwenken, bis der Schuh auf der Aufsetzfläche 5 im Fersenbereich aufsetzt und der Kupplungshaken 7 unter einem Hintergreifen der Hinterschneidung 16 in die Aufnahmekammer 15 einrastet. Die Federbelastung des Kupplungshakens 7 bedingt eine Längskraft auf die Sohleneinlage 14, die durch den vorderen Kupplungshaken 8 gegen eine Längsverschiebung festgehalten wird, so daß auf die Sohleneinlage 14 eine Zugbelastung mit der Wirkung ausgeübt wird, daß die Sohle 13 im Bindungsbereich gestreckt wird, was zu einer Versteifung des Schuhs 6 und damit zu einer ausreichend starren Schuhhalterung führt, um für eine gute Kraftübertragung zwischen Schuh 6 und Fahrgestell 1 zu sorgen.
Zum Lösen der Bindung braucht lediglich der Riegel 10 über den verlängerten Handhebel 12 gegen die Kraft der Schließfeder 11 geöffnet zu werden, um den Schuh 6 im Fersenbereich vom hinteren Kupplungshaken 7 abheben zu können, bevor der Hakeneingriff im Vorfußabschnitt durch ein Vorschieben des Schuhs 6 gegenüber dem Fahrgestell 1 gelöst wird. Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, ist der mögliche Stellweg des federbeaufschlagten Kupplungshakens 7 in der dargestellten Kupplungsstellung kleiner als die Eingriffslänge des vorderen Kupplungshakens 8, so daß bei einer Längsverschiebung des Schuhs 6 gegenüber dem Fahrgestell 1 entgegen der Kraft der Schließfeder 11 die Bindung nicht gelöst werden kann, weil der durch den Kupplungshaken 7 gebildete Riegel 10 an einem fahrgestellfesten Anschlag 18 anschlägt, bevor die Hinterschneidung 16' der vorderen Aufnahmekammer 15’ aus dem Eingriff mit dem Haken 8 gelangt.
Der vom Fahrgestell 1 abgenommene Schuh 6 erfüllt die an eine Gehbewegung zu stellenden Anforderungen hinsichtlich der Biegsamkeit der Sohle 13, weil die Sohleneinlage 14 lediglich für eine zugfeste Verbindung der Aufnahmekammern 15, 15' nicht aber für eine Sohlenversteifung zu sorgen hat. Die Sohlen Versteifung ergibt sich ja erst durch die Zugbelastung der Sohleneinlage 14 über die Kupplungshaken 7, 8. 6 AT 005 967 Ul
Damit die Hinterschneidungen 16, 16' der Aufnahmekammern 15, 15' spielfrei von den Kupplungshaken 7, 8 hintergriffen werden können, sind die Kupplungshaken 7, 8 mit geneigten Anlageflächen 19 versehen, über die sich die Kupplungshaken 7, 8 an die Hinterschneidungen 16, 16' anlegen. 7

Claims (4)

  1. AT 005 967 Ul Ansprüche: 1. Rollschuh mit einem zum Gehen vom Schuh lösbaren Fahrgestell, das Aufnahmen für zwei je ein Laufrollenpaar tragende Achsen bildet, und mit einer Bindung, die paarweise zusammenwirkende, einerseits dem Fahrgestell und anderseits dem Schuh zugehörige, im Fersen- und im Vorfußabschnitt angeordnete Rastausnehmungen und in diese Rastausnehmungen eingreifende Rastkörper sowie einen im Schließsinn federbelasteten, im Fahrgestell gelagerten Riegel zum Verriegeln der Bindung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Schuh (6) zugeordneten Rastausnehmungen aus in einer Sohleneinlage (14) vorgesehenen, über die Sohleneinlage (14) zugfest miteinander verbundenen Aufnahmekammern (15, 15') für die Rastkörper bildende Kupplungshaken (7, 8) bestehen, deren voneinander abgekehrte Hakenenden in der Arbeitsstellung Hinterschneidungen (16, 16') der Aufnahmekammern (15, 15') hintergreifen, und daß einer der Kupplungshaken (7, 8) als federbelasteter Riegel (10), verschwenkbar gelagert ist.
  2. 2. Rollschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellweg des in die zugehörige Aufnahmekammer (15) eingreifenden, schwenkbaren Kupplungshakens (7) kleiner als die Eingriffslänge des anderen Kupplungshakens (8) in die ihm zugeordnete Aufnahmekammer (15') ist.
  3. 3. Rollschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der verschwenkbare Kupplungshaken (7) im Anlagebereich an der Hinterschneidung (16) eine geneigte Anlagefläche (19) aufweist. AT 005 967 Ul
  4. 4. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterschneidungen (16, 16') der Aufnahmekammern (15, 15') aus die Einführöffnungen der Aufnahmekammern (15, 15') begrenzenden Metallabdeckungen bestehen. 9
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